Zurück zu den Einsatzländern


Rumänien

Das rumänische Volk hat wie kaum eine andere Nation unter der kommunistischen Diktatur gelitten. Noch vor zehn Jahren hegte die Bevölkerung grosse Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. Inzwischen haben sich Enttäuschung und Frustration breit gemacht.

Gemessen an seiner Bevölkerung ist Rumänien das neuntgrösste Land Europas. Es ist eingeteilt in einundvierzig Landkreise und erstreckt sich vom schwarzen Meer über die Karpaten bis hin an die ungarische Grenze. Vier verschiedene Volksgruppen (Rumänen, Ungaren, Deutsche und Zigeuner) prägen das Land durch ihre unterschiedlichen Sprachen und Gebräuche.

Viele Kinder fliehen von ihren gewalttätigen und alkoholabhängigen Eltern, verlassen die Schule und ihre vertraute Umgebung. Doch auf der Strasse gibt es für sie keine Zukunft. Zu der Angst ums Überleben kommen Hunger, Kälte und Einsamkeit hinzu. So traurig sieht das Leben vieler Strassenkinder in Rumänien aus.

Mit Autowaschen versucht dieser Junge, sich ein wenig Geld zu erarbeiten. Dem 12jährigen Andrei erging es nicht anders. Durch kleinere Arbeiten versucht er sich über Wasser zu halten. Das Geld reicht meistens nicht. Er besitzt nur die Kleider, die er trägt, und eine Matratze vom Müll. Zurück nach Hause will er aber nicht.

Immer wieder macht Diaconia auf die Situation der Strassenkinder in Brasov aufmerksam. Hunderte von Kindern leben Tag und Nacht auf der Strasse. Sie schlafen auf Kanalrohren unter der Erde, sammeln Nahrung in Abfalleimern und kämpfen jeden Tag erneut ums Überleben. Auf den Strassen gilt das Recht des Stärkeren. Drogen, Gewalt und Missbrauch gehören für viele zum Alltag.

Die Unterstützung und Betreuung der Strassenkinder in Rumänien ist ein wichtiger Teil der Diaconia-Arbeit. Wer erst einmal auf der Strasse gelandet ist, kommt nur schwer alleine wieder heraus. Die Kinder haben noch ihre ganze Zukunft vor sich, die ihnen aber kaum Perspektiven bietet. Nicht selten trifft man auf der Strasse lebende junge Mütter mit Neugeborenen.

Täglich sind Diaconia Mitarbeiter auf den Strassen von Brasov unterwegs. Sie helfen, wo sie können, bringen Nahrung, verteilen Kleidung und Matratzen, hören den Kindern zu und bauen Vertrauen auf. Im Kinderzentrum finden die Kinder auch Schutz und Geborgenheit. Neben warmen Mahlzeiten, werden sie bei den Hausaufgaben betreut, in den Kinderstunden werden biblische Geschichten erzählt. Hierher sollen die Kinder finden, bevor sie gezwungen sind, auf der Strasse zu leben. Diese Kinder werden mit ihren Familien betreut und gefördert.

Diaconia hat das Ziel, den Kindern eine Zukunft mit Perspektiven zu geben. Mit Überlebenshilfe, Seelsorge und Prävention möchte Diaconia den Kindern einen Weg zeigen, von der Strasse oder zerrütteten Familien weg, hin zu einem Leben mit Perspektiven. Bitte helfen Sie mit, diese Arbeit aufrecht zu halten und den Strassenkindern eine lebenswerte Zukunft zu geben. Unser Mitarbeiterteam in Rumänien dankt im Namen der Kinder sehr herzlich für jede Unterstützung!

Wir bitten Sie herzlich, uns dabei zu unterstützen.

Hier können Sie ganz konkret helfen!