DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 05 | Mai 2020 | Erscheint monatlich | 40. Jhg.
EDITORIAL
Wenn Kinder Kinder unterstützen...
Kürzlich hatte ich eine wunderschöne Begegnung mit einem 11-jährigen Jungen aus meiner Gemeinde. Seine Geschichte bewegt mich so sehr, dass ich diese gerne mit Ihnen teilen möchte. Janis, wie der Junge heisst, ist begeistert von Ziegen, am liebsten hätte er welche in seinem Garten. Als er letzten Herbst unsere Diaconia-Tieraktion im Briefkasten vorfand, war er sofort Feuer und Flamme. Zusammen mit seinen Eltern gestaltete er umgehend einen Infozettel, lud seine Nachbarn, Freunde, Lehrer und Familienangehörigen ein, um Geld für eine Ziege zu sammeln. Dafür war ihm auch der Aufwand nicht zu gross, seinen «Spendern» frischen Zopf und «Cornflakesguetzli» zu backen und anzubieten. Hierbei begegnete ihm ein sehr grosses Wohlwollen und es wurde fleissig gespendet. Das Ergebnis dieser Aktion war nicht nur für Janis und seine Familie erfreulich. Durch diese grossartige Aktion konnten wir einer armenischen Familie mit 7 Kindern 2 Ziegen mit Jungen und gleich noch 5 Hühner dazu kaufen. Die Familie ist überglücklich und stolz auf die Leistung von Janis!

Liebe Spenderinnen und Spender
Sicher wissen Sie schon lange, dass uns als Hilfswerk Menschen in Not, vor allem Familien und Kinder, am Herzen liegen. Wir glauben, dass die Familie als Lebensraum in jeder Gesellschaft und Kultur eine sehr wichtige Rolle einnimmt und dass es sich lohnt, sich dafür einzusetzen und zu investieren. Längst nicht alle Kinder in unseren Einsatzländern haben die Möglichkeit, wohl behütet und wertgeschätzt aufzuwachsen. Dabei fehlt es oft nicht einmal in erster Linie an materiellen und finanziellen Ressourcen, sondern oft auch an den fehlenden sozialen oder pädagogischen Strukturen. Unter unseren Hilfsprojekten finden Sie wie immer Bau-, Schul- und Bildungsprojekte, sowie solche, welche auf die medizinische Versorgung ausgerichtet sind, oder auch Tierprojekte. Sicher ist auch dieses Mal wieder eine Familie dabei, welche Ihr Herz berührt. Lassen Sie sich, wie Janis, von einem dieser Angebote inspirieren und helfen Sie mit, dass Menschen ihren Lebensraum erweitern können.

Herzlich Ihr

Stephan Schneider
Stv. Geschäftsführer
Hoffnung trotz Dunkelheit
Vater lässt Frau und Kinder im Stich
Armenien – Die vierfache Mutter ist von Herzen dankbar für ihre Kinder. Sie geben ihr die Kraft zum Durchhalten und lindern den Schmerz über die Treulosigkeit ihres Mannes.

Familie Sayadyan lebt in Mezamor, einer Stadt in der Provinz Armawir, etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Jerewan entfernt.

Azatuhi (30) und ihrem Mann wurden zweimal Zwillinge geschenkt, die beiden Mädchen Anna und Sanam (5) und die beiden Knaben Karlen und Karen (1). Die Familie wohnte vorerst unter ganz schlechten Bedingungen im Dorf Badal. Seit zwei Jahren mietet sie für monatlich 33 Franken eine kleine Wohnung in Mezamor.

Azatuhis Mann, Tadevos Grigoryan (33), lebt und arbeitet im Ausland und übernimmt leider keinerlei Verantwortung für die Familie. Er hat sich völlig distanziert und lebt sein eigenes Leben.

Deshalb hat sich Azatuhi mit der Bitte um Unterstützung an uns gewandt. Weil sie für ihre Kinder sorgen muss, hat sie nicht die Möglichkeit, arbeiten zu gehen. Ihr einziges Einkommen besteht aus einem Familienzuschuss von 100 Franken. Wenn sie die Miete bezahlt hat, versucht sie, sich und die Kinder mit dem Rest des Geldes einen Monat lang über Wasser zu halten.

Vater lässt Frau und Kinder im Stich.
Als Folge einer schwierigen Geburt leidet Azatuhi unter ständigen Schmerzen, kann sich einen Arztbesuch aber nicht leisten. Allein die Freude an ihren Kindern gibt ihr die Kraft zum Durchhalten. Einer der beiden Knaben, Karen, brach sich vor wenigen Tagen drei Finger, als seine Hand unter ein Eisentor geriet. Er wurde operiert und Azatuhi hofft von Herzen, dass seine Hand folgenlos heilt.

Azatuhi bittet um Unterstützung für sich und ihre Kinder, weil sie keinen anderen Ausweg weiss. Sie hat schon mehrmals Menschen um Hilfe gebeten, leider ohne Erfolg.

Enttäuschen wir sie nicht und schenken wir ihr und den Kindern neue Hoffnung!

Mit 1 700 Franken könnten wir der leidgeprüften Mutter und ihren Kindern helfen. Vielen herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3879 – "Hoffnung trotz Dunkelheit"

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Information zur Corona-Krise
Liebe Spenderin, lieber Spender

Sicher haben Sie sich in den letzten Tagen auch die Frage gestellt, wie es in Bezug auf die Corona-Pandemie in unseren Einsatzgebieten aussieht. Wie die meisten Länder der Welt sind auch Armenien, Rumänien und Indien vom Virus betroffen. Die Auswirkungen in diesen Gegenden sind gravierend. Ähnlich wie bei uns ist man ratlos und versucht, sich so gut es möglich ist gegen die Krankheit zu wehren und sich davor zu schützen. Aber die Mittel, an denen es hierzulande schon mangelt, fehlen in unseren Einsatzländern fast gänzlich. Als Hilfswerk sind wir ständig mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort in Kontakt. Nach ersten Angaben laufen sämtliche Hilfsprojekte weiter. Die Versorgung der Hilfesuchenden und der Patenkinder mit Lebensmitteln und Hilfsgütern ist immer noch gewährleistet. Es könnte jedoch vorkommen, dass unter diesen schwierigen Umständen die Gelder oder Hilfsgüter mit etwas Verzögerung bei den Hilfesuchenden ankommen. Es ist unser Anliegen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche sich in ihrem Einsatz in Gefahr begeben, gut geschützt und vorbereitet ihren Dienst erfüllen können.

Die Menschen in Not benötigen unsere gemeinsame Hilfe mehr denn je.

Gerne dürfen Sie den grossen Mehraufwand, welcher durch die Corona-Krise entstanden ist, mit einer Spende auf unser Soforthilfe-Konto mit dem Vermerk „Corona-Hilfe“ unterstützen. Benutzen Sie dazu bitte den beiliegenden Einzahlungsschein.

Herzlichen Dank, dass Sie auch unsere Projekte und Hilfeleistungen weiterhin tatkräftig unterstützen.

Projekt Nr. 3880 – "Soforthilfe Corona"

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„Ich kann doch meine Familie nicht im Stich lassen!“
„Was wäre, wenn etwas passiert und ich nicht helfen könnte? Ich würde mir das nie verzeihen!“
RUMÄNIEN – Alexandru fällt die Entscheidung nicht leicht. Im Ausland könnte er ein bisschen mehr Geld verdienen. Er beschliesst jedoch, bei seiner Familie zu bleiben. Er will seine Frau nicht im Stich lassen, er möchte die Kinder aufwachsen sehen. Aber der Alltag ist ein Kampf ums Überleben.

Für Alexandru hat seine Familie oberste Priorität.
Alexandru und Mirabela Grozavu sind verheiratet und leben mit ihren drei Kindern Sara (3), Isaia (2) und Denis (7 Monate) im Dorf Belin, 37 Kilometer von Brașov entfernt. Die junge Familie durchlebt gerade eine sehr schwierige Zeit, da Alexandru als Gelegenheitsarbeiter auf dem Bau nicht viel verdient und auch nicht jeden Tag Arbeit erhält. Die fünfköpfige Familie lebt in einem bescheidenen Häuschen. Den Strom erhält sie illegal von einem Nachbarn. Alexandru gefällt dies nicht, aber beschämt erklärt er: „Mir fehlt schlichtweg das Geld, um die Bewilligung für den Anschluss zu erhalten. Unser Land steht nicht im Grundbuch und unser Häuschen ist selber gebaut und improvisiert. Deshalb wäre es eine lange, komplizierte und teure Angelegenheit, diese Bewilligung zu erhalten.“

Für Alexandru hat seine Familie oberste Priorität.
Der besorgte Vater kam zu Diaconia und bat um Hilfe für seine Familie. Die Kinder benötigen Windeln, die sehr viel Geld kosten. Der Jüngste trinkt zudem noch Babymilch, auch die ist für die Familie sehr teuer.

Alexandru ist ein verantwortungsbewusster Vater. Um bei seiner Familie bleiben und seine Frau mit den Kindern unterstützen zu können, schlug er das Angebot aus, im Ausland Erdbeeren zu pflücken. „Ich habe den Gedanken einfach nicht ertragen, so lange von Mirabela, Sara, Isaia und Denis getrennt zu sein. Ich möchte zuhause sein, um meiner Frau zu helfen, falls ein Kind krank werden sollte.“ Alexandru spricht aus Erfahrung. Sara wurde mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen geboren und musste bereits mit sechs Monaten am Dickdarm operiert werden. Ein halbes Jahr lang musste das kleine Mädchen daraufhin im Spital bleiben. Das war eine Zerreissprobe für die ganze Familie.

„Was wäre, wenn etwas passiert und ich nicht helfen könnte? Ich würde mir das nie verzeihen!“
Die Familie Grozavu freut sich über den Frühling. Die kalte Jahreszeit ist immer besonders schwer zu ertragen. Brennholz ist sehr teuer, deshalb muss Mirabela jeweils sparsam heizen.

Wir möchten der verzweifelten Familie gerne helfen, den Strom beziehen zu können. Solarpanels auf dem Dach könnten ihr kleines Häuschen in Zukunft mit Energie versorgen. Windeln, Milchpulver, Lebensmittel und Brennholz wären ein grosser Segen für Familie Grozavu. Mit 3 800 Franken können wir dies verwirklichen. Wir bedanken uns ganz herzlich für alle Unterstützung!

Projekt Nr. 3881 – "Familienhilfe Grozavu"

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Hoffnungslos allein
Die Lebensumstände von Familie Poghosyan sind erschütternd
ARMENIEN – Als wir die Familie Poghosyan besuchten, erschien uns alles wie ein Albtraum, aus dem man schnell aufwachen möchte. Weinend begrüsst uns die Mutter Greta, ihre zwei Söhne schauen beschämt zu Boden.

Die 54-jährige Greta Poghos-yan verlor vor drei Jahren ihren Ehemann. Da das Geld für die medizinische Behandlung fehlte, starb er an einer Lungenentzündung.

Greta hat in ihrem Leben viel Schweres durchgemacht, das Glück war nie auf ihrer Seite. Der Verlust ihres Mannes hat sie hart getroffen und vor neue grosse Probleme gestellt.

Sie wohnt mit ihren beiden Söhnen am Rande des Dorfes Aygevan in einem ehemaligen Bahnwagen, der dem Bruder ihres verstorbenen Mannes gehört. Narek (26), der älteste Sohn, wurde mit einer Hirnschädigung geboren und ist geistig behindert. Hayrapet (20) hat gesundheitliche Probleme und wurde deshalb aus der Armee entlassen. Obwohl diese Familie dringend ärztliche Behandlung nötig hätte, hat sie keine Chance, einen Arzt aufzusuchen, weil schlichtweg das Geld dazu fehlt.

Poghosyans leben sehr isoliert und haben mit niemandem Kontakt, sie besitzen weder Telefon noch Fernseher oder Radio. Sie sind total von der Umwelt isoliert. Sie haben keine Freunde, mit denen sie sich treffen könnten, niemanden, der ihnen helfen würde. Auch vom Staat haben sie nie Unterstützung erhalten. Greta, Narek und Hayrapet schämen sich ihrer Armut.

Die Lebensumstände von Familie Poghosyan sind erschütternd.
Wenn das Essen knapp ist und sie Hunger haben, trinken sie möglichst viel Wasser, um den Magen zu füllen und das ärgste Hungergefühl zu stillen.

Greta leidet seit Jahren immer wieder an Lungenentzündungen. Wenn die Saisonarbeit beginnt und sie für die Nachbarn auf den Feldern arbeiten kann, leidet ihre angeschlagene Gesundheit sehr.

Das einzige feste Einkommen der Familie besteht aus Nareks Behindertenrente und beträgt 54 Franken im Monat. Als wir diese arme Familie besuchten, kam uns alles vor wie ein böser Traum. Leider aber ist es bittere Realität. Vor lauter Scheu und Scham wagten Greta und ihre Söhne nicht einmal, uns in die Augen zu schauen. In ihren traurigen Gesichtern war kein Funken Freude zu erkennen, Greta musste sogar die ganze Zeit weinen.

Mit Tränen erzählte sie: „Das Einzige, was wir haben, ist dieser Bahnwagen und der gehört nicht uns, sondern meinem Schwager. Immer wieder warnt er uns, bereit zu sein für den fälligen Auszug.“

Diese Familie braucht ganz dringend unsere Hilfe. Wir sind ihre letzte Hoffnung und schon die kleinste Unterstützung wird ihr eine grosse Hilfe sein. Mit 2 300 Franken könnten wir Poghosyans eine schwere Last abnehmen und ihnen zeigen, dass es Menschen gibt, die sie lieb haben.

Projekt Nr. 3882 – "Hoffnungslos allein"

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„Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ Matthäus 5,7

Fragen über Fragen
Sorin versteht die Welt nicht mehr
RUMÄNIEN – Der achtjährige Junge weint oft. Er vermisst seine geliebten Grosseltern, die Freunde und die vertraute Umgebung. Am schlimmsten jedoch ist es für ihn, seine Mutter so traurig und niedergeschlagen zu sehen. Er möchte ihr helfen und weiss doch nicht wie.

Sorin Frunzaru ist traurig. Er hat den Boden unter seinen Füssen verloren und weiss nicht, wieso plötzlich alles ganz anders ist. Bis vor zwei Jahren war die Welt noch in Ordnung. Zusammen mit seiner Mutter Lenuta und seiner Schwester lebte er bei den liebevollen Grosseltern. Er konnte im Garten spielen und sich mit seinen Freunden austoben. Manchmal rief der Vater an und versprach ihm tolle Spielsachen, spannende Ausflüge und gemeinsame Ferien. Zweimal im Jahr kam er sogar zu ihnen auf Besuch und brachte Süssigkeiten mit. Dass die anderen Versprechen nicht eingelöst wurden, kümmerte Sorin nicht gross, die gemeinsamen Ferien konnten ja warten.

Aber dann, vor zwei Jahren, entschied der Vater, dass er nicht mehr mit Sorins Mutter verheiratet sein wollte. Aber Sorin verstand nicht, warum er mit seiner Mutter und der Schwester nicht weiterhin bei den Grosseltern leben konnte. Lenuta versuchte ihm zu erklären, dass die Grosseltern nicht ihre Eltern seien, sondern die des Vaters. Aber was spielte denn das für eine Rolle? Er liebte sie und wohnte gerne bei ihnen.

Sorin versteht die Welt nicht mehr.
Trotzdem mussten sie ausziehen. Sorin sah die Tränen in den Augen seiner Grosseltern, als sie sich voneinander verabschiedeten. Auch das verstand er nicht. Warum hielten sie ihn dann nicht zurück? Warum musste er gehen, wenn sie ihn doch offensichtlich liebten? Fragen über Fragen, und niemand konnte sie so beantworten, dass er es verstehen konnte.

So wie Sorin geht es Hunderttausenden von Kindern in Rumänien. Die Statistiken besagen, dass sich von den Ehepaaren, bei denen einer der Partner länger als drei Jahre im Ausland arbeitet, 93 Prozent scheiden lassen. Wenn beide Elternteile ins Ausland gehen und die Kinder bei Verwandten oder sogar Fremden untergebracht sind, ist das Leid noch grösser. In den Erzählungen dieser Kinder tauchen oft Begriffe auf wie Einsamkeit, Mangel, Sehnsucht, Fürsorge. All diese Wörter charakterisieren das Bedürfnis nach Eltern sowie das akute Fehlen des Zugehörigkeitsgefühls und der Geborgenheit.

Sorin lebt jetzt mit seiner Mutter und seiner älteren Schwester in einem ärmlichen Viertel am Stadtrand von Brașov. Lenuta arbeitet hart und kämpft dafür, ihre kleine Familie irgendwie durchzubringen.

Wir möchten die Familie sowohl emotional als auch finanziell unterstützen. Für dieses Projekt benötigen wir 3 300 Franken. Herzlichen Dank für alle Hilfe!

Projekt Nr. 3883 – "Hilfe für Sorin"

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Ein schicksalhafter Tag
Ein scheuendes Pferd veränderte das Leben von Familie Borcsa von Grund auf
RUMÄNIEN – „Der Unfall hat all unsere Pläne und Träume über den Haufen geworfen. Die Schulden wachsen uns über den Kopf. Die wenigen Lebensmittel, die wir uns momentan zugestehen, lassen wir anschreiben.“

Dumitru arbeitet trotz seiner Einschränkung weiter – aber um Pferde macht er seit dem Unfall einen Bogen.
Dumitru (50) hat schon immer im Wald gearbeitet. So auch an jenem schicksalhaften Tag im vergangenen Jahr. Eines der Arbeitspferde scheute plötzlich, schlug aus und traf Dumitrus Gesicht. Der Kieferknochen brach, das rechte Auge wurde schwer verletzt. Obwohl Dumitru in verschiedenen Spitälern behandelt wurde, konnte das Augenlicht nicht gerettet werden. Um die Arztrechnungen bezahlen zu können, brauchten der siebenfache Vater und seine Frau Iustina zuerst alle Ersparnisse auf und anschliessend mussten sie von Bekannten Geld ausleihen. Jetzt sind sie schwer verschuldet.

Die Kinder des Ehepaars sind alle bereits verheiratet. Sie leben jedoch in der gleichen Armut und können ihren Eltern nicht helfen.

Iustina ist eine engagierte Ehefrau. Sie versucht nach Kräften, etwas zu verdienen und nimmt jede sich bietende Gelegenheitsarbeit an. Eine Zeit lang war sie sogar in einer Fabrik angestellt. Nach einigen Monaten war Iustinas Vorgesetzter nicht mehr bereit, ihre Fahrtkosten zu übernehmen, deshalb musste sie die Stelle aufgeben.

Iustina und Dumitru halten zusammen, auch im Leid.
Auch Dumitru bleibt nicht tatenlos, er sammelt Alteisen und verdient so ein paar Lei. Auch nimmt er trotz seiner Einschränkung Gelegenheitsarbeiten an. Seit dem Unfall fürchtet er sich jedoch vor Pferden, deshalb kann er viele Arbeiten nicht mehr erledigen.

Doch trotz all dieser Bemühungen ist die finanzielle Lage des Ehepaars katastrophal.

Das Häuschen, in dem Borcsas wohnen, ist schon alt und zerfällt von Jahr zu Jahr mehr. Dumitru möchte es gerne reparieren, kann sich aber das Baumaterial nicht leisten.

Dazu kommt, dass der 50-jährige Mann aufgrund seiner Verletzungen regelmässig ärztliche Aufgebote zu Kontrolluntersuchungen bekommt. Die Termine nimmt er nie wahr, denn das Geld fehlt sowohl für die Arztrechnungen als auch für die Fahrtkosten.

„Wir essen oft Gemüsesuppe. Das ist günstig und gesund!“
Die Eheleute sehen einer dunklen Zukunft entgegen. Zwar sprechen sie sich gegenseitig immer wieder Mut zu, aber insgeheim schwindet die Hoffnung bei beiden.

Wir möchten hier eingreifen. Mit 3 500 Franken können wir dem Ehepaar Borcsa aus ihrer Not heraushelfen. Dumitru und Iustina brauchen dringend Lebensmittel und Kleider. Damit Dumitru die nötigen Arzttermine wahrnehmen kann, wollen wir die Rechnungen sowie die Fahrtkosten in die Stadt bezahlen.

Projekt Nr. 3884 – "Ein schicksalhafter Tag"

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Mutterliebe
Mutter und Sohn brauchen Hilfe
ARMENIEN – Anahit bricht ihre medizinische Behandlung ab, damit ihrem Sohn geholfen werden kann. Doch auch für seine Therapie reicht das Geld nicht. Die Familie fleht uns um Unterstützung an.

Die Familie Martirosyan lebt in der Stadt Charentsavan im Zentrum Armeniens.

Viele Jahre lebte Anahit (43) mit ihrem Mann und den beiden Söhnen glücklich und zufrieden und war dankbar, dass sie gut über die Runden kamen. Beide Elternteile hatten Arbeit, die Kinder durften zur Schule gehen und freuten sich gemeinsam an ihren Erfolgen.

Aber auf die glückliche Zeit folgten Jahre des Leidens. Im Frühjahr 2016 verstarb Anahits (43) Mann ganz plötzlich an einem Schlaganfall. Jener Tag hat ihr Leben und das Leben von Jacob (15) und Virab (14) vollständig verändert. Der Ehemann und Vater wird schmerzlich vermisst und die Familie wurde schon bald mit neuen Nöten konfrontiert.

Im Jahr 2018, als Anahit wie gewöhnlich zur Arbeit ging, verspürte sie plötzlich starke Schmerzen im Bauch. Sie wurde ins Spital gebracht und die Ärzte diagnostizierten einen Magentumor. Nun konnte Anahit nicht mehr länger für ihre Familie sorgen. Sie musste all ihr Hab und Gut verkaufen, um die Spitalkosten bezahlen zu können. Doch bis heute sind ihre Gesundheitsprobleme nicht gelöst, da bei ihrem älteren Sohn Rückenprobleme auftraten. So brach Anahit ihre eigene Behandlung ab, und verwendete das Geld, um ihren Sohn Jacob zum Arzt zu bringen.

Mutter und Sohn brauchen Hilfe.
Sie stellte ihm zuliebe ihre eigene notwenige Behandlung zurück. Damit die Beeinträchtigungen an seiner Wirbelsäule nicht schlimmer wurden, brauchte er dringend medizinische Betreuung. Aber auch hier reichten die Finanzen der Familie nicht, die Behandlung musste abgebrochen werden. Die Ärzte rieten Jacob, mindestens den Schwimmunterricht zu besuchen, doch auch das kann Anahit sich nicht leisten.

Das einzige Einkommen besteht aus der Altersrente von Anahits Mutter Rosa (66), die bei ihnen wohnt. Der geringe Betrag von 90 Franken reicht jedoch nicht einmal für genügend Nahrung.

Ihre Unterkunft ist in einem sehr schlechten Zustand und kann nicht beheizt werden. Die Wände sind schwarz von der Feuchtigkeit und dem Schimmel.

Anahit flehte uns an, ihnen zu helfen. Sie bat uns um Lebensmittel und Geld für Jacobs Schwimmunterricht.

Wir konnten Jacob nicht fotografieren, da ihn unser Gespräch sehr mitgenommen hat und er das Haus weinend verliess.

Mit 1 900 Franken dürfen wir für diese leidende Familie ein Lichtblick sein. Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Spende.

Projekt Nr. 3885 – "Mutterliebe"

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Junge Mutter ist verzweifelt
„Nicht einmal für einen einzigen Ziegelstein reicht das Geld!“
RUMÄNIEN – „Ich befand mich gerade am Anfang meiner dritten Schwangerschaft, als mein Mann mich wegen einer anderen Frau verliess. Seither hat er kein einziges Mal Interesse gezeigt für seine Kinder.“

Junge Mutter ist verzweifelt.

„Nicht einmal für einen einzigen Ziegelstein reicht das Geld!“.
Der siebenjährige Stefan und die fünfjährige Carla leiden sehr unter dem Verlust des Vaters und fühlen sich zurückgestossen. Die kleine Sofia ist erst drei Monate alt, sie hat ihren Papa noch nie gesehen.

Lacramioara zog mit den Kindern bei ihren Eltern ein. Diese nahmen sie mit offenen Armen auf, auch wenn jetzt acht Personen in einem Raum leben müssen. Zwei bereits erwachsene Geschwister der jungen Mutter wohnen auch noch zu Hause. Der alte Ofen der Familie raucht und verpestet die Luft, das Atmen fällt schwer in dem kleinen Häuschen.

Carla vermisst ihren Papa.
Stefan besucht die Schule, Carla geht in den Kindergarten. Sie kam mit einem Herzproblem zur Welt, welches sich jedoch unterdessen verbessert hat.

Es ist für Lacramioara fast ein Ding der Unmöglichkeit, ihre Kinder grosszuziehen. Sie hat kein Einkommen, und die Windeln, die Säuglingsmilch sowie die Lebensmittel für die kleine Familie sind für sie fast unerschwinglich.

Die Eltern sind schon alt und selber sehr arm, sie können ihre Tochter finanziell nicht unterstützen. Aber sie haben ihr eine Ecke Land auf ihrem Grundstück zur Verfügung gestellt, damit sie sich dort ein Häuschen bauen könnte. Leider fehlt der jungen Mutter auch dazu das Geld.

Stefan spürt die Sorgen seiner Mutter und versucht, sie nach Kräften zu unterstützen.
Wir möchten die Familie Barbieru gerne mit den Lebensnotwendigkeiten wie Windeln, Milchpulver, Lebensmittel und Kleider unterstützen. Ein neuer Ofen wäre eine grosse Hilfe. Und damit der Traum von den eigenen vier Wänden ein Stück näher rückt, möchten wir Lacramioara Baumaterial kaufen. Für dieses Projekt brauchen wir 3 600 Franken.

Wir bedanken uns herzlich für jede Unterstützung!

Projekt Nr. 3886 – "Geld für Ziegelsteine"

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Lebensgrundlage gestohlen
Trotz grossem Verlust nicht hoffnungslos
ARMENIEN – Die Zukunft schien endlich gesichert und die Familie hatte gesunde Lebensmittel. Doch dann geschah der Diebstahl.

Man fühlt sich automatisch wohl bei Familie Gevorgyan. Die Familienmitglieder strahlen Freundlichkeit und Wärme aus, ihr Umgang miteinander ist liebevoll.

Dank den fröhlichen Bildern an den Wänden und den heiteren Gesichtern der Kinder übersieht man fast, wie klein das Haus ist, wie alt die Möbel sind.

Die achtköpfige Familie lebt im Dorf Zoravan in der Provinz Kotajk. Sie kann sich keine Mietwohnung leisten. Zum Glück hat ein Dorfbewohner Seryozha (48), seiner Frau Anna (46) und ihren sechs Kindern eine temporäre Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Der Familienvater arbeitete viele Jahre in der Mühle des Dorfes. Eines Tages verletzte er sich bei der schweren Arbeit am Bein. Seither kann er keine anstrengenden Arbeiten mehr verrichten. Er entschied sich, Vieh zu züchten, um seine Familie vor Armut und Hunger zu bewahren. Es war mit grossen Schwierigkeiten verbunden, sich das nötige Geld zu leihen, doch es gelang und Seryozha konnte sich vier Kühe kaufen.

Alles lief gut. Von der Milch stellten er und seine Frau Joghurt und Butter her für ihre Kinder. Der älteste Sohn übernahm alle schweren Arbeiten, weil er sehr besorgt war um seinen Vater und ihn schonen wollte. 2016 musste Samvel ins Militär, um den obligatorischen Wehrdienst zu absolvieren. Im November entschieden die liebevollen Eltern, Samvel zu besuchen. Die Geschwister waren von der Idee begeistert, Samvel freute sich sehr und die Familie verbrachte eine tolle Zeit zusammen.

Trotz grossem Verlust nicht hoffnungslos.
Bei der Rückkehr nach Zoravan erwartete Gevorgyans jedoch eine böse Überraschung. Während ihrer Abwesenheit waren ihnen alle vier Kühe gestohlen worden. Der Stall war leer und die Trauer gross. Bis heute wurde der Diebstahl nie aufgeklärt und die Familie erhielt keinerlei Vergütung. Wie weiter? Wovon leben? Zwei Jahre später wurde Samvel aus dem Militär entlassen, kam wieder nach Hause und arbeitet seither in einem Früchteladen, um die Familie zu unterstützen. Javahir (23) studierte mit grossem Erfolg, musste aber ihr Studium abbrechen, weil das Geld fehlt. Mariam (18) besucht eine Schneiderinnen-Ausbildung, Lilit (15) und John (13) gehen noch zur Schule. Der Jüngste, Aram, ist erst zwei Jahre alt und geniesst die Liebe und Aufmerksamkeit der ganzen Familie.

Bei unserem Besuch sahen wir, dass die Familie viele Nöte hat, einige davon sind besonders dringlich.

Seryozha, der wegen seiner Knieprobleme keine andere Arbeit verrichten kann, würde am liebsten wieder Vieh züchten. Damit seine Schmerzen im Knie nicht noch schlimmer werden, sollte er unbedingt einen Arzt konsultieren können. Auch braucht die ganze Familie Essen und Kleider.

Mit 2 300 Franken möchten wir dieser geplagten Familie gerne einen neuen Start ermöglichen und sie mit dem Nötigsten unterstützen. Wir danken Ihnen herzlich für jede Spende.

Projekt Nr. 3887 – "Eine zweite Chance für Gevorgyans"

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Gott ist unsere Hoffnung
Agnesa benötigt dringend eine Augenoperation
ARMENIEN – Die vierfache Mutter ist glücklich: „Ich bin stolz auf meine Töchter und so dankbar für meine Familie. Ich vertraue darauf, dass Gott für uns sorgen und uns helfen wird.“

Es macht demütig, diese Worte aus dem Mund einer Frau zu hören, deren Alltag von Entbehrungen und Mangel geprägt ist. Aber Agnesa (32) lässt sich von den Umständen nicht deprimieren und vertraut auf ihren Schöpfer. Sie lebt mit ihrem Mann Vigen (39) und ihren vier Töchtern in Mezamor in der Provinz Armawir. Die älteren Mädchen, Anush (13) und Raisa (10), besuchen die Schule. Die Zwillinge Sun und Tatev kamen vor zwei Jahren zur Welt.

2015 ist Familie Sargsian vom Dorf Vahan in die Stadt Mezamor umgezogen. Auf dem Land lebte sie bei Vigens Eltern. Vigen war Berufssoldat. Weil er auch bei Regenwetter oft draussen arbeiten musste, wurde er krank, bekam Probleme mit den Bronchien und musste leider seine Stelle aufgeben.

Familie Sargsian wohnt nun für 41 Franken Miete in einer Wohnung, die nicht beheizt werden kann.

Vigen hat keine feste Arbeitsstelle und arbeitet als Saisonarbeiter. Das einzige feste Einkommen ist die Familienzulage von 100 Franken.

Agnesa benötigt dringend eine Augenoperation.
Im Moment befindet sich die Familie in einer sehr schwierigen Situation. Raisa hat ernsthafte Augenprobleme. Die Sehkraft des einen Auges beträgt nur noch 20 Prozent. Das zehnjährige Mädchen müsste dringend operiert werden, damit es auf dem kranken Auge nicht erblindet. Den Eltern fehlt jedoch das Geld für eine gründliche ärztliche Untersuchung, geschweige denn für eine Operation.

Anush, die älteste Tochter, hat ebenfalls Augenprobleme, die erst kürzlich in der Schule bemerkt wurden.

Familie Sargsian hat niemanden, der ihr helfen könnte. Die Eltern tun, was sie können, um für ihre Kinder zu sorgen. Der Vater nimmt jede mögliche Arbeit an und trotzdem reicht das Geld nicht.

Manchmal bekommt die Familie Lebensmittel von hilfsbereiten Nachbarn, es gibt jedoch Tage, an denen die Kinder Hunger leiden.

Familie Sargsian braucht unsere Hilfe! Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sie sich satt essen kann und Raisas Auge richtig behandelt werden kann. Mit 1 700 Franken können wir ihr Nahrungsmittel besorgen und die nötige ärztliche Behandlung zukommen lassen. Herzlichen Dank für Ihre Spende!

Projekt Nr. 3888 – "Augenoperation für Agnesa"

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