DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 04 | April 2021 | Erscheint monatlich | 41. Jhg.

EDITORIAL
Gottes Blickwinkel
Liebe Spenderin, lieber Spender

Seit 40 Jahren unterstützt Diaconia Internationale Hilfe Menschen, insbesondere Kinder und Fami-lien, in grosser Armut. In jedem Report, den wir Ihnen zusenden, kommt diese grosse Not zum Ausdruck. Vielleicht geht es Ihnen manchmal wie mir, und sie möchten lieber wegschauen, weil die vielen traurigen Geschichten von Krankheit und Schicksalsschlägen zu nahe gehen.

In solchen Momenten hilft es mir oft, von mir selbst und meinen Gefühlen wegzuschauen und meinen Blick darauf zu werfen, was Gott will.

Die Bibelstelle in 2. Chronik 16,9 ermutigt mich immer wieder dazu. „Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.“

Gott schaut nie weg, er verschliesst seine Augen nie vor dieser Not und Armut.

Gott sucht nach Menschen, die eine Leidenschaft für die Dinge haben, die ihm am Herzen liegen. Er sucht nach Menschen, die ihm von ganzem Herzen nachfolgen. Er sucht nach Menschen, die die Leute an ihrem Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und daheim lieben und die bereit sind, den Verlorenen, Armen und Bedürftigen Liebe entgegenzubringen. Er sucht nach Menschen wie Sie und ich.

Aus diesem Blickwinkel entschliesse ich mich heute wieder hinzuschauen und der Mensch zu sein, den Gott sucht.

Konnte ich Sie aufs Neue ermutigen wieder hinzusehen?

Herzlichen Dank für Ihre jahrelange treue Unterstützung und Hingabe.

Stephan Schneider
Stv. Geschäftsführer
Diaconia Internationale Hilfe

EINE FAMILIE HÄLT ZUSAMMEN
Dank unserer Hilfe können die Harutyunyans etwas aufatmen
Armenien – Mariam (30) und Arsen (32) Harutyunyan leben mit ihren Kindern Arsine (11), Mnatsakan (10), Tatev (5) und Nare (3) in der Stadt Charentsavan.

Die verzweifelte Familie lebt seit fünf Jahren in grosser Not. Früher hatte Arsen Arbeit im Ausland und konnte stets für seine Familie sorgen. Doch die vor fünf Jahren begonnenen psychischen Probleme haben das Leben von Arsen und seiner Familie völlig aus dem Gleichgewicht gebracht.

„Gemeinsam schaffen wir es.“
Er muss regelmässig seine Medikamente einnehmen. Vergisst er diese, wird er gewalttätig und schlägt seine Frau vor den Kindern. Trotzdem liebt ihn seine Frau Mariam immer noch und sie versucht ihn zu verstehen und ihm zu helfen. Mariam selber leidet an Schilddrüsenkrebs. Sie wurde bereits zweimal operiert und befindet sich in medizinischer Behandlung, die ziemlich teuer ist. Vor ein paar Tagen wurde nach einer weiteren medizinischen Untersuchung klar, dass sie eine dritte Operation benötigt.

Nare und Tatev bangen um das Leben ihrer Mutter.
Unter diesen Umständen kommen die Harutyunyans an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten. Arsine und Mnatsakan gehen mit alten Einkaufssäcken anstatt mit Schulranzen zur Schule. Für Tatev und Nare bastelt Mariam aus Papier Spielzeuge und versucht so, den Alltag der zwei Mädchen interessanter zu gestalten.

Die Kinder haben wiederkehrende Darmerkrankungen und Fieber aufgrund der feuchten Wohnung. Die Eltern haben ständige Angst, ihr Zuhause zu verlieren. Ihr monatliches Einkommen besteht aus der Familienhilfe von 92 Franken und Mariams Invalidenrente von 53 Franken. Dies reicht knapp für Arsens Medikamente aus.

Mariams Wünsche sind bescheiden. Ausgewogene Lebensmittel für die Kinder und die Reisekosten nach Jerewan für ihre Behandlungen würden sie überglücklich machen. Den Kindern möchten wir Schulranzen und Schulmaterial besorgen. Mit diesen für die Familie sehr wertvollen Gaben verbessern wir ihre Lebensumstände um ein Vielfaches.

Für dieses Unterfangen benötigen wir 2 600 Franken.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Projekt Nr. 4044 – "Aufatmen bei Harutyunyans"

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SPUREN DER NOT
Es gibt jedoch Hoffnung für Lingurars
Rumänien – An Elisabetas Narben ist unschwer erkennbar, dass die 17-Jährige eine schwere Kindheit und Jugend erlebt haben muss.

Es gibt jedoch Hoffnung für Lingurars.
Elisabeta ist traumatisiert, denn im Alter von 8 Jahren ist ihre Mutter gestorben. Aus diesem Grund besuchte sie die Schule nur bis zur fünften Klasse, denn sie musste im Haushalt und beim Betreuen der 5 Geschwister mithelfen.

Die Wohnung der Lingurars ist in einem bedenklichen Zustand.
Ihren Mann Madalin (21) kennt sie seit ihrer Kindheit. Er wohnte in der gleichen Strasse wie sie und kennt ihre Situation bestens. Jetzt sind sie verheiratet und leben mit ihrem kleinen, 6 Monate alten Dragos in einer winzigen, verwahrlosten Hütte, welche aus Gipskartonplatten besteht. Den unbefestigten Fussboden hat der Familienvater provisorisch betoniert. In der Nacht hört man in den Wänden die Mäuse, die auch in die Wohnung dringen. Die Fenster sind alt und werden nur mit einer Schnur gesichert. Wenn es regnet, werden die Wände feucht.

Madalin und Elisabeta hoffen auf Hilfe.
Madalin stammt ebenfalls aus einer sehr armen Grossfamilie und ist Analphabet. Vor zehn Jahren brach er sich den Arm und musste operiert werden. Zur vorübergehenden Fixierung wurde ihm eine Stahlplatte eingeschraubt, welche eigentlich längstens wieder herausgenommen werden müsste. Letztes Jahr suchte er darum seinen Arzt auf, weil er Schmerzen hatte. Die finanzielle Situation liess aber die erneute Operation nicht zu. Mit verschiedenen Gelegenheitsjobs sorgt Madalin für seine Familie. Er ist jedoch nicht in der Lage, schwere Arbeiten zu erledigen.

Spuren der Vergangenheit.
Es gibt viel zu tun bei Familie Lingurar. Gerne packen wir bei der Renovierung der Wände und des Fussbodens mit an. Es benötigt neue Fenster und eine Türe. Der kleine Dragos braucht dringend Windeln, und die Lebensmittelvorräte für den Winter sind aufgebraucht.

Auch möchten wir eine medizinische Untersuchung und die Operation für Madalins Arm finanzieren.

Der Betrag von 3 600 Franken würde dieser Familie in ihrer leidgeprüften Situation in vielerlei Hinsicht neue Hoffnung schenken.

Projekt Nr. 4045 – "Hoffnung für Lingurars"

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NEINE FÜRSORLICHE GROSSMUTTER
Wir stehen dieser aufopfernden Frau in diesem Kampf gerne zur Seite
Armenien – Gyulnara Gasparyan (64) lebt seit 2004 in einem Bezirk bei Spitak. Während des verheerenden Erdbebens im Jahr 1988 verlor sie ihren Mann und wurde mit ihrer damals zweijährigen Tochter Liana (34) obdachlos.

Etwa sechzehn Jahre lang lebten Mutter und Tochter in Wohnungen von Verwandten zur Miete, bis sie schliesslich im Jahr 2004 von einer ausländischen Organisation eine Unterkunft bekamen. Im Jahr 2005 heiratete Liana und zog mit ihrem Mann nach Russland. Leider musste sie ihre kranke Mutter allein zurücklassen. Einige Jahre später erfuhr Gyulnara, dass sich ihre Tochter Liana scheiden liess und vorhatte, die beiden Kinder, Artyom (14) und Christina (12), in ein Waisenhaus zu geben, da sie sich nicht mehr um sie kümmern konnte.

Wir stehen dieser aufopfernden Frau in diesem Kampf gerne zur Seite.
Gyulnara brach es fast das Herz und sie setzte alles daran, wenigstens Christina nach Hause zu holen. Seither kümmert sie sich um das Mädchen. Gyulnara durchlebte viele Tage mit Hunger und Kälte, aber sie versuchte alles, was in ihrer Macht stand, für ihre Enkelin zu tun. Christina besucht die Schule und macht gute Fortschritte. Die beiden haben ein kleines Grundstück, wo sie Kohl anbauen und verkaufen können. So haben sie eine Beschäftigung und einen kleinen Verdienst. Als wir die beiden in ihrem Haus besuchten, war es sehr kalt in der Wohnung. Christina musste ihre Hausaufgaben immer wieder unterbrechen, um sich ihre Finger am warmen Herd aufzuwärmen.

Gyulnara leidet an einer Erkrankung der Bronchien, kann sich aber keine medizinische Untersuchung leisten. Deshalb suchte sie Hilfe bei Diaconia und bat um die nötigen Medikamente sowie um Lebensmittel und Brennholz zum Kochen. Gerne würden wir ihr auch die dringend nötige medizinische Untersuchung ermöglichen. Lassen Sie uns dieser tapferen und fürsorglichen Grossmutter mit ihrer Enkelin helfen. Dazu benötigen wir 2 300 Franken.

Projekt Nr. 4046 – "Hilfe für Gasparyans"

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FAMILIE SUBTIREL WARTET AUF UNSERE HILFE
Wo Bescheidenheit und Wille nicht mehr ausreichen, helfen wir weiter
Rumänien – Alexandra (22) und Robert (30) Subtirel haben zusammen 3 Kinder: Denis (4), Adelina (2) und Izabela (3 Monate).

Alexandra mit der jüngsten Izabela.
Ihr Einzimmerhaus steht an einem steilen Hang. Es hat keinen Zaun und ist nur schwer zu erreichen. Die Toilette befindet sich draussen und die Stromversorgung erfolgt über ein Kabel vom Nachbarhaus. Die Kleiderwäsche erledigt Alexandra von Hand, sie wäre froh um eine Waschmaschine.

Die drei Geschwister spielen vor dem Haus.
Robert und seine Frau sind beide Analphabeten und sehr arm. Sie leben sehr bescheiden, sind aber mit ihrer Lebenssituation zufrieden. Dies ist jedoch aufgrund der Corona-Pandemie nun sehr schwierig geworden. Denn die vielen Gelegenheitsjobs, mit denen der verantwortungsbewusste Robert sich und seine Familie bisher über Wasser halten konnte, existieren nicht mehr. Das Grundeinkommen fehlt nun gänzlich. Es gibt Tage, an denen sie kein Geld haben, um sich ein Brot zu kaufen. Es fehlt an Grundnahrungsmitteln sowie an Kleidung und Windeln für die Kinder.

Die spärlich eingerichtete Küche.
Helfen wir dieser bescheidenen Familie, die herausfordernde Situation zu meistern, indem wir ihr Lebensmittel und das Allernötigste für die Kinder zukommen lassen. Ein Zaun um das Haus und eine Waschmaschine für die Mutter würde den Eltern sehr helfen. Sie könnten ausserdem Geld einsparen, indem sie Gemüse im Garten anpflanzen.

Dafür benötigen wir 3 000 Franken.

Projekt Nr. 4047 – "Familienhilfe Subtirel"

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UNGEWISSE ZUKUNFT
Wie eine junge Mutter mit ihrem Sohn ums Über- leben kämpft
Rumänien – Narcisa Buruiana (21) und ihr einjähriger Sohn Natanael sind auf sich alleine gestellt.

Trotz Sorgen haben sie die Lebensfreude nicht verloren.
Die junge Mutter muss selbstständig für den Lebensunterhalt und die Miete für das kleine Haus aufkommen. Dabei hatte alles so verheissungsvoll begonnen. Vor vier Jahren lernte Narcisa ihren Mann Dumitru (41) in der Kirche kennen. Schnell entwickelte sich aus ihrer Bekanntschaft Liebe und die beiden heirateten bald darauf. Gemeinsam bekamen sie den kleinen Natanael. In den letzten Monaten kam es vermehrt vor, dass der Vater für längere Zeit von zuhause fernblieb. Er rief Narcisa von Zeit zu Zeit an, als wäre nichts passiert, und begründete seine Abwesenheit damit, dass er sich auf Arbeitssuche befände. Tatsächlich fand er im Ausland einen Job bei einer Baufirma, wo er jedoch nicht ausreichend bezahlt wurde und somit Narcisa kein Geld schicken konnte. Narcisa vermutete zu dieser Zeit, dass er sich als Obdachloser irgendwo im Land aufhielt.

Natanaels Lächeln erfreut jedes Gemüt.
Dumitru hatte eine sehr schwierige Kindheit. Er ist in einem Kinderheim in Bukarest, seiner Geburtsstadt, aufgewachsen. Seine Kindheit war von Ablehnung und Misshandlungen geprägt. Die daraus entstandenen psychischen und physischen Schäden, spiegeln sich in seinem negativen Verhalten wider.

Trotz allem findet Narcisa in ihrem Optimismus viele gute Worte für ihren Mann.

Die beiden hoffen auf Unterstützung.
Seit längerer Zeit sorgt Narcisa alleine für ihren Sohn. Sie weiss nicht, wie sie die Miete und den Strom für das Haus bezahlen soll. Auch das Geld für Lebensmittel und Windeln für Natanael fehlt. In der Vergangenheit haben ihr die Nachbarn einige Male etwas zu Essen gebracht, doch in letzter Zeit blieb diese Hilfe aus. Wenn sie die Miete nicht bald bezahlen kann, droht ihr die Zwangsräumung. Im Moment hat der Besitzer des Hauses zwar noch Verständnis für ihre Situation, aber seine Geduld ist begrenzt.

Wir würden die Mutter und das Kind gerne zwei Jahre lang mit Lebensmitteln und Windeln unterstützen und die Miete für das Haus übernehmen. Für diese Familienhilfe benötigen wir 5 000 Franken.

Herzlichen Dank, dass Sie uns dabei unterstützen.

Projekt Nr. 4048 – "Ungewisse Zukunft"

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AUF SICH SELBST GESTELLT
David soll wieder in die Schule gehen können
Armenien – Vor ein paar Tagen besuchten die Mitarbeiter von Diaconia Armenien Hermine Babayan (32) und ihren kleinen Sohn David (8). Die zwei befinden sich in einer äusserst schwierigen Situation.

Hermine lebt mit David in Tairov am Stadtrand von Jerewan. Sie hat sich vor zwei Jahren scheiden lassen. Ihr Ehemann hat sie anschliessend mit dem kleinen David aus dem Haus geworfen. Seither leben die beiden in einem alten, nicht isolierten Wohnwagen ausserhalb von Tairov. Der Junge hat Probleme mit seinen Beinen. Er muss operiert werden. Hermine hingegen hat eine Darmzyste, die entfernt werden sollte. Sie erhält vonseiten ihres Ex-Ehemannes keinerlei Unterstützung sowie auch keine Sozialleistungen.

David ist zwar im Schulalter, geht aber nicht regelmässig zur Schule, weil seine Mutter oft nicht zu Hause ist. Hermine hat eine Arbeitsstelle, die sich rund 5 km vom Dorf Tairov entfernt befindet. Dort kann sie für nur 2 Franken pro Tag, 3 bis 4 Mal in der Woche Geschirr waschen. Sie läuft die 5 km zu Fuss hin und zurück und lässt David in dieser Zeit alleine im Wohnwagen zurück. Mit Tränen in den Augen und schweren Herzens macht sie sich regelmässig auf den beschwerlichen Weg. Oftmals bittet sie ihren Chef um Essensreste, damit sie David etwas mit nach Hause bringen kann. Dieser Zustand ist für Hermine sehr schmerzhaft, und ohne Hilfe ändert sich daran nichts.

David soll wieder in die Schule gehen können.
Der Wohnwagen, in dem die beiden hausen, hat keine Toilette, kein Bad, keine Küche - NICHTS. Um ein Bad zu nehmen, geht Hermine einmal in der Woche mit David zu ihren Eltern. Sie sind ihre einzigen Verwandten und leben ebenfalls in sehr grosser Armut. Das Einzige, was Hermine besitzt, ist ein kleines Grundstück von 140 Quadratmetern, welches sie von ihrem Vater geschenkt bekommen hat. Gerne würden wir auf diesem Grundstück ein kleines Fertighaus aufstellen, damit Hermine und David in Sicherheit und in einer geschützten Umgebung leben können. Dieses Land befindet sich in der Nähe ihres Arbeitsplatzes, sodass sich der Arbeitsweg verkürzt und David den Schulunterricht regelmässig besuchen könnte.

Hermine und David brauchen in ihrer momentanen Situation wirklich unsere Hilfe. Mit 3 000 Franken erfüllen wir ihnen diesen Traum und ermöglichen David wieder den Zugang zur Schule.

Projekt Nr. 4049 – "Hilfe für Hermine und ihren Sohn"

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VOM LANGEN WINTER GEZEICHNET
Die Vorräte sind fast aufgebraucht
Rumänien – Robert (29) und seine Frau Roxana (27) mit ihren drei Töchtern Sonia (8), Cassandra (4) und der kleinen Elisa (2) warten sehnlichst auf den Frühling.

Cassandra und Elisa sehnen sich nach dem Frühling.
Die Wintervorräte neigen sich dem Ende zu. Der strenge, kalte Winter verzieht sich allmählich, aber im baufälligen Haus ist es kalt. Die Probleme und Nöte der meisten Familien fordern jedoch auch in den wärmeren Tagen viele wieder aufs Neue heraus.

Letztes Jahr fühlte sich Robert zunehmend schlechter, er fiel oft in Ohnmacht.

Dieser Ofen spendet keine Wärme mehr.
Die Lage spitzte sich zu, als er eines Tages notfallmässig von einem Krankenwagen abgeholt werden musste.

Bei den Untersuchungen im Krankenhaus wurde Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Seither benötigt Robert vier Insulininjektionen pro Tag – damit fühlt er sich besser. Leider ist er wegen seiner Krankheit nicht mehr in der Lage, einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Mutter Roxana hält das Haus sauber.
Robert konnte die Schule nur zwei Jahre lang besuchen und ist deshalb Analphabet, was seine Chancen, für sich und seine Familie finanziell aufzukommen, stark reduziert. Die Familie lebt somit monatlich von 100 Franken Kindergeld und 65 Franken Sozialzulage.

Ihr Haus ist für arme Verhältnisse einigermassen in Ordnung. Die fünfköpfige Familie teilt sich zwar nur einen Raum, in dem die Kochgelegenheit, die Betten und der Tisch eng beieinanderstehen, aber es ist sauber. Ein Bett ist sehr alt und steht auf Ziegelsteinen. Die Toilette ist eine Latrine im hinteren Teil des Hofes. Ein Badezimmer mit Dusche sucht man vergeblich.

Robert ist krank, aber willig.
Wir möchten dieser Familie gerne mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln für die Kinder helfen. Ein grosser Segen wäre auch ein zusätzliches Bett. Mit dem Betrag von 3 300 Franken erleichtern wir Familie Lingurar den Übergang in den Frühling.

Projekt Nr. 4050 – "Übergangshilfe Robert"

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FÖRDERUNG VON TALENTEN
Geschickte Hände sollten gefördert werden
RUMÄNIEN – Die aktuelle Situation in Rumänien treibt viele Familien in die Verzweiflung.

Die Corona-Krise bringt viele Familien in noch grössere Armut und Angst.

Im Extremfall reichen die Mindestlöhne sowie das Arbeitslosengeld nicht mehr für das Allernötigste aus. Viele Familien, vor allem solche mit mehreren Kindern, verlieren den Mut, weil sie nicht mehr die Möglichkeit haben, eine Mahlzeit auf den Tisch zu bringen. Es ist erschreckend, dass vermehrt dieser Umstand dazu führt, dass Kinder die Schule abbrechen und somit ihre Chancen auf Bildung und das Erlernen eines Berufes verunmöglicht. Heute lebt jedes zweite Kind in Rumänien in Armut.

Diaconia Braşov übernimmt Verantwortung und unterstützt solche Familien tatkräftig. Dies ist für viele ein grosser Segen.

Vor allem in der momentanen Situation wollen wir Kinder und Jugendliche wie Benjamin dabei unterstützen, ihre Gaben und Talente sinnvoll einzusetzen.

Benjamins (13) grosse Leidenschaft ist die Mechanik. Den Schulunterricht mag er nicht besonders. Sein erklärtes Ziel: Er möchte einmal eine Werkstatt aufbauen, in der er alles Mögliche reparieren kann.

Geschickte Hände sollten gefördert werden.
Tatsächlich ist er mechanisch sehr talentiert und viele Nachbarn und Freunde bitten ihn um Hilfe bei diversen Reparaturen. Obwohl er nur einen Schraubenzieher und einen Schraubenschlüssel besitzt, gelingt ihm damit Aussergewöhnliches.

Nächstes Jahr kommt Benjamin in die Oberschule, dort hat er die Möglichkeit, eine mechanische Berufsschule zu besuchen, in der er seinen Wunschberuf erlernen kann. Sein Traum wird mit unserer Unterstützung wahr werden!

Wie dieser Junge besuchen uns Dutzende von Kindern im Diaconia-Zentrum, die sich eine stabile Zukunft aufbauen möchten und selber für den Lebensunterhalt sorgen wollen. Was sie dazu benötigen, ist unsere Aufmerksamkeit und unser Vertrauen in sie, damit sie ihre Talente und Leidenschaften in ihren zukünftigen Beruf einbringen können.

Dürfen wir Sie um diese Aufmerksamkeit bitten? Damit sichern Sie die Zukunft vieler Jugendlicher, die Gefahr laufen, auf der Strasse zu landen.

Mit diesem Projekt unterstützen Sie unsere präventive Arbeit für Kinder und Jugendliche.

Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 4051 – "Talente fördern"

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„Wenn ich erwachsen bin, werde ich alles tun, damit mein kleiner Bruder gesund wird.“
Ohne unsere Hilfe wird dies der ältere Bruder nicht bewerkstelligen können!
ARMENIEN – Vor einigen Tagen hatte unser Einsatzteam in Armenien die Gelegenheit, die Familie von Makar Makiyan (30) zu besuchen. Makar lebt zusammen mit seiner Frau Christina (25) mit den beiden Kindern, Vardan (4) und Vahe (2) in der Stadt Armavir, in der Nähe von Jerewan.

Die junge Familie erlebt zurzeit gerade ein Wechselbad der Gefühle. Der kleine Vahe wurde mit der Krankheit „Infantile Spasmen“ geboren. Er wächst nicht, bewegt sich nicht und spricht nicht. Das West-Syndrom, wie die Krankheit auch genannt wird, ist eine sehr seltene und spezifische Kombination von Epilepsiesanfällen und kindlichen Krämpfen.

Dementsprechend sind die Ärzte vor Ort gefordert und die Familie ist ratlos und verzweifelt. Sie tut alles, um das Leben des Kindes zu retten, aber im Moment ist sein Zustand instabil. Vahe befindet sich zum Glück in Behandlung.

Vardans einziger Wunsch ist es, dass sein kleiner Bruder wieder gesund wird. Er sagt: „Wenn ich erwachsen bin, werde ich alles tun, damit Vahe gesund wird.“ Vardan ist sehr um seinen kleinen Bruder besorgt.

Makar zeigt uns mit Tränen in den Augen die Fotos seines damals neugeborenen Vahes. Der junge Familienvater befindet sich in einem schwierigen und hoffnungslosen Zustand. Er sagte, dass er überall nach einem Job sucht, damit er wenigstens etwas zu Essen für seine Kinder kaufen kann. Das einzige Einkommen der Familie ist die Krankenrente von 52 Franken für Vahe und die Familienhilfe von 68 Franken.

Der kleine Vahe leidet an einer seltenen Krankheit.
Das Haus, in dem sie wohnen, gehört den Eltern von Makar. Es ist in einem sehr schlechten Zustand. Eines der grössten Probleme ist das undichte Dach. Das Wasser tropft von überall ins Innere ein. Makar musste es notdürftig mit Zellophan vor Regen und Schnee schützen. Die Küche ist ebenfalls noch eine Baustelle. Sie ist erst halbfertig und befindet sich in einem unhygienischen Zustand.

Diese junge Familie braucht wirklich unsere Hilfe, denn die Probleme häufen sich schneller, als deren Lösungen gefunden werden können.

Dies wollen wir ändern, indem wir zuerst das Dach des Hauses renovieren, damit es im Inneren trocken und warm wird. Anschliessend, wenn das Geld reicht, steht auch die unfertige Küche auf unserem Arbeitsplan.

Die Familie hofft auf unsere Hilfe. Die Tage vergehen und alle beten und hoffen, dass sie eines Tages sorgenfrei und glücklich leben können.

Gerne wollen wir die Makiyans unterstützen, damit sie wieder nach vorne schauen und weiterleben können. Um dieser Familie zu helfen, brauchen wir 3 100 Franken.

Projekt Nr. 4052 – "Undichtes Dach"

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