DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk

EINSATZLÄNDER
Diaconia Internationale Hilfe arbeitet dort, wo die Hilfe am nötigsten ist. Hier finden Sie verschiedene Informationen über unsere Einsatzländer:
• Armenien
• Indien
• Rumänien

Die Projekte in den Krisenregionen sollen schnell und gezielt jenen Menschen zugute kommen, die nicht einmal das Allernötigste zum Leben haben. Vorwiegend engagiert sich Diaconia Internationale Hilfe in den Ländern Armenien und Rumänien, aber auch in Indien wirkt das Hilfswerk direkt und wirkungsvoll.

ARMENIEN
Für viele Menschen in Armenien geht es sprichwörtlich um's Überleben! Armenien ist ein von der Welt fast vergessenes Land, in welchem nur wenige Hilfsorganisationen tätig sind.
Damit Hilfseinsätze wirklich effektiv sein können, braucht es Nachhaltigkeit. Deshalb haben wir für dieses Land u. a. ein Patenschaftsprogramm eingerichtet. Inzwischen sorgt das Hilfswerk Diaconia in Armenien für etwa 2 200 Kinder. 
Als weitere Massnahme hat das Hifswerk Diaconia in Armenien ein "Dorf der Hoffnung" errichtet, in welchem obdach- und arbeitslose Familien Aufnahme finden. 81 Häuser konnten inzwischen den glücklichen neuen Bewohnern übergeben werden. Neben vielen weiteren prominenten Besuchern haben der armenische Staatspräsident und der deutsche Botschafter das Dorf besichtigt und sich sehr positiv über diese Arbeit geäussert. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt die Deutsche Botschaft in Jerewan unsere Hilfstätigkeit.

Gesichter der Not in Armenien
Surik war ein ausgesprochen liebenswerter Junge, ein wenig schüchtern und in sich gekehrt. Er war öfter bei uns im "Dorf der Hoffnung", um seinen Vater zu besuchen, der als Malermeister bei uns arbeitet. Ohne zu zögern packte er mit an, wenn es Arbeit gab, und half öfters, die Container abzuladen. Nun ist Surik tot, er wurde 19 Jahre alt.
Er starb, als er seinen Militärdienst an der Grenze zu Aserbaidschan ableistete, zusammen mit seinem Freund. 20 Kugeln durchsiebten ihn, sein Freund hatte 31 Einschüsse. Ein Trupp von 60 aserbaidschanischen Soldaten brachte die Leichen zu den armenischen Stellungen. Sie warfen ihn und seinen Freund den armenischen Soldaten vor die Füsse. Die Trauer ist gross bei uns. Surik wurde offen aufgebahrt, weil jeder sehen sollte, was ihm angetan wurde. Die Eltern sind verzweifelt, unsere Mitarbeiter und ich hilflos, versteinert. Er war der einzige Sohn, die Zukunft seiner Familie.

Bomben an der Grenze
Kurze Zeit später wurde ein weiterer junger Mann getötet. Der Präsident Armeniens war in Berg-Karabach und besuchte die Grenze. Zu spät bemerkten die Aserbaidschaner, wer da an der Grenze war. Dennoch wurde der Abschnitt eine halbe Stunde später bombardiert. Dabei starb der Sohn unseres Nachbarn. Der Junge war vor unseren Augen aufgewachsen. Wir haben uns mit ihm gefreut, wenn er gute Nachrichten hatte, wir haben ihn getröstet, wenn es ihm schlecht ging. Als er zum Militär einberufen wurde, haben wir ihn gemeinsam verabschiedet. Seine Mutter hatte Sorge, weil er an die Grenze musste, doch er hatte sie in den Arm genommen und noch gesagt, sie solle sich keine Sorgen machen. Es war ein Abschied für immer.
Wer in der Welt hat sich hierüber empört? In welchen Nachrichten kam die Meldung, dass wieder armenische Soldaten an der Grenze ermordet wurden? Jedes Jahr sterben so viele junge Männer an dieser Grenze - aber es wird nicht bekannt.

Geschichte wird verdreht
Studiert man die türkischen Internet-Foren, dann liest man, wie die Geschichte verdreht wird, wie Menschen manipuliert werden, wie sehr überzeugend Tatsachen geleugnet werden und den Armeniern die Schuld an allem gegeben wird. Man liest von Eroberungsplänen, von Hass und von Schadenfreude, wenn armenische Kinder verhungern oder im Winter erfrieren.
Offensiv wurden ja auch deutsche Journalisten, die in Armenien zu Besuch waren und positiv über Armenien geschrieben hatten, bedroht, um sie mundtot zu machen. Armenien, das erste christliche Land der Geschichte, ist heute in einer sehr gefährdeten Lage. Die Blockade seitens der Türkei wird weiterhin rigide durchgesetzt und Georgien, der einzige christliche Nachbar, ist aus politischen Gründen kein Freund Armeniens.
Die Ölpipeline aus Aserbaidschan über Georgien in die Türkei ist eine zu wichtige Einnahmequelle. In den türkischen Internet-Foren wird offen darüber spekuliert, wie man Armenien von der Landkarte auslöschen oder zumindest komplett isolieren könnte, wenn Georgien sich ebenfalls gegen Armenien stellen würde. Sie geben Armenien noch maximal zehn Jahre, spätestens dann werde es eine militärische Lösung, finanziert durch Erdöldollars, geben.
Die Welt schreit zu Recht auf, wenn der iranische Präsident Lügen über den Holocaust an den Juden verbreitet und absurde Aussagen macht. Dies muss man scharf verurteilen. Aber die Welt schreit nicht auf, wenn der Völkermord an den Armeniern bis heute geleugnet und behauptet wird, die Armenier selber hätten einen Genozid begangen. Wie wäre die Reaktion der Welt wohl, wenn der iranische Präsident behauptet hätte, die Juden hätten versucht, die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges auszulöschen?

Im Visier von Scharfschützen
Für mich persönlich, der ich in Deutschland aufgewachsen bin, war es eine einschneidende Erfahrung, als wir zum ersten Mal in die Grenzdörfer zu Aserbaidschan gefahren sind. Der Bürgermeister eines Dorfes in Schamschadin sagte zu mir: "Gehe direkt hinter mir. Wenn Du am Dorfplatz an der falschen Stelle stehst, wirst Du von Scharfschützen ins Visier genommen."
Welche Welt, in der man erschossen werden kann, nur weil man einem anderen Volk angehört!
Die Schicksale, mit denen wir hier konfrontiert werden, sind erschütternd. Erst gestern sah ich auf der Strasse eine Mutter mit ihrer frierenden, etwa dreijährigen Tochter. Sie hatten nur leichte Sommerkleidung an. Die letzten Tage hatten sie nur trockenes Brot in lauwarmes Wasser getaucht, um so ein wenig Wärme zu bekommen.

Hilfe nötiger denn je
Liebe Freunde, Armenien braucht Ihre Hilfe nötiger denn je. Sie haben in den vergangenen Jahren Diaconia unterstützt und damit die Not an vielen Stellen gelindert.
Doch noch immer sterben in Armenien Kinder durch schlechte medizinische Versorgung, durch Mangelernährung, und noch immer erfrieren im Winter Menschen, noch immer gibt es typische Armutskrankheiten, noch immer ist die versteckte Not sehr gross.
Es ist zu viel Leid für ein solch kleines Volk. Man möchte fast verzweifeln. Armenien braucht Freunde, Freunde wie Sie es in der Vergangenheit waren. Sie haben die Arbeit begleitet, unterstützt, Menschenleben gerettet, Hoffnung geschenkt, Veränderung bewirkt. Reichen Sie Armenien weiter die Hand, erzählen Sie Ihren Freunden über Armenien und die isolierte Lage, in der sich das älteste christliche Volk der Geschichte befindet.
Bitte lassen Sie uns nicht alleine mit dieser Arbeit.

Hier können Sie ganz konkret helfen!
INDIEN
In Indien sind Wunder sehr wichtig. Auch wenn die Wunder meist nicht echt sind, bleibt man doch in dem Glauben, etwas Übernatürliches erlebt zu haben. Dabei sind die echten Wunder den Menschen in Indien gegenwärtig. Und wir haben das Vorrecht, bei einem dieser Wunder mitgeholfen zu haben.
Es ist in Indien nicht einfach, den Glauben weiter zu geben. Gegen Worte sind die Menschen oft immun, sie hören nicht, was die Christen ihnen sagen wollen. Wenn sie aber Dutzende arme und ehemals vernachlässigte Kinder sehen, fröhlich und in sauberen schönen Kleidern, wird die Neugier der Inder geweckt. Wenn sie sehen, dass diese Schüler Schulbücher besitzen und im Unterricht besser mitkommen, weil die christlichen Lehrer Liebe, Zeit und Energie in sie investieren – dann ist dies ein Zeugnis, das keine Worte braucht. Ein Zeugnis, das nicht so einfach ignoriert werden kann.

Kindern Gottes Liebe nahebringen
Abgemagerte, schmutzige und verängstigte Kinder finden in unserem Projekt Hrudai Aufnahme und Fürsorge. Diese Tagesstätte verändert das ganze Leben eines Kindes und auch dessen Familie. Dieses Wunder erleben die Dorfbewohner in der Region Gomma in Indien. Fröhliche spielende, aber auch fleissige, wissbegierige Kinder, die jeden Tag die Tagesstätte besuchen.

Arme Kinder dürfen lernen und werden ein Licht für ihre Mitschüler
Was ist schöner, als am Morgen eine Schar von Kindern in die Schule laufen zu sehen, alle mit bunten Kleidern und Schulsäcken?! Es ist herzergreifend mit zu erleben, dass dank der Unterstützung aus der Schweiz Kindern aus dem armen Indien dies ermöglicht wird.

Unsere Tagesstätte Hrudai
Lehrer und Köche arbeiten dort, damit sie diesen Kindern nebst Unterrichtsstoff und Mahlzeiten auch die Liebe Gottes näher bringen und ihnen ein gutes Vorbild sein können. Unsere Mitarbeiter vor Ort betreuen 50 Kinder bis zur 5. Klasse. Seit November 2018 haben wir Hrudais Türen weiter geöffnet und es kamen nochmals 37 Kinder dazu, von der 6. bis zur 10. Klasse.
Das Problem ist, dass die Eltern oder Verwandten den Kindern beim Unterrichtsstoff nicht helfen können. Viele von ihnen sind Analphabeten. Möchte ein Kind jedoch weiterstudieren oder einen Beruf erlernen, braucht es viel Unterstützung, wie Nachhilfe, Schulmaterial, Schuluniform und vieles mehr. Auch wenn diese Dinge für uns selbstverständlich sind, entscheiden sie in anderen Ländern oft über die Zukunft eines Kindes. Kann eine Familie ihren Kindern diese Sachen nicht ermöglichen, müssen die Kinder zuhause bleiben.
Es ist uns ein grosses Anliegen, die Zukunft dieser Kinder zu gestalten. Wir wollen mithelfen, dass die Menschen in Indien das Wunder erleben: Fröhliche, lernende, spielende Kinder, deren Zukunft heller aussieht, denn man hat ihnen das Wichtigste mit auf den Weg gegeben – den Glauben und die Bildung.

Hilfe, die dringend gebraucht wird
Bitte helfen auch Sie, damit wir die Lehrpersonen sowie die Köche bezahlen können, was schlussendlich allen armen Kinder, welche die Tagesstätte besuchen dürfen, zugute kommt.

RUMÄNIEN
Das rumänische Volk hat wie kaum eine andere Nation unter der kommunistischen Diktatur gelitten. Noch vor zehn Jahren hegte die Bevölkerung grosse Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. Inzwischen haben sich Enttäuschung und Frustration breit gemacht.
Gemessen an seiner Bevölkerung ist Rumänien das neuntgrösste Land Europas. Es ist eingeteilt in einundvierzig Landkreise und erstreckt sich vom schwarzen Meer über die Karpaten bis hin an die ungarische Grenze. Vier verschiedene Volksgruppen (Rumänen, Ungaren, Deutsche und Zigeuner) prägen das Land durch ihre unterschiedlichen Sprachen und Gebräuche.
Viele Kinder fliehen von ihren gewalttätigen und alkoholabhängigen Eltern, verlassen die Schule und ihre vertraute Umgebung. Doch auf der Strasse gibt es für sie keine Zukunft. Zu der Angst ums Überleben kommen Hunger, Kälte und Einsamkeit hinzu. So traurig sieht das Leben vieler Strassenkinder in Rumänien aus.
Mit Autowaschen versucht dieser Junge, sich ein wenig Geld zu erarbeiten. Dem 12jährigen Andrei erging es nicht anders. Durch kleinere Arbeiten versucht er sich über Wasser zu halten. Das Geld reicht meistens nicht. Er besitzt nur die Kleider, die er trägt, und eine Matratze vom Müll. Zurück nach Hause will er aber nicht.
Immer wieder macht Diaconia auf die Situation der Strassenkinder in Brasov aufmerksam. Hunderte von Kindern leben Tag und Nacht auf der Strasse. Sie schlafen auf Kanalrohren unter der Erde, sammeln Nahrung in Abfalleimern und kämpfen jeden Tag erneut ums Überleben. Auf den Strassen gilt das Recht des Stärkeren. Drogen, Gewalt und Missbrauch gehören für viele zum Alltag.
Die Unterstützung und Betreuung der Strassenkinder in Rumänien ist ein wichtiger Teil der Diaconia-Arbeit. Wer erst einmal auf der Strasse gelandet ist, kommt nur schwer alleine wieder heraus. Die Kinder haben noch ihre ganze Zukunft vor sich, die ihnen aber kaum Perspektiven bietet. Nicht selten trifft man auf der Strasse lebende junge Mütter mit Neugeborenen.
Täglich sind Diaconia Mitarbeiter auf den Strassen von Brasov unterwegs. Sie helfen, wo sie können, bringen Nahrung, verteilen Kleidung und Matratzen, hören den Kindern zu und bauen Vertrauen auf. Im Kinderzentrum finden die Kinder auch Schutz und Geborgenheit. Neben warmen Mahlzeiten, werden sie bei den Hausaufgaben betreut, in den Kinderstunden werden biblische Geschichten erzählt. Hierher sollen die Kinder finden, bevor sie gezwungen sind, auf der Strasse zu leben. Diese Kinder werden mit ihren Familien betreut und gefördert.
Diaconia hat das Ziel, den Kindern eine Zukunft mit Perspektiven zu geben. Mit Überlebenshilfe, Seelsorge und Prävention möchte Diaconia den Kindern einen Weg zeigen, von der Strasse oder zerrütteten Familien weg, hin zu einem Leben mit Perspektiven. Bitte helfen Sie mit, diese Arbeit aufrecht zu halten und den Strassenkindern eine lebenswerte Zukunft zu geben. Unser Mitarbeiterteam in Rumänien dankt im Namen der Kinder sehr herzlich für jede Unterstützung!
Wir bitten Sie herzlich, uns dabei zu unterstützen.

Hier können Sie ganz konkret helfen!