DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 06 | Juni 2020 | Erscheint monatlich | 40. Jhg.
EDITORIAL
Die Corona -Pandemie gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an
Eine langjährige treue Spenderin gab der Hoffnung Ausdruck, dass DIACONIA vom Corona-Virus verschont bliebe. Sie befürchtete, dass wir sonst finanzielle Schwierigkeiten erleiden könnten. Wir antworteten ihr: „Das Corona-Virus gibt uns, wie könnte es anders sein, ebenfalls zu denken. Wir trachten darnach, niemandem die Hand zum Gruss zu reichen und den vom Bundesrat empfohlenen Abstand von zwei Metern zwischen Personen einzuhalten. Ich selbst, 82-jährig, gehöre zu den Risiko-Personen und habe das Haus schon länger nicht mehr verlassen. Bis jetzt sind die Spenden-Eingänge – Gott sei Dank – durch die Corona-Pandemie nicht betroffen worden. Wir hoffen und vertrauen darauf, dass es trotz der Pandemie und der zunehmenden Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit so bleibt.“

Erlauben Sie mir bitte einige grundsätzliche Hinweise zu den Spenden-Eingängen. Nach dem 25sten des Monats, wenn viele Unterstützer ihr Gehalt erhalten haben, nehmen die Spenden jeweils während einiger Tage in erfreulicher Weise zu. Darauf folgen normale und sogar schwache Tage. Und wenn dann gar die Ferienzeit mit dem obligaten „Sommerloch“ naht, hilft einzig noch Gottvertrauen. Vor allem in der Vorweihnachtszeit brechen dann die guten Zeiten wieder an. Eine wirksame Unterstützung bilden auch die in grösseren Abständen eintreffenden Legate und Vergabungen durch Stiftungen. Ferner gelegentliche Trauerspenden anlässlich von Todesfällen.

Auch wenn die Spenden zurückgehen, macht die Not in den Einsatzgebieten keine Pause und dauert unvermindert an. Wir sind daher jenen Gönnern ganz besonders dankbar, die unsere Tätigkeit auch in schwierigeren Zeiten mittragen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie von der Corona-Pandemie und deren unliebsamen Folgen bewahrt bleiben. Für die tatkräftige Mitarbeit danken wir Ihnen und grüssen Sie in der Verbundenheit des Glaubens herzlich

Ihr



Hans-Rudolf Hintermann
Präsident Diaconia Internationale Hilfe
Einsam und verlassen
Familienhilfe Kirakosyan
Armenien – Arman und Marie haben eine Lieblingsbeschäftigung. In den schönsten Farben malen sie sich aus, wie jemand bei ihrem abgelegenen Häuschen vorbeikommt mit einer Tasche voller Esswaren. Stundenlang beschreiben sie einander, was sie dann essen könnten und versuchen so, ihren nagenden Hunger zu vergessen.

Wenn nur der nagende Hunger nicht wäre!
Familie Kirakosyan lebt in extremer Armut in Kharberd. Sie kann sich keine Mietwohnung leisten und hat deshalb ausserhalb des Dorfes ein Haus gebaut. Statt Geschäfte und Schulen gibt es da nur Mülldeponien und streunende Hunde. Es hat weit und breit keine Nachbarn, mit denen die Familie Kontakte pflegen könnte. Zur Familie gehören die Grosseltern, die Eltern und sieben Kinder.

Grigor, der Familienvater (33), hat keine Arbeitsstelle. Früher versorgte er das Vieh in den benachbarten Dörfern und hatte einen festen Lohn. Jetzt kann er wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr arbeiten. Das improvisierte Haus besteht aus zwei Räumen. Die Wände sind schwarz von der Nässe. Es gibt kein Badezimmer, keine Küche, ja nicht einmal eine Toilette.

Familie Kirakosyan braucht dringend Unterstützung.
Grigor und seine Frau Arusyak (30) sowie Grigors Mutter wohnen mit sechs Kindern im grösseren Raum. Diese 9 Personen teilen sich nachts ein Etagenbett und ein Sofa. Das kleinere Zimmer, welches nur vier Quadratmeter gross ist, teilt der behinderte Sohn Ashot (13) mit seinem kranken Grossvater. Ashot erlitt einen Schlaganfall und kann deshalb weder gehen noch sprechen. Er ist auf Medikamente angewiesen, die glücklicherweise grösstenteils vom Staat übernommen werden. Zudem leidet er an DCP, einer Immunkrankheit.

Die Kosten der benötigten Windeln, Heilsalben sowie der Bettwäsche für den behinderten Jungen belaufen sich monatlich auf ungefähr 40 Franken und übersteigen das Familienbudget bei Weitem.

Alvard (11), Daniel (10) und Hamest (7) besuchen in einem benachbarten Dorf die Schule. Sie müssen jeden Tag in ihren ausgetretenen Schuhen einen kilometerlangen Weg zurücklegen. Bis die grossen Geschwister wieder nach Hause kommen, vertreiben sich Arman (5) und Marie (3) die Zeit mit selber erfundenen Spielen.

Grigor und seine arme Familie sind dringend auf Hilfe angewiesen. Mit 2 700 Franken könnten wir Kirakosyans einen Weg aus ihrer bitteren Armut ermöglichen. Gerne würden wir ihnen Tiere kaufen und Ashot mit Pflegeprodukten versorgen. Wir möchten die Familie auch mit Lebensmitteln und Kleidern unterstützen. Wer hilft uns dabei? Vielen herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3893 – "Einsam und verlassen"

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Die Ärmsten der Armen wurden auf einen Schlag noch ärmer. Die Verletzlichsten der Verletzlichen wurden praktisch über Nacht noch verletzlicher.

Die Ausgangssperre verstärkt den Hunger, ...
Auch wenn die COVID-19-Pandemie uns in die Isolation zwingt, dürfen wir nicht aufhören, unseren bedürftigen Mitmenschen zu helfen, nicht einmal dann, wenn es scheint, als würden auch wir die Kontrolle über unser Leben verlieren. In solchen Situationen entsteht Heldentum.

... und die Wasserknappheit.
Diese Epidemie trifft die ganze Menschheit. Wir, die Mitarbeiter von Diaconia, arbeiten auch in diesen Tagen weiter. Wir kennen unsere Aufgabe. Gerade jetzt brauchen uns die ärmsten Familien ganz besonders. Deshalb sind wir für sie da und versuchen, ihnen zu helfen. Das „Social Distancing“ wird uns nicht davon abhalten, ihnen das zu bringen, was sie brauchen.

„Wann darf ich endlich wieder mit meinen Freunden spielen?“
Die verletzlichsten Menschen sind momentan
- Analphabeten oder Menschen mit geringer Schulbildung, die ihre Arbeitsstelle verloren haben und nicht wissen, wie man ein Formular ausfüllt
- Familien, die kein fliessendes Wasser in ihrem Haus haben und jetzt nicht zur Wasserstelle gehen können, weil sie das Haus nicht verlassen dürfen
- Menschen, denen das Geld fehlt, um Seife und andere Hygieneprodukte zu kaufen
- Leute, die kein Geld haben für Medikamente
- Eltern, die Babymilch oder Windeln brauchen für die Kleinsten
- Bedürftige, die keine Schuhe haben
- Leute, die kein Essen mehr haben
- Familien, die keine Kleider oder Decken besitzen
- Ältere Personen
- Menschen, die kein Feuerholz sammeln können

Die Kinder wissen noch nichts von den Existenzsorgen des Vaters.
Die Mitarbeiter von Diaconia haben entschieden, sich nicht von den notleidenden Menschen zu isolieren. Sie übernehmen Verantwortung, halten sich an die Hygienevorschriften und Abstandsregeln, lassen aber die Armen nicht im Stich.

Wir möchten dringend Hygieneprodukte und Schutzmasken kaufen, Desinfektionsmittel, Nahrungsmittel, Kleider und Schuhe sowie Medikamente. Wir wollen Pakete zusammenstellen und sie den bedürftigen Familien nach Hause liefern.

Hygiene- und Desinfektionsmittel
Wir wissen alle, wie wichtig Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe, Schutzmasken, Seife und Wasser geworden sind.

Da den Armen der Zugang zur Wasserstelle verwehrt ist, ...
Die armen Menschen in Brașov haben sehr schlechten oder gar keinen Zugang zu diesen Produkten. Ihnen fehlt einerseits das Geld, andererseits werden die Apotheken und Läden in ihren Vierteln oft gar nicht mehr beliefert. Die Autoritäten setzen alles daran, diese Produkte den Spitälern zur Verfügung zu stellen, aber auch dort reichen die Vorräte nicht aus. So erkrankt oft auch das medizinische Personal selbst an COVID-19.

... wird das Wasser sehr kostbar.
Die arme Bevölkerung hat ein hohes Risiko, zu erkranken, da sie unter extrem unhygienischen Bedingungen leben muss und keine Schutzprodukte zur Verfügung hat.

Als sich die Lage in Rumänien zuspitzte, begann Diaconia Brașov, eigene Schutzmasken herzustellen.

Das Mitarbeiterteam benötigt Geld, um folgende Produkte zu kaufen:
- Desinfektionsmittel
- Reinigungsalkohol
- Chlor
- Waschmittel
- Schutzmasken
- Einweghandschuhe

Für die Kranken sind keine Medikamente erhältlich.
Der armen Bevölkerung in Brașov fehl das Geld, weil sie keine Gelegenheitsarbeiten mehr ausführen darf. Die Menschen müssen eingesperrt in ihren kleinen, verlotterten Häuschen bleiben, in der Dunkelheit, weil sie keinen Strom haben, in der Kälte, weil das Feuerholz fehlt und sie keines sammeln können.

Auch das überlebenswichtige Wasser fehlt in vielen Familien, da man wegen der Ausgangssperre nicht zur Wasserstelle gehen kann, um die Eimer und Flaschen zu füllen.

Sonderprojekt Nr. 3894 – "Hygiene- und Desinfektionsmittel"

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Lebensmittel für die Armen
Es war schon immer eine Herausforderung für die armen Familien, die Grundnahrungsmittel zu beschaffen, um nicht Hunger leiden zu müssen. Dies ist unter den momentanen Umständen noch viel schwieriger geworden. Ein Grossteil der armen Bevölkerung hält sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser. Jetzt darf man die Häuser nicht verlassen, also haben die verzweifelten Mütter und Väter keine Gelegenheit, Geld zu verdienen. Sie müssen mit ihren Kindern zusammen in ihren schäbigen Hütten ausharren und sind in Gefahr, zu verhungern. Das klingt sehr dramatisch, entspricht aber leider den Tatsachen.

Babynahrung und Windeln sind knapp.
Arme Menschen haben keine Möglichkeit, Lebensmittelvorräte anzulegen, da ihr Einkommen ohnehin gering ist. Auch unter normalen Umständen kämpfen sie Tag für Tag ums Überleben und das Geld reicht immer nur fürs Allernötigste, aber leider nie für Vorräte.

Die Verdienstmöglichkeiten fallen momentan weg.
So waren bereits nach zwei bis drei Tagen alle Lebensmittel, die noch im Haus waren, aufgegessen.

Ein anderes grosses Problem ist das Fehlen von Säuglingsmilch und Windeln.

Der Wassermangel ist prekär.
Unsere Regierung setzt viele Prioritäten in diesen Tagen. Das Verteilen von Lebensmitteln an die Armen gehört leider nicht dazu.

Wir möchten auch weiterhin Lebensmittelpakete verteilen, ganz besonders jetzt, da der Hunger in vielen Familien gnadenlos zuschlägt.

Sonderprojekt Nr. 3895 – "Lebensmittel für die Armen"

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Schuhe, Kleider und Decken
Auch wenn es scheint, als wären Schuhe, Kleider und Decken momentan kein wichtiges Thema, so ist es doch so, dass die arme Bevölkerung in unserem Einsatzgebiet (Brașov und Umgebung) sehr unter dem Mangel dieser Lebensnotwendigkeiten leidet. Viele der Betroffenen haben in ihrem Haus keinen festen Boden, sondern nur festgestampfte Erde, auf der sie barfuss gehen und stehen. In diesem Fall sind ein Paar Schuhe für jedes Familienmitglied ein sehr wichtiger, wertvoller Besitz.

Der armen Bevölkerung fehlen nebst genügend Nahrung ...
Die Versorgung der Armen mit Kleidung ist momentan ein ganz besonders zentrales Anliegen. Die Leute können kein Wasser holen an der Wasserstelle und müssen ihr Trinkwasser jetzt kaufen. Infolgedessen können sie ihre Kleider nicht mehr waschen.

... Schuhe und ...
Wir möchten die Familien mit sauberen Kleidern versorgen, so dass sie nicht wochenlang in schmutzigen Kleidern ausharren müssen. Wir hoffen auf ein baldiges Ende der Ausgangssperre, dann können die Kleider wieder gewaschen werden.

... saubere Kleider.
Oft fehlt den Familien auch Holz zum Heizen, momentan ganz besonders. Darum wären warme Decken für die kalten Nächte eine willkommene und wichtige Hilfe, vor allem für die ältere Bevölkerung und die Kinder.

Sonderprojekt Nr. 3896 – "Schuhe, Kleider und Decken"

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Hilfe in Krisenzeiten
Wenn die Kinder nicht ins Kinderbildungszentrum kommen können, gehen wir zu den Kindern
RUMÄNIEN – Die Kinder, die von Diaconia im KiBiZ betreut werden, erleben momentan eine sehr schwierige Zeit. Weder die Schule noch das Tageszentrum dürfen besucht werden. Dadurch fehlen Struktur, Unterstützung und nicht zuletzt die tägliche warme Mahlzeit, die für viele überlebenswichtig ist.

Armut beeinträchtigt das Leben und leider auch die Zukunft der Kinder stark. In dieser Zeit der Corona-Pandemie sind die Chancen, dass ihre dringlichsten Bedürfnisse gestillt werden, noch weiter gesunken.

Um Kindern in Armut und Verwahrlosung zu helfen, eröffnete Diaconia Brașov vor 13 Jahren das Kinderbildungszentrum.

Laut Statistiken leben 38% der rumänischen Kinder in Armut und sozialer Ausgeschlossenheit. Dies nicht, weil die Eltern nicht arbeiten, sondern weil sie einen geringen Lohn erhalten und in unvorstellbar ärmlichen, zerfallenen Quartieren wohnen. Sie leben praktisch isoliert und die Chancen, eine gut bezahlte Arbeitsstelle zu finden, sind gering.

Victor ist 12 Jahre alt. Er lebt mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder im Ghetto eines Vorortes von Brașov. Victors Eltern sind geschieden. Die Mutter arbeitet sehr hart, um das tägliche Brot für ihre Söhne zu verdienen. Sie ist auf einer nahe gelegenen Farm angestellt und arbeitet von 4 Uhr morgens bis 17 Uhr. Sie möchte das Beste für ihre Kinder und müht sich von früh bis spät ab. Trotzdem fehlt das Geld an allen Ecken und Enden.

Hilfe in Krisenzeiten.
Victor kommt immer gern ins KiBiZ, er mag auch den Schulunterricht. Er leidet sehr unter dem verordneten Notstand. Das KiBiZ ist geschlossen, auch die Schulen sind zu. Dadurch fällt das dringend benötigte Mittagessen weg. Die Not, in der sich Victor momentan befindet, ist gross und wächst von Tag zu Tag.

So wie Victor geht es auch den anderen 130 Kindern, die unter normalen Umständen tagtäglich im Kinderbildungszentrum betreut werden und Nahrung für Körper, Seele und Geist erhalten. Jetzt erleben diese Kinder eine der härtesten Zeiten ihres Lebens.

Nicht nur, dass sie nicht zur Schule gehen können, sie sind zudem zu Hause eingesperrt. Die Furcht hält sie gefangen und der Hunger wird von Tag zu Tag stärker.

Wir möchten diese Familie mit Essenspaketen versorgen, so dass die Kinder weiterhin mindestens eine vollwertige Mahlzeit pro Tag erhalten.

Mit 150 Franken können wir einer dreiköpfigen Familie einen Monat lang regelmässig ein Essenspaket zukommen lassen, 200 Franken ermöglichen vier Personen eine Mahlzeit am Tag, mit 250 Franken können wir eine fünfköpfige Familie einen Monat lang versorgen.

Wir bedanken uns herzlich für jede Spende!

Projekt Nr. 3897 – "Hilfe in Krisenzeiten"

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Hilfe zur Selbsthilfe
Die Geburt der kleinen Elen brachte Licht und Schatten in die Familie Ghazaryan
ARMENIEN – Karen erinnert sich gut an die Zeit nach der Geburt der zweiten Tochter: „Meine Frau und ich wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. So taten wir beides. Wir lachten vor Freude über das grosse Geschenk eines zweiten Kindes und wir weinten vor Schmerz über das schwere Schicksal, das Elen erwartete.“

Elens Leben ist geprägt von Beeinträchtigungen und Not.
Karen Ghazaryan (37) wohnt in Zartonk, einem Dorf im Westen Armeniens. Zusammen mit seiner Familie lebt er unter ganz schwierigen Bedingungen.

Der Familienvater lässt uns an seinen Sorgen teilhaben: „Ich wage schon fast nicht mehr zu hoffen, dass es unserer Familie einmal besser gehen darf. Seit Jahren kämpfe ich vergeblich gegen unsere Armut an. Am meisten schmerzt es mich, dass ich meiner geliebten Tochter die nötige medizinische Unterstützung nicht ermöglichen kann.“ Sechs Personen gehören zur Familie: Karens Vater Garnik (79), seine Mutter Garvich (71), seine Frau Karine (27) und die beiden Töchter Gohar (9) und Elen (5). Die Familie lebt in einer bescheidenen Unterkunft, ohne Küche und Badezimmer.

Die Grosseltern kümmern sich liebevoll um die kleine Elen.
Als 2014 die kleine Elen geboren wurde, bedeutete dies sowohl Freude wie auch Leid. Elen kam mit verschiedenen Gebrechen zur Welt. Sie ist herzkrank, hat eine Hirnschädigung, Muskelkrämpfe in den Beinen und leidet an Epilepsie. Es ist für die Eltern unerträglich, tatenlos mitansehen zu müssen, wie das kleine Mädchen stundenlange epileptische Anfälle erleidet.

Als Elen zur Welt kam, war Karen bei der Armee angestellt. Weil er seine Familie in dieser schwierigen Zeit unterstützen wollte, bat er wiederholt um Urlaub. Diese Bitte stiess auf taube Ohren. Karen erhielt stattdessen die Kündigung und hat bis heute keine feste Anstellung mehr gefunden. Er arbeitet als Saisonarbeiter auf Bauernhöfen. Ghazaryans einziges regelmässiges Einkommen ist Elens Behindertenrente von 53 Franken plus die Altersrente des Grossvaters von 160 Franken.

Karen träumt von einem Gewächshaus, in dem er Gemüse anbauen kann. So hätte die Familie einerseits gesunde Lebensmittel und könnte andererseits auch einen Teil des Gemüses verkaufen. Wir möchten diesen Traum gerne Wirklichkeit werden lassen. Mit 3 800 Franken könnten wir dieser leidgeprüften Familie helfen und Karen und seiner Familie Hoffnung schenken in ihrer aussichtslosen Situation. Ganz herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3898 – "Hilfe zur Selbsthilfe"

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„Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ Matthäus 5,7

Eine mitfühlende Frau
Die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt, um anderen zu helfen
ARMENIEN – Emma konnte ihren kranken Vater einfach nicht im Stich lassen. Genauso wenig brachte sie es übers Herz, zuzusehen, wie ihre ehemaligen Schwiegereltern ihr Zuhause verlieren würden. Stattdessen lebt sie selber jetzt mit ihren beiden Kindern in bitterster Armut.

Emma Movsesyan (32) hat sich mit ihren beiden Kindern vorübergehend in Charentsavan niedergelassen.

Sie und ihr Mann Vardenis konnten das Leben meistern und schafften es, für ihre beiden Kinder Monica (12) und Samvel (11) zu sorgen.

Doch da stand Emma vor einer schwierigen Entscheidung. Ihr Vater lebte in Charentsavan und war ganz auf sich gestellt. Als es ihm immer schlechter ging, fasste Emma nach vielen Überlegungen den Entschluss, zu ihm zu ziehen, um für ihn sorgen zu können. Es gelang ihr leider nicht, ihren Mann und seine Eltern von diesem Vorhaben zu überzeugen, also machte sie sich mit ihren beiden Kindern allein auf den Weg. Vardenis konnte ihr das nicht verzeihen und verliess seine Familie.

Am 7. Dezember 2019 starb Emmas Vater und sie zog mit den Kindern in eine Mietwohnung. Nach zwei Monaten wurde ihr vom Besitzer gekündigt, weil sie die Miete nicht bezahlen konnte. Emma stand mit ihren Kindern auf der Strasse. Bekannte erbarmten sich ihrer und stellten der Familie eine vorläufige Unterkunft zur Verfügung. Ihr einziges Einkommen ist die staatliche Zuwendung. Nach der Trennung von ihrem Mann wurde dieser zu monatlichen Unterhaltszahlungen von 120 Franken verpflichtet. Da Vardenis nicht fähig war, die Alimente zu bezahlen, beschloss das Gericht den Verkauf seines Elternhauses, um mit dem Erlös die Kinder unterstützen zu können. Weil Emma bewusst war, dass die alten Schwiegereltern dann heimatlos würden, verzichtete sie auf das Geld.

Die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt, um anderen zu helfen.
All diese Nöte gingen nicht spurlos an den Kindern vorbei. Samvel hat psychische Probleme und braucht dringend eine ärztliche Behandlung. Weil die Familie keine permanente Bleibe hat, muss sie immer wieder umziehen und daher ist es den Kindern nicht möglich, die Schule zu besuchen.

Emma versucht, so gut als möglich für ihre Kinder zu sorgen. Sie hat sich in einem Nähatelier beworben und wartet auf die Antwort.

Die Familie braucht dringend Unterstützung. Emma hat Augenprobleme und bittet uns um Hilfe beim Kauf einer Brille. Und ganz besonders wünscht sie sich, dass Samvel geholfen werden kann.

Mit 1 500 Franken könnten wir dieser Familie unter die Arme greifen und ihre Not lindern.

Vielen herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3899 – "Familienhilfe Movsesyan"

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Bittere Armut
Hilfe für hungernde Familie
ARMENIEN – Ein schwerer Schicksalsschlag hat Lyudmila und ihre Familie ins Elend gestürzt. Oft leiden die Kinder Hunger und durchwühlen die Mülltonnen auf der Suche nach etwas Essbarem.

Früher lebte Familie Abrahamyan in Pambak, einem kleinen Dorf. Lyudmila (54) und ihr Gatte Albert (51) hatten Arbeit und einen Garten und kamen mit ihren drei Kindern Lusine (20), Arman (16) und Narek (13) einigermassen über die Runden.

Was dann jedoch eines Tages geschah, veränderte ihr Leben von Grund auf. Sie hatten wie gewöhnlich auf dem Feld gearbeitet und machten sich abends auf den Heimweg.

Mit Entsetzen mussten sie sehen, dass ihr Haus in Flammen stand. Rein gar nichts konnten sie aus dem brennenden Haus retten. All ihre Habseligkeiten verbrannten.

Sie zogen nach Hrasdan, der Hauptstadt der Provinz Kotajk, wo sie in der Wohnung von Lyudmilas Bruder vorübergehend Unterschlupf fanden. Es fiel ihnen schwer, sich an den neuen Ort zu gewöhnen und sie vermissten den Garten mit dem eigenen Gemüse sehr.

Albert versorgt nun das Vieh eines benachbarten Dorfes, um die Familie mit seinem kleinen Lohn zu unterstützen. Das bedeutet, dass er monatelang von zu Hause weg ist und seine Familie nur ganz selten sehen kann.

Hilfe für hungernde Familie.
Diese lebt unter unmenschlichen Bedingungen. Weil man die Wohnung nicht beheizen kann, waren Abrahamyans den ganzen Winter der schrecklichen Kälte ausgesetzt.

Lusine ist Studentin. Sie schaffte es aus eigener Anstrengung, in die Uni einzutreten. Leider muss sie dem Unterricht öfters fernbleiben, weil das Geld für die Fahrkosten fehlt.

Arman und Narek sind im Schulalter. Weil sie sich ihrer alten, abgetragenen Kleider schämen, getrauen sie sich aber nicht, die Schule zu besuchen. Sie sind den ganzen Tag zu Hause und haben mit niemandem Kontakt. Nareks einzige Freude sind einige Plastikautos und seine selber gebastelten Papierspielzeuge.

Weil der kleine Lohn des Vaters und das Sozialgeld von 60 Franken monatlich bei Weitem nicht reichen, leiden die Kinder oft tagelang Hunger. Es kommt vor, dass sie im Hof den Abfall durchsuchen, in der Hoffnung, etwas Essbares zu finden. Nachbarn, die sie dabei beobachteten, bekamen Mitleid mit ihnen und bringen ihnen seither manchmal etwas zu essen.

Die Unterkunft dürfen sie nur vorübergehend nutzen. Jederzeit müssen sie mit einem Rausschmiss rechnen.

Lyudmila hat uns um Nahrung und Kleider gebeten. Gerne würden wir dieser Familie helfen, damit die Kinder die Schule besuchen können, sich nicht mehr vor den anderen verstecken und nicht länger in der Abfalltonne etwas Essbares suchen müssen. Mit 2 200 Franken könnten wir die schwierige Situation der Familie merklich verbessern.

Vielen herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3900 – "Bittere Armut"

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Schwere Verletzung durch scheuendes Pferd
Aufkeimende Hoffnung wird brutal zerstört
RUMÄNIEN – Bogdan hatte eine schwierige Kindheit. Sein Vater verliess ihn und seine Mutter. Als er drei Jahre alt war, heiratete die Mutter erneut. Der Stiefvater behandelte ihn sehr schlecht. Mit zehn Jahren flüchtete Bogdan vor dem gewalttätigen Mann, rannte von zuhause weg und suchte Zuflucht bei seiner Grossmutter.

Die heute 70-jährige Frau nahm ihren Enkel mit offenen Armen auf. Ihre monatliche Pension beträgt 110 Franken, aber die begrenzten finanziellen Mittel hielten sie nicht davon ab, für Bogdan die Verantwortung zu übernehmen.

Bogdan besuchte zehn Jahre lang die Schule und fand anschliessend eine Arbeitsstelle in einer Fabrik ausserhalb der Stadt. Er verdiente monatlich 300 Franken. Nun war die finanzielle Lage für ihn und seine Grossmutter endlich weniger angespannt. Bogdan begann, Selbstwertgefühl aufzubauen und getraute sich, auf eine bessere Zukunft zu hoffen.

Leider geschah ein Unfall, der alles veränderte. Vor einigen Monaten war es, als der unterdessen 23-jährige Mann gerade im Hof eines Freundes stand. Ein Pferd scheute und verletzte Bogdan. Sein Knie wurde vollständig zertrümmert. Er wurde ins Spital gebracht und notfallmässig operiert. Monatelang musste er im Krankenhaus bleiben und konnte weder auf einem Stuhl sitzen noch selbstständig aufs WC gehen. Diese schwierige Zeit entmutigte Bogdan sehr und er verlor die erst kürzlich erwachte Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Aufkeimende Hoffnung wird brutal zerstört.
Als Bogdan endlich aus dem Spital entlassen wurde, ging er zurück an seine Arbeitsstelle. Seine Tätigkeit bedingte stundenlanges Stehen, manchmal bis zu zehn Stunden am Tag. Wegen der furchtbaren Schmerzen bat er die Geschäftsleitung um eine Arbeit, die er im Sitzen verrichten könnte. Da eine Versetzung offensichtlich nicht möglich war, wurde Bogdan gekündigt, bloss zwei Monate nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus.

Jetzt stehen seine Grossmutter und Bogdan vor grossen Problemen. Um die Operation bezahlen zu können, hatte die Grossmutter 4 000 Franken ausleihen müssen. Ohne Bogdans Lohn ist es für die beiden praktisch unmöglich, diesen Betrag jemals zurückzuzahlen. Die Grossmutter stottert die Raten momentan von ihrer Pension ab, daher bleibt praktisch kein Geld mehr übrig für Lebensmittel.

Hinzu kommt, dass Bogdan dringend Therapiesitzungen besuchen sollte, die 1350 Franken kosten. Da er immer noch sehr grosse Schmerzen hat, ist im Juni eine weitere Operation für 3 500 Franken geplant.

Liebe Freunde von Diaconia, die Situation von Bogdan und seiner aufopfernden Grossmutter scheint aussichtlos. Wir aber wollen hier eingreifen und Veränderung schenken.

Bitte helfen Sie mit! Mit 4 850 Franken könnten wir die kommenden medizinischen Behandlungen von Bogdan übernehmen. Zudem möchten wir die Grossmutter und ihren Enkel mit Lebensmitteln unterstützen, so dass sie nicht mehr hungern müssen. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3901 – "Hilfe für Bogdan"

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