
| DIACONIA REPORT, AUSGABE 7, JULI 2008 | ||||
![]() Gabis Mutter ist Gott dankbar, dass ihre Tochter sich so gut entwickelt hat – entgegen den Prognosen der Ärzte. |
Rumänien Ärzte hatten Wasserkopf diagnostiziert – Mädchen entwickelt sich gut – Vater und Mutter sind schwer erkrankt Gabi lebt: Für die Eltern ist es ein Wunder Gabi ist heute neun Jahre alt. Ihre Eltern danken Gott für dieses Wunder. Als das Mädchen geboren wurde, waren die Ärzte davon überzeugt, dass das Kind nicht überleben würde. Ihre Diagnose: Wasserkopf. Die Mediziner waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie sich sogar weigerten, eine Geburtsurkunde auszustellen. Das neugeborene Kind kam in einen Inkubator (Brutkasten). In Gabis ersten Lebensmonaten wuchs tatsächlich nur der Kopf. Doch nach neun Monaten entwickelte sich plötzlich der Körper. Erst jetzt wurde für Gabi ein Geburtszertifikat ausgestellt. Projekt Nr. 1242 |
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![]() Florentina und ihre Schwester Ana-Maria leiden an einer Nervenkrankheit und können sich nur auf Knien fortbewegen. |
Rumänien Florentina und Ana-Maria können sich nur auf Knien fortbewegen – Diaconia kümmert sich um Rollstühle
Zwei schwer kranke Mädchen hoffen auf ein Badezimmer Bis sie sieben Jahre alt waren, konnten sich die Mädchen normal fortbewegen. Doch dann verkrümmten sich allmählich ihre Finger und Füsse, bis sie nicht mehr gehen und kaum mehr etwas in den Händen halten konnten. Projekt Nr. 1243 |
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![]() Freude im Diaconia-Kinderheim „Speranta“: Dort gibt es jetzt einen Spielplatz. |
Rumänien Im Diaconia-Heim „Speranta“ werden derzeit 19 Kinder betreut – Nur wenige Arbeitsplätze in der Region Moldau Kinder freuen sich riesig über neuen Spielplatz Die Schicksale der 19 Kinder, die derzeit im Diaconia-Kinderheim „Speranta“ in Dobreni leben, könnten ganze Bücher füllen. Die meisten haben traumatische Erlebnisse hinter sich: Verbrechen und Gewalt im Elternhaus, Missbrauch, Vernachlässigung. Dass das Diaconia-Team ihnen mit Liebe und Zuneigung begegnet, ist für viele eine ganz neue Erfahrung. „Speranta“ bedeutet Hoffnung. Tatsächlich haben viele Kinder im Heim neue Hoffnung geschöpft. Dobreni liegt in der Region Moldau. Hier ist die Arbeitslosigkeit hoch, viele Menschen sind bitter arm. Darum sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderheims sehr dankbar für die Möglichkeit, dort arbeiten zu können. |
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![]() Gabriel mit seinen Geschwistern und seinem Vater. Die Familie bangt um das Schicksal der Mutter. |
Rumänien Gabriel (7) leidet unter schwerem Asthma – Verzweifelte Mutter sucht Arbeit in Deutschland Nur knapp dem Erstickungstod entronnen Gabriel ist sieben Jahre alt. Seit seinem zweiten Lebensjahr leidet er unter Asthma. Mehrere Male ist er fast erstickt. Seine Mutter ist verzweifelt. Weil die Familie kein Geld für Gabriels Behandlung hatte, ging die Mutter zum Arbeiten nach Deutschland. Die Familie hat den Kontakt zu ihr verloren. Projekt Nr. 1245 |
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![]() Diaconia-Mitarbeiter Marius Demsa leistet in Schulen Aufklärungsarbeit und warnt vor den unseriösen Angeboten der Menschenhändler. |
Rumänien Kampf gegen Menschenhandel In Rumänien werden zahlreiche Frauen verschleppt und als Sklavinnen des Sexgeschäftes missbraucht. In den vergangenen Monaten hat Diaconia eine gute Beziehung zur "Nationalen Agentur gegen den Menschenhandel" aufgebaut. Es findet ein regelmässiger Austausch statt. Diaconia führt zudem Informationsveranstaltungen in Schulklassen durch. Dabei werden die jungen Menschen vor unseriösen Arbeitsplätzen im Westen gewarnt. Zudem hilft Diaconia betroffenen Frauen und ihren Familien. Aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen dürfen weder Namen noch Fotos der Betroffenen veröffentlicht werden. „Kampf gegen Menschenhandel“ |
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![]() Taron leidet unter heftigen Schmerzen. Seine Mutter Schuschanik weiss nicht mehr weiter und hofft auf die tätige Nächstenliebe der Diaconia-Freunde. |
Armenien Taron (17) lebt in einer ständig feuchten Wohnung – Nun hofft er auf eine Operation Schlimme Schmerzen durch fortwährende Gelenkentzündung Schuschanik Geghamian hat grosse Sorgen. Sie bangt um die Zukunft ihres 17 Jahre alten Sohnes Taron. Der leidet seit rund drei Jahren an einer äusserst schmerzhaften Gelenkentzündung. Letzte Hoffnung: eine Operation, doch dafür reicht das Geld der Familie bei weitem nicht. Das Leben von Schuschanik änderte sich drastisch, als ihr Ehemann vor einigen Jahren psychisch krank wurde. „Wir hatten unsere eigene Wohnung, wir hatten Arbeit und lebten wie viele andere Familien. Als mein Mann erkrankte, musste ich plötzlich alleine für alles sorgen“, erläutert die Mutter von drei Kindern. Das Geld, das sie als Tagelöhnerin verdient, reicht nicht aus. „Wir machten Schulden, um lebensnotwendige Nahrung und Medikamente zu kaufen. Letztlich waren wir gezwungen, die Wohnung zu verkaufen, um den Gläubigern ihr Geld zurückzugeben“, berichtete Schuschanik den Diaconia-Mitarbeitern. Projekt Nr. 1247 |
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![]() Nelli kümmert sich rührend um ihre Kinder. Doch sie ist krank und erschöpft. Wer hilft mit, dass sie nicht mehr hungrig zu Bett gehen muss? |
Armenien Einkommen des Vaters reicht bei weitem nicht aus – Mutter gesundheitlich angeschlagen Familie mit zehn Kindern bangt ums Überleben Eduard und Nelli wurden zehn Kinder geschenkt, fünf Söhne und fünf Töchter. Das älteste Kind ist heute 16 Jahre alt, das jüngste wurde gerade geboren. Die kinderreiche Familie wohnt in dem kleinen Dorf Voghchaberd. Diese Siedlung ist sehr arm. Das Dorf liegt in einer Gegend, in der es immer wieder zu Erdrutschen kommt. Deshalb können die Bauern ihr Land nicht richtig bestellen. Samen und neu gepflanzte Setzlinge werden häufig durch heftige Regenfälle und Erdrutsche vernichtet. Eduard arbeitet als Fahrer. Er bekommt einen Lohn von monatlich etwa 170 Franken (rund 105 Euro). Das ist das einzige Einkommen der Familie. Oft müssen die Kinder hungrig zu Bett gehen. Trotz ihrer vielen Kinder bekommen Eduard und Nelli keine Unterstützung vom Staat. „Warum müssen wir ständig abgetragene Kleidung und zerrissene Schuhe anziehen? Warum haben wir nur eine Mahlzeit am Tag? Warum haben wir keine Dusche zu Hause?“ Nicht immer kann Eduard die Fragen seiner Kinder beantworten. Nelli hat nach zehn Geburten ernste gesundheitliche Probleme. Sie wird schnell müde, klagt oft über Lendenschmerzen. Dennoch erledigt sie die ganze schwere Arbeit zu Hause und sorgt geduldig für ihre Kinder. Eine Behandlung und teure Medikamente kann sie sich nicht leisten. Es gibt keine Chance für Eduard, eine besser bezahlte Arbeit zu finden. Die Inflation in Armenien verschlechtert die ohnehin schon schwere soziale Lage der Familie noch weiter. Jeder Tag ist für sie ein Kampf ums Überleben. Eduards einzige Hoffnung ist Diaconia. Mit Ihrer Hilfe kann die Not dieser Familie schnell und umfassend gelindert werden. Herzlichen Dank im Namen der Armen und Vergessenen in Armenien. Projekt Nr. 1248 „Nothilfe zehn Kinder“ |
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![]() So lebten sie früher: Menschenunwürdige „Unterkunft“ in Jerewan. ![]() So leben sie heute: Zwei glückliche Jungen im „Dorf der Hoffnung“. |
Armenien
Diaconia-Projekt hat das Leben vieler armer Armenier grundlegend verändert Fröhliche Kinder im „Dorf der Hoffnung“ „Die Bilder, die sich in unserem Gedächtnis festgebrannt haben, sind herzergreifend und erschütternd“, berichtet Diaconia-Einsatzleiter Baru Jambazian, „Kinder, die im Müll leben; Kinder, die in Feuchtigkeit leben; Kinder, die keinen Platz zum Spielen haben; Kinder, die keine Kindheit haben.“ Ehepaare müssen in der Hauptstadt Jerewan oft nachts abwechselnd wach bleiben, um ihre Kleinen zu beschützen. Sonst kommen die Ratten aus dem Dunkel und greifen die Kinder an. Dazu kommen die Probleme der Eltern, die nicht wissen, wie sie ihre Familien ernähren sollen, wo sie bleiben sollen, wie sie einen Ausweg finden sollen. „Heute sehen wir dieselben Kinder im Dorf der Hoffnung. Fröhliche Kinder, Kinder, die endlich spielen können, Kinder, die an einem sicheren Ort aufwachsen, Kind sein können, eine Kindheit haben“, freut sich der Diaconia-Einsatzleiter und dankt Ihnen sehr herzlich: „Durch Ihre Hilfe, liebe Freunde, konnte vielen Familien im Dorf der Hoffnung ein neues Zuhause gegeben werden. Doch die Warteliste ist lang. Jeden Tag klopfen Familien an die Tür von Diaconia und bitten um eine Ecke, und sei es nur ein kleiner Raum in einem Keller, wo sie mit ihren Kindern wohnen können.“ Das Dorf der Hoffnung braucht auch weiterhin Ihre Unterstützung. Diaconia baut diese Muster-Siedlung für die Ärmsten. Nur durch Ihre Hilfe kann Diaconia noch mehr Kindern Hoffnung und Zukunft schenken und vor allem eine beschützte Kindheit. Projekt Nr. 1249 „Dorf der Hoffnung“
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![]() Zurzeit kann Stenald nur auf diesem maroden Instrument spielen. Ein funktionsfähiges Klavier ist sein grosser Traum. |
Albanien Vater bei Unruhen erschossen – Arme Familie kann kein Instrument kaufen Blinder Junge möchte gerne Musiker werden Stenald Mehilli ist ein elf Jahre alter blinder Junge. Er kommt aus Fier in Zentralalbanien und besucht die einzige Blindenschule des Landes in der Hauptstadt Tirana. Sein Leben verlief tragisch. 1997 herrschten in Albanien, dem ärmsten Land Europas, Chaos und Anarchie. Die Bevölkerung rebellierte gegen die Regierung, es kam zu gewalttätigen blutigen Auseinandersetzungen. Bei einer dieser Schiessereien wurde Stenalds Vater getötet. Er war 25 Jahre alt. Stenald war damals gerade vier Wochen auf der Welt. Projekt Nr. 1250 |
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![]() Ausgestattet mit Säge, Helm und Handschuhen: Petrica Florea kann nun wieder als Holzfäller für Frau und Kinder sorgen. |
Rumänien Schrauben aus Bein entfernt – Motorsäge übergeben Holzfäller kann wieder arbeiten Im Januar hatten wir über das Schicksal des Holzfällers Petrica Florea berichtet. Bei einem Arbeitsunfall hatte er sich das Bein kompliziert gebrochen. Es wurde mit Schrauben fixiert, doch der arme Familienvater hatte kein Geld, um sie wieder entfernen zu lassen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Blatt "Dank Ihrer Hilfe durften wir helfen". |
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