DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 09 | September 2020 | Erscheint monatlich | 40. Jhg.
EDITORIAL
Nachhaltigkeit durch Langzeit-Hilfsprojekte
Liebe Spenderin, lieber Spender

Wir haben Ihnen bereits im letzten Editorial über die Anfänge unseres Kinderbildungszentrums KiBiZ in Braşov, Rumänien berichtet, wie es entstanden ist und auch was dem Zentrum in naher Zukunft durch den von den Behörden angeordneten Umzug bevorsteht.

Ein Umzug bringt immer auch strukturelle und organisatorische Veränderungen mit sich, welche sich jeweils auch im persönlichen Bereich aller Beteiligten auswirken.

In Fall des KiBiZ sind die Beteiligten vor allem Kinder und Jugendliche, welche meist aus sehr schlechten und unmenschlichen Verhältnissen hier ein neues Zuhause gefunden haben. Zwischen Kindern und Verantwortlichen ist eine vertrauensvolle, herzliche Beziehung entstanden, welche der Grundstein und die Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Kinder bilden. In dieser beeindruckenden Atmosphäre blühen Kinder auf, finden neuen Mut, Herausforderungen anzupacken, lernen mit Erfolgen und Misserfolgen angepasst umzugehen und nicht zuletzt, lernen sie auch neue Wege kennen, um mit Frust und Verzweiflung umzugehen. Diese Werte sind sehr bedeutungsvoll und verdienen unsere vollste Aufmerksamkeit.

Aus diesem Grund darf ich Sie, liebe Spenderin, lieber Spender, auf die Beilage zu diesem Report hinweisen, welche wir unserem Langzeitprojekt KiBiZ gewidmet haben.

Sie haben mit Ihrer in der Vergangenheit geleisteten Unterstützung diesen Kindern bereits ein neues Zuhause geschenkt. Dürfen wir Sie einladen, diese Kinder auch beim Übergang in das neue Zuhause der Zukunft zu begleiten?

Herzlichen Dank für Ihre treue Unterstützung.
Stephan Schneider
Stv. Geschäftsführer
SCHOCK!
Von den Eltern verlassen
Armenien – Als dreijähriges Mädchen erlebte Mane traumatische Stunden, mutterseelenallein und verzweifelt war sie stundenlang eingesperrt.

Mane mit ihrem Lieblings-Plüschtier.
Die kleine Familie Hovhannisyan lebt in einem der Vororte von Charentsavan. Die Grossmutter Astghik (50), und die kleine Mane (9) bewohnen das Untergeschoss eines unsicheren und unfallgefährdeten Gebäudes. Vor Jahren, als Mane erst drei war, liessen sich ihre Eltern David und Tatev scheiden. Einige Monate später lernte die junge Mutter einen neuen Mann kennen und entschied sich, zu ihm nach Jerewan zu ziehen, sie verabschiedete sich nicht einmal von Mane, bevor sie die Türe hinter sich schloss und das kleine Mädchen hilflos zurückliess. Wie erschrak die Grossmutter, als sie am Abend nach Hause kam und ihre dreijährige Enkelin ganz allein und verzweifelt vorfand. Auch der Vater weigerte sich, für seine Tochter zu sorgen und machte den Vorschlag, sie in einem Waisenhaus unterzubringen. Doch Astghik brachte dies nicht übers Herz und übernahm fortan die Verantwortung und Pflege für ihre Enkelin. Bis heute wurde sie dabei von Tatev und David nie unterstützt.

Besorgte Grossmutter wünscht sich für Enkelin Mane eine bessere Zukunft.
Astghik leidet an Herzproblemen und braucht Medikamente. Vor zwei Jahren verschlechterte sich der Gesundheitszustand ihres Sohnes Volodyan (30) und er musste operiert werden. Um diesen Eingriff und ihre eigenen Medikamente bezahlen zu können, musste Astghik bei der Bank Geld aufnehmen. Nach der Operation zog Volodyan, der bis anhin bei seiner Mutter und Mane gewohnt hatte, in eine Mietwohnung in Jerewan, um dort zu arbeiten. Er unterstützt seine kranke Mutter und seine Nichte Mane jedoch weiterhin, so gut er kann.

Vor drei Wochen trat Astghik eine neue Stelle als Reinigungskraft an. Sie wird einen Lohn von 120 Franken bekommen, muss aber Mane allein zu Hause lassen, was sie sehr schmerzt. Sie weinte, als sie uns erzählte: „Noch gar nie konnte ich ihr neue Kleider kaufen. Immer musste sie die alten Kleider der Nachbarskinder tragen…“ Manes einziger Freund ist das Plüschtier Napo, das sie kürzlich geschenkt bekam. Mit ihm zusammen wartet sie jeden Tag sehnlichst auf die Heimkehr ihrer geliebten Grossmutter. Ihre Enkelin traurig zu sehen, tut der Grossmutter so weh. Da Astghik jedoch bei der Bank Schulden hat, bleibt ihr keine andere Wahl und sie ist dankbar für die Verdienstmöglichkeit.

Astghik hat keine persönlichen Wünsche geäussert. Sie bat uns nur um Nahrung und Kleider für Mane.

Gerne würden wir die tapfere Grossmutter mit 1 200 Franken unterstützen und das kleine Mädchen ein bisschen glücklicher machen und ihm zeigen, dass es nicht von der ganzen Welt vergessen ist. Seine Eltern haben es verlassen, aber wir wollen ihm beistehen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

Projekt Nr. 3926 – "Etwas Glück für Mane"

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ARMUT BEKÄMPFEN
Schenken wir der Familie neue Zuversicht und Hoffnung
Rumänien – Nicolae (34) und Rozica (35) haben 4 Kinder: Nico (11), Amalia (8), Andrei (7) und Sonia (1 Jahr und 7 Monate).

Die sechsköpfige Familie lebt in einer Holzhütte, die anstelle von Fenstern mit Decken auskommen muss. Trotz all dieser widrigen Lebensbedingungen besucht Nico die 5. Klasse. Amalia ist im 1. Schuljahr und Andrei wird dieses Jahr eingeschult.

Man sieht der Mutter Rozica die Zukunftsangst an.
Rozica stammt aus einer äusserst armen Familie und hat die Schule nur 4 Jahre besucht. Sie weiss gerade einmal, wie man ihren Namen schreibt und eine Unterschrift leistet. Draussen steht eine kaputte Waschmaschine. Und zwar genau dort, wo die Familie einen zweiten Raum bauen wollte.

Rozica ist dankbar für Gottes Hilfe.
Nicolae findet keine Gelegenheitsarbeiten mehr, und der Hunger nagt zunehmend an der Familie. Rozica leidet bisweilen unter Panikattacken, weil sie nicht weiss, wie sie und ihre Familie den nächsten Winter überleben sollen. Bis dahin benötigen sie zwingend 2 Fenster, eine stabile Tür und Brennholz. Sonia bräuchte dringend Windeln, aber sie sind zu teuer für die Familie. Einen festen Boden sucht man vergeblich, und eine richtige Decke besitzt die Familie nicht.

Rozica sagt, sie ist Gott sehr dankbar, dass die gesamte Familie noch gesund ist. Sie betet, dass dies auch so bleiben möge. Sie und ihr Ehemann haben sich zwar an die Armut gewöhnt, dennoch versuchen sie, ihre Kinder anzuspornen, sich um eine Veränderung ihrer sozialen Bedingungen zu bemühen.

Die Familie benötigt 3 100 Franken für Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, einen Ofen, eine Waschmaschine und Renovierungsmaterial, um das Zimmer, in dem sie lebt, auszubauen. Fliessendes Wasser ist ein grosser Wunsch der Familie Dragomir, der sich allerdings nicht so schnell erfüllen wird, da sich ihre Hütte auf einem Hügel befindet, der nicht durch eine Wasserleitung versorgt wird.

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag!

Projekt Nr. 3927 – "Armut bekämpfen"

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Brustkrebs brachte grosse Not
Indien – Um die ärztliche Behandlung bezahlen zu können, verkaufte die Familie alles, was sie hatte. Trotzdem starb Venkataratnam. Ihr Mann und die beiden Söhne sind verzweifelt.

Brustkrebs brachte grosse Not.
Andavarapu Venkataswaralu ist 55 Jahre alt und lebt in Puram. Vor fünf Jahren erkrankte seine Frau Venkataratnam an Brustkrebs. Um die ärztliche Behandlung bezahlen zu können, musste Venkataswaralu das Haus und ihr ganzes Hab und Gut verkaufen. Wie sehr hoffte er, seiner Frau könnte geholfen werden! Aber vergeblich! Sie verstarb und liess ihn mit den beiden Söhnen allein zurück. Balakrishna ist 30 Jahre alt und sein Bruder Jogasethi 26.

Die beiden Söhne sind beide psychisch krank. Sie haben das Leiden und den Tod der Mutter nicht verkraftet, ihr Zustand hat sich dadurch stark verschlechtert. Vor allem Balakrishna geht es sehr schlecht, er ist arbeitsunfähig und kann nicht mehr selbstständig gehen. Während der Krankheitszeit seiner Mutter verstand er nicht, wie es um sie stand und dass sie bald sterben würde. Umso grösser ist der Schock, den es zu verarbeiten gilt.

Venkataswaralu geht von Dorf zu Dorf, um zu betteln. Er sammelt Altwaren und versucht, was immer möglich, auf dem Markt zu verkaufen, um etwas Nahrung zu erstehen.

Andavarapu erhält Hilfe.
Der jüngere Sohn zog nach Hyderabad, um Arbeit zu finden. Er nahm den Vater mit, aber dieser fand sich in der neuen Umgebung nicht zurecht. Er lebte weiterhin wie vorher auf dem Land, sammelte Altwaren und brachte sie mit nach Hause. Da beklagten sich die anderen Hausbewohner und Venkataswaralu entschied, wieder aufs Land zu ziehen.

Nun lebt er in der Nähe eines Kanals, in einer ungesunden Gegend, in der es von Insekten, Moskitos und giftigen Schlangen nur so wimmelt, und ist ganz auf sich gestellt. Er versucht weiterhin, sich selbstständig über Wasser zu halten. Aber während der Corona-Pandemie darf er weder betteln noch sammeln und niemand lässt ihn an sich heran oder gibt ihm etwas zu essen. Darum leidet er Hunger und hat keinen Zugang zu frischem Trinkwasser.

Andavarapus waren einst eine glückliche Familie – die Krankheit der Frau und Mutter hat sie in tiefe Not gebracht.

Bitte beten Sie für diesen armen Mann und seine beiden Söhne und helfen Sie uns, ihre Not zu lindern. Mit 3 500 Franken könnten wir ihnen ein kleines Häuschen mit Toilette und einer kleinen Küche bauen, wo sie vor Regen und Kälte geschützt wären.

Vielen herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3928 – "Brustkrebs brachte grosse Not"

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Eine Mutter kämpft ums Überleben
Plötzlich alleinerziehend
Armenien – „Ich verstehe bis heute nicht, wieso mein Mann mich und die Kinder verlassen hat... Aber alles Überlegen hilft nichts, ich muss jetzt stark sein und für die Kinder sorgen. Sie geben mir die Kraft, Schritt für Schritt vorwärts zu gehen.“

Ruzanna Khachatryan (29) und Arthur (30) heirateten im Jahr 2011. Ihr gemeinsames Leben begann vielversprechend. Sie zogen in eine Mietwohnung in Charentsavan.

Arthur arbeitete als Metzger und Ruzanna war überglücklich, als sie kurz nach der Hochzeit schwanger wurde. Im Jahr 2012 kam ihre Tochter Anush zur Welt. Die Eltern strahlten vor Freude und ihr Heim wurde mit Wärme erfüllt.

Schon im folgenden Jahr durften sie ihre zweite Tochter, Arpine, in ihre Arme nehmen. Der Alltag in der Familie hatte sich unterdessen gut eingespielt. Ruzanna war zuhause, erledigte den Haushalt und sorgte für ihre beiden Kinder, während Arthur arbeiten ging, um für seine Familie Geld zu verdienen.

Wie alle armenischen Familien, hofften auch Khachatryans auf einen Sohn. Als Ruzanna 2019 schwanger war und auf die Geburt ihres dritten Kindes wartete, verliess Arthur seine Frau und die Kinder aus schleierhaften Gründen. Das war ein grosser Schock für Ruzanna. Von einem Tag auf den anderen war sie allein verantwortlich für ihre drei Kinder.

Verlassene Ruzanna mit ihren Kindern.
Wie würde sie die Miete rechtzeitig bezahlen können? Und die Kinder satt kriegen, Kleider kaufen.... Die Sorgen schienen ihr über den Kopf zu wachsen. In dieser schwierigen Zeit wurde der heute einjährige Areg geboren. Das neugeborene Baby gab Ruzanna und ihren beiden Töchtern Trost und lenkte sie von ihrer grossen Trauer ab.

Die monatliche Miete für die Wohnung beträgt 50 Franken. Während der Wintermonate erhält Ruzanna von lieben Nachbarn einen elektrischen Ofen, um das Leben innerhalb der kalten Mauern erträglicher zu machen.

Die Wohnungsmiete und all die anderen Rechnungen sind für Ruzanna eine unbeschreiblich grosse Last. Zudem brauchen die Kinder Essen, Kleider und Schulmaterialien. Freundliche Nachbarn schenken ihnen manchmal alte Kleider.

Um Nahrung kaufen zu können, lässt Ruzanna ihre Kinder bei ihrer Mutter und arbeitet in einem benachbarten Dorf als Tagelöhnerin.

Ruzanna und ihre Kinder brauchen Hilfe. Mit 1 700 Franken könnten wir sie ein Jahr lang mit dem Allernötigsten versorgen. Vielen Dank für Ihre Spende!

Projekt Nr. 3929 – "Kampf ums Überleben"

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Bessere Lebensumstände Familie Ganga
Renovieren für ein besseres Leben
RUMÄNIEN – Florin ist 46 Jahre alt, Niculina 39. Von Apata, ihrem Dorf aus, machen sie sich regelmässig auf den Weg in die Kirche. Sie sind gläubig.

Die Kinder in ihrem kargen Zimmer.
Ihr ganzes Leben ist ein einziger Kampf, jedoch sind sie für alles, was ihnen beschert wird, sehr dankbar. Gemeinsam haben sie 4 Kinder: Lidia 9, Ana 7, Crina 5 Jahre sowie Daniel 18 Monate alt. Für Florin und Niculina ist es die zweite Ehe. Beide haben jeweils ältere Kinder aus ihren früheren Beziehungen, die allerdings nicht mit ihnen unter einem Dach leben. Niculina hat während ihrer ersten Ehe viel Gewalt erlebt. Um ihr Leben zu retten, war sie gezwungen, ihren ersten Ehemann zu verlassen.

Niculina hält gerade die letzte monatliche Stromrechnung über 20 Franken in der Hand. Sie befürchtet, dass sie kein Geld hat, um diese Rechnung zu bezahlen, und dass der Familie die Stromversorgung gekappt wird.

Die Familie wünscht sich ein wohnliches Zuhause.
Als damals junger Mann von 20 Jahren arbeitete Florin in einer Fabrik in einer äusserst giftigen Umgebung. Da er sich um seine Gesundheit sorgte, gab er diese Arbeit auf. Danach arbeitete er bei der Eisenbahngesellschaft. Dort musste er tagein, tagaus schwere Lasten heben, was zu Rückenschmerzen und Beeinträchtigungen seiner Wirbelsäule führte. Er ist nunmehr aufgrund dieser Rückenschmerzen nicht in der Lage, Gegenstände zu heben. Florins Vater starb, als er noch ein kleiner Junge war. Er wuchs mit 7 weiteren Geschwistern auf und besuchte die Schule lediglich bis zur 4. Klasse.

Für das Einkommen der Familie kommt Niculina auf: Sie pflückt auf den Feldern Blumen, die sie anschliessend verkauft. Ausserdem fertigt sie Besen aus Pflanzenteilen an und verkauft diese ebenfalls. Das Geld ist knapp und reicht gerade einmal, um Lebensmittel zu kaufen.

Das Zimmer, in dem Familie Ganga schläft, ist ziemlich klein und dunkel. Ein fester Boden ist nicht vorhanden, und das zweite Zimmer, das sie gebaut hat, besitzt keine Fenster.

Florin und Niculina wissen nicht, was es heisst, ein Badezimmer zu haben. Sie haben sich ein kleines «stilles Örtchen» eingerichtet, allerdings gibt es dort keine Kanalisation. Worüber sie sich freuen würden wären ganz elementare Dinge: eine Tür, ein Fenster, ein paar Fliesen für das Bad. Und ein Waschbecken sowie einen Boiler, um Wasser zu erwärmen.

Zusätzlich würde es der Familie sehr helfen, wenn sie Lebensmittel und Kleidung erhalten würde, denn im Moment hat sie mit allem zu kämpfen. Mit 3 200 Franken können Sie helfen die Lebensumstände der Familie wesentlich zu verbessern.

Vielen herzlichen Dank für Ihr Mittragen!

Projekt Nr. 3930 – "Bessere Lebensumstände"

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Hilfe für Familie Dudaș
Endlich sorgenlos leben
RUMÄNIEN – Heute möchten wir Ihnen die achtköpfige Familie Dudaș vorstellen. Sie lebt in einem 16 Quadratmeter grossen Zimmer im kleinen Dorf Racos.

Endlich sorgenlos leben...
Marian, 30 und Marcela, 26 Jahre alt, ziehen ihre Kinder mit sehr viel Liebe auf, allerdings auch in Armut. Die Kinder, das sind Denisa 11, Ana 10, Ștefania 9, Damaris 7, Marian Jr. 6 Jahre sowie Andrei, 8 Monate alt.

Ana, das zweitälteste Kind der Familie, leidet seit seiner Geburt an einer spastischen Tetraparese. Ana kann nicht richtig sitzen, laufen oder sprechen. Wenn sie etwas braucht, äussert sie dies einfach durch lautes Schreien. Krankengymnastische Sitzungen würden ihr guttun, aber für so etwas ist schlicht und ergreifend kein Geld da. Doch auch die Bedürfnisse der anderen Kinder kommen viel zu kurz.

Ana leidet an einer spastischen Tetraparese.
Die Wohnverhältnisse sind beengt, die finanzielle Not der Familie ist gross. „Kind sein“ ist unter diesen Umständen wahrlich schwer, wenn nicht gar unmöglich. Die Unbeschwertheit, die diese erste Lebensphase ausmacht, geht verloren angesichts der vielen Sorgen und Nöte.

Marcela mit ihrem jungeren Sohn Andrei.
Vater Marian hat bis vor Kurzem jede mögliche Gelegenheitsarbeit im Dorf angenommen, da er unbedingt einen weiteren, 16 Quadratmeter grossen Raum bauen wollte, damit die Familie bequemer im Haus schlafen und leben kann. Leider musste dieser Traum aufgrund von Covid 19 weichen, da das Geld ausging und keine Arbeit mehr zu finden war.

Bis zum Ausbruch der Pandemie konnte Marian lediglich die Aussenwände fertigstellen. Jetzt plagen ihn Gewissensbisse, weil er das, was er angefangen hatte, nicht hat zu Ende bringen können. Nicht zu wissen, wie es weitergeht, zehrt an Marians und Marcelas Nerven.

Marian hat die Schule 8 Jahre lang besucht und kann lesen und schreiben. Marcela hingegen ist 4 Jahre lang zur Schule gegangen, sie ist dennoch Analphabetin.

Marian erinnert sich an seine Kindheit: Er erzählt, dass er sehr gerne zur Schule gegangen ist, jedoch durchlebte er damals harte Zeiten, denn auch er stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Kleidung und Schuhe fehlten gänzlich, und so habe er die Schule aus Angst, seine Klassenkameraden würden ihn verspotten und auslachen, nicht mehr besucht.

Familie Dudaș besitzt kein Badezimmer. Einzig eine Latrine im Hof dient als Sanitäreinrichtung.

Die Familie vor dem halbfertigen Haus.
Mit 3 000 Franken könnten wir den Dudaș helfen, das zweite Zimmer fertigzustellen. Ausserdem würden wir gerne einige krankengymnastische Sitzungen für Ana bezahlen, die 600 Franken einschliesslich Transport kosten.

Wenn wir es schaffen würden, einen höheren Betrag zu erzielen, wäre dies für die Familie ein grosser Segen, denn damit könnte sie zusätzlich Windeln für Ana und Milchpulver für den kleinen Andrei kaufen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3931 – "Hilfe für Familie Dudaș"

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Schulden durch Arztkosten
Der nierenkranke Catalin und seine Familie brauchen unsere Hilfe
RUMÄNIEN – Das Ehepaar Grosu konnte durch Bescheidenheit, Fleiss und Sparsamkeit den gemeinsamen Kindern ein anständiges Zuhause und eine gute Schulbildung bieten. Durch Catalins Krankheit steht jedoch die Zukunft der ganzen Familie auf dem Spiel.

Vor fünf Jahren konnten sich Grosus einen langgehegten Traum erfüllen. Nach Jahren des Sparens und Hoffens konnten sie sich ein Stück Land mit einer armseligen Hütte darauf kaufen. Die ganze Familie war glücklich und dankbar, endlich einen eigenen Ort zum Wohnen zu haben, wenn auch die Bedingungen unvorstellbar sind: Es fehlen Elektrizität, fliessendes Wasser, Toilette oder Badezimmer.

Sorina (32) und Danut (33) haben vier Kinder: Sorin (14), Catalin (13), Stefan (7) und Evelina (1).

Catalin leidet Schmerzen.
Danut arbeitet in einer Fabrik als Maler. Sorina ist zu Hause und kümmert sich um den Haushalt und die Kinder. Zwar hat sie immer wieder versucht, eine Arbeit zu finden, um ein wenig Geld dazuzuverdienen, aber für eine Frau mit nur wenigen Jahren Schulbildung gibt es kaum Stellen. Jahr für Jahr renovierte Danut in seiner Freizeit ihre Hütte und verwandelte sie in ein kleines Häuschen. Die Kälte und die Feuchtigkeit machen ihnen jedoch immer noch zu schaffen.

Obwohl das Leben für diese arme Familie nie einfach war, versuchte sie, dankbar zu sein. Doch im letzten Herbst wurde sie hart getroffen. Catalin klagte über seitliche Bauchschmerzen, die immer schlimmer wurden. Er musste einen Arzt aufsuchen. Dieser sandte ihn zu einem zweiten und zu einem dritten Arzt, weil keiner die Ursache für die Schmerzen herausfinden konnte. Erst nach einigen Bluttests und Röntgenbildern wurde klar, dass eine von Catalins Nieren nur 84 Prozent und die andere 16 Prozent arbeitete.

Sorina macht sich Sorgen das Haus zu verlieren.
Um all diese Untersuchungen bezahlen zu können, blieb den Eltern keine andere Möglichkeit, als Geld zu leihen. Catalin musste wochenlang im Spital bleiben, eine Operation musste durchgeführt und vorübergehend ein Stent gesetzt werden.

Danut befürchtet, dass er seine Stelle verlieren könnte, da die Corona-Pandemie negative Auswirkungen auf das Unternehmen hat, in dem er angestellt ist.

Sorin hat soeben das achte Schuljahr beendet, Catalin ist in der sechsten Klasse und Stefan steht vor dem Schulstart. Während des Lockdowns wurde Catalin online unterrichtet, hatte aber keinen Zugang zum Unterrichtsmaterial, da ihm ein Computer fehlte. Also musste Sorina ein altes Mobiltelefon kaufen, um Catalin das Lernen zu ermöglichen, auch dies verursachte erneute Kosten.

Nun haben Grosus hohe Schulden und sie befürchten den Verlust von Haus und Land.

Familie Grosu hat keine Möglichkeit, allein aus dieser Misere herauszukommen. Mit 2 900 Franken könnten wir ihr helfen, den Transport und die weiteren Kontroll-Untersuchungen von Catalin zu bezahlen, das Häuschen zu renovieren und Nahrung für die ganze Familie sowie Milchpulver und Windeln für die kleine Evelina zu besorgen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3932 – "Schulden durch Arztkosten"

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Gelähmt von Geburt an
„Gott auferlegt nur den Starken eine solche Bürde.“
ARMENIEN – Wie staunten wir über die stille Gewissheit der Familie Smbatyan, dass Gott sie trägt und ihr die Kraft gibt, ihre schwere Situation zu bewältigen.

Die Familie Smbatyan ist wohl eine der wunderbarsten und gottesfürchtigsten Familien, die wir jemals getroffen haben. Die Familie lebt in Armavir und erscheint auf den ersten Blick wie eine durchschnittliche armenische Familie. Bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch, dass die Familie seit Jahrzehnten auf verlorenem Posten, aber nichtsdestotrotz unermüdlich gegen die bösartige Krankheit ihrer Töchter ankämpft. Geghetsik (30) und Marina (23) leiden seit ihrer Geburt an infantiler Zerebralparese (frühkindlicher Hirnschädigung) und sind gelähmt.

Ihre Eltern, Karine (55) und Petros (56), kümmern sich rührend um ihre Töchter. Trotz der schweren Prüfung, die ihnen auferlegt wurde, hat die Familie ihr tiefes Vertrauen in Gott nicht verloren.

Als wir die Familie besuchten und in ihr ärmliches Zuhause eintraten, begannen die Schwestern vor Freude über unseren Besuch zu weinen. Auch uns kamen die Tränen und wir staunten über die spürbare Liebe und Wärme im Zuhause der Familie Smbatyan.

„Gott auferlegt nur den Starken eine solche Bürde.“
Die finanzielle Lage der Familie ist sehr angespannt. Petros hat grosse gesundheitliche Probleme, er leidet unter Bluthochdruck und hat ständig Nasenbluten. So kann er leider nicht arbeiten. Eigentlich müsste er täglich Medikamente einnehmen, aber er gibt das Geld lieber für die Bedürfnisse seiner Töchter aus. Geghetsik und Marina haben einen Bruder, Arman. Der 24-jährige Mann hat eine Arbeitsstelle beim Kernkraftwerk. Sein Verdienst hält die Familie über Wasser, aber die Windeln und die spezielle Nahrung für die beiden kranken Schwestern verschlingen viel Geld. Arman freut sich, seiner Familie zu helfen und kauft, so oft es geht, eine kleine Überraschung für seine Schwestern.

Bei unserem Besuch sagte Marina: „Gott ist unsere Hoffnung. Unsere glücklichen Tage sind nahe.“ Welch unerschütterlicher Glaube!

Mit 2 200 Franken könnten wir dieser tapferen Familie beistehen. Wir möchten sowohl die Kosten für die Windeln und die Spezialnahrung für Geghetsik und Marina übernehmen als auch den Familienvater zu einem Arzt schicken und ihm die richtigen Medikamente bezahlen.

Wir bedanken uns herzlich für alle Mithilfe!

Projekt Nr. 3933 – "Gelähmt von Geburt an"

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Familienhilfe Khachatryan
„Wir träumen von einem Badezimmer mit Toilette“
ARMENIEN – Seit vor einigen Wochen das jüngste Familienmitglied zur Welt kam, hat das Bedürfnis nach einem Badezimmer an Dringlichkeit gewonnen. Das Baby hat gesundheitliche Probleme und braucht unbedingt einwandfreie hygienische Bedingungen.

Anahit (30) wandte sich mit der Bitte um Hilfe an Diaconia Armenien. Sie befindet sich mit ihrer Familie in einer schwierigen Lage. Gemeinsam mit ihrem Mann Edgar (36) und ihren Kindern Smbat (8) und Natali (4) lebt sie in Armavir in einem Bauwagen. Vor einigen Wochen erst kam das dritte Kind, Rosi, zur Welt. Da sein gesundheitlicher Zustand instabil ist, befindet sich das Neugeborene noch im Spital.

Die Familie hatte nicht immer im Bauwagen gewohnt. Zu Beginn ihrer Ehe lebte das Paar, wie in Armenien üblich, bei der Familie des Mannes. Das Haus war jedoch klein, die Familie gross und die Beziehung zu Edgars Eltern angespannt. So kam es, dass sich das junge Ehepaar entschied, in den Bauwagen umzuziehen, als Anahit diesen nach dem Tod ihrer Eltern erbte. Jetzt lebt die Familie zwar in engen und ärmlichen Verhältnissen, ist aber sehr dankbar für den Frieden, welchen die eigenen vier Wände bieten. Leider fehlt ein Badezimmer.

Armseliges Leben im Bauwagen.
Anahit erzählt uns mit Tränen in den Augen: „Ich freue mich auf den Tag, an dem wir unsere Rosi endlich aus dem Spital nach Hause holen dürfen. Gleichzeitig fürchte ich mich davor, denn ich weiss nicht, wie ich hier für ein Neugeborenes sorgen soll. Die grösseren Kinder bade ich draussen in einer Wanne, aber wie ich das kleine, geschwächte Baby unter diesen Bedingungen gut versorgen kann, weiss ich einfach nicht.“

Edgar hat keine feste Stelle und verdient nur ab und zu etwas mit Gelegenheitsarbeiten. Die Familienzulage von 64 Franken reicht nicht einmal für genügend Lebensmittel, um die ganze Familie einen Monat lang satt zu bekommen.

Wir möchten der kleinen Rosi einen guten Start in ihr Leben zuhause ermöglichen. Bitte unterstützen Sie uns dabei! Mit 3 500 Franken können wir ein kleines Badezimmer bauen und die Familie mit allen Lebensnotwendigkeiten für die nächsten Monate versorgen. Lassen Sie uns ein Licht sein für Familie Khachatryan!

Projekt Nr. 3934 – "Familienhilfe Khachatryan"

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Selbstbestimmtes leben
Gemeinsam können wir Aron eine bessere Zukunft schenken
RUMÄNIEN – Aron ist 16 Jahre alt und das Leben hat ihm auf unerbittliche Art und Weise gezeigt, dass er hart arbeiten muss, wenn er etwas zu Essen haben will.

Als er etwa fünf Monate alt war, hat ihn seine Mutter bei ihrer Verwandtschaft in Obhut gegeben. Tina, die Cousine von Arons Mutter, hat selbst vier Kinder und kümmert sich um Aron. Seine Mutter musste in einer anderen Stadt, nämlich in Bukarest, arbeiten. Eigentlich wollte sie dort Geld für den Winter verdienen und zurückkommen, doch sie liess sich nicht mehr blicken. Sie hatte dort einen Mann kennengelernt und ihren kleinen Jungen einfach zurückgelassen. Fünf Jahre später besuchte sie Aron zum ersten Mal, doch er erkannte sie nicht.

Aron hat die Schule bis zur 8. Klasse besucht. Aufgrund einer Verletzung am rechten Auge, die durch ein Pferd verursacht wurde, musste er ein Schuljahr wiederholen. Er wurde so schwer verletzt, dass er sein Auge verlor und nun eine Prothese tragen muss.

Aron hat seinen Vater nie kennengelernt, da seine Mutter nicht verheiratet war und er das Ergebnis einer sehr kurzen Beziehung ist.

Aron sagt, dass er äusserst glücklich darüber ist, dass seine Tante ihn nicht verstossen und ihm ein Zuhause gegeben hat. Er arbeitet hart im Garten, um seine Dankbarkeit auszudrücken und etwas zurückgeben zu können. Auch ist das Leben in diesem Haus nicht einfach, da Arons Verwandte hart darum kämpfen müssen etwas Essbares für die Familie zu beschaffen. Die beengten Wohnverhältnisse bergen zusätzliches Konfliktpotenzial.

Aron nach dem tragischen Unfall mit seiner Augenprothese.
Aron ist ein sehr wortkarger und schüchterner Junge. Die fehlende Zuwendung der Mutter, die Aussenseiterrolle im Hause von Tina und der Unfall mit dem Pferd haben deutliche Spuren bei ihm hinterlassen. Er klagt über Schmerzen im gesunden Auge, da dieses den Sehverlust ausgleichen muss und dadurch sehr überanstrengt wird. Er muss sich bald verschiedenen ärztlichen Untersuchungen und anschliessend einem Prothesenwechsel unterziehen.

Die einzige finanzielle Zuwendung für behinderte Menschen beläuft sich auf monatlich 15 Franken. Damit kann Aron nicht einmal für sein Essen aufkommen. Für Gelegenheitsarbeiten ist er einfach noch zu jung.

Mit 2 300 Franken können wir Aron langfristig mit Lebensmitteln, Kleidung und guten Schuhen unterstützen. Ausserdem möchten wir dem Jungen, bis er 18 Jahre alt ist und eine Arbeit hat, die Miete für eine kleine Wohnung bezahlen. Tina kann ihn derzeit nicht länger bei sich beherbergen, da im Hause Platzmangel herrscht und kein ordentliches Badezimmer vorhanden ist.

Wir würden ebenfalls gern seine ärztlichen Untersuchungen und die neue Augenprothese, die sich Aron unmöglich selbst leisten kann, sowie den Transport zum Krankenhaus in Bukarest bezahlen.

Herzlichen Dank für Ihre Spende!

Projekt Nr. 3935 – "Selbstbestimmtes Leben"

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