
| DIACONIA REPORT, AUSGABE 2, FEBRUAR 2009 | ||||
![]() Das „Dach“ der Hütte, in dem die Mutter mit ihren Kindern lebt, ist undicht und nicht isoliert. ![]() Kälte und Hunger machen Luminita und ihren Söhnen das Leben zur Qual. |
Rumänien Alleinerziehende Mutter bewohnt mit ihren Kindern ein baufälliges Haus Ein Leben in bitterer Armut Es ist unvorstellbar, in welcher Armut die alleinerziehende Mutter Luminita Grancea mit ihren beiden Kindern leben muss. Und das in Rumänien, einem Staat in Europa! Im Haus ist es eiskalt. Die Haustür hat ein grosses Loch und das Dach ist kein Schutz mehr gegen Regen und Schnee. Auch die Fenster sind nicht isoliert. Die Kinder Josif Robert (12 Jahre alt) und Nicolae Christi (6) sind sehr oft krank. Bis vor kurzem arbeitete Luminita noch in einer Fabrik, doch sie musste die Arbeit wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben. Der arbeitslose Vater hat seine Familie vor Jahren verlassen. Die kleine Familie ist so arm, dass sie beim Bäcker anschreiben lassen muss und es kommt vor, dass der kleine Nicolae Christi weint vor Hunger. Seine Mutter kann ihm dann nur ein kleines Stück Brot zuschieben. Projekt Nr. 1314
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![]() Der Körper des kleinen Mädchens muss täglich mit teuren Salben eingerieben werden. ![]() Von ihren Verbrennungen gezeichnet ist die kleine Krisztina. Ihre Mutter und ihre Geschwister geben ihr neuen Lebensmut. |
Rumänien Kleines Mädchen von kochender Suppe verbrüht – Es benötigt dringend spezielle Salben Krisztina kämpfte mit dem Tod Projekt Nr. 1315 |
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![]() Luminitas Mutter ist verschwunden und niemand weiss, wo sie ist. Das intelligente Mädchen liest sehr gerne. Doch sie hat Augenprobleme und braucht dringend eine Brille. |
Rumänien Mutter hat ihr kleines Mädchen bei den Grosseltern zurückgelassen und ist spurlos verschwunden Luminita will wieder sehen können Wie schwer muss es sein für ein kleines Kind, wenn seine Mutter einfach verschwindet und niemand weiss, wo sie ist! Die kleine Luminita (10 Jahre alt) hat das Glück, dass sie bei ihren Grosseltern leben kann, doch die sind sehr arm und körperlich geschwächt. Luminitas Grossvater hat eine Muskelkrankheit und kann nicht mehr gehen. Die beiden alten Menschen leben von seiner Behindertenpension. In der Wohnung, die eigentlich eine Ein-Personen-Wohnung ist, wohnen die Grosseltern zusammen mit Luminita und Alexandru, einem anderen Enkelkind, das sie ebenfalls aufgenommen haben. Projekt Nr. 1316 |
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![]() In Tirana erhalten die blinden jungen Menschen nicht nur Bildung, sondern auch Essen und ein Bett. Doch neben der ständigen Dunkelheit, die die meisten Schüler umgibt, müssen sie jetzt auch noch frieren. |
Albanien Im Heim für blinde Kinder in Tirana mangelt es mitten im Winter an warmer Kleidung Ein Leben in Dunkelheit und Kälte Blinde Kinder haben in armen Ländern wie Albanien kaum eine Chance auf Bildung. Einzig im Institut für visuell beeinträchtigte Kinder in Tirana kümmern sich Lehrer um insgesamt 65 Schüler im Alter zwischen 6 und 14 Jahren. Mehr als 82 Prozent dieser Kinder kommen aus sehr armen Verhältnissen. Die Eltern sind zum grossen Teil ungebildet und arbeitslos. In der Einrichtung in Tirana sind die meisten Kinder völlig blind. 30 Prozent der Schüler haben noch eine äusserst geringe Sehkraft. Für sie alle ist das Institut die einzige Chance auf Bildung. Doch Direktorin Reihan Shkreta ist sehr besorgt: „Wir sind mitten im Winter und ich strample mich mit unserem kleinen Budget dafür ab, einigermassen normale Lebensbedingungen für diese Kinder zu schaffen“. In der Eiseskälte des Winters kümmert sich die Heimleiterin im Moment hauptsächlich um die Kleider der Kinder. „Wir bekommen vom Staat eine lächerliche Pauschale für Kleidung“, ärgert sich die engagierte Frau. Gerade einmal 7000 Leks – das entspricht etwa 85 Franken oder 57 Euro – teilen die Behörden jedem Kind pro Jahr zu. „Überlegen Sie einmal, wie ein Kind ein ganzes Jahr damit zurecht kommen soll“, sagt Reihan Shkreta verzweifelt. Projekt Nr. 1317 |
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![]() Die Zwillinge Sona und Rusanna sind Vater Arajiks ganzer Stolz, doch sie sind fast taub und brauchen dringend Hörgeräte, die sich die arme Familie nicht leisten kann. |
Armenien Zwillinge leiden unter schweren Hörproblemen – Mädchen kann kaum sprechen und sieht fast nichts Sonas grösster Wunsch: Sie möchte endlich hören können Die Begriffe Liebe, Herzensgüte, Geduld und Hingabe kann wohl kaum jemand so sehr vereinen wie eine Mutter. Aufopfernd kümmert sich Narduhi Karapetian um ihre zwei behinderten Töchter und das, obwohl diese armenische Familie in schlimmer Armut lebt. Im Jahr 2002 erblickten die Zwillinge Sona und Rusanna das Licht der Welt. Narduhi und ihr geliebter Ehemann Arajik freuten sich sehr über ihre kleinen Engel. Doch dann bemerkte Narduhi, dass etwas mit den Kindern nicht stimmte. Nach den ärztlichen Untersuchungen war klar, dass beide Kinder Hörprobleme haben. Besonders betroffen ist Sona, deren Hörleistung nur fünf Prozent beträgt. Ausserdem hat das kleine Mädchen nur ein eingeschränktes Sehvermögen. Aufgrund dieser Störungen kann das heute sechsjährige Mädchen nicht normal sprechen. Ihr Nervensystem ist teilweise geschädigt. „Ein neues Hörgerät könnte meine Tochter aus dieser schweren Situation retten. Es würde ihr die Chance geben, sich später in das normale Leben zu integrieren“, sagt Narduhi. Doch das Hörgerät würde für beide Ohren 4350 Franken (etwa 2900 Euro) kosten. Ein unbezahlbarer Betrag für die Familie, die unter der wirtschaftlichen Krise in Armenien in den 90er Jahren schwer gelitten hat. Projekt Nr. 1318 |
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![]() Ein Leben in Armut: Anahit lebt mit ihrer Familie in einem Rohbau. Für die 16-jährige Naira werden dringend Pateneltern gesucht. |
Armenien Unzählige Probleme und Krankheiten in einer Familie – 16-Jährige leidet an Unterernährung Wer will Naira und ihre Familie zur Seite stehen? Manchmal weiss Anahit Avagian weder aus noch ein. Ihre Armut und die unzähligen Krankheiten ihrer Angehörigen bringen sie zur Verzweiflung. Die ehemalige Geschichtslehrerin, die aus der armenischen Hauptstadt Jerewan stammt, ist selbst nicht gesund und doch kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre Familie. Anahit heiratete 1987 einen Mann aus Gjumri, der zweitgrössten Stadt Armeniens. 1988 gab es dort ein verheerendes Erdbeben, von dem auch Anahit und ihr Mann betroffen waren. Sie verloren ihre Arbeit, ihr Hab und Gut und mussten fortan in einem Blechwaggon wohnen. Anahits Mann fuhr nach Berg Karabach und zog von 1989 bis 1991 in den Krieg gegen den feindlichen Nachbarstaat Aserbaidschan. 1992 kam die gemeinsame Tochter Naira auf die Welt. Doch nach dem Krieg war nichts mehr wie davor: Anahits Mann bekam schwere Depressionen, war aggressiv und grob zu ihr. Ihr blieb nichts anderes übrig, als ihre fünfjährige Tochter zu nehmen und zu ihren Eltern in ein halb fertiges kleines Haus zu ziehen. Projekt Nr. 1319 |
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![]() Immer wieder kommt es in Nepal zu schweren Busunfällen. Die Leiter der Diaconia-Kinderheime danken Gott, dass bisher keines ihrer Kinder zu Schaden kam. Sie bitten um Ihre Gebete – die Zeiten in dem armen Himalaya-Staat sind weiterhin unruhig. |
Nepal Schweres Busunglück, Bombenanschlag und ständige Stromausfälle Nepal kommt nicht zur Ruhe Auch nach Ende des Bürgerkriegs und der Vertreibung des Königs kommt der arme Himalaya-Staat Nepal nicht zur Ruhe. Ein schweres Schulbus-Unglück, ein Bombenanschlag in der Hauptstadt Kathmandu und ständige Stromausfälle beschäftigen die Menschen. Dennoch konnten die Kinder in den drei von Diaconia unterstützten Heimen zuversichtlich das neue Jahr beginnen. Im Westen des Landes ist ein Schulbus in einen Fluss gestürzt. Dabei kamen mindestens 22 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Schulkinder. Mehr als 60 Menschen sind verletzt worden. Im Bus seien Schüler und Lehrer auf dem Rückweg von einem Ausflug gewesen, teilte die Polizei mit. Der Fahrer sei zu schnell gefahren und habe beim Überholen eines Traktors die Kontrolle verloren. Viele der Opfer seien gestorben, während sie im zerstörten Fahrzeug eingeklemmt gewesen seien. Die Rettungsarbeiten seien mangels richtigen Geräts und wegen der Dunkelheit schwierig gewesen. Auf den kurvigen Bergstrassen kommen jedes Jahr zahlreiche Menschen bei Busunfällen ums Leben. Verkehrsregeln werden oft missachtet. Projekt Nr. 1320 |
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![]() Offizielle Übergabe der neuen Häuser (von links): Einsatzleiter Baru Jambazian, der stellvertretende Bürgermeister von Jerewan und Bauleiter Vasgen Hambartsumian schneiden das rote Band durch. ![]() Das Mädchen, das ein Gedicht aufsagen sollte, brach in Tränen aus. Auch es darf ins „Dorf“ einziehen. ![]() Von der Freude überwältigt waren die Familien, die ein neues Heim bekamen. ![]() Ausgewählt wurden insbesondere Familien mit Kindern. |
Armenien
Bewegende Schlüsselübergabe an 19 Familien – Diaconia-Einsatzleiter Baru Jambazian dankt den Spendern Tränen der Freude an einem Ort der Hoffnung Was für eine Freude herrschte im „Dorf der Hoffnung“, das Diaconia Internationale Hilfe in der armenischen Hauptstadt Jerewan errichtet. Im Dezember konnte Diaconia zusammen mit Regierungsvertretern und dem stellvertretenden Bürgermeister 19 Häuser an 19 Familien übergeben. Bei strahlendem Sonnenschein warteten die Familien ungeduldig auf den Moment, in dem sie die Schlüssel für ihre neuen Häuser entgegen nehmen konnten. Sie waren zuvor in einem langen und intensiven Prüfverfahren von einem Ausschuss aus Diaconia-Mitarbeitern, Vertretern des Bürgermeisters, des Sozialministeriums und des Ausschusses für humanitäre Fragen aus über 200 Familien ausgewählt worden. Die Auswahl, so berichten die Diaconia-Mitarbeiter in Armenien, sei sehr schwer gefallen, weil viele Familien in Not leben. Projekt Nr. 1321
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