Indien- Armut hat viele Gesichter

In Indien leben 22 Prozent der Bevölkerung, also rund 300 Millionen Menschen in extremer Armut. Das bedeutet, dass sie mit weniger als 1,9 US-Dollar pro Tag auskommen müssen und sich nicht ausreichend ernähren können. Die Schere zwischen Arm und Reich wird trotz des Wirtschaftswachstums immer grösser. 

 

Fehlende Kinderrechte

Armut bedeutet aber nicht nur Hunger zu leiden. Sie zeigt sich auch in den tiefen Alphabetisierungsraten, der hohen Kinder- und Müttersterblichkeit sowie einer schlechten Gesundheitsversorgung. Erschreckend viele indische Kinder, weitaus mehr als 10 Millionen, leben auf der Strasse, werden zur Arbeit und manchmal gar zur Prostitution gezwungen. 

 

Wie wir helfen

Zusammen mit der lokalen Partnerorganisation Uppahar engagiert sich Diaconia seit 2018 in den Bundesstaaten Odisha und Andhra Pradesh für Familien, die unter dem Existenzminimum leben. Dank eines Patenschaftsprogramms können inzwischen rund 50 Kinder aus den Slums die staatliche Schule besuchen. Sie werden nicht nur mit Schuluniformen und Schulmaterial eingedeckt, sondern erhalten in speziellen Kindertagesstätten auch ein ausgewogenes Mittagessen – für viele oft die einzige Mahlzeit des Tages. Nicht zuletzt werden sie in ihrer sozialen Entwicklung gefördert mit Bewegungs- und Freizeitprogrammen sowie dadurch, dass sie christliche Werte durch Taten statt Worte kennenlernen.