DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 07 | Juli 2020 | Erscheint monatlich | 40. Jhg.
EDITORIAL
Getragen in der Not
In der 30 Kilometer von Jerewan entfernten Provinzhauptstadt Charentsavan befindet sich das „Lighthouse“, unser neuer Sitz für die Hilfsgüter-Verteilung in Armenien. An jedem Ort im Land sind die Lebensmittel während der Corona-Krise Mangelware. Wie also für 60 Familien Nahrungsmittel einkaufen, wenn man schon für den Eigenverbrauch stundenlang in einer Kolonne anstehen muss? Unser Mitarbeiter Sargis Svaryan wusste sich in der Not zu helfen und liess sich vom Bürgermeister einen Ausweis ausstellen, welcher ihm als Leiter eines Hilfswerks Zugang zu grösseren Mengen an Esswaren und Hilfsgütern verschafft. Dank dieser funktionierenden Zusammenarbeit mit den Behörden ist unser Team in der Lage, sowohl die gespendeten Hilfsangebote an die Menschen in Not zu verteilen, als auch weitere Bedürftige mit Nahrung zu versorgen. Die Stadtverwaltung schätzt die Hilfsgüteraktion von Diaconia in Charentsavan sehr.

Die Corona-Krise ist tatsächlich für die meisten Menschen eine sehr leidvolle Zeit. Wie gut eine Arbeit oder ein System funktioniert, zeigt sich erfahrungsgemäss oft erst in Notsituationen. Meistens entwickeln sich bei mir persönlich gerade in Nöten andere Sichtweisen und mir werden die Augen für neue Perspektiven geöffnet. Mein eigenes Überzeugungshaus und mein Glaube an Jesus Christus werden geprüft und ich stelle fest, dass es mich in dieser Not trägt. Meine Werte werden durchleuchtet und es wird sichtbar, ob ich meine Prioritäten richtig gesetzt habe. Ich werde dankbar für Kleinigkeiten, denen ich bisher keine Bedeutung geschenkt hatte. So gehört beides zusammen; die Nöte, aber auch die Chancen, welche daraus entstehen können, vorausgesetzt, ich lasse dies zu.

Ich möchte Sie, liebe Spenderinnen und Spender, gerade in Ihrer im Augenblick schwierigen Herausforderung ermutigen, den Blickwinkel auf die möglichen Chancen in dieser Krisenzeit auszurichten und mutig neue Schritte zu wagen.

Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Gesundheit. Für Ihre treue Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.

Ihr
Stephan Schneider
Stv. Geschäftsführer
Diaconia Internationale Hilfe
Erdrückende Armut
Wir sind Alberts und Aghuniks letzte Hoffnung
Armenien – Familie Dashchyan lebt in einer abgelegenen Gegend von Armawir. Aufgrund ihrer Not haben die Eltern ihren Stolz beiseite gelegt und viele Organisationen um Hilfe gebeten, aber jegliche Unterstützung wurde ihnen verwehrt.

Die Familie Dashchyan ist gross und besteht aus neun Personen. Albert (45) und Aghunik (40) haben sieben Kinder: Samvel (20), Andranik (19), Davit (16), Harutyun (14), Gagik (12), Lena (6) und Arthur (3).

Momentan hat nur Aghunik eine Arbeitsstelle. Sie putzt für andere Leute und erhält dafür 2 Franken im Tag. Wegen ihrer gesundheitlichen Probleme kann sie aber nicht jeden Tag Geld verdienen. Die Arbeit ist streng und es fällt ihr schwer, den ganzen Tag von ihren Liebsten getrennt zu sein, weiss sie doch, dass die Kinder ihre Liebe und Wärme brauchen. Immer wieder gibt es Tränen, wenn sie das Haus verlässt und die Kinder betonen, sie würden lieber hungern als die Mutter gehen zu lassen.

Albert, der Familienvater, hat keine feste Arbeitsstelle. Er erledigt Saisonarbeiten, deshalb ist die Familienzulage von 100 Franken das einzige regelmässige Einkommen.

Dashchyans lebten lange Zeit in einer Mietwohnung. Während zwölf Jahren haben sie sich für ihren grossen Traum eingesetzt, ihr eigenes Haus zu bauen. Dafür mussten sie jedoch Kredite aufnehmen, welche sie nicht zurückzahlen konnten. So wurden sie auf die schwarze Liste gesetzt. Immer wieder musste der Hausbau stehen bleiben. Aber es gab auch Lichtblicke.

Wir sind Alberts und Aghuniks letzte Hoffnung.
So haben hilfsbereite Menschen, bei denen Aghunik putzte, ihnen Eisengitter für den Boden sowie das nötige Material fürs Dach geschenkt. Durch vereinten grossen Einsatz haben sie es geschafft, das Gebäude fertigzustellen. Wie wichtig ist für sie die Tatsache, nun ein Eigenheim zu haben! Die Dankbarkeit ist gross, obwohl das Haus feucht und kalt ist.

Die g zu Bett gehen. Khne dienen in der Armee, alle anderen Kinder gehen zur Schule. Da der Weg in die Stadt sehr weit ist, können sie den Unterricht leider nur unregelmässig besuchen. Weil sie so abgelegen wohnen, haben die Kinder auch keinen Kontakt zu Gleichaltrigen und keine Freunde.

Das Geld ist sehr knapp und die Kinder müssen manchmal abends hungrig zu Bett gehen. Kürzlich wurden ihnen von einem Gutsherrn, in dessen Haus Aghunik Reinigungsarbeiten verrichtet, ein paar Hühner geschenkt. Ihr grosser Traum ist eine eigene Kuh, die ihnen die Möglichkeit gäbe, die Kinder mit Milch und gesunden Milchprodukten zu versorgen.

Gern würden wir ihnen diesen Traum erfüllen und der fleissigen Familie eine Kuh und Lebensmittel schenken. Mit 2 200 Franken könnten wir Dashchyans helfen. Vielen Dank, wenn Sie uns dabei unterstützen!

Projekt Nr. 3903 – "Erdrückende Armut"

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Ein Funken Hoffnung trotz Armut
Eine Herzoperation brachte drei Geschwister an den Bettelstab
Armenien – „Jeder von uns dreien hofft darauf, gesund zu werden und wieder in der Lage zu sein, Geld zu verdienen, um uns vor dem Hungertod zu bewahren. Aber insgeheim hegen wir wohl alle die düstere Vorahnung, dass wir ohne genügend zu essen und ohne ein bisschen Wärme im Haus den nächsten Winter nicht mehr überstehen.“

Lernanist ist eine Stadt in der armenischen Provinz Kotajk. Hier leben die Geschwister Enokyan, Vanik (50) und seine beiden Schwestern Ashken (53) und Sonik (49). Das Haus, in dem sie wohnen, wurde 1942 von ihrem Grossvater erbaut. Die drei sind dankbar für ihr Zuhause, doch leider konnte in all den Jahren nie etwas renoviert werden. Solange Vanik im Garten- und Ackerbau tätig war, konnte er für sich und seine beiden Schwestern sorgen. Vor ein paar Jahren bekam er jedoch ernsthafte Herzprobleme. Um Vaniks Leben zu retten, wurden Stents eingesetzt. Damit sie die Kosten für den Eingriff bezahlen konnten, mussten Enokyans alles verkaufen, was sie hatten. Sie rutschten in grosse Armut und Vanik darf seither keine anstrengenden Arbeiten mehr verrichten. Für die ersten drei Monate bekamen sie vom Staat eine Familienunterstützung von 46 Franken. Hätten nicht immer wieder Nachbarn Erbarmen gehabt und ihnen geholfen, wären sie nicht durchgekommen. Vanik bekommt eine Invalidenrente von 52 Franken monatlich. Mit diesem Geld kann er sich nur eine der sieben verschriebenen Tabletten leisten.

Trotz unbeschreiblich grosser Armut haben die drei Geschwister die Hoffnung nicht aufgegeben.
Enokyans Zuhause, das aus einem einzigen Raum besteht, kann nicht beheizt werden, da sie kein Feuerholz kaufen können. Die Fenster sind kaputt. Damit sie die beissende Kälte ein bisschen weniger spüren, tragen sie mehrere Schichten Kleider übereinander. Sie haben weder fliessendes Wasser noch ein Badezimmer. Tagtäglich muss Sonik das Wasser zum Trinken, Waschen und Kochen eimerweise von der Dorfquelle anschleppen.

Auch Sonik und Ashken haben gesundheitliche Probleme, konnten sich aber nie einen Arztbesuch leisten. Ihre Gesundheit verschlechtert sich zusätzlich wegen der Kälte und der Feuchtigkeit in ihren vier Wänden.

Das Wasser muss von weit weg eimerweise angeschleppt werden.
Trotz aller Schwierigkeiten haben die drei Geschwister die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Jedes von ihnen glaubt, es würde eines Tages wieder stark genug sein, um arbeiten zu gehen und für die andern sorgen zu können.

Da Enokyans keine Verwandten haben, die sie unterstützen könnten, sind sie auf unsere Hilfe angewiesen. Mit 2 400 Franken wäre es möglich, sie mit Nahrung und Medikamenten zu versorgen und ihnen Freude und Hoffnung zu schenken! Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3904 – "Ein Funken Hoffnung"

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Missbraucht und ausgenutzt
„Wir möchten einfach in Sicherheit sein!“
Rumänien – „Ich war jung und naiv und hatte niemanden, der ein wachsames Auge auf mich warf. So liess ich mich vom Vater meiner Kinder um den Finger wickeln. Als ich merkte, wo ich hineingeraten war, war es schon zu spät.“

Die Kinder sind Elenas grösste Freude.
Im Alter von 14 Jahren lernte Elena Stoica ihren zukünftigen Mann kennen. Er war aufmerksam und freundlich mit dem ungebildeten und vernachlässigten Mädchen, welchem aufgrund der grossen Armut ihrer Familie nicht ein einziges Schuljahr vergönnt gewesen war. Dass der Mann, der ihr den Hof machte, 10 Jahre älter war, störte Elena nicht. Mit 15 Jahren gebar sie ihr erstes Kind, den heute 20-jährigen Alexandru. Sie wohnte mit ihrem Mann bei den Schwiegereltern auf dem Hof. Von Kindheit an Schläge, Gewalt und Missbrauch gewohnt, liess sie sich leicht manipulieren. Die Schwiegereltern befahlen ihr, alle Arbeit in Haus und Hof allein zu erledigen. Weder ihr Mann noch ihre Schwiegereltern krümmten einen Finger, sie liessen sich tagtäglich bedienen.

Nach 20 Jahren schliesslich entschied Elena, dass es reichte. Sie nahm ihre drei Kinder (Alexandru 20, Samira 14 und Iulia 4) und verliess ihren Mann.

Das Nesthäkchen Iulia ist ein richtiger Sonnenschein.
Die vier fanden bei Verwandten Unterschlupf, dies ist jedoch nur eine vorübergehende Lösung. Elena hat keine Ahnung, wie es jetzt weitergehen soll.

Hoffnungsvoll sagt sie: „Wir möchten einfach in Sicherheit sein, die Kinder und ich.“

Alexandru konnte die Schule leider nur 5 Jahre lang besuchen. Der Vater entschied damals, dass dies reiche. Elena hatte keine Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen, obwohl es ihr sehr weh tat. Deshalb ist es ihr jetzt auch enorm wichtig, dass Samira und Iulia die Schule bis zum Abschluss absolvieren können.

Das ältere Mädchen ist momentan in der 6. Klasse, die Jüngste wird jetzt dann den Kindergarten besuchen.

Alexandru leidet an starkem Übergewicht aufgrund von Schilddrüsenproblemen. Dies hindert ihn jedoch nicht daran, fleissig alle möglichen Gelegenheitsjobs anzunehmen, um für seine Mutter und seine Schwestern zu sorgen. Die Kinderzulagen für die Mädchen gehen noch immer an die Adresse des Vaters, welcher nicht bereit ist, Elena diesen kleinen Geldbetrag zukommen zu lassen.

Die Situation von Familie Stoica scheint aussichtslos.
Mit 4 800 Franken könnten wir für Elena und die Kinder zwei Jahre lang eine kleine Wohnung mieten und sie zugleich mit Lebensmitteln, Kleidung und Schuhen sowie mit Schulmaterialien versorgen. Zudem möchten wir Alexandru einen Arztbesuch und gegebenenfalls die richtigen Medikamente bezahlen.

Bitte helfen Sie mit, Elena und ihren drei Kindern unter die Arme zu greifen!

Projekt Nr. 3905 – "Missbraucht und ausgenutzt"

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Harter Kampf
Eine Grossmutter gibt nicht auf
Rumänien – „Ich konnte nicht anders. Ich war so enttäuscht über meine Tochter. Wie konnte sie nur entscheiden, ihre Kinder in ein Kinderheim abzuschieben? Ich konnte das nicht zulassen. Es folgte ein harter Kampf um das Sorgerecht, doch schliesslich wurden Florin und Alex mir anvertraut.“

Die beiden Knaben zeigen ihre Dankbarkeit durch aktive Mithilfe.
Seit zehn Jahren leben die beiden Jungen jetzt bei ihrer Grossmutter Didina (54). Florin ist unterdessen 15 Jahre alt, Alex 14. An ihre Mutter denken sie nicht mehr oft, zu schmerzlich ist die Erinnerung. Der Vater der beiden Kinder sass damals im Gefängnis. Die Mutter beschloss, sich von ihm zu trennen. Sie lernte einen anderen Mann kennen, der die zwei Knaben nicht wollte. Deshalb entschied die Mutter, sie in ein Kinderheim abzuschieben, um frei zu sein für die neue Beziehung.

Seit der Grossvater vor acht Jahren starb, trägt Didina die Last der Verantwortung allein. Da sie nie eine feste Stelle hatte, sondern nur Gelegenheitsarbeiten erledigen konnte, erhält sie keine Pension. Das einzige feste Einkommen der Familie ist die Kinderzulage von 66 Franken pro Monat.

Die drei schätzen ihr eigenes, gemütlich eingerichtetes Zuhause.
Trotzdem verliert die tapfere Grossmutter nicht den Optimismus: „Mindestens haben wir ein Dach über dem Kopf, das uns keiner wegnehmen kann!“

Didina hat Probleme mit ihren Knien, zudem leidet sie unter Nierenschmerzen und einer zervikalen Spondylose (Degeneration der Halswirbel). Ausser dem gelegentlichen Schlucken von Schmerzmitteln kann sie gegen ihre Beschwerden nichts tun, da ihr das Geld für einen Arztbesuch fehlt.

Die Kinder besuchen beide die 6. Klasse. Florin musste ein Jahr wiederholen, weil er Mühe hat, sich zu konzentrieren. Die beiden Knaben sind ihrer Grossmutter von Herzen dankbar, dass sie sie vor einem Leben im Kinderheim bewahrt hat. Sie zeigen ihr diese Dankbarkeit tagtäglich durch fleissige Unterstützung bei der anfallenden Arbeit. Didina wäscht die Kleider von Hand in kaltem Wasser, sie hat weder eine Waschmaschine noch warmes Wasser.

Didina versucht, ihre Sorgen vor Florin und Alex zu verbergen.
Die drei benötigen vieles, am dringendsten sind Lebensmittel, Kleider, Schulmaterialien und Feuerholz. Wir möchten Didina gern einen Arztbesuch bezahlen.

Mit 3 100 Franken können wir dieser aufopfernden Grossmutter und ihren zwei Enkelsöhnen zeigen, dass es Menschen gibt, die an sie denken und ihnen helfen möchten. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3906 – "Harter Kampf"

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Gottvertrauen
Arm, aber nicht hoffnungslos
ARMENIEN – Alvard Dulyan hat schon an viele Türen geklopft und um Hilfe gebeten, jedoch ohne Erfolg. Immer wieder wurde sie abgewiesen. Trotzdem hofft sie weiterhin auf Gottes Hilfe.

Alvard (43) lebt mit ihrer Familie in Baghramyan, einem kleinen Dorf in der Provinz Armawir. Zur Familie gehören fünf weitere Personen: Alvards Ehemann Ashot (53), ihre Söhne Zohrab (25) und Nikolay (24) und ihre Tochter Anahit (22) mit ihrem Sohn Arthur (2).

Der älteste Sohn arbeitete im Ausland, bis er aufgrund grosser gesundheitlicher Probleme gezwungen war, nach Hause zu kommen. Zohrab musste schon drei Operationen über sich ergehen lassen und ist arbeitsunfähig. Der letzte Eingriff war vor zwei Monaten.

Nikolay diente in der Armee und wurde 2016 im Krieg verletzt. Er galt lange Zeit als vermisst. Die ganze Familie hat unter dieser Ungewissheit furchtbar gelitten. Der Vater erlitt einen Schlaganfall und schwebte in Lebensgefahr. In diesem Moment zerbrach das Familienglück und nichts blieb, wie es vorher war.

Ashots Zustand verschlechterte sich und es musste möglichst rasch ein Stent gesetzt werden. Da das Geld schon vorher kaum fürs tägliche Brot gereicht hatte, schien nun das Ende nahe. Das Leben drohte still zu stehen, aber dann kam, wie durch ein Wunder, Nikolay wieder nach Hause und die Familie schöpfte neue Hoffnung. Dulyans entschieden sich, nach vorne zu schauen und auf Gott zu vertrauen.

Arm, aber nicht hoffnungslos.
Es stellte sich schnell heraus, dass Nikolay nicht nur physisch, sondern auch psychisch sehr stark angeschlagen war. Anfänglich sprach er kein Wort, denn er hatte so viel Schreckliches durchgemacht. Enge Freunde waren in seinen Armen gestorben, die Erinnerungen waren schmerzhaft und die Trauer war unbeschreiblich gross.

Zudem muss die Familie im Haus anderer Leute wohnen, da es ihr nicht möglich ist, das halbfertige Haus, das sie vor langer Zeit zu bauen angefangen hat, fertigzustellen. Nun hat ihr der Hausbesitzer eine Frist gesetzt, sein Haus zu verlassen. Wohin aber soll sie gehen?

Das winzige Einkommen der Familie ist Nikolays Invalidenrente von 80 Franken. Anahit ist geschieden und lebt darum mit ihrem kleinen Sohn wieder bei den Eltern. Ausser diesen beiden brauchen alle Medikamente. Alvard leidet an einem Tumor in der Brust und ihr Zustand verschlechtert sich zusehends.

Dulyans haben nicht aufgehört zu hoffen und zu beten. Wir möchten sie unterstützen und ihnen neuen Mut und Hilfe schenken. Mit 2 700 Franken könnten wir ihnen nachhaltig helfen. Wir bedanken uns ganz herzlich für jede Spende.

Projekt Nr. 3907 – "Gottvertrauen"

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Der Kampf gegen Corona: "Wir wollen sauber sein!"
Besserer Schutz dank Hygiene
RUMÄNIEN – Die arme Bevölkerung Rumäniens hat in jedem Bereich einen grossen Bildungsbedarf. Es ist die Bildung, die Veränderungen bringt, welche sich stabilisierend auf ihr Leben auswirken.

Wenn Kinder verstehen, dass Bildung ein Instrument ist, das ihnen grosse Vorteile bringt, werden sie verändert und ihr Leben geht in eine gesunde Richtung. Es ist seit jeher eines unserer wichtigsten Ziele, den Kindern im Kinderbildungszentrum die Körperhygiene nahezubringen und sie darin anzuleiten. Wir hoffen, durch die Kinder Schritt für Schritt die Mentalität der gesamten Familien verändern zu können.

Mihaela besucht das erste Schuljahr, sie befindet sich in der Vorbereitungsklasse. Das sechsjährige Mädchen wächst bei den Grosseltern mütterlicherseits auf. Mihaelas Mutter geriet oft in Streit mit ihren Eltern und entschied schlussendlich, wegzugehen und ihr Kind zurückzulassen. Die Grosseltern und Mihaela leben in einem improvisierten Haus in Brașov und ihr Einkommen ist sehr gering. Leider hat das Haus weder Wasser noch Strom und die Lebensbedingungen sind wirklich begrenzt. Mihaela genoss ihr erstes heisses Bad im Diaconia-Zentrum und lernte von ihrer Lehrerin, was Körperhygiene bedeutet. Während der momentanen Pandemiesituation bringen Mihaela und die Grossmutter ihre Kleider zum Zentrum, um sie in der Waschmaschine zu waschen. Sie dürfen dort baden und sind sehr dankbar für die erhaltenen Desinfektionsmittel.

"Wir wollen sauber sein!"
Sorgfältige Handhygiene, regelmässiges Haarewaschen, Zähneputzen und gewissenhafte Körperhygiene haben die Kinder im Laufe der Jahre in unserem Zentrum gelernt. In der momentanen Situation sind diese Kenntnisse und Rituale so wertvoll für sie.

In ihren Familien sind sie überhaupt nicht geschützt, aber mit Ihrer Hilfe, liebe Diaconia-Freunde, können sie die grundlegende Hygiene beibehalten.

Zusätzlich müssen wir sie jetzt mit Handschuhen, Masken, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ausstatten, um sie in dieser schwierigen Zeit zu schützen. In diesen Ghettos ist das Krankheitsrisiko enorm, die Mängel sind gross, kurz gesagt ist die arme Bevölkerung sehr anfällig für Krankheiten aller Art, im Moment gegenüber Covid-19.

Mit Ihrer Unterstützung, liebe Spenderinnen und Spender, können wir die Kinder und ihre Familien weiterhin mit Desinfektionsmitteln, Masken, Handschuhen, Reinigungsmitteln sowie Hygieneprodukten wie Seife, Zahnbürsten etc. versorgen.

Vielen herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3908 – "Hygiene"

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Eine fröhliche Familie
Trotz Armut hat Familie Papikyan den Mut nicht verloren
ARMENIEN – „Gott hat uns reich gesegnet mit unserer aufgeweckten Kinderschar!“

In Armawir lebt die Grossfamilie Papikyan, bestehend aus zwölf Personen. Es sind dies die Grosseltern Hrach (80) und Maro (76), der Vater Mnatsakan (47) und die Mutter Lilit (37) und ihre Kinder Hayastan (20), Aram (18), Hrach (15), David (13), Hovhannes (11), Gayane (10), sowie Anna und Ani, die Zwillinge (5). Die Eltern lieben ihre Kinder und betonen, die Kinder seien ihr einziger Reichtum und ihre grösste Freude.

Trotz Armut hat Familie Papikyan den Mut nicht verloren.
Die älteste Tochter, Hayastan, ist Schneiderin. Sie durfte vor ein paar Jahren durch ein Wohltätigkeitsprogramm das Nähen erlernen und ist stolz auf ihren Beruf. Sie stellt Soldatenmützen her.

Die Grosseltern sind schon älter und gesundheitlich angeschlagen. Die Grossmutter hat Mühe beim Gehen und leidet unter starken Schmerzen. Der Grossvater, der den Humor nicht verloren hat, versucht immer wieder, sie aufzuheitern.

Die Kinder können sich trotz der Armut herzhaft freuen.
Mnatsakan, der Familienvater, ist Landwirt, hat aber Probleme mit seinen Beinen. Es gab schon Zeiten, da er vor lauter Schmerzen nicht mehr gehen konnte. Seine Frau Lilit hat schmerzhafte Gallensteine und sollte operiert werden. Die Familienzulage von 120 Franken wird vollends für Medikamente gebraucht, also bleibt nur die Rente der Grosseltern, um die ganze Familie zu versorgen.

Die Unbekümmertsten der Familie sind wohl die Zwillinge Ani und Anna. Ihre Fröhlichkeit tut allen gut. Obwohl sich die beiden so sehr eine Puppe wünschen, sind sie nicht etwa unzufrieden, nein, sie leihen einfach hie und da eine Puppe zum Spielen bei Nachbarn aus. Wie erstaunt waren wir bei unserem Besuch! Obwohl Familie Papikyan so bescheiden lebt, ist eine grosse Freude und Zufriedenheit spürbar. Die Kinder haben uns mit Liedern und Tänzen überrascht und in dieser frohen Atmosphäre haben wir fast den Grund unseres Besuches vergessen.

Aram, der älteste Sohn, studiert an der Universität, die anderen Kinder besuchen die Schule. Die Familie bewohnt ihr Haus schon seit längerer Zeit. Das Badezimmer ist in einem so schlechten Zustand, dass Papikyans sich schämten, es uns zu zeigen. Während der letzten Jahre schafften sie es, die Küche einigermassen zu renovieren, doch es gibt Räume, die haben nicht einmal eine Türe.

Gerne würden wir der tapferen Familie Esswaren, Kleider und Türen besorgen. Mit 2 500 Franken könnten wir ein grosser Segen sein für Papikyans. Wer hilft uns dabei?

Danke für jede Spende!

Projekt Nr. 3909 – "Fröhliche Familie"

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Unmenschliche Behandlung
Bald kein Dach mehr über dem Kopf.
RUMÄNIEN – Familie Luca bewohnt in Codlea ein Zimmerchen mit Küche in einem alten Gebäude, welches der Stadt gehört. In ihrer kleinen Wohnung ist alles improvisiert, vom Wasserhahn bis zu den elektrischen Anschlüssen. Beim Anblick der vielen, von der Decke hängenden Kabel, wird einem angst und bange. Bei starkem Regen rinnt Wasser in die Wohnung, da das Dach nur notdürftig aus Brettern zusammengefügt ist.

Es ist unverständlich, wie Familie Luca behandelt wird. Cosmin ist ein fleissiger, verantwortungsbewusster Familienvater. Er und seine Frau sind bescheidene Leute, entschlossen, aus jeder Situation das Beste zu machen. Aus Kostengründen entschieden sie sich für diese kleine Unterkunft, welche der Stadt gehört. Bei ihrem Einzug befand sich die Wohnung in einem unbeschreiblich miserablen Zustand. Cosmin und Mariana machten sich daran, den Wasserhahn und die elektrischen Anschlüsse zu renovieren, auch wenn sie dafür Geld ausleihen mussten. Sie wussten, dass es lange dauern würde, die Schulden zurückzubezahlen. Dank Cosmins regelmässigem Lohn von seiner Arbeitsstelle in einer Milchfabrik und der relativ günstigen Miete hofften sie aber, in ein paar Jahren wieder schuldenfrei zu sein.

Nachdem die Familie es gemeinsam mit vier anderen Familien zwei Jahre lang in dem maroden Gebäude ausgehalten hat, entschied nun der Stadtrat, die Familien zu evakuieren, ohne sich darum zu kümmern, wohin diese gehen können.

Bald hat Familie Luca kein Dach mehr über dem Kopf, aber noch immer Schulden aufgrund der Reparaturen.

Mariana lebt in ständiger Angst: „Seit Wochen befinden sich alle unsere Kleider und sonstigen Habseligkeiten in Plastiktaschen, damit wir im Falle einer gewaltsamen Räumung nichts zurücklassen müssen. All unser Flehen nach einer anderen bezahlbaren Wohnung stiess auf taube Ohren. Dem Stadtrat ist unser Schicksal egal. Das tut weh.“

Cosmin verdient 380 Franken pro Monat. Davon muss die Familie Miete, alle Rechnungen und die Lebensmittel bezahlen. Zudem zahlt sie Monat für Monat einen kleinen Betrag ihrer Schulden ab. Die sechsjährigen Zwillinge Cristian und Delia, der dreijährige Catalin und die einjährige Sonia freuen sich darauf, bald ein kleines Geschwisterchen zu bekommen. Zum Glück wissen sie nicht, dass Mamas Schwangerschaft die Sorgen der Eltern noch vergrössert.

Familie Luca verliert schon bald ihr Zuhause.
Wir möchten der unverschuldet in grosse Not geratenen Familie helfen. Mit 3 200 Franken könnten wir sie zwei Jahre lang unterstützen, ihr eine Wohnung bezahlen, sie mit Lebensmitteln versorgen und in absehbarer Zukunft das Jüngste mit Windeln und Milchpulver versorgen.

Liebe Spenderinnen und Spender, wir bitten Sie von Herzen, Familie Luca zu helfen, diese Krisenzeit zu überstehen. Sobald sie die Schulden abbezahlt hat, wird die Familie finanziell wieder auf stabilerem Grund stehen.

Projekt Nr. 3910 – "Unmenschliche Behandlung"

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Hoffnungslose Lage
Krankheit zerstört alle Träume
RUMÄNIEN – „Jetzt habe ich keine Pläne mehr. Meine einzige Hoffnung liegt in Gott. Tag für Tag bete ich, flehe um einen Ausweg und bitte IHN um Gesundheit!“

Vor 12 Jahren hatte Mircea grosse Pläne und noch grössere Hoffnungen. Aus der armen Stadt Vaslui zog er nach Brașov, mit der festen Absicht, hier sein Glück zu machen. In einem ersten Schritt kam er bei seinem alleinstehenden Onkel unter, der in einem der armen Vororte von Brașov lebt. Der Plan war, hier einige Monate lang mit Gelegenheitsjobs Geld zu verdienen, bis er eine feste Stelle fände, die es ihm erlauben würde, nach Brașov zu ziehen.

Mit tränennassen Augen erzählt der gebrochene Mann: „Es hätte alles so schön sein können. In meinen Träumen klappte alles wie am Schnürchen. Ich fand schnell eine gute Stelle, hatte einen regelmässigen Lohn und konnte ein rechtschaffenes Leben führen. Leider machte mir das Leben einen Strich durch die Rechnung...“

Mircea fühlte sich immer schwächer, bald konnte er nicht mehr arbeiten. Eines Tages musste sein Onkel die Ambulanz rufen. Mircea wurde ins Krankenhaus gefahren. Da er keine Krankenversicherung hat, wurde er nur notdürftig untersucht. Man diagnostizierte sowohl Leberprobleme als auch Bronchitis und Asthma. Ihm wurden Medikamente und ein Asthmaspray verschrieben.

Krankheit zerstört alle Träume.
Obwohl er seither zu einigen Vorstellungsgesprächen gehen konnte, bekam er jedes Mal eine Absage, einerseits aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme, andererseits weil er Analphabet ist. Auch Aufträge für Gelegenheitsarbeiten erhält er keine mehr, da unterdessen bekannt ist, dass er nicht mehr hart arbeiten kann. Mircea ist bereits so verzweifelt, dass er um Aufträge bettelt, aber niemand will dieses Risiko eingehen.

So ist der gebrochene, kranke Mann auf die Güte und das Wohlwollen seines Onkels angewiesen. Dieser ist selber sehr arm und lebt von der Hand in den Mund. Trotzdem gibt er Mircea kostenlos ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen, wenn dieser ihm dafür bei einigen Arbeiten in Haus und Hof zur Hand geht. Als Mirceas Zustand vor einigen Monaten wieder sehr schlimm war, musste er erneut von der Ambulanz abgeholt werden. Dieses Mal entdeckte man auch ein Herzproblem sowie Bluthochdruck und er bekam ein Rezept für zusätzliche Medikamente.

Mircea ist verzweifelt. Er hat keinerlei Einkommen, so kann er weder die Medikamente noch andere Lebensnotwendigkeiten bezahlen. Wir möchten hier eingreifen und Mircea und seinem Onkel einen Hoffnungsschimmer schenken. Mit 2 900 Franken können wir die benötigten Medikamente und einige ärztliche Untersuchungen bezahlen und die beiden Männer mit Brennholz, Kleidern und Lebensmitteln versorgen. Wir bedanken uns ganz herzlich für all Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3911 – "Hoffnungslose Lage"

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Bitte helft uns!
Gesundheitlich stark angeschlagene Familie braucht dringend Unterstützung
ARMENIEN – Anyuta hat Tränen in den sorgenvollen Augen: „Es tut so weh, zuschauen zu müssen, wie die Kinder hungern. Dass wir sie nicht in die Schule schicken können, macht uns unendlich traurig. Auch wenn ich mich schäme, um Hilfe zu bitten, tue ich es den Kindern zuliebe, mit einem hoffnungsvollen Herzen.“

Am Rande der Stadt Armawir lebt die Grossfamilie Barseghyan. Die 36-jährige Anyuta bat uns um Hilfe, denn ihre Familie ist in grosser Not. Da fast alle Familienmitglieder grosse gesundheitliche Probleme haben, hat niemand eine feste Anstellung.

Anyuta wohnt mit ihrer Familie, den Schwiegereltern und den Familien zweier Schwager in einer Dreizimmerwohnung. Ihr Ehemann, Rafik, ist 35 Jahre alt und kam mit einer Behinderung zur Welt. Er kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen und ist auf den Strassen der Stadt unterwegs, um Lose zu verkaufen. Er ist weitherum bekannt. Rafik bekommt eine Behindertenrente von 53 Franken im Monat.

Gesundheitlich stark angeschlagene Familie braucht dringend Unterstützung.
Rafik und Anyuta haben zwei Söhne, Grigor ist sieben und Rudik sechs Jahre alt. Es schmerzt die fürsorglichen Eltern, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Da das Geld nicht reicht, um ihnen Kleider und Schulmaterial zu kaufen, können die beiden die Schule leider nicht besuchen. Rafiks Mutter, Sveta Papyan (58), hat einen bösartigen Magentumor. Sie braucht dringend eine Chemotherapie, die wegen Geldmangel leider nicht durchgeführt werden kann. Sahak Barseghyan, Rafiks Vater, ist 58 Jahre alt. Er hat ein Venenleiden und erhält eine Pension von 80 Franken. Hovhannes (30) ist Rafiks Bruder. Er ist verheiratet mit Tatev (24). Die beiden sind Eltern von zwei Töchtern, Sveta (3) und Sona (vier Monate). Wegen grosser Rückenprobleme kann Hovhannes keiner Arbeit nachgehen. Der jüngere Bruder, Armen (23), leidet ebenfalls an einer Behinderung und bekommt eine monatliche Rente von 53 Franken. Die Wohnung, in der Barseghyans leben, ist eng und nicht beheizt. All das Geld, das sie als Unterstützung bekommen, brauchen sie für die nötigsten Medikamente. Um überleben zu können, brauchen sie dringend unsere Hilfe. Mit 2 200 Franken könnten wir sie mit Nahrung versorgen und ihnen, die so viel Leid zu tragen haben, Kraft und Hoffnung schenken. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3912 – "Bitte helft uns"

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