DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
Ausgabe Nr. 04 | April 2020 | Erscheint monatlich | 40. Jhg.
EDITORIAL
„Wie geht es Ionut?“
Es ist schon eine Weile her, seit mir Hans-Rudolf Hintermann, der Präsident von Diaconia, die dramatische Geschichte von Ionut Sandru, dem jungen Pastor aus Brașov, erzählte. Es ist eine tragische, aber auch hoffnungsvolle Geschichte.

Dass Ionut den schweren Autounfall überlebte, ist ein Wunder Gottes und ein Grund zu grosser Freude. Er und seine Familie brauchen jedoch auch weiterhin unsere Unterstützung. Ionut hat noch einen sehr langen Weg vor sich, um wieder einigermassen selbstständig und mobil zu werden, falls Gott nicht erneut ein Wunder tut und ihn vollumfänglich heilt.

Sein Zustand ist zurzeit stabil. Die Fortschritte, die er jeweils in den zwei Wochen intensiver Therapie macht, erhalten die Hoffnung auf eine positive Veränderung lebendig. Die Zeiten nach der Therapie sind jeweils sehr schwierig. Ionut und seine Familie versuchen, die Fortschritte durch eigene Anstrengungen zu Hause zu bewahren, aber schlussendlich müssen sie miterleben, wie die Muskelkraft Tag für Tag abnimmt. Familie Sandru braucht auch in Zukunft Ermutigung, Gebet und praktische Hilfe.

Ich freue mich immer, wenn mich jemand fragt: „Wie geht es Ionut?“ Es zeigt mir, dass wir uns, nach dem Vorbild unseres Herrn, um unseren Nächsten kümmern, persönlich und uneigennützig. Ionuts Schicksal beschäftigt uns, weil er unserem gemeinsamen himmlischen Vater am Herzen liegt und wir dem Ruf unseres Herrn folgen, anderen zu helfen. So sind wir mit Ionut verbunden, auch wenn er 2000 Kilometer von uns entfernt ist und wir ihn noch nie persönlich getroffen haben.

So im Glauben unterwegs zu sein, Menschen zu helfen und sie mit der Hilfe Gottes zu erreichen, ist der schönste und erfüllendste Weg im Leben. Und im Glauben erkennen wir, dass Gott selber auch uns die Frage stellt: „Wie geht es Dir?“

Herzlich Ihr

Mihai Hunziker
Stv. Geschäftsführer
Verlassen, krank, mittellos
Zweifache Mutter braucht Unterstützung
Armenien – Familie Zakaryan wohnt in Charentsavan. Arusyak (29) lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden Kindern, Armen (6) und Elen (3). Im Jahr 2016 wurde Arusyak von ihrem Mann verlassen.

Er entschied sich, ins Ausland zu gehen und liess seine schwangere Frau und den dreijährigen Sohn mittellos und verzweifelt zurück. Elen hat ihren Vater nie gesehen, nie seine Liebe und Wärme gespürt, nie die Chance gehabt, ihn kennen zu lernen.

Vor einigen Monaten wurde die Familie mit ernsthaften Problemen konfrontiert. Bei beiden Kindern wurde eine Blutkrankheit diagnostiziert. Die ersten Monate waren sehr schwierig, die Kinder konnten nicht länger in den Kindergarten und Arusyak musste ihre Arbeitsstelle aufgeben, um sich um ihre kranken Kinder zu kümmern. Unterdessen hat sich der Zustand der beiden Gott sei Dank stabilisiert, aber sie brauchen monatliche Kontrollen und Behandlungen. So ist momentan die Grossmutter Gayane (47) die Alleinverdienerin in der Familie. Ihr Lohn ist jedoch klein und wird vollkommen aufgebraucht durch die Behandlungskosten der kranken Kinder.

Arusyak weiss nicht mehr weiter.
Die Bedingungen in der Mietwohnung, in der Zakaryans leben, sind trostlos. Die Wohnung kann nicht beheizt werden. Verursacht durch die permanente Kälte bekam Elen kürzlich eine Lungenentzündung. Den ganzen Tag freuen sich die Kinder auf den Abend, denn wenn die Mutter kocht, stehen sie ganz nahe beim Gasherd, um sich ein bisschen aufzuwärmen.

Armen geht zur Schule, er besucht die erste Klasse. Er geht in abgetragenen Kleidern aus dem Haus und meistens mit einer leeren Znünibox, denn das wenige Geld reicht nicht aus für Kleider oder das nötige Essen.

Familie Zakaryan hat keine Möglichkeit, die Heizungs- und Nahrungsprobleme aus eigener Kraft zu lösen. Sie ist auf Ihre Hilfe angewiesen, liebe Spenderinnen und Spender. Mit 1 700 Franken könnte der Familie geholfen und Armens und Elens schwierige Kindheit etwas aufgehellt werden.

Vielen herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3868 – "Verlassen, krank, mittellos"

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Unterstützung für Familie Rotbosan
Schuhe für den beschwerlichen Schulweg
RUMÄNIEN – Die Eltern strengen sich an, um ihren Kindern den Weg aus der Armut zu ebnen. Der Schulbesuch hat oberste Priorität, aber die Umsetzung ist unter den gegebenen Umständen nicht immer einfach.

Melania (43) und Nicolae Rotbosan (38) wohnen am Rande der Stadt Sacele, 12 Kilometer von Braşov entfernt. Sie haben fünf Kinder: Remus (12), Ana-Maria (10), Nicolae (9), Robert (8) und Mario (6). Das Ehepaar konnte sich vor zehn Jahren das kleine Häuschen, in dem die Familie wohnt, kaufen.

Ana-Maria liebt es, in die Schule zu gehen.
Leider gibt es weder Strom, Gasanschluss noch fliessendes Wasser. Melania muss tagtäglich einen halben Kilometer weit gehen, um bei einem Nachbarn Wasser zu holen. Zum Trinken, Kochen und zum Waschen der Kleider, zur Körperhygiene sowie zum Putzen braucht es sehr viel Wasser. Eine schwierige Aufgabe für die tapfere Mutter!

Auf dem Estrich steht ein kleiner Generator, welcher eine Glühbirne mit Elektrizität speist. Aber da das Geld für den Brennstoff fehlt, wird der Generator nur in Ausnahmesituationen eingeschaltet.

Alle fünf Kinder sind in der Schule eingeschrieben und besuchen den Unterricht regelmässig. Den Eltern ist das sehr wichtig und sie achten darauf, dass die Kinder fleissig lernen.

Man erkennt die Armut der Familie auf den ersten Blick.
Nicolae arbeitet in Brașov auf dem Bau, die Mutter kümmert sich um die Kinder und den Haushalt. Man erkennt auf den ersten Blick, dass sie sich fleissig einsetzt, denn das Haus ist ordentlich, die Kinder sind gewaschen und sauber gekleidet.

Es schmerzt die Eltern, dass das Geld fehlt, um genügend Lebensmittel, gute Kleider und Schuhe kaufen zu können. Der Vater verdient nicht viel, und das vorhandene Geld reicht trotz der Kinderzulagen nicht, um jeden Tag eine Mahlzeit auf den Tisch zu stellen.

In der kalten Jahreszeit ist der Schulweg für die Kinder eine grosse Herausforderung. Er ist lang, übersät mit Abfall und sehr sumpfig. Wenn dann die richtigen Schuhe fehlen, wird es schwierig.

Melania und Nicolae wünschen sich von Herzen, dass ihre Kinder weiterhin die Schule besuchen und dadurch vielleicht einmal aus der Armut ausbrechen können.

Mit 3 100 Franken könnten wir Familie Rotbosan Kleider, Schuhe und Lebensmittel kaufen, Schulmaterialien für den Unterricht sowie eine Handwaschmaschine für das Waschen der Kleider.

Trotz der Not können die Kinder noch lächeln.
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Mithilfe und bedanken uns schon im Voraus für jede Unterstützung.

Projekt Nr. 3869 – "Schuhe für den Schulweg"

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Familie Davtyan nagt am Hungertuch
Marine und ihr Sohn sind ganz auf sich gestellt
ARMENIEN – Die liebevolle Mutter spart sich lieber jeden Bissen vom eigenen Munde ab, als dass ihr Sohn hungern muss.

Liebe ist das Einzige, das...
Marine ist 37 Jahre alt und hat schon viel Schweres durchgemacht. Vor vier Jahren wurde sie von ihrem Mann Martik (33) verlassen. Er liess sie und ihren gemeinsamen Sohn in grosser Armut zurück.

Marine hat schon früh ihre Mutter verloren, letztes Jahr verstarb auch ihr Vater. Er war der einzige Verwandte, der sie unterstützte, seit ihr Mann auszog. Die Sorgen der alleinstehenden Frau häufen sich. Neben den psychischen Nöten, die die Trennung mit sich brachte, leidet sie auch an gesundheitlichen Problemen. Marine hat furchtbare Schmerzen und Lähmungserscheinungen in ihrem rechten Bein. Mit dieser körperlichen Behinderung will sie niemand einstellen. Ihr einziges Einkommen ist ein geringes Krankengeld, das nicht einmal fürs Essen reicht.

... Marine ihrem Sohn im Überfluss geben kann.
Marine hat die billigste Unterkunft gemietet, die sie fand, diese ist nur ganz spärlich eingerichtet und es fehlt an allem. Es gibt Tage, an denen Marine Hunger leidet, damit ihr Sohn essen kann. Die tapfere Mutter beklagt sich nicht, denn Tigran (7) ist ihre einzige Freude. Er besucht die Schule. Weil jedoch ihre bescheidene Unterkunft kalt und feucht ist, wird Tigran oft krank und verpasst immer wieder den Unterricht.

Tigran träumt nicht von einem Computer oder von schönen Spielsachen wie viele andere Kinder, sondern von einem warmen Heim, wo er seine Hausaufgaben machen kann.

Marine und Tigran leben in grosser Armut.
Marine und Tigran haben keine Verwandten, die ihnen helfen können. Sie sind ganz auf sich gestellt. Die einzige Hoffnung in ihrer schwierigen Lage sind Sie, liebe Diaconia-Freunde.

Zusammen könnten wir Marine und ihrem Sohn unter die Arme greifen, ihr Zimmer beheizen und für das tägliche Essen aufkommen. Dazu benötigen wir 1 800 Franken.

Herzlichen Dank für jede Gabe!

Projekt Nr. 3870 – "Familie Davtyan muss hungern"

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Eine Zukunft für Familie Adam
Denisa sieht keinen Ausweg
RUMÄNIEN – „Ich habe grosse Angst davor, auf der Strasse zu landen. Die aussichtlose Lage, in der wir leben, macht mich sehr traurig. Aber den Kindern zuliebe versuche ich, mir meine Sorgen nicht anmerken zu lassen.“

Denisa sieht keinen Ausweg.
Die 31-jährige Denisa und ihre fünf Kinder sind ganz auf sich allein gestellt. George (12), Alex (9), Delia (8), David (6) und Ionut (5) besuchen die Schule oder den Kindergarten.

Denisa erzählt uns: „Ich realisiere erst jetzt, wie schwer es für meine Eltern gewesen sein muss, mich und meine neun Geschwister durchzubringen. Ich konnte bloss vier Jahre lang zur Schule gehen. Nachher musste ich auf dem Feld arbeiten, um unser tägliches Brot mitzuverdienen. Als ich 16 Jahre alt war, begegnete ich dem zukünftigen Vater meiner Kinder. Ich verliebte mich und hoffte auf eine glückliche Zukunft. Leider holte uns die Realität der Armut und Hoffnungslosigkeit schnell ein. Mein Mann verliess mich, seither kämpfe ich darum, meine Kinder irgendwie durchzubringen. Ich habe grosse Angst vor der Zukunft.“

Die Familie Adam lebt in einem Haus, welches Verwandten gehört. Diese baten sie, auszuziehen, weil sie andere Mieter suchen möchten, die mehr bezahlen können. Seither lebt Denisa in grosser Angst, bald mit den Kindern auf der Strasse zu stehen. Ihr Einkommen setzt sich aus der Kinderzulage und dem Sozialgeld zusammen und beträgt 350 Franken im Monat. Das reicht knapp für Lebensmittel und Kleider, aber nicht, um eine höhere Miete zu bezahlen.

Die Kinder ahnen noch nichts von der drohenden Obdachlosigkeit.
In der Wohnung gibt es einen Schrank, zwei Betten und einen Ofen. Da der Tisch fehlt, erledigen die Kinder ihre Hausaufgaben auf dem Boden. In der kalten Eingangshalle, die nicht geheizt werden kann, befindet sich ein kleiner, alter Tisch, auf dem die Pfannen und der Wasserkessel ihren Platz haben.

Familie Adam braucht dringend unsere Hilfe!
Wir wollen Denisa und ihre Kinder mit gesunden Nahrungsmitteln und Kleidung unterstützen. Zudem möchten wir ihnen helfen, eine Notunterkunft zu finden und zu bezahlen, sollten sie auf der Strasse landen. Die Gefahr besteht, dass die Kinder die Schule abbrechen müssen, dies wollen wir verhindern.

Mit 3 600 Franken nehmen wir Denisa eine grosse Last von den Schultern und können sie und ihre Kinder zwei Jahre lang finanziell absichern.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die uns dabei helfen möchten.

Projekt Nr. 3871 – "Eine Zukunft für Familie Adam"

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Herz-Insuffizienz
„Ich habe nicht einmal mehr die Kraft, zu weinen“
RUMÄNIEN – Ludovic ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Er benötigt dringend eine Operation am Herzen.

Am 5. Januar erlitt der 41-jährige Ludovic Lakatos nachts einen Schlaganfall. Von da an war nichts mehr wie zuvor. Seine Frau Letitia (38) rief die Ambulanz, Ludovic wurde notfallmässig ins Spital eingeliefert. Dort entdeckte man, dass der fünffache Familienvater zudem auch an einer Lungenentzündung leidet und dass sich sein bereits bekanntes Herzproblem stark verschlechtert hat.

Im Jahre 2010 war Ludovic am Herzen operiert worden. Damals wurde ihm ein Stent eingesetzt, um den Blutfluss aufrecht zu erhalten.

Jetzt, nach zehn Jahren, vermag der Stent die betroffene Ader nicht mehr richtig offen zu halten und muss dringend ersetzt werden. Im Moment arbeitet das Herz von Ludovic mit nur 15 Prozent seiner Kapazität. Der Familienvater hat in kürzester Zeit 15 Kilogramm abgenommen. Er ermüdet sehr schnell. Sogar alltägliche Aufgaben wie aufstehen, eine Mahlzeit zu sich nehmen oder eine Weile am Bettrand sitzen, sind zu viel für seinen erschöpften Körper. Manchmal, so erzählt er, hat er den Eindruck, er spüre, wie sein Herz aufhört zu schlagen.

„Ich habe nicht einmal mehr die Kraft, zu weinen“
Ludovic und Letitia haben fünf Kinder: Ana (21), Madalina (19), Razvan (17), Gheorghe (14) und Narcisa (8). Ana und Madalina sind bereits verheiratet und haben Kinder. Ludovic hat als Tagelöhner gearbeitet. Er war der Einzige, der einen Verdienst nach Hause brachte. Nun fällt sein Einkommen weg und die Familie befindet sich in grosser finanzieller Not. Dies quält den verantwortungsbewussten Vater, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, um seine Familie zu ernähren. Er leidet schrecklich darunter, ans Bett gefesselt zu sein.

Ludovic benötigt dringend einen chirurgischen Eingriff zur Einsetzung eines neuen Stents. Zusätzlich braucht er Medikamente für die Behandlung seiner Lungenentzündung, für seine Leber, seinen Magen und für das Herz. Die Arzneimittel muss die Familie selbst bezahlen, aber ihre finanzielle Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag. Um Ludovic und seiner Familie zu helfen, benötigen wir 5 500 Franken. Damit könnten wir sowohl die Operation bezahlen als auch die Medikamente, die der kranke Mann braucht, sowie Lebensmittel für alle Familienmitglieder. Wir bedanken uns ganz herzlich für alle Unterstützung.

Projekt Nr. 3873 – "Eine Herzoperation für Ludovic"

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Ein Lichtblick für Fanel
Die Schläge des Vaters führten zu einem verkrüppelten Arm
RUMÄNIEN – Nach zwölf Jahren mit einem gebrochenen und falsch zusammengewachsenen Arm sieht Fanel endlich einen Hoffnungsschimmer am Horizont: „Ich wage fast nicht zu glauben, dass ich meinen Arm einmal werde strecken können. Das klingt zu schön, um wahr zu sein!“

Zehn Jahre ist es her, seit es der schwangeren Rodica gelang, ihren gewalttätigen Ehemann zu verlassen und mit ihren elf Kindern zu flüchten. Sie zog in eine andere Stadt und konnte ein Kontaktverbot veranlassen, welches ihrem Ex-Mann verbietet, sich ihr oder den Kindern zu nähern. Rodica mietete eine Dreizimmerwohnung und setzte alles daran, ihren Kindern, die unterdessen zwischen 9 und 20 Jahre alt sind, ein sicheres, gewaltfreies Zuhause zu bieten.

Neben den seelischen Narben haben die Kinder auch körperliche Schäden davongetragen, wie zum Beispiel der 17-jährige Fanel. Als er fünf war, erlitt er durch die Schläge des Vaters einen komplizierten Bruch des rechten Ellenbogens. In den vergangenen zwölf Jahren lernte er tapfer und ohne zu klagen, sich im Alltag zurechtzufinden und alle grundlegenden Tätigkeiten mit der linken Hand zu verrichten, obwohl er eigentlich Rechtshänder wäre.

Die Ärzte entdeckten Jahre später bei einem Kontrolluntersuch die schlecht zusammengewachsenen Brüche und porösen Knochen im Arm des Kindes und empfahlen dringend eine Operation. Rodica klapperte daraufhin verschiedenste Krankenhäuser in der Umgebung von Brașov ab, bis sich in Bukarest endlich ein Arzt fand, der sich bereit erklärte, Fanel zu operieren. Im September 2019 fand der Eingriff statt. In den zwölf Jahren zwischen dem Bruch und der Operation konnte Fanel den Arm nur bis zu einem Winkel von 45 Grad strecken. Die Ärzte empfahlen Rodica, ihren Sohn in die Physiotherapie zu schicken, um die Gelenke zu trainieren und die Sehnen zu dehnen, damit sich der Arm des Jungen vollständig erholen kann. Seit Dezember hat Fanel täglich eine Stunde Physiotherapie. Nach zwei Monaten sieht man schon erste Früchte: Der operierte Arm lässt sich bereits um mehr als 90 Grad öffnen.

Die Schläge des Vaters führten zu einem verkrüppelten Arm.
Leider sind die Therapiestunden sehr teuer. Rodica hat keine Arbeitsstelle. Sie hat alle Hände voll zu tun, um für ihre grosse Kinderschar zu sorgen. Die Familie lebt hauptsächlich von den Kinderzulagen. Die Physiotherapie-Kosten übersteigen das Budget der Familie gewaltig, aber der Weg bis zu einem gestreckten Arm ist noch weit. Die Ärzte haben Fanel sechs Monate Zeit gegeben. Wenn er den Arm bis dann nicht bis 170 Grad strecken kann, wird eine erneute Operation nötig sein.

Wir möchten Rodica unter die Arme greifen und ein halbes Jahr lang die Kosten für Fanels Physiotherapie übernehmen. Um die finanzielle Lage wieder etwas zu entspannen, wollen wir für eine Weile die Mietkosten tragen und Familie Mustata mit Lebensmitteln und Kleidern unterstützen.

Mit 4 600 Franken können wir dieser leidgeprüften Familie, die so viel Schweres durchmachen musste, Hoffnung schenken und Anteilnahme zeigen.

Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3874 – "Ein Lichtblick für Fanel"

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„Ich möchte in die Schule gehen!“
Kinder aus Roma-Familien besuchen immer noch viel zu selten den Schulunterricht
RUMÄNIEN – Eva träumt davon, Lehrerin zu werden. Bereits jetzt, in der ersten Klasse, lernt sie fleissig und arbeitet auf ihr Ziel hin. Ihre wissbegierigen Augen leuchten vor Freude, wenn sie Buchstaben und erste Wörter entziffert. Sie kann es kaum erwarten, flüssig lesen und ihrer Mutter Geschichten vorlesen zu können.

„Ich möchte in die Schule gehen!“
Die 7-jährige Eva Gabory erobert die Herzen ihrer Umwelt im Sturm. Sie kommt aus einer traditionellen Roma-Familie. Ihre Eltern wünschen sich so sehr, dass Eva und ihr jüngerer Bruder die Schule besuchen können, was ihnen selber verwehrt blieb. Sie sind stolz auf ihre Herkunft, aber damit Eva nicht ausgegrenzt und belächelt wird, trägt sie keine Roma-Tracht, sondern zieht sich an wie ihre Schulkolleginnen. Die traditionellen roten Bänder an ihren Zöpfen trägt sie jedoch mit Freude.

Der Schulbesuch ist Evas grösste Freude.
Die Eltern können Eva nicht beim Lernen unterstützen. Dazu kommt, dass das kleine Mädchen immer wieder dem Unterricht fernbleiben muss, weil die sauberen Kleider und Schuhe fehlen.

Eva wünscht sich sehr, auch ins KiBiZ gehen zu können. Sie kennt in ihrer Umgebung viele Kinder, die bereits von dem Unterstützungsangebot profitieren dürfen und sieht die Veränderungen, die dadurch geschehen.

Die Familie lebt in einem einzelnen Zimmerchen ohne Bad. Der Raum ist sauber und ordentlich, aber man erkennt die herrschende Armut auf den ersten Blick. Die Bettdecke ist abgenutzt und stellenweise zerrissen. Dem Tisch fehlt ein Bein, darum wird er von der Wand gestützt. Die vier Familienmitglieder teilen sich zwei Stühle. Eva hat weder einen Schreibtisch noch eine kleine Ecke für ihre Habseligkeiten. Ihre Schultasche quetscht sie tagtäglich unter das Bett, damit nicht etwa ihr kleiner Bruder etwas in die Finger kriegt und zerreisst.

Im KiBiZ warten offene Arme und liebevolle Herzen auf Eva.
Wir möchten der fleissigen Schülerin gern Schuhe und Kleidung schenken, damit sie den Unterricht nicht mehr verpassen muss. Zusätzlich wollen wir sie in unser Zentrum aufnehmen und ihr Liebe, Wärme, Annahme, eine warme Mahlzeit, verlässliche Bezugspersonen und nicht zuletzt Hilfe bei den Hausaufgaben geben. Dafür benötigen wir 1 800 Franken.

Bitte ermöglichen Sie, liebe Spenderinnen und Spender, Eva diese grosse Chance! Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3875 – "Ich will in die Schule!"

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Karapet leidet seit Geburt an Kinderlähmung
Verzweifelter Familienvater kämpft für seine amilie
ARMENIEN – „Als ich wieder Hoffnung schöpfte und dachte, vielleicht kehre jetzt doch noch das Glück in unsere Familie ein, geschah das Unfassbare. Meine Frau verliess mich und unsere Kinder und heiratete einen anderen Mann. Ich war am Boden zerstört!“

Die grosse Familie Manucharyan lebt in Mayakovski, einem kleinen Dorf in der Provinz Kotajk im Zentrum Armeniens. Die Grosseltern Susanna (62) und Karapet (65) leben zusammen mit den Familien zweier Söhne im gleichen Haus. Allesamt sind es 13 Personen, die Freud und Leid teilen.

Im Jahr 2006 heirateten der älteste Sohn Manuchar (40) und Gayane (37). Ein Jahr später wurde ihnen ein Junge geschenkt. Sie gaben ihm den Namen seines Grossvaters, Karapet (13). Der Kleine war der Sonnenschein der ganzen Familie. Die Freude wurde jedoch schon bald getrübt, denn als der Knabe erst zwei Monate alt war, wurde eine zerebrale Kinderlähmung diagnostiziert.

Die ganze Familie machte sich grosse Sorgen. Manucharyans verkauften ihr Eigenheim, um die Behandlungen in Spezialkliniken Russlands zu bezahlen. Sie versuchten alles, um dem Jungen zu helfen, jedoch ohne Erfolg. Zurück in Armenien, wohnte die Familie in verschiedenen Mietwohnungen. Zwei Jahre nach Karapets Geburt kam Arthur (11) auf die Welt und im Jahre 2013 wurde Narek (7) geboren. Es schien, als ob mit der Geburt von Arthur und Narek neue Freude einkehren würde und die Familie wieder glücklich sein könnte.

Die Grossmutter und Nazeli kümmern sich liebevoll um Karapet.
Im Jahr 2017 jedoch verliess Gayane die Familie und heiratete einen anderen Mann. Narek war damals erst vier Jahre alt. Die Grossmutter Susanna tat ihr Bestes, den drei Knaben die Mutterliebe zu ersetzen, aber ihre Kräfte liessen nach.

Die ganze Familie freute sich, als Manuchar Nazeli (21) kennenlernte und heiratete. Seither kümmert sie sich liebevoll und fürsorglich um die Kinder. Im Januar 2020 gebar Nazeli ein kleines Mädchen, Susie. Die kleine Schwester wird von den grossen Brüdern innig geliebt und nach Kräften verwöhnt.

Manuchar arbeitet als Taxichauffeur, um seine Familie durchzubringen. Leider reicht das geringe Einkommen nicht, um für die richtige Pflege des gelähmten Sohnes aufzukommen.

Karapet braucht vollwertige Nahrung, Medikamente und Hygieneartikel. Durch das ständige Liegen entstehen wunde Stellen an seinem Rücken und die Schmerzen führen zu Krämpfen. Durch die richtigen Salben könnten diese Druckgeschwüre gelindert werden.

Helfen wir mit, dass Karapet gut versorgt werden kann! Mit 2 200 Franken können wir die Kosten für die nötigen Medikamente, Salben und Hygieneartikel übernehmen. Wir möchten auch der ganzen Familie eine gesunde Ernährung ermöglichen. Herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3876 – "Zerebrale Kinderlähmung"

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Ein Unfall, der alles veränderte
Wenn das Glück zerbricht…
ARMENIEN – Es sollte ein herrlicher Tag sein. Voller Vorfreude machte sich das Ehepaar bereit, an der Hochzeit eines Verwandten mitzufeiern. Beim Einsteigen ins Auto geschah das Unglück: Tamara stolperte und fiel hart auf ihren Rücken.

Dieser Sturz veränderte das Leben von Vanik (62) und Tamara (52). Die beiden sind seit dem Jahr 2003 verheiratet. Vanik hat viele Jahre als Chauffeur gearbeitet und erfreute sich guter Gesundheit. Tamara ihrerseits arbeitete in einer Druckerei. So konnte das Ehepaar gut über die Runden kommen. Leider konnten sie keine Kinder bekommen, aber sie haben umso mehr Anteil genommen am Wohlergehen der Kinder ihrer Verwandten.

2015 waren sie zur Hochzeit eines jungen Mannes aus der Verwandtschaft eingeladen. Als Tamara so unglücklich stürzte, rief Vanik die Ambulanz. Tamara wurde sofort hospitalisiert, doch die Operation wurde leider nicht korrekt durchgeführt. Als die Schmerzen immer schlimmer wurden, liess sie sich in einem anderen Spital erneut untersuchen. Da wurde festgestellt, dass der sechste Wirbel gebrochen war.

Vanik war verzweifelt. Wie sollte er einen erneuten chirurgischen Eingriff bezahlen? Und doch wollte er seine leidende Frau nicht im Stich lassen! Er entschied sich, alles zu verkaufen, um seiner Frau zu helfen.

Erwerbsunfähig und leidend kämpfen Vanik und Tamara ums Überleben.
Leider verschlechterte sich vor drei Jahren auch Vaniks Gesundheit. Seit einem Herz-Lungen-Versagen leidet er unter Kurzatmigkeit. Hinzu kam eine Gefässerkrankung, die zu grossen Wunden an seinen Füssen führte. Vanik braucht dringend medizinische Behandlung, aber er stellt seine Bedürfnisse zurück und denkt an seine Frau und ihre Probleme.

2018 wurde bei Tamara eine weitere Operation durchgeführt, ein Implantat wurde eingesetzt. All ihr Geld war aufgebraucht, aber Tamara kann immer noch nicht gehen und leidet unter unerträglichen Schmerzen.

Vanik pflegt sie, so gut er kann. Das Ehepaar lebt allein, beide sind erwerbsunfähig. Es ist ein Geschenk, dass Leute des Dorfes ihnen manchmal aushelfen, damit sie überleben können.

Da Sahinyans keinen anderen Ausweg wussten, baten sie uns um Hygieneartikel und Medikamente.

Mit 1 800 Franken könnten wir das Allernötigste besorgen und das tapfere, leidende Ehepaar unterstützen. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3877 – "Hilfe für verzweifeltes Ehepaar"

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Laurentius Traum
Ein eigenes Zuhause
RUMÄNIEN – Laurentiu arbeitet gern, insbesondere mit Tieren. Er ist glücklich an seiner neuen Stelle. Ein Containerhaus wäre perfekt für den alleinstehenden Arbeiter.

Rusu Laurentiu Ciprian ist sehr begabt im Umgang mit Tieren. Er wuchs gemeinsam mit zwei Brüdern in Buzau auf. Als seine Mutter starb, zog er nach Brașov. Dort arbeitete er jahrelang als Schafhirte. Ihm gefiel die Arbeit, die Tiere wuchsen ihm ans Herz und er war zufrieden. Doch leider musste er die Stelle aufgeben. Das Verhalten des Arbeitgebers wurde immer unberechenbarer und gewalttätiger.

Jetzt war Laurentiu arbeitslos und stand auf der Strasse. Niemand wollte oder konnte ihn unterstützen. Doch er suchte mit grossem Einsatz nach einer neuen Verdienstmöglichkeit. So kam er schliesslich zu unserer Angusfarm in Poiana Marului. Dort arbeitet er täglich fleissig und mit grossem Einsatz Seite an Seite mit dem Landwirt.

Wir möchten dem fleissigen Arbeiter ein Zuhause ermöglichen.
Der 38-jährige Mann ist froh und dankbar, dass er die Möglichkeit erhalten hat, für seinen Lebensunterhalt aufzukommen. Leider hat er jedoch noch immer kein Zuhause. Zwar kann er in einer gemütlich eingerichteten Ecke auf dem Bauernhof schlafen und essen, aber ein Zuhause ist das nicht. Schnell fügt Laurentiu hinzu: „Ich will nicht klagen. Ich bin von Herzen dankbar für die Arbeitsstelle und den Schlafplatz. Aber insgeheim träume ich halt immer wieder von den eigenen vier Wänden...“

Wir wünschen uns, dass Laurentius Traum in Erfüllung gehen darf. Ein modulares Heim, eine Art Container, wäre sehr gut geeignet. Das wäre ein praktisches, aber günstiges Zuhause für den alleinstehenden Mann. Laurentiu könnte das einfache Gebäude in ein gemütliches, richtiges Zuhause verwandeln. Zum ersten Mal seit seiner Jugendzeit könnte er sich wieder daheim fühlen.

Mit 3 800 Franken kann Laurentius Traum wahr werden! Wir bedanken uns von Herzen, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen.

Projekt Nr. 3878 – "Containerhaus für Laurentiu"

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