DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
Ausgabe Nr. 04 | April 2019 | Erscheint monatlich | 39. Jhg.
Kampf ums Überleben
Den Eltern tut es weh, die Hoffnungslosigkeit in den Augen ihrer Kinder zu sehen
ARMENIEN – Familie Safarian wohnt in einer Mietwohnung. Seit ihrer Heirat mussten Artak (41) und Tsovinar (32) hart arbeiten. Sie wünschten sich nichts sehnlicher als eine gesunde und glückliche Familie, eine Arbeitsstelle und ein Dach über dem Kopf.

Den Eltern tut es weh, die Hoffnungslosigkeit in den Augen ihrer Kinder zu sehen.
Als ihre erste Tochter Geghetsik (13) auf die Welt kam, waren die Eltern überglücklich und hofften, ihr Traum würde nun in Erfüllung gehen. 2008 wurde ihnen Anahit geschenkt. Die Freude der Eltern war gross und auch Geghetsik freute sich über die kleine Schwester. Aber das Glück wurde bald überschattet. Anahits Ärzte diagnostizierten einen bösartigen Tumor. Innerhalb weniger Monate musste das kleine Baby viermal operiert werden und benötigte Chemotherapie. Anahit ist immer noch unter ärztlicher Aufsicht.

Trotz der schwierigen Situation freuten sich die Eltern 2014 über die Geburt ihrer dritten Tochter. Die bald 5-jährige Nare bringt mit ihrer kindlichen Unbeschwertheit viel Freude und Abwechslung in die Familie.

Die Zwillinge Samvel und Mane brauchen sorgfältige Pflege.
Vor zwei Monaten wurden die Zwillinge Samvel und Mane geboren. Leider kamen die beiden zu früh zur Welt und haben gesundheitliche Probleme. Sie stehen unter ärztlicher Kontrolle und brauchen spezielle Babynahrung.

Artak und Tsovinar kämpfen ums Überleben. Beide arbeiten hart, um die Miete zu bezahlen, Nahrung zu kaufen und die Kosten für alle nötigen Behandlungen von Anahit zu begleichen.

Die Pflege und die Nahrung für die Zwillinge kosten 100 Franken im Monat. Obwohl die leidgeprüfte Familie 100 Franken Sozialhilfe erhält, befindet sie sich in einer verzweifelten Situation und weiss nicht, wie es weiter gehen soll. Daher bittet uns Tsovinar um Hilfe.

Anahits Gesicht ist gezeichnet von ihrer schweren Krankheit.
Mit 2 800 Franken könnten wir ein Jahr lang für die Babynahrung der Zwillinge sowie Anahits medizinische Betreuung aufkommen und die ganze Familie mit Nahrung und Kleidern unterstützen.

Vielen herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3664 – "Hilfe für Tsovinars Familie"

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Eine Zyste im Kopf
“Bitte retten Sie meinen Sohn!”
ARMENIEN – Der Gedanke an die komplizierten und teuren Eingriffe, die ihr Sohn benötigt, lassen Marine Naltakyan fast verzweifeln. Die erschöpfte Mutter bittet inständig um Hilfe. Nicht für sich, sondern für den 9-jährigen Tigran.

Marine (32) lebt mit ihrem Sohn Tigran im Dorf Getapnya in der Region Armavir. Das Haus, welches sie bewohnen, gehört einem Onkel und konnte bisher nie fertig gebaut werden. Das Geld reicht nur knapp für das tägliche Brot. Eine gesunde Ernährung fehlt ebenso wie grundlegende hygienische Bedingungen.

Tigran braucht dringend medizinische Hilfe.
Marines Gesundheitszustand ist schlecht, sie benötigte bereits mehrere Operationen. Der letzte Eingriff hat Nerven geschädigt, seither schläft die rechte Körperhälfte oft ein. Zudem sieht Marine nicht gut. Sie ist aber nicht wegen den eigenen Nöten bekümmert. Ihre Sorgen gelten ihrem einzigen Sohn Tigran.

Der 9-jährige Junge hat eine Zyste im Kopf, die starke Schmerzen verursacht. Sie beeinträchtigt auch sein Sehvermögen. Tigran leidet zusätzlich unter Atemproblemen, da die Nasenscheidewand gekrümmt ist.

Marine macht sich grosse Sorgen um ihren einzigen Sohn.
Häufige Übelkeitsattacken und Schwindelanfälle verunmöglichen ein normales Leben. Tigran kann auch nicht zur Schule gehen. Er ist in sich gekehrt und hat ein schwaches Selbstwertgefühl.

Um zu verhindern, dass sich Tigrans Gesundheitszustand noch weiter verschlechtert, möchten wir schnell handeln. Die Zyste muss untersucht und behandelt, möglicherweise operativ entfernt werden. Damit Tigran normal atmen kann, benötigt er einen chirurgischen Eingriff an der Nase.

Unser Mitarbeiter Sargis Svaryan erzählt: „Ich kann Marines Bitte nicht mehr vergessen. Sie sagte: Ich selber brauche nichts, bitte retten Sie meinen Sohn!“

Helfen wir dem Jungen, so helfen wir zugleich der verzweifelten Mutter. Mit 2 500 Franken können wir es Tigran ermöglichen, die medizinische Hilfe zu bekommen, die er braucht, um gesund zu werden.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3665 – "Medizinische Hilfe für Tigran"

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Hilfe für die helfenden grosseltern
Ohne die selbstlose Liebe ihrer Grosseltern ständen die fünf Geschwister ganz alleine da.
RUMÄNIEN – Ioan (75) und Florentina (71) konnten den Gedanken nicht ertragen, dass ihre Enkel in einem staatlichen Kinderheim platziert werden sollten. Sie nahmen alle fünf bei sich auf und schenkten ihnen ein neues Zuhause. Doch das ältere Ehepaar braucht dringend unsere Hilfe.

Ohne die selbstlose Liebe ihrer Grosseltern ständen die fünf Geschwister ganz alleine da.
Die Situation der Familie Ferariu war hoffnungslos. Die alleinerziehende Evelina sah keinen anderen Ausweg, als im Ausland eine Arbeitsstelle zu suchen. Aber wo sollte sie die Kinder unterbringen?

Da ihr Exmann ein brutaler Mann ist, der die Kinder oft verprügelt, ja misshandelt hatte, kam er für diese Aufgabe nicht in Frage. So entschied sich Evelina schweren Herzens, sie in ein Kinderheim zu bringen.

Als aber Evelinas Eltern, Ioan (75) und Florentina (71), davon hörten, nahmen sie die Kinder bei sich auf. Seither leben Mihai (11), Elena (10), Ana (9), Emilia (4) und Ionut (3) bei ihren Grosseltern.

Die Grosseltern bieten den fünf Kindern ein Zuhause.
Leider ist Ioans Gesundheit stark angegriffen. Vor Kurzem musste man ihm einen Tumor an der Hüfte entfernen. Zudem hat er am linken Knie einen Meniskusriss. Er liess sich beim Dorfarzt untersuchen, aber die weitere Behandlung kann er sich nicht leisten. Er müsste nach Brașov zu einem Spezialisten, doch das Geld fehlt ihm sowohl für die Reise (65 km) als auch für die Behandlung. Das Gehen bereitet dem liebevollen Grossvater unsägliche Schmerzen. Er verlässt das Haus nur noch für den Gang zur Toilette im Hof. Florentina muss daher den Kampf ums Überleben ohne die Unterstützung ihres Mannes bewältigen. Die grösste Mühe bereitet ihr die Beschaffung des Brennholzes.

Sie erzählt uns: „Mein tägliches Gebet ist, dass Gott meinen Mann und mich noch eine Weile leben lässt. Nicht um unseretwillen, sondern damit die Kinder noch ein bisschen älter und selbstständiger sind, bevor auch wir sie verlassen müssen.“

Seit Evelina ins Ausland ging, wartet die Familie auf ein Lebenszeichen von ihr. Sie hat bis jetzt weder Geld geschickt noch sich bei ihren Eltern und Kindern gemeldet.

Diese fünf Kinder benötigen für längere Zeit dringend Nahrungsmittel, Kleider und Schuhe. Ioan würden wir gern die Fahrtkosten nach Brașov und die ärztliche Behandlung bezahlen. Florentina können wir eine schwere Last abnehmen, indem wir der Familie einen grossen Vorrat an Brennholz liefern. Wir benötigen für dieses Projekt 2 800 Franken.

Die ganze Last liegt auf den Schultern der tapferen Grossmutter.
Unterstützen wir die Grosseltern, ersparen wir Mihai, Elena, Ana, Emilia und Ionut das Leben in einem trostlosen Kinderheim!

Wir bedanken uns bereits jetzt ganz herzlich für Ihre Hilfe.

Projekt Nr. 3666 – "Kampf ums Überleben"

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Schmerzhafte Brandwunden
Ein Unfall mit schrecklichen Folgen
RUMÄNIEN Weil die Müllabfuhr nicht kam, sammelten die Nachbarn alle Abfallsäcke ein und verbrannten sie auf dem Feld. Für die Kinder war das ein Fest. Sie spielten und rannten um das Feuer herum. Bis Andrei den Flammen zu nahe kam und sich seine Kleider entzündeten...

Die Erwachsenen sprangen auf und eilten zu Hilfe. Als sie den Jungen erreichten, hatte dieser vor Schmerzen bereits das Bewusstsein verloren. Er hatte sehr schlimme Verbrennungen erlitten. Der 12-jährige Junge musste dreimal operiert werden, einmal sogar in Bukarest.

Andrei stammt aus einer sehr armen Familie. Seine Mutter, Jeni, ist Analphabetin. Ihr Mann starb vor einem Jahr. Er hatte die Familie finanziell versorgt. Seit seinem Tod gibt es Tage, an denen die Kinder nichts zu essen haben. Weil Jeni die Miete nicht mehr bezahlen konnte, landete sie mit ihren acht Kindern auf der Strasse. Eine Verwandte aus einem anderen Dorf nahm die verzweifelte Familie bei sich auf. Diese Tante lebt jedoch auch in ärmlichen Verhältnissen.

Jeni versucht, eine Arbeitsstelle zu finden. Da sie keine Schulbildung hat, waren ihre Anstrengungen bisher erfolglos. Das einzige Einkommen der Familie ist das Kindergeld von 168 Franken pro Monat.

Da sich Familie Marsavela im neuen Dorf noch nicht offiziell angemeldet hat, dürfen die Kinder die Schule nicht besuchen. Jeni bräuchte Hilfe bei der Erledigung der Umzugsmeldung, aber die Behörden zeigen kein Interesse, ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Andrei musste schon unvorstellbare Schmerzen aushalten.
Andrei leidet starke Schmerzen. Er sollte jeden zweiten Tag neu versorgt und verbunden werden. Die Mutter kann sich jedoch weder Wundgel noch steriles Verbandsmaterial leisten. So ist Andreis Wunde oft tagelang ungenügend geschützt. Das Risiko, dass sich die Wunde entzündet, ist riesig.

Wir möchten Jeni das nötige Verbandsmaterial und auch die Wundcreme kaufen. Andrei muss zur ärztlichen Kontrolle nach Bukarest. Wir möchten für ihn und seine Mutter die Fahrtkosten bezahlen. Andrei und seine Geschwister benötigen neue Kleider, Schuhe und Nahrungsmittel.

Wir wollen Jeni dabei unterstützen, die Familiendokumente in ihrem früheren Wohnort abzuholen und sich im neuen Dorf anzumelden. So könnten die Kinder wieder zur Schule gehen und hätten die Chance auf eine bessere Zukunft. Mit 2 800 Franken könnten wir der leidgeprüften Familie zu neuem Lebensmut verhelfen.

Wir bedanken uns von Herzen für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 3667 – "Schmerzhafte Brandwunden"

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Eingepfercht
Familie Nazaryan haust auf engem Raum
ARMENIEN – Weil der Vater wegen seiner starken Schmerzen nicht arbeiten kann, werden die Schulden der Familie immer grösser. Die Eltern fürchten sich vor der Zukunft.

Die Grossfamilie Nazaryan wohnt in Ashtarak in der Provinz Aragatsotn.

Die 7-köpfige Familie lebt zusammengepfercht
auf engem Raum.
Sofya (35) und Karen (35) leben mit ihren fünf Kindern in einer primitiven Hütte. Die 7-köpfige Familie lebt unter armseligen Bedingungen auf einer Wohnfläche von 24 Quadratmetern.

Karen, der Vater der Kinder, hatte nie die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Deshalb findet er keine feste Arbeitsstelle. Er ist ein fleissiger Mann und ergriff jede Möglichkeit, um durch Gelegenheitsjobs Geld zu verdienen. Die Familie war immer arm, aber sie hatte mindestens genügend Geld für das tägliche Brot.

Die Kinder leiden Hunger, weil der Vater wegen
Nierenkoliken nicht arbeiten kann.
Seit Kurzem leidet Karen jedoch unter Nierenkoliken, hervorgerufen durch Nierensteine. Weil er der einzige Verdiener ist in der Familie und nun wegen der Schmerzen nicht arbeiten kann, hat die Familie grosse Probleme. Die Schulden in den Lebensmittelläden häufen sich. Sofya fürchtet sich vor dem Tag, an dem sie keine Nahrungsmittel mehr bekommen wird. Irgendeinmal wird auch der mitleidigste Verkäufer hart bleiben und zuerst die Rückzahlung der Schulden fordern.

Die beiden älteren Mädchen, Margarita (11) und Mariam (8), gehen zur Schule. Nare (6), Elen (4) und Robert (2) können leider wegen Geldmangels den Kindergarten nicht besuchen.

Während unseres Besuches haben wir vernommen, dass das sechste Kind schon bald zur Welt kommen wird. Die ganze Familie freut sich. Den Eltern ist jedoch bewusst, dass sich durch die Geburt eines weiteren Kindes ihre Situation noch verschärfen wird.

Obwohl die Wohnverhältnisse bedenklich sind und der Vater gesundheitliche Probleme hat, haben uns die Eltern nur um Nahrung und Kleider für ihre Kinder gebeten.

Lasst uns dieser armen Familie helfen, damit die Kinder nicht Hunger leiden müssen!

Mit 3 000 Franken könnten wir ein Jahr lang für Essen und Kleidung aufkommen.

Vielen herzlichen Dank für jede Spende.

Projekt Nr. 3668 – "Essen und Kleider für Nazaryans"

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Daniel liest fürs Leben gern
Der 7-jährige, scheue Junge hat die Welt der Bücher entdeckt
RUMÄNIEN – „Ich wünsche mir nur eine ganz kleine Glühbirne“, sagt Dani, mit dem Buch in der Hand. „Wenn Papa draussen Holz sucht und Mama bei offener Türe den Abwasch erledigt, könnte ich lesen. Ohne Glühbirne, im Dunkeln, geht das nicht.

Daniel ist ein trauriges Kind. Die Situation seiner Familie ist schwierig, sowohl finanziell als auch emotional. Die Eltern Liliana (33) und Ion (34) lieben ihr Kind zwar, aber es fällt ihnen schwer, ihrem Sohn bedingungslose Liebe und Annahme zu zeigen. Daniel ist sehr scheu und unsicher. Er kapselt sich von der Umwelt ab.

Familie Balan hat weder Strom noch fliessendes Wasser.
Seine Eltern sind Analphabeten. Liliana arbeitet als Putzfrau, Ion als Tagelöhner auf dem Bau. Sie verdienen beide wenig. Sie sind aber glücklich, dass ihr Sohn etwas tun kann, was ihnen verwehrt blieb: Er hat die Möglichkeit, zur Schule zu gehen! Daniel ist bereits im Diaconia Patenschaftsprogramm. Dank dieser Unterstützung muss er nicht hungern und darf den Schulunterricht besuchen.

Dadurch geschah etwas Wunderbares in Daniels Leben. Er lernte lesen und verliebte sich regelrecht in die Bücher. Endlich kann auch er die Welt entdecken. Ausflüge, Spaziergänge, Entdeckungsreisen blieben ihm bisher verwehrt. Durch die Bücher kann er reisen und Abenteuer erleben.

Daniels Eltern sind Analphabeten. Sie möchten ihrem Sohn weiterhin den Schulbesuch ermöglichen.
Familie Balan lebt in einem düsteren Quartier am Rande der Stadt. Sie hat weder Wasser noch Strom, nicht einmal eine Küche. Das Zimmer wird mit Holz geheizt. Wenn der Vater arbeitet, ist es Daniels Aufgabe, im Wald Holz zu holen.

Der grösste und zugleich bescheidene Wunsch der Familie ist, dass Daniel weiterhin zur Schule gehen kann. Eine wertvolle Hilfe wäre es für den fleissigen Schüler, wenn er im Kinderbildungszentrum unterstützt werden könnte. Dort hätte er Kontakt zu Gleichaltrigen, spannende Aktivitäten, Aufgabenhilfe und gesundes Essen. Und er bekäme das, was er so dringend braucht: Liebe und Annahme.

Durchs Lesen entdeckt Daniel eine neue Welt.
Wir möchten der Familie auch den Stromanschluss ermöglichen. Mit einer Glühbirne sorgen wir dafür, dass Daniel seine Abende nicht mehr einsam und ohne Beschäftigungsmöglichkeit im Dunkeln verbringen muss, sondern Abenteuer erleben darf − von zuhause aus!

Mit 2 000 Franken können wir Familie Balan Elektrizität ins Haus bringen und Daniel die Unterstützung und Betreuung im KiBiZ ermöglichen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 3669 – "Glühbirne für Daniel"

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Junge Familie in Not
Wegen einer Diskushernie verlor Sebi seine Arbeitsstelle.
RUMÄNIEN – Heute möchten wir Ihnen Sebi (23) und Mihaela (18) vorstellen, die Eltern der Zwillinge Mihai und Roxana (15 Monate alt). Bis vor Kurzem arbeitete der Vater zwei Jahre lang in einem Lagerhaus, in dem er Frachtkisten tragen musste. Wegen einem Bandscheibenvorfall konnte er diese Arbeit jedoch nicht länger ausführen. Leider bestand bei seinem Arbeitgeber keine Möglichkeit, zu einer rückenschonenden Tätigkeit zu wechseln, darum musste er seine Arbeitsstelle aufgeben.

Wegen Arbeitslosigkeit droht der jungen Familie der Rausschmiss aus dem gemieteten Zimmer.
Sebi hat sich seither bei den verschiedensten Fabriken in der Region beworben, leider erfolglos. Bis heute hat er keine neue Stelle gefunden. Der Lohnausfall erzeugt enormen Stress. Ohne Arbeitsstelle hat der Familienvater keine Krankenversicherung und so müsste er die notwendige Rückenoperation selber bezahlen. Deshalb kann er sich trotz unerträglicher Schmerzen nicht medizinisch behandeln lassen.

Sebi stammt aus einer grossen Familie mit zehn Geschwistern. Ihm war bereits als Kind bewusst, wie wichtig die Schulbildung ist. Er durfte elf Jahre lang die Schule besuchen, musste jedoch schon in jungen Jahren oft mit seinem Vater in den Wald gehen, um Holz zu sammeln und nach Hause zu bringen. An diesen Tagen fiel für ihn die Schule aus. Sebis Rückenprobleme nahmen damals ihren Anfang. Häufig war die Last für das kleine Kind zu gross.

Mihaela will gut für ihre Familie sorgen, aber das Geld für eine ausgewogene Ernährung fehlt.
Die Familie Muntean lebt zurzeit in einem gemieteten Zimmer. Der Raum ist sehr feucht. Dies führt zu Atemproblemen bei den Kindern. Zu viert teilen sie sich das alte Bett mit der verschlissenen Matratze. Der betonierte Boden ist teilweise von einem alten Teppich bedeckt. Der Ofen hat Risse und ist an mehreren Stellen notdürftig mit Lehm repariert.

Weil Sebi keine Arbeit hat, kann er die Miete nicht bezahlen. Der Besitzer droht, die junge Familie auf die Strasse zu setzen.

Es gibt viele wichtige Bedürfnisse in der Familie Muntean. Am dringendsten sind sicher Lebensnotwendigkeiten wie Nahrung, Windeln und Babymilch für die Zwillinge. Sebi benötigt medizinische Untersuchungen sowie die Operation seiner Diskushernie.

Ob die Zwillinge die Sorgen der Eltern wohl spüren?
Wir möchten der Familie sechs bis neun Monate lang eine geeignetere Wohnung finanzieren. Nach dieser Zeitspanne wird Sebi die Operation hoffentlich hinter sich haben. Wir hoffen, dass er dann eine Arbeitsstelle findet und wieder selber für seine Familie sorgen kann.

Mit 3 000 Franken können wir dieser arbeitswilligen Familie helfen, ihre momentane Krise zu überwinden, selbstständig zu werden und ihren Zwillingen ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Projekt Nr. 3670 – "Junge Familie in Not"

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Der verliebte Grafiker
„Ich weiss, dass es dich gibt. Du weisst, dass es mich gibt.“

Dies waren die allerersten Worte im allerersten E-Mail meines neuen Arbeitgebers, Hans-Rudolf Hintermann, Anfang März 2002.

Ich kannte ihn nicht. Noch nicht. Aber ich wusste, vom Hörensagen, er ist der Chef, dem ich meinen neuen Job bei Diaconia Internationale Hilfe verdanke. Und es sollte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein.

Als elfjähriges, armenisches Kind in Wien gelandet, sollte ich den Wiener Sängerknaben beitreten, bin aber, nach dem Stimmbruch, ein paar Strassen weiter, in einem katholischen Kloster gelandet. Ich wollte Schubert singen, und es wurden stattdessen gregorianische Gesänge. Was machte ich falsch?

Acht Jahre später, aus einem Möchtegern-Sängerknaben ein Seminarist geworden, stand ich vor dem Abt und stellte fest: „Ich glaube, da bin ich falsch.“

Die Bibel im Kopf und Gebete auf den Lippen, machte ich mich auf die Suche nach den Fragen, für die ich die Antworten zu haben glaubte.

Fand aber, dass ich lieber einen gescheiten Beruf erlernen sollte und legte los, als Nachtpage in einem Hotel. Das hat mir gefallen. Zwölf Jahre lang. Jeder Gast hatte einen Wunsch, ein Anliegen, ein Problem. Ich konnte zwar keine Wünsche erfüllen oder Probleme lösen, konnte aber diese, für die Zuständigen, erfolgversprechend verpacken. Ich wollte Wort und Bild mit Erfüllung verpacken und stand, vom Pagen zum Direktor mutiert, wieder vor einem Anzug und betonte: „Ich glaube, da bin ich falsch.“

Grafik-Designer klang chic. So wurde ich einer. In den Tiroler Bergen, in Pariser Kunstcafés, vorbei an den Graffiti-Wänden in New Orleans, mal als Parfüm-Flaschen-Designer, mal als genialer Pizzakarton-Entwerfer, nicht zu selten aber als Wort- und Bild-Gestalter, in Druck- und Digital-Form.

Dann stand sie vor der Tür und es war um mich geschehen. Ein verliebter Grafiker und eine Bibelschul-Absolventin. Toll! Bin ich froh, dass Eheringe kein Ende haben.

Dann kam das E-Mail von Hans-Rudolf. Seitdem, seit 17 Jahren, verpacke ich Wort und Bild mit Versprechen, Gesagtes und Gewünschtes mit Hoffnung, traurige Geschichten und Not mit Bitten.

So stehe ich diesmal und endlich vor Ihnen und sage: “Ich weiss, dass es Sie gibt.“

Ihr
Joe K.
Hauseigener Grafiker


Dringende Unterstützung
Die kleine A. braucht langfristige Hilfe
RUMÄNIEN – A. liebt ihr Kind von Herzen. Aufgrund ihrer Vergangenheit und ihrer Behinderung ist sie mit der Pflege und der Betreuung des Säuglings aber völlig überfordert und auf Hilfe angewiesen.

A. (33) befand sich schon immer auf der Schattenseite des Lebens.

Die Sozialarbeiterin Irina Costea kümmert sich liebevoll um Alina und ihr Baby.
Von klein auf lebt sie mit einer mittelschweren Behinderung. Ihre Kindheit war hart. Sie wuchs unter sehr schwierigen Bedingungen in einem Kinderheim in Bals auf. Ihr kindliches Vertrauen wurde immer wieder ausgenutzt. Ihr Leben war geprägt von Enttäuschungen, Schmerz und dem Fehlen von verlässlichen Beziehungen. Mit 18 Jahren, als Volljährige, wurde sie aus dem Kinderheim entlassen. Von diesem Tag an lebte sie auf der Strasse und war ganz auf sich gestellt.

Letztes Jahr wurde A. schwanger. Weil sie nur schwer kommunizieren kann, weiss man nicht, wer der Vater des Kindes ist. Einmal mehr wurde ihr Vertrauen missbraucht, diesmal jedoch mit weitreichenden Folgen. Erneut steht A. allein da, aber jetzt mit einer Verantwortung, die sie kaum zu tragen vermag.

Vor 5 Monaten wurde A. geboren, ein gesundes, niedliches Mädchen.

Normalerweise bereitet man sich sorgfältig auf die grosse Verantwortung der Elternschaft vor. Man überdenkt die Finanzen, die Wohnsituation, die Arbeitsstelle usw. A. war in keiner Hinsicht auf die Ankunft ihres Kindes vorbereitet.

Das Badezimmer sollte dringend renoviert werden.
Die junge Mutter ist nicht in der Lage, für sich selber zu sorgen, geschweige denn für ein Baby. Irina C., Psychologin und Sozialarbeiterin, kümmert sich nach Kräften um A. und ihr Kind. Irina ist dankbar, dass sie die beiden tagtäglich der Fürsorge Gottes und seiner Bewahrung anvertrauen darf. Die Not der beiden ist so gross, die Situation so unfassbar, dass Irina die Last der Verantwortung immer wieder neu im Gebet ablegen muss.

A. braucht Unterstützung in allem. Sie braucht Beratung, praktische Hilfe und vieles mehr. Die Behindertenrente von 90 Franken reicht kaum, um das Milchpulver für die kleine A. zu kaufen.

Wir wollen A. und ihrem Baby helfen. Wir möchten ihr einen Kinderwagen und Milchpulver kaufen. In dem Gebäude, in dem sie vorübergehend leben darf, würden wir gern das Badezimmer renovieren.

Mit 2 000 Franken können wir Veränderung und Hoffnung schenken. Wir wünschen uns, dass A. wieder Vertrauen fassen kann und erfahren darf, dass es Menschen gibt, die sich um sie kümmern und ihr mit Liebe begegnen, ohne sie auszunutzen.

Herzlichen Dank, dass Sie den verlassenen Menschen und Kindern im Süden Rumäniens helfen!

Projekt Nr. 3672 – "Baby A."

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Nicoleta und die Musik
Wir möchten Nicoletas Begabung fördern
RUMÄNIEN – Wer Nicoleta zum ersten Mal beim Üben auf dem Saxophon beobachtet, ist verwirrt. Obwohl das Instrument stumm bleibt, ist das 14-jährige Mädchen voller Inbrunst bei der Sache. In ihrem Herzen erklingt eine wunderschöne Melodie. Beim Musizieren strahlt Nicoletas Gesicht Ruhe aus.

Familie Atef lebt im Dorf Dumbrăvita. Nicoleta ist 14 Jahre alt und besucht die achte Klasse. Sie hat drei jüngere Geschwister: Carmen (13), Nicu (11) und Florin (10). Die Eltern Nicu (37) und Flori (34) sind bescheidene Menschen mit geringer Schulbildung. Die Mutter kann weder lesen noch schreiben. Nicoleta ist ein ehrgeiziges Mädchen, das die schwierigen Umstände, unter denen sie lebt, überwinden will. Sie sieht tagtäglich, was es bedeutet, in bitterer Armut zu leben. Der Vater arbeitet als Tagelöhner, sein Einkommen ist sehr gering.

Nicoleta hat ein aussergewöhnlich gutes musikalisches Gehör. Sie geht oft in die nahe gelegene Kirche und bittet darum, auf dem Keyboard oder dem Saxophon spielen zu dürfen. Aufgrund der finanziellen Lage der Familie kann Nicoleta keinen Musik- oder Instrumentalunterricht besuchen. Trotzdem liebt sie die Musik von ganzem Herzen. Die Lieder, die sie spielen kann, übte sie nach Gehör ein. Ihre Begeisterung ist ansteckend. So erhielt sie von wohlmeinenden Menschen sowohl ein altes Keyboard, dem zwar zwei Töne fehlen, als auch ein kaputtes Saxophon, das keinen Laut mehr von sich gibt.

Wir möchten Nicoletas Begabung fördern.
Die beiden beschädigten Instrumente sind Nicoletas grösster Schatz. Ihre Entschlossenheit, sie spielen zu lernen, ist durch die beiden Geschenke noch mehr gewachsen.

Nicoletas grosser Traum ist es, an der „Volksschule für Traditionelle Kunst“ in Brașov zu studieren, aber die Eltern können ihr dies leider nicht ermöglichen, denn der Instrumentalunterricht ist teuer. Das 14-jährige Mädchen ist sehr ehrgeizig und will sowohl Klavier (Keyboard) als auch Saxophon lernen. Neben den Schulgebühren müsste Nicoleta auch die Fahrt von ihrem Dorf nach Braşov bezahlen. Um die Aufnahmeprüfung bestehen zu können, braucht sie vorher einige Lektionen. Diaconia Braşov möchte sie mit Hilfe einer Pädagogin aus dem Kinderbildungszentrum auf die Prüfung vorbereiten, aber sie wird nach Beginn ihres Unterrichts eine längerfristige Unterstützung benötigen. Auch möchten wir Nicoleta ein Keyboard und ein Saxophon kaufen, damit sie zu Hause üben kann.

Zusammen mit den Kosten für den Schulweg und die Schulgebühren brauchen wir für dieses wertvolle pädagogische Projekt 3 200 Franken.

Projekt Nr. 3673 – "Nicoleta und die Musik"

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