DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk

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DAS "UNGEPLANTE" HILFSWERK
DIACONIA INTERNATIONALE HILFE 1981 – 2020
Üblicherweise steht am Anfang einer Unternehmung eine Idee. Und heutzutage dazu ein Businessplan. Bei Diaconia verlief alles ein bisschen anders. Der Inhaber des Hintermann-Verlages gehörte zu den Gründern eines Missionswerkes, das erfolgreich im kommunistischen Osten tätig war und immer noch ist. Nach zehnjähriger Mitarbeit im Vorstand reifte der Entschluss, sich ganz auf den Verlag zu konzentrieren.

Ohne irgendwelches Dazutun trafen in der Folge beim Verlag aus Ostländern Bitten um Bibeln und christliche Literatur sowie um materielle Hilfe ein. Mit der Zeit bildete sich ein Kreis von zwei Festangestellten und über dreissig freiwilligen Helfern. Letztere unternahmen in ihrer Freizeit und in den Ferien Reisen in den Osten und brachten die erwünschte Hilfe dorthin. Dies war nicht ganz ungefährlich. Einmal wurde gar ein Fahrzeug durch die Behörden beschlagnahmt.

Der Dienst an Christen im Osten weitete sich stetig aus. Deshalb wurde am 28. Juli 1981 ein Verein gegründet. Dieser trug anfänglich die Bezeichnung „Mission hinter dem Eisernen Vorhang“. Heute heisst er „Diaconia Internationale Hilfe“. Stiftungen von Diaconia bzw. Vereine bestehen zudem in Armenien, Rumänien und Indien. Diaconia verfolgt auf christlicher Grundlage gemeinnützige Zwecke und geniesst die Steuerbefreiung.

Spenden können in der Schweiz steuerlich abgezogen werden.

Die Einsatzgebiete haben sich im Laufe der Zeit verändert. Seinerzeit war Diaconia sogar in Moskau tätig. Dort wurden Waisenkinder und Suppenküchen unterstützt sowie Gefängnisinsassen betreut. Heute steht das Hilfswerk in Armenien, Rumänien und Indien im Einsatz.

Einen wichtigen Bestandteil der Arbeit von Diaconia stellt die Patenschafts-Hilfe dar, in deren Rahmen Tausenden von Kindern in Armenien und Rumänien auf vielerlei Weise wirksam geholfen wird. Wenn möglich sorgt Diaconia auch für deren Berufsausbildung.
In Armenien wurde ein „Dorf der Hoffnung“ für obdach- und arbeitslose Menschen errichtet. 81 Häuser sind bewohnt. Im Dorf konnte auch ein Berufsausbildungszentrum den Betrieb aufnehmen. Jugendliche wurden dort in verschiedenen Berufen ausgebildet.

Das wichtigste Hilfsprojekt in Rumänien ist das Kinder-Bildungszentrum KiBiZ. Dort werden benachteiligte Kinder individuell betreut, u.a. durch Nachhilfeunterricht, Nahrung, Kleidung, Schuhe und Schulmaterial. Ferner wird ein Landwirtschaftsbetrieb im Umfang von bis zu 50 Hektaren Ackerland bewirtschaftet, um für Notleidende Nahrungsmittel anzubauen.

In Indien bietet die Tagesstätte Hrudai Lehrer und Köche eine Arbeitsstelle, damit ca. 200 Kindern von der 1. Bis zur 10. Klasse nebst Unterrichtsstoff und Mahlzeiten auch die Liebe Gottes näher bringen und ihnen ein gutes Vorbild sein können. Es ist uns ein grosses Anliegen, die Zukunft dieser Kinder zu gestalten. Wir wollen mithelfen, dass die Menschen in Indien das Wunder erleben: Fröhliche, lernende, spielende Kinder, deren Zukunft heller aussieht, denn man hat ihnen das Wichtigste mit auf den Weg gegeben – den Glauben und die Bildung.

Dankbar blicken wir auf fast 40 Jahre des gesegneten Wirkens zugunsten Notleidender zurück. Der Dank gilt auch allen treuen Gönnern, die uns dabei – manche von ihnen seit der Gründung 1981 – unterstützt und begleitet haben.

Mit herzlichen Segenswünschen und freundlichen Grüssen.

Hans-Rudolf Hintermann