Albanien
Seit dem Jahr 2003 ist Diaconia Internationale Hilfe wieder aktiv in Albanien tätig. Bereits ab 1995 konnte Diaconia zuvor in Zusammenarbeit mit amerikanischen Freunden den Bau eines Ambulatoriums realisieren und nur wenig später den Bau eines neuen Krankenhauses. So konnte u.a die Kindersterblichkeit in jenem Gebiet massiv gesenkt werden.
Kindergarten ohne Wasser und Heizung
Erbärmliche Zustände herrschen im Kindergarten des Dorfes Bulcesh. Diaconia möchte die Situation gerne verbessern.
Das Dorf ist Teil der Stadt Kamez und wird auch von dort verwaltet. Es hat eine äusserst schlechte Infrastruktur. Die Verwaltung von Kamez konnte diese bisher nicht voranbringen, weil sie nicht auf die vielen Menschen eingestellt war, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem Norden Albaniens in die Nähe der Hauptstadt Tirana strömten.
Albanien gilt heute als der ärmste Staat Europas. Zunächst hatte der Staat eine Grundschule und einen Kindergarten für die Kinder gebaut. Aber durch die Bürgerunruhen 1997 und die damit verbundenen chaotischen Zustände wurden diese Gebäude teilweise zerstört. Ausserdem wurden die Schule und der Kindergarten von armen Leuten bewohnt, die dort Zuflucht suchten ? natürlich ohne Erlaubnis. Also verlor das Dorf seinen einzigen Kindergarten.
Nachdem die Bildungsbehörde.in Tirana sah, wie dringend hier ein Kindergarten benötigt wurde, beschloss sie, ein anderes Gebäude zu mieten, das als Kindergarten genutzt werden konnte. Der "neue" Kindergarten hat fünf Räume, in denen nun 140 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren Platz finden müssen. Acht Erzieherinnen und die Leiterin, Donika Nerimi, tun hier ihre Arbeit.
Die sanitären Anlagen und die hygienischen Bedingungen sind schlecht, es fehlt an Wasser und an richtigen Toiletten. Im ganzen Gebäude gibt es keine Heizung, und im Winter müssen die Kinder die ganze Zeit ihre Mäntel und Mützen tragen, weil es zu kalt ist. Der Boden hat überhaupt keinen Belag, das heisst, die Kinder müssen die ganze Zeit stehen und können sich nicht einmal hinsetzen, um zu spielen.
Es gibt nicht genügend Tische und Stühle. Da kein Spielzeug vorhanden ist, können die Kinder nicht spielen. So tun sie die meiste Zeit überhaupt nichts. Diaconia würde dem Kindergarten gern mit Bodenbelägen und Teppichen, mit Tischen und Stühlen helfen. Damit die Kinder nicht mehr frieren müssen, möchte Diaconia dem Kindergarten Gasöfen zur Verfügung stellen.
Und schliesslich möchten wir den Kindern Spielzeug kaufen, damit in diesen Kindergarten wieder Leben einkehren kann, schreibt unser Mitarbeiter Artan Metohu.
Wir bitten Sie herzlich, uns dabei zu unterstützen.
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