Report
Ausgabe 03, März 2014


Armenien
Ein warmes Zimmer für Sona und Nona
Neunköpfige Familie findet kurzfristig Unterschlupf im kalten Haus des Onkels

„Wir tun alles für unsere Kinder. Im Herbst habe ich Walnüsse gesammelt, um eine armenische Süssigkeit zu Neujahr herzustellen. Die Kinder sollen doch auch mal eine Freude haben“, erzählt Fenik.

Fenik, Mutter von fünf Kindern, hat es schwer, ihre Familie zu versorgen. Zurzeit wohnen sie im Haus von Feniks ältestem Bruder, der mit seiner Familie nach Russland gegangen ist. Das Haus ist gross und kann nicht richtig geheizt werden. Nur im Esszimmer steht ein kleiner Ofen, der mit Mist befeuert wird, weil Holz zu teuer ist. Doch Feniks Bruder kann jederzeit zurückkehren.

Sehnsüchtig schauen Sona und Nona auf das Grundstück, auf dem ihr eigenes Haus stehen könnte.

Das Grundstück mit den Apfelbäumen muss erst noch abbezahlt werden, bevor das Haus gebaut werden kann.

Nur ein kleiner Ofen spendet der Familie im Winter etwas Wärme.

Fenik, Mutter von fünf Kindern, hat es schwer, ihre Familie zu versorgen. Zurzeit wohnen sie im Haus von Feniks ältestem Bruder, der mit seiner Familie nach Russland gegangen ist. Das Haus ist gross und kann nicht richtig geheizt werden. Nur im Esszimmer steht ein kleiner Ofen, der mit Mist befeuert wird, weil Holz zu teuer ist. Doch Feniks Bruder kann jederzeit zurückkehren.

Früher wohnte die Familie in der Hauptstadt Jerewan, in der eigenen Einzimmerwohnung. 1998 rettete Armen jedoch einen kleinen Jungen vor dem Ertrinken und verletzte sich dabei an der Wirbelsäule. Eine Behandlung war aus Kostengründen nicht möglich.

1999 erblickten die Zwillingstöchter Sona und Nona das Licht der Welt. Armens gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich zusehends. Tagelang kam er vor Schmerzen nicht aus dem Bett und verlor seine Arbeit. Fenik verkaufte die Wohnung und bezahlte mit dem Betrag die notwendige Operation. Er führt heute ein beschwerdefreies Leben, kann jedoch keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten. Er ist Elektriker von Beruf. Wenn jemand ein Problem mit dem Stromanschluss hat, ruft er nach Armen. Nicht selten wird er jedoch nur mit einem Händedruck bezahlt.

Seit ein paar Jahren wohnt die Familie im Dorf Dschraber. Die älteste Tochter Sofi (40) ist unverheiratet, Bäckerin und ohne Arbeit. Nur manchmal kann sie etwas hinzuverdienen. Sohn Hakob (26) ist verheiratet und hat zwei kleine Töchter. Die zweite Tochter, Susanna, hat geheiratet und ist ausgezogen. Die Zwillinge Sona und Nona sind noch schulpflichtig und träumen von einem eigenen warmen Zimmer. Seit sieben Jahren sind sie im Diaconia Patenschaftsprogramm. Die monatlichen Lebensmittelpakete sind eine grosse Hilfe für die Familie.

Hakob ist der einzige mit einem festen Einkommen. Doch sein geringer Verdienst als Landmaschinenfahrer reicht bei weitem nicht aus. Er möchte der Familie gerne ein Haus bauen. Deshalb nahm er einen Kredit auf und kaufte gegenüber der jetzigen Bleibe ein Grundstück. Sona und Nona stehen seitdem oft am Fenster, schauen hinüber und versuchen, sich das zukünftige Haus und ihr Zimmer vorzustellen. Mit Ihrer Hilfe kann dieser Traum der Zwillinge schon bald Wahrheit werden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 1976, "Ein Zimmer für Sona und Nona"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Rumänien
Mit Ratten unter einem Dach
71-Jährige sorgt für ihre vier Enkel und verzweifelt an den widrigen Lebensumständen

Ihr Haus ist von aussen liebevoll gestrichen: rosa mit roten Punkten. Es fällt auf, und der Anstrich verbirgt auf den ersten Blick die Schäbigkeit der Hütte. Doch auf den zweiten Blick offenbart sich die ganze Armut, in der Felicia und ihre vier Enkel leben.

Das Haus aus Holz steht in Vistea des Jos nahe Brasov. Dort kümmert sich die 71-jährige Felicia um ihre Enkel. Die Eltern verschwanden einfach und liessen sie in ihrer Obhut zurück. „Es ist schwer für mich, für die Kinder zu sorgen. Ich bin ja schon alt, und vieles fällt mir nicht mehr so leicht wie früher. Aber hätte ich die Kinder sich selbst überlassen sollen?“, erzählt Felicia. Und so leben Printesa (8), Remus (7), David (5) und Sami (1) in der Hütte mit dem rosa-roten Anstrich und blicken in eine alles andere als rosarote Zukunft. Niemand weiss, was es für sie bedeutet, dass ihre Eltern sie einfach verlassen haben. Sie sprechen nicht darüber.

Trotz der Armut haben die Kinder dank ihrer Oma Freude.

Felicia und ihre Enkel wohnen in diesem kleinen rosa Holzhaus. Der Anstrich täuscht über die Armut nur kurz hinweg.

Der selbstgebaute Ofen (rechts) ist nicht sicher.

Die Hütte, in der die Fünf leben, besitzt nur einen Raum und verfügt weder über Strom noch fliessendes Wasser oder eine Toilette. Besonders gefährlich ist der improvisierte Ofen, auf dem gekocht wird und den Raum wenigstens ein wenig wärmt. Doch der Ofen wird mit Holz geheizt. Nicht auszudenken, welche Tragödie sich abspielen könnte, wenn sich giftige Dämpfe entwickelten.

Die Roma-Familie hat selten genug zu essen. „Ich versuche, die Kinder satt zu bekommen, doch wir leben nur vom Kindergeld. Das ist nicht viel, und so müssen wir oft hungrig bleiben. Für mich ist das in Ordnung, aber für die Kinder tut es mir in der Seele weh“, sagt Felicia.

Am schlimmsten sind aber die Ratten, die nachts ins Haus kommen und alles anknabbern, was sie finden können. Sie haben es auf die schlafenden Kinder abgesehen. Und so wacht Felicia Nacht für Nacht über ihre Enkel und verscheucht die lästigen Nager. „Ich bin oft so müde, aber ich muss meine Enkel schützen. Sie sind mir doch anvertraut. Ich bete viel und Gott hilft mir dabei.“

Felicia tut alles, um ihren Enkeln ein Zuhause und die Sicherheit zu geben, die sie brauchen. Durch liebevolle Kleinigkeiten versucht sie, eine gute Atmosphäre zu schaffen. Und sie versucht auch, den Enkeln eine fröhliche Kindheit zu ermöglichen: Sie lachen, toben herum und umarmen ihre Oma immer wieder herzlich. Bitte helfen Sie uns, dieser Familie ein sicheres, warmes und gemütliches Zuhause zu gestalten. Gott segne Sie reichlich für alle Hilfe.

Projekt Nr. 1977, "Zuhause ohne Ratten füre Felicias Enkel"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Rumänien
Eine Zukunft für Corina
Alleingelassen vom Ehemann und Vater sind Mutter und Tochter auf sich gestellt

„Wenn ich mich als Kosmetikerin selbstständig machen könnte, dann könnte ich meine Tochter und mich ernähren, wir hätten genug zum Leben“, sagt Corina Serban. Doch der 37-Jährigen fehlt das Startkapital.

Corina sorgt schon lange alleine für ihre Tochter Alesia (14). Das Mädchen ist aufgeweckt und intelligent. Sie besucht eine der besten Schulen in Brasov, ist eine gute Schülerin und ein freundliches Mädchen. So versucht Corina, ihr ein gutes Umfeld zu bieten und für sie da zu sein. Denn sie weiss wie es ist, wenn der Vater fehlt: Corinas Vater starb als sie acht Jahre alt war. Ein Erlebnis, das alles veränderte. Ihre Mutter fühlte sich nicht imstande, ihre drei Kinder aufzuziehen und gab sie zu Bekannten und Verwandten. Zuerst zog Corina zu ihrer Tante. Nach zwei Jahren zog sie zu einer anderen Verwandten – und so ging es einige Jahre weiter. Mit 21 Jahren traf Corina ihren zukünftigen Mann. Sie heirateten, und schon bald wurde Alesia geboren. „Sie ist die Sonne meines Lebens“, sagt Corina liebevoll über ihre Tochter, die ihr sehr ähnlich sieht. Fünf Jahre lebte sie in der trügerischen Sicherheit ihrer Ehe und war völlig erschüttert, als ihr Mann sich von ihr scheiden liess. „Ich war plötzlich völlig auf mich allein gestellt, mit einem Kleinkind, ohne Einkommen oder Perspektive“, erinnert sie sich.

Corina behandelt ihre Kosmetik-Kunden derzeit noch zu Hause. Ein eigener Laden würde ihre Existenz sichern.

Corina ist stolz auf Alesia und möchte ihr gerne Sicherheit und Ruhe bieten.

Doch Corina kämpfte: Sie arbeitete als Kosmetikerin und hatte teilweise sogar zwei Jobs, um die Miete und die Rechnungen bezahlen zu können. Doch die Belastung war zuviel, sie wurde krank und musste sogar für eine Weile ins Krankenhaus. Während dieser Zeit verlor sie beide Jobs, und das Leben wurde für sie und ihre Tochter schwierig: Als Corina zwei Monate mit der Miete im Rückstand war, warf der Vermieter die beiden aus der Wohnung.

Sie kamen in einer Pension (Bed and Breakfast) unter. Um dort wohnen zu können, musste Corina putzen und für die Gäste kochen. „Das war eine Weile in Ordnung. Aber ich verdiente kein Geld, und der Traum von einer eigenen Wohnung rückte in immer weitere Ferne.“

Corina fand schliesslich eine Wohnung. Dort arbeitet sie als Kosmetikerin und kann so die Miete bezahlen. Ihr grösster Wunsch ist ein eigener kleiner Kosmetik-Laden, um dauerhaft aus der Krise herauszukommen. „Ich habe viele Anfragen. Aber viele Leute scheuen sich, zu mir nach Hause zu kommen. Und für Alesia ist es ja auch nicht so schön, immer fremde Menschen um sich herum zu haben“, begründet Corina den Wunsch nach einem eigenen Laden. 5000 Franken (4200 Euro) sind nötig, um die Existenz von Mutter und Tochter dauerhaft zu sichern. Bitte helfen Sie uns, dieses nachhaltige Selbsthilfeprojekt wahr werden zu lassen.


Projekt Nr. 1978, "Selbsthilfeprojekt — Berufliche Zukunft fuer Corina"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Rumänien
Ein fröhliches Lachen für Armando
Armut und Sorgen um die Zukunft belasten achtköpfige Familie

Armando ist ein echter Sonnenschein. Der kleine Lockenkopf lacht und strahlt. Für ihn ist die Welt noch in Ordnung, und so manches Mal zaubert er sogar anderen Familienmitgliedern ein Lächeln aufs Gesicht. Nur Mutter Maria und Vater Ion bleiben meistens ernst.

Die beiden liebevollen Eltern wissen, dass auch Armando, wenn er älter wird, das unbeschwerte Lachen eines Tages verlieren wird. Vater Ion Caldarar, seine Frau Maria und ihre Kinder Sabrina (12), Marica (10), Elvis (7), Fernando (6), Elena (4) und Armando (1) teilen sich einen kargen Raum von zwölf Quadratmetern. Ion und Maria konnten beide nicht zu Schule gehen und merken nun, welche Auswirkungen dies auf ihre Existenz hat. „Wir wollen, dass es den Kindern besser geht. Deswegen ist es uns wichtig, dass sie zur Schule gehen“, sagt Maria. Doch das Leben ist teuer, und die Familie hat oft nicht einmal genug zu Essen — Schulsachen sind da Luxus.


Maria und die sechs Kinder hausen mit Vater Ion in einem ärmlichen Raum. Die zierliche Frau würde ihren Kindern gern ein besseres Leben ermöglichen.

Ion hat keine regelmässige Arbeit und verdient als Tagelöhner ab und zu etwas Geld. So weiss die 30-jährige Maria nie, wie viel sie am nächsten Tag zur Verfügung haben wird. An manchen Tagen finden Ion und die beiden älteren Söhne eine Arbeit. Das sind die Tage, an denen die Familie etwas mehr zu essen hat, etwas mehr als das übliche trockene Brot. „Wir verlangen doch nicht viel“, sagt Maria, „wir möchten nur so leben, wie eine ganz normale Familie, die sich das Nötigste leisten kann.“

Es fehlt an fast allem, an Kleidung, Essen, Schulsachen und Windeln für Armando. Die Wände ihres einzigen Wohnraumes sind unverputzt, der Raum karg möbliert und der Fussboden kahl. Zu allem Überfluss ist Ion nierenkrank. „Ich müsste eigentlich dringend operiert werden, damit es nicht noch schlimmer wird“, sagt er. Aber das kann sich die Familie nicht leisten. Auch eine ärztliche Behandlung für die älteste Tochter Sabrina ist nicht möglich. Die Zwölfjährige leidet unter Wirbelsäulenproblemen. Eine gründliche Untersuchung konnte wegen Geldmangel noch nicht vorgenommen werden.

„Wir wissen nicht genau, was sie hat. Aber Sabrina hat oft fürchterliche Schmerzen. Ich bin dann ganz ratlos und traue mich kaum, sie, aus Angst ihr noch mehr weh zu tun, zu berühren“, erzählt Maria. Der zierlichen Frau stehen Tränen in den Augen.

Wir möchten gerne das Zuhause renovieren und die Behandlung für Ion und Sabrina ermöglichen. Bitte helfen Sie uns, diese arme Familie zu unterstützen, damit der kleine Armando sein Lachen nicht verliert und seine Eltern hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können.


Projekt Nr. 1979, "Hilfe für Familie Caldarar"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Armenien
Krankheit stürzt Familie in grosse Not
Geworg Simonian war einst ein gefeierter Schauspieler

Geworg Simonian hat sein ganzes Leben fürs Theater gearbeitet. Jetzt ist der ehemals bekannte Schauspieler krank und muss von der staatlichen Beihilfe in Höhe von 63 Franken (52 Euro) leben.

Nach dem Abschluss der Hochschule für Filmkunst gründete Geworg das Fernsehtheater in Jerewan und spielte in verschiedenen Filmen. Heute ist er krank und geschwächt und hat hohe Schulden. Zum zweiten Mal befindet er sich in einer finanziellen Notlage. Zuerst nach dem Zerfall der Sowjetunion. „Es gab kein Brot, keine Lebensmittel, keinen Strom und keine Heizung. Ich war schon verheiratet, meine Töchter Eliza und Anahit waren zwölf und sieben Jahre alt. Ich war arbeitslos. Um zu überleben und die Kinder durchzubringen, verkauften wir alles, was wir besassen. Wir mussten sogar unsere Dreizimmer- gegen eine Einzimmerwohnung eintauschen. So konnten wir unsere Kinder vor Hunger und Kälte retten“, erzählt Geworg. Die neue Wohnung war in einem schlechten Zustand. Durch kleine Renovierungsarbeiten konnte Geworg die Wohnbedingungen für seine Familie etwas verbessern. Aber es gibt kein fliessendes Wasser und keinen Wasserhahn im Bad. Seit 17 Jahren holt Marieta Wasser von den Nachbarn. Geworg hatte die Absicht, bald mit dem Renovieren des Badezimmers zu beginnen, als die Krankheit seine Pläne durchkreuzte.

Die Bilder an der Wand erinnern Geworg an seine Zeit als Schau-spieler.

Die Medikamente sind teuer, und die Diät für Geworg kann Marieta zwar kochen, aber nicht bezahlen.

Die Familie weiss nicht, wie es weitergehen soll.

Geworg fühlte sich schlecht und hatte Schmerzen in der Bauchgegend. Er dachte, sein Magengeschwür meldet sich wieder und nahm schmerzstillende Medikamente ein. Anfang 2013 verschlechterte sich sein Zustand: Er war völlig erschöpft und kraftlos. Als sich sein Bauch aufblähte und die Krämpfe unerträglich wurden, ging er ins Krankenhaus. Die Diagnose lautete: eine Geschwulst im Dickdarm und Blutarmut. Sie traf die mittellose Familie wie ein Schlag.

Im Mai wurde Geworg erfolgreich operiert. Für den chirurgischen Eingriff und den Krankenhausaufenthalt verlangte man insgesamt 2400 Franken (2000 Euro). Die Familie lieh sich das Geld von Bekannten. Aber Geworg braucht weitere Behandlungen. „Ich bin Gott dankbar, dass mein Leben gerettet wurde. Aber ich brauche teure Medikamente und muss eine strenge Diät halten. Wie soll das gehen, wenn ich kein Geld habe?“

Mit Ihrer Hilfe kann die Not dieser Familie gelindert werden. Vor allem müssen die Schulden zurückgezahlt und die weiteren Therapien finanziert werden. Dürfen wir Sie bitten, diese Familie durch Gaben und Gebete zu unterstützen? Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 1981, "Behanndlung und Hoffnung für Geworg Simonian"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




BLICKPUNKT


Armenien
Suzanna — Eine Absolventin mit Zukunft

Suzanna strahlt. Sie hält ein selbstgenähtes Kleidungsstück in Händen. Es ist für ihre älteste Tochter, die immer wieder bereitwillig auf ihre jüngeren Geschwister aufpasst, während ihre Mutter die Schulbank drückt.

Suzanna ist verheiratet. Ihr Mann ist Schuhmacher. Sie haben sechs Kinder im Alter zwischen zwölf Jahren und 18 Monaten. Dennoch ist Suzanna eine der wenigen Absolventinnen des Näherinnenkurses, die bisher nie gefehlt haben oder zu spät kamen. Zu wichtig ist ihr dieser Lehrgang. Die ganze Familie hält zusammen und stellt ihre Mutter für diese Zeit frei. Auch ausserhalb der Unterrichtsstunden investiert Suzanna Zeit in die Gruppe. Sie ist die Gruppensprecherin und stellt somit das Bindeglied zwischen Lehrerin und Schülern dar.

Bald wird Suzanna sich selbstständig machen und zum Auskommen ihrer Familie durch ihrer Hände Werk beitragen können. “Wir werden schöne Kleider tragen, die uns passen und wärmen. Und ich werde für andere Menschen etwas nähen oder ausbessern können und dadurch Geld verdienen”, freut sich Suzanna.

Was Suzanna noch nicht weiss ist, dass die Leitung des BAZ sich dazu entschlossen hat, ihr nach bestandener Abschlussprüfung eine Nähmaschine zu schenken, mit der sie dann sofort loslegen kann. Nur die Besten des Kurses erhalten diese. Und Suzanna hat sie sich verdient, durch ihre Treue, ihren Einsatz und ihren unermüdlichen Mut, diesen Weg trotz schwieriger Umstände zu gehen.

Danke, dass Sie mit Ihren Spenden diese Anlehre möglich gemacht haben.


Suzanna mit ihrer Familie.


Mit Freude ist Zuzanna bei der Sache.

Projekt Nr. 1980, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.





Armenien
Der Schimmel frisst sich durch die Möbel
Das Haus braucht ein neues Dach — Gesundheit von Karines Familie gefährdet

Karine Abelian muss stark sein. Sie hat zwei Kinder zu versorgen. Seit dem Tod ihres Mannes meistert die verwitwete Mutter ihr eigenes und das Leben ihrer Kinder.

Karines Mann Yeghiasar starb im März 2002 an Herzschwäche. Er liess seine noch junge Frau (23), seine zwei kleinen Söhne (damals drei und vier Jahre) und seine bettlägerige Mutter zurück. „Als wir heirateten, war meine Schwiegermutter bereits pflegebedürftig. Nach einem Schlaganfall war sie ans Bett gefesselt. Neben der Betreuung der Kinder mussten wir noch meine Schwiegermutter pflegen“, erzählte Karine. Nach dem Tod ihres Mannes lastete die ganze Verantwortung auf Karines Schultern. Sie musste Geld verdienen und baute etwas Gemüse vor dem Haus an. So konnte sie genug Vorrat an Kartoffeln für den Winter anlegen.

Wenn es viel regnet, werden die grauen Flecken an der Zimmerdecke immer grösser.

Ein Bild erinnert an Karines Mann, den Vater von Murad und Wahram.

Nach dem Tod der Schwiegermutter im Jahr 2005 wurde Karine in der Dorfschule als Putzfrau eingestellt. Zusätzlich arbeitete sie noch als Haushaltshilfe. Dann erkrankte sie selbst schwer: 2011 zog sie sich eine beidseitige Lungenentzündung zu. Dank der finanziellen Unterstützung des Schuldirektors konnte Karine behandelt werden. Doch sie erkrankte nochmals und bekam durch die starken Medikamente zusätzlich eine Magen- und Darmentzündung und wurde wegen ihrer vielen Fehlzeiten entlassen.

Ihre Söhne Murad (15) und Wahram (14) unterstützen ihre Mutter so gut es geht. Sie helfen bei der Ernte oder arbeiten auf den Feldern. Doch Murad hat eine chronische Bronchitis und muss regelmässig Medikamente einnehmen. Die schlechten Wohnbedingungen tragen zu seinem Zustand bei. Denn das Haus, in dem die Familie lebt, wurde vor etwa 50 Jahren gebaut und seither nicht renoviert. Die Familie leidet unter Kälte, Feuchtigkeit und Schimmel. Das Dach und die Fenster sind undicht. Überall dringt Wasser ein. Die Küchenmöbel sind durch die ständige Nässe von Schimmelpilzen übersät und müssen dringend ersetzt werden. Und eine Dachrenovierung ist für die Familie unbezahlbar. Karine hat ihren goldenen Ring als Pfand gegeben und damit Brennholz für den Winter gekauft. „Er war ein Geschenk von meinem Mann. Aber ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie meine Kinder frieren“, sagt die verzweifelte Witwe.

Die Familie ist auf Hilfe angewiesen. Vor allem muss das Dach dringend saniert und die Fenster ersetzt werden. Bitte helfen Sie Karine und ihren Söhnen und geben Sie ihnen Hoffnung.


Projekt Nr. 1982, "Hausrenovation und Medizin für Karine und Söhne"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Albanien
Essen auf Pump für hungrige Mägen
Sechsköpfige Familie lebt in erbärmlichen Bedingungen und grosser Armut

Shega Minaj kämpft mit den Tränen: „Mein Herz tut mir weh, wenn meine Kinder mich nach Brot fragen und ich ihnen nichts geben kann. Armut ist so grausam.“

Die 44-Jährige wohnt mit ihrem Mann Xhevdet (54), dessen Mutter und den gemeinsamen drei Söhnen Klajdi (14), Florion (12) und Edison (8) im Dorf Clirim im albanischen Distrikt Fieri. Die Familie ist unbeschreiblich arm. Ihre erbärmliche Hütte verdient nicht die Bezeichnung „Dach über dem Kopf“, denn das Dach ist so undicht, dass Vater Xhevdet die Betten verschieben muss wenn es regnet, da sonst alles nass wird. „Alles ist feucht und klamm. Besonders schlimm ist es im Winter“, erzählt er. Wenn seine Frau Shega Wäsche wäscht, muss sie das Feuer im Hof anfachen, dort das Wasser erwärmen und die Wäsche draussen waschen. Für die Familie ist eine gewisse Grundhygiene und Ordnung sehr wichtig. Ob die nassen Sachen dann auch wirklich trocken werden, hängt von der Witterung ab.

Die grossen Sorgen und die Armut haben in allen Gesichtern tiefe Spuren hinterlassen.

Das spärliche Mobiliar ist zerschlissen.

Gekocht wird auf einem Gaskocher, der Fussboden ist noch nass vom Regen in der Nacht.

Die Wäsche muss Shega aufwändig im Hof waschen — besonders im Winter ist das herausfordernd.

Shega hat sich mit den Umständen arrangiert, versucht, sie tapfer zu tragen. Nur wenn es um ihre Kinder geht, wird ihr das Herz schwer: „Weihnachten, Jahreswechsel, Geburtstage – wir haben nichts zu feiern und können unseren Kindern nichts schenken. Es reicht ja noch nicht mal fürs Essen.“ Die Familie erhält ihre Nahrung von mitfühlenden Ladenbesitzern. Diese führen eine Liste, auf der sie die Lebensmittel verzeichnen, die sich die Ärmsten der Armen bei ihnen holen. „Wenn wir irgendwann einmal Geld haben, werden wir diese Lebensmittel bezahlen“, sagt Shega tapfer. Sie hat mehr als einmal versucht, Arbeit zu finden – ohne Erfolg. Auch Xhevdet bemühte sich bisher vergeblich um einen Job.

Die Lebensbedingungen der Familie sind erbärmlich. Das spärliche Mobiliar ist alt und verschlissen, die Wände sind feucht und der Boden ist kalt. Gekocht wird — wenn es überhaupt etwas gibt – auf einem kleinen Gaskocher. Die drei Jungs haben längst kein Lächeln mehr auf ihren Gesichtern. „Sie sind so tapfer und beklagen sich nie“, sagt die Mutter und ergänzt leise: „Doch ich sehe auf ihren Gesichtern die tiefe Traurigkeit — das sollte nicht so sein.“
Vater Xhevdet ist inzwischen so verzweifelt, dass er sich, wie er sagt, „schlimme Gedanken macht“. „Nachts stehe ich manchmal auf und frage mich, ob sich das Leben wirklich noch lohnt. Ich ertappe mich dabei, dass ich an Selbstmord denke und erschrecke über mich selber. Ein Blick auf meine schlafenden Kinder klärt meine Gedanken wieder. Für sie lohnt es sich, durchzuhalten.“

Bitte helfen Sie uns, die grösste Not dieser Familie zu lindern, damit Klajdi, Florion und Edison wieder lächeln können.


Projekt Nr. 1983, "Trockenes Zuhause für Xhevdets Familie"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







 
 


Mail an Diaconia Mail an Diaconia DE