DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
Ausgabe Nr. 06 | Juni 2018 | Erscheint monatlich | 38. Jhg.
Ein neues Leben für Alina und ihre Kinder
24-Jährige floh vor ihrem gewalttätigen Ehemann und kam bei ihren Eltern unter
RUMÄNIEN – Alina steht vor dem Kühlschrank: „Der funktioniert nicht mehr. Ich habe ihn schon kaputt als Bezahlung für einen Job bekommen. Aber ich kann ihn als Kleiderschrank benutzen.“

Mutter und Kinder leben in sehr ärmlichen Verhältnissen.
Die 24-jährige Mutter dreier Kinder wohnt wieder bei ihren Eltern. Nach einer kurzen, gewalttätigen Ehe hat sie in dem bescheidenen Haus Unterschlupf gefunden. „Mein Mann hat mich verprügelt – sogar als ich schwanger war. Ich hatte grosse Angst um das Leben meiner Kinder“, erzählt sie. Also floh sie. Ihre mittlere Tochter Ioana (zweieinhalb Jahre) hat sie bei ihren Schwiegereltern gut untergebracht, die anderen beiden nahm sie mit zu ihren Eltern. „Ich wusste, dass ich drei Kinder nicht ernähren kann. Ich vermisse Ioana sehr und besuche sie, sooft es mir möglich ist.“ Doch meistens fehlt ihr das Geld für die Busfahrt zu ihren Schwiegereltern. „Das zerreisst mir das Herz“, sagt sie leise.

Ihre Eltern können Alina mit ihren Kindern Alin (4) und Angela (15 Monate) nicht finanziell unterstützen, denn vier minderjährige Geschwister von Alina leben auch noch zu Hause. Alina ist ihren Eltern trotzdem dankbar für das Dach über dem Kopf und versucht, sich nützlich zu machen. Sie sammelt Feuerholz und geht ihrer Mutter zur Hand. Eine feste Arbeit kann Alina nicht annehmen: „Dazu sind die Kinder noch zu klein.“ Zudem ist sie Analphabetin. Wenn sie mal einen Gelegenheitsjob in der Nähe findet, akzeptiert sie jeden Lohn – und sei es ein kaputter Kühlschrank. Alina ist die Art von Mutter, die nicht aufgibt. Und sie ist das karge Leben seit ihrer eigenen Kindheit gewohnt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die dringend fehlen.

Den kaputten Kühlschrank nutzt Alina als Kleiderschrank.
Alina ist froh, dass ihre Kinder jetzt in Sicherheit sind.
Die grösste Schwierigkeit für die junge Mutter ist es, ihre Kinder mit Lebensmitteln und Windeln zu versorgen. Wir möchten Mutter und Kindern helfen und ihnen einen neuen Ofen, Feuerholz, eine Waschmaschine und ein paar Möbel schenken. So könnten die Kinder in einer besseren Umgebung aufwachsen. Mit einem Betrag von 3 800 Franken wäre schon viel gewonnen. Bitte helfen Sie mit, dass Alina und ihre Kinder gut in ihr neues Leben ohne Angst und Gewalt starten können. Vielen Dank!

Projekt Nr. 3511 – "Hilfe für alleinerziehende Mutter"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Helfen wir Alina dabei, selbst eine Hilfe zu werden!
Ein kleines nepalesisches Mädchen will weitergeben, was es empfangen durfte.
NEPAL – Alina ist erst 10 Jahre alt. Doch ihr Berufswunsch zeugt von viel Reife. Sie wünscht sich, Sozialarbeit zu studieren. Sie möchte weitergeben, was sie im Kinderheim von Man Bahadur bekommen hat: Glauben, Hoffnung, Liebe. Sie möchte Menschen helfen, die genauso verzweifelt Hilfe brauchen wie sie selbst bis vor Kurzem. .

Ein kleines nepalesisches Mädchen will weitergeben, was es empfangen durfte.
„Namaste!“ So begrüsst man sich von Indien bis Nepal.

„Namaste“ sagt auch Alina Tamang, ein 10-jähriges Mädchen, das im Heim von Man Bahadur ihre Ruhe gefunden hat. Sie kommt aus einer armen buddhistischen Familie, aus einer ländlichen Gegend Nepals.

Leider hatte der Familienglauben keine positiven Auswirkungen auf das Leben der kleinen Alina. Wie sie erzählt, herrschte in ihrem Zuhause nie Frieden. (Der innere Frieden ist ein Ziel des buddhistischen Glaubens). Die Eltern stritten sich täglich, der Vater trank zu viel und schlug seine Frau und seine Kinder. Er suchte sich keine Arbeit, demzufolge hatte die Familie kein Einkommen. Als die Mutter diese ganze Situation sowie die Schläge nicht mehr ertragen konnte, lief sie mitten in der Nacht von zuhause weg, ohne jemandem ein Wort zu sagen. Die Kinder wissen nicht, wo ihre Mutter sich befindet. Alina kann bis jetzt nicht richtig begreifen, dass ihre Mutter sie klammheimlich verlassen hat. Alina selbst musste schliesslich bleiben, bei einem gewalttätigen, alkoholsüchtigen Vater.

Sie war verständlicherweise am Boden zerstört und hatte alle Hoffnung verloren. Da bekam sie im Kinderheim von Man Bahadur Hilfe und lernte Christen kennen, die ihr selbstlos zur Seite standen.

Unterdessen hat das kleine Mädchen wieder etwas Hoffnung gefasst. Durch die Liebe, die man ihr entgegenbrachte, hat sie Mut bekommen, etwas für ihr eigenes Leben zu tun. Ihrer Familie kann sie noch nicht helfen, aber sich selber kann sie helfen lassen und so die Liebe und Fürsorge Gottes erfahren.

Alina möchte gerne studieren. Am liebsten Sozialarbeit, damit sie später selbst Kindern und Familien mit Problemen helfen kann. „Ich möchte mit Menschen arbeiten, die in schwierigen Lebensverhältnissen sind, die aus zerstörten Familien kommen, Menschen wie ich und meine Familie.“

Das Leben im Heim gibt Alina die notwendige Stabilität und den nötigen Rhythmus, damit sie sich auf die Schule konzentrieren kann. Jetzt muss sie sich keine Sorgen mehr machen wegen dem Streit der Eltern oder wegen dem fehlenden Essen. Sie braucht ihre ganze Energie, um vieles nachzuholen, damit sie später studieren kann. Das ist Alinas grösster Wunsch und dafür bittet sie uns um Hilfe.

„Ich hoffe, eines Tages werde ich mein Ziel mit Ihrer Hilfe erreichen!“ sagt Alina.

Helfen Sie mit, damit ein Kind aus schwierigen und rauen Verhältnissen in ein neues Leben starten kann. Ein Leben im Glauben und unter besseren Lebensbedingungen, um später selbst eine Hilfe und ein Rettungsanker für andere notleidende Menschen zu sein.

„Namaste!“

Projekt Nr. 3512 – "Unterstützung für Alina im Dhanding Orphange"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Das Leben einer neuen Generation verändern
Ein junger Mann wagt es, aus seiner Kaste auszubrechen
INDIEN – Wir möchten Ganesh gerne dabei unterstützen, seine Ausbildung abzuschliessen. So kann die nächste Generation seiner Familie eine bessere Zukunft haben, auf einem sicheren Fundament.

Dieses Projekt ermöglicht uns einen Einblick in das harte Leben der armen Bevölkerung Indiens und zeigt, was unsere Hilfe bewirken kann.

Ganesh Bommali kommt aus dem Dorf Marrivalasa, Andhra Pradesh. Seine Eltern und seine Vorfahren sind und waren alle „Wasch-Leute“, genannt „Dhobi“. Die Kaste der Dhobis macht seit jeher nichts anderes, als die Wäsche anderer Leute zu waschen. Sie haben sich auch nie andere Fähigkeiten antrainiert, weil sie glauben, dass es gegen den Willen ihrer Götter wäre, wenn sie etwas anderes machen würden. So kommt es, dass die Wasch-Leute in Indien sehr arme, ungebildete Menschen sind, ohne jegliche Perspektive auf eine bessere Zukunft.

Ganesh kommt aus solch einer Dhobi-Familie. Er kennt seit seiner Geburt den Mangel an Essen, Kleidung und einer sicheren Unterkunft.

Schon als kleiner Junge träumte er davon, eine Schulausbildung abschliessen zu können. Doch seine Eltern konnten ihm diesen Wunsch nicht erfüllen, weil sie häufig kein Geld hatten für Schuluniformen, Schulbücher, Hefte sowie Schreibmaterial für ihre Kinder, da es ja selbst am Essen oft fehlte. Dennoch ging Ganesh mehr oder weniger regelmässig zur Schule.

Wenn wir junge Christen wie Ganesch unterstützen, helfen wir mit, eine neue Generation zu prägen.
Als er in der 3. Klasse war, kam „Uppahar“, unsere Partnerorganisation in Indien, in sein Dorf, um dort ein Bildungsprojekt für Kinder zu starten. Ganesh freute sich riesig. Könnte sich nun sein Traum eines Schulabschlusses doch noch erfüllen? Denn durch das Uppahar-SCC (Student Care Center) bekam jedes Kind jährlich Schuluniform, Schulbücher, Hefte, Schreibmaterial, Schultasche, Schuhe und täglich kostenfreien Förderunterricht, dazu jeden Tag eine ausgewogene Mahlzeit. Die Grundversorgung war auf einmal gesichert, Jahr für Jahr! Die Kinder des Projekts konnten sich endlich unbesorgt auf ihre Schulbildung konzentrieren. Sie erhielten zudem Hygieneartikel und medizinische Versorgung, und durften an Spiel- und Sportwettbewerben, Schulungen sowie verschiedenen Aufklärungsprogrammen bezüglich Gesundheit und Hygiene teilnehmen.

Als Ganesh in die High-School kam, wurden ihm verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, damit er sich seinen Gaben und Fähigkeiten entsprechend entwickeln kann. In ihm wuchs der kühne Traum, Polizist zu werden. Nach der High-School studierte er unermüdlich weiter und machte seinen „Bachelor of Arts“ in Geographie – immer noch durch die Unterstützung des Uppahar SCC-Projektes. Danach bewarb er sich an der Polizei-Schule und wurde tatsächlich angenommen. Momentan ist er im 1. Jahr seiner Polizei-Ausbildung und überglücklich, dass seine Träume in Erfüllung gegangen sind.

Ganesh ist ein ernsthafter, treuer junger Mann, der selbst heute noch oft beim SCC-Projekt mithilft, um anderen Kindern beim Lernen zu helfen, sie zu ermutigen und zu motivieren, dass auch sie das Beste aus ihrem Leben und ihren Möglichkeiten machen und ihre Träume verwirklichen können. Er lernte im Projekt, dass Gott ihn liebt und einen bedeutungsvollen Plan für sein Leben hat.

Ganesh wagte es, auf Jesus zu vertrauen und möchte IHM, der ihn so gesegnet hat, auch weiterhin treu sein. Der junge Mann ist sehr dankbar. Er sagt: „Meine Eltern schenkten mir das Leben, doch erst durch das Projekt bekam es Bedeutung und Farbe!“

Projekt Nr. 3513 – "Ausbildung für Ganesh"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Augenlicht für Vlad und Flavius
Kinder sind wegen einer Erbkrankheit akut von Blindheit bedroht
RUMÄNIEN – „Ich lebe schon lange im Dunkeln, nur als kleines Mädchen habe ich Licht und Schemen gesehen. Ich habe mich daran gewöhnt, doch das Leben als Blinde ist hart. Das möchte ich meinen Kindern ersparen“, sagt Ramona (28) und streicht ihrem Jüngsten übers Gesicht.

Vlad (l.) und Flavius (r.) verlieren ihre Sehfähigkeit rapide.
Der kleine Vlad (2) sitzt auf ihrem Arm. „Er hängt sehr an mir. Ich bin mir nicht sicher, aber es kann gut sein, dass das auch an seiner Sehbehinderung liegt.“ Vlad und sein Bruder Flavius (3) leiden an einer erblichen Augenkrankheit, die – unbehandelt – zur Blindheit führt. „Für mich wäre eine Behandlung zu spät, aber die Kinder könnten noch gerettet werden“, erzählt Ramona voller Hoffnung. Doch die Ärzte in Bukarest betonen, dass Eile geboten ist. Beide Jungen haben bereits einen stark erhöhten Augendruck und Netzhautablösungen.


Flavius ahnt nicht, welches Schicksal ihm bevorsteht.
Doch die Familie hat weder Geld für die nötigen Eingriffe noch für die Fahrten nach Bukarest. Sie lebt in einem sehr armen Dorf in einer Hütte mit nur einem Raum, ohne fliessend Wasser und ohne Toilette. Der Vater ist Analphabet und bekommt nur Gelegenheitsjobs. „Ein Freund hat von den guten Verdienstmöglichkeiten im Ausland erzählt, also ist mein Mann ins Ausland gegangen, um Geld für uns zu verdienen. Doch er hat keine Arbeit gefunden. Er ist mit leeren Taschen zurückgekommen und jetzt haben wir zu allem Überfluss noch Schulden, weil wir Geld brauchten, um die Reise ins Ausland zu finanzieren“, berichtet Ramona verzweifelt. Die Not der Familie ist so gross, dass sie manchmal sogar hungern muss. „Für uns Erwachsene ist das nicht so schlimm, aber die Kinder müssen leiden. Und es wird immer dunkler um sie.“

Wir möchten der Familie helfen und die Operationen, die medizinische Versorgung und die Fahrten nach Bukarest sicherstellen. Dafür benötigen wir 3 000 Franken. Zusätzlich möchten wir sie mit Lebensmitteln unterstützen, bis der Vater seine Schulden zurückgezahlt hat und seinen kargen Verdienst wieder ganz für die Familie einsetzen kann.

Bitte helfen Sie mit, den kleinen Jungen die Blindheit zu ersparen. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3514 – "Augenlicht für Vlad und Flavius"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Haare für den 13-jährigen Marian
Brand vor zehn Jahren liess Jungen mit vielen Narben und kahlen Stellen zurück
RUMÄNIEN Widerwillig nimmt Marian die Kapuze seiner Jacke und das Käppi darunter ab. Beschämt senkt er den Blick. Er fühlt sich sichtlich unwohl, so ohne Schutz vor neugierigen Blicken.

Marian schämt sich für seine Narben.
Bereits 2008 haben wir Sie um Hilfe für den damals dreijährigen Jungen gebeten. Marian wurde Opfer eines verheerenden Brandes in der elterlichen Hütte. Eine Kerze war umgefallen. Der Nachbar konnte den schwer verletzten Jungen gerade noch rechtzeitig aus der Hütte ziehen. Marians Eltern waren zum Zeitpunkt des Brandes arbeiten. Doch sie hatten den Nachbarn beauftragt, nach den Kindern zu sehen. Marians Schwester konnte sich unverletzt retten.

Als Mutter Mariana im Krankenhaus im 45 Kilometer entfernten Braşov ankam, lag ihr Sohn bereits auf dem OP-Tisch. Lange war unklar, ob der kleine Junge überleben würde. Schon damals haben Sie, liebe Spender, mit Geld für Medikamente, Wundsalbe und Behandlungen geholfen.
Jetzt ist Marian 13 Jahre alt. Er geht zur Schule und ist ein guter Schüler. „Marian ist sehr in sich gekehrt“, erzählt seine besorgte Mutter Mariana (34). „Er schämt sich für die Brandwunden, denn er hat sehr schnell bemerkt, dass die Leute ihn anstarren.“ Vor allem die durch die verbrannte Kopfhaut entstandene Glatze macht dem 13-Jährigen zu schaffen. „Wir waren beim Arzt. Es gibt eine Möglichkeit, die gesunden behaarten Hautpartien mit Hilfe eines Silikon-Kissens, das langsam angefüllt wird, so zu dehnen, dass man die gewonnene zusätzliche Haut anschliessend transplantieren kann“, erzählt seine Mutter. Insgesamt drei Operationen wären hierfür nötig – jeweils in den Sommerferien, damit Marian die Schule nicht unterbrechen muss. Eine lange und aufwendige Prozedur, doch danach hätte Marian endlich normales Haar auf seinem Kopf.

Die Operationen selbst sind kostenfrei, doch die Familie hat kein Geld, um das Material und die wöchentliche Fahrt nach Braşov zu bezahlen. 4 000 Franken werden benötigt. Marian fühlt sich durch seine Glatze stigmatisiert. Die Operation würde ihm Sicherheit geben. Er wünscht sich einen guten Beruf und ein besseres Leben. Bitte helfen Sie ihm, damit er sich nicht weiter unter Mützen und Kapuzen verstecken muss.

Projekt Nr. 3515 – "Haare für Marian"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Ein Raum für Madalin, Cosmin und Andrei
Familie benötigt dringend Material um weiterbauen zu können
RUMÄNIEN – Wann immer es ihr zeitlich und finanziell möglich ist, fährt Magdalena (38) zu ihrer Tochter Codruta (18), die in einem staatlichen Behindertenheim lebt. „Ich liebe sie sehr. Leider mussten wir sie ins Heim geben, denn wir hätten sie nicht angemessen pflegen können.“

Vater Dan möchte den Raum für seine drei Söhne fertig bauen.
Magdalena und ihr Mann Dan (38) verloren ihren Erstgeborenen bald nach der Geburt. „Als dann Codruta behindert zur Welt kam, haben wir uns schon Sorgen gemacht, dass es an uns liegen könnte“, erzählt Magdalena. Doch ihre drei Söhne, Madalin (16), Cosmin (14) und Andrei (7), sind gesund. Alle drei sind erfolgreich in der Schule und helfen ihren Eltern, wo es geht. Vater Dan arbeitet hart, um seine Familie zu versorgen.

Es fehlt an Möbeln, die Kleidung lagert in Säcken.
Aus gebrauchten Materialien hat der 38-Jährige seiner Familie ein Haus mit einer Küche gebaut. Ein weiterer Raum konnte leider nicht fertiggestellt werden. Derzeit schlafen die Jungen in der kleinen Küche und die Eltern im unfertigen Raum, der zusehends zerfällt. „Ich habe kein Material um weiterzumachen“, sagt Dan frustriert. Die Zimmerdecke ist an einigen Stellen schon heruntergefallen, die Lehmwände sind unverputzt und der blanke Boden ist notdürftig mit einem alten Teppich abgedeckt. Es zieht und ist feucht. „Ursprünglich war der Raum für die Jungen gedacht – aber so, wie er jetzt ist, können sie ihn nicht gefahrlos nutzen“, sagt Dan. Im Winter schläft die gesamte Familie in der Küche, wo mit dem Ofen die einzige Heizquelle steht.

Wir möchten der Familie helfen: Mit Zement, Farbe, Putz für die Wände und Material für den Boden könnte Dan den Raum für die Jungen nutzbar machen. Nach der Renovierung werden Betten und Möbel benötigt – derzeit bewahrt Magdalena die Kleidung in Gemüsesäcken und Tüten auf. Auch eine feste Tür und zwei Fenster werden benötigt. Mit einem zusätzlichen Ofen und einer Waschmaschine für Magdalena wäre das Gesamtpaket fertig, das der Familie für lange Zeit ein besseres Leben ermöglichen könnte. 6 000 Franken kostet diese erfolgreiche Verbesserung der Lebensumstände. Bitte geben Sie den Kindern einen Ort, an dem sie gut lernen und leben können.

Vielen Dank für Ihre Gaben.

Projekt Nr. 3516 – "Haus für leidgeprüfte Familie"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Vereint im Leid
Schreckliche Vergangenheit, harte Gegenwart
RUMÄNIEN / DOBRENI – Zwei Mädchen, Doinita und Dumitrita, wohnen im gleichen Waisenhaus und haben dieselben Herzleiden. Beide Mädchen benötigen dringend Hilfe.

Doinita ist ein 15-jähriges Mädchen, das in einem Waisenhaus wohnt.

Bevor sie ins Kinderheim kam, lebte sie mit ihren Geschwistern zuhause. Der Vater war arbeitslos, die Familie hatte also kein Einkommen. Zudem ist er Alkoholiker. Die Mutter von Doinita ist psychisch krank. Die Familie wohnte in einem einzigen kleinen, schmutzigen Raum. Die Eltern waren nicht in der Lage, richtig für ihre Kinder zu sorgen. Diese Vernachlässigung hatte schreckliche Folgen. Zwei ihrer Kinder verloren auf tragische Weise ihr Leben. Ein Junge wurde von einem Auto überfahren, ein weiteres Kind fiel auf dem Eis um und starb an den Folgen dieses Sturzes.

Die sechsköpfige Familie wohnte unter unmenschlichen Bedingungen, bis die zuständige Behörde sich einschaltete und die Kinder in einem staatlichen Waisenhaus unterbrachte.

Die Bedingungen in diesen Waisenhäusern in Rumänien sind nach wie vor menschenunwürdig. Die Kinder werden zwar vor den schwierigen Verhältnissen zuhause bewahrt, erfahren oft aber noch schlimmere Bedingungen, Misshandlungen, Vernachlässigung und sexuellen Missbrauch.

Das Herzleiden verbindet die zwei Mädchen.
Doch inmitten des Leids gibt es für die Kinder Gott sei Dank immer wieder Lichtblicke. Laura, die kleinere Schwester von Doinita, sagt es mit einfachen Worten: „Hier gibt es wenigstens ein paar Spielzeuge!“ Sie erinnert sich an das einzige Spielzeug zuhause. Es war ein Teddybär!

Jedoch durften die Kinder diesen Teddy nicht berühren, er hing an der Birne, die den kleinen Raum notdürftig beleuchtete und durfte niemals angefasst werden. Die Heizkörper finden die Mädchen auch eine ganz fantastische Idee. Als hätte jemand speziell an sie gedacht und ihnen diese Wärmespender geschenkt. Früher mussten die Kinder abendelang draussen in der Kälte ausharren, weil die Mutter Wahnvorstellungen hatte und die Kinder aussperrte.

Als wäre die Situation für Doinita nicht schlimm genug, haben die Ärzte bei ihr ein kardiovaskuläres hyperkinetisches Syndrom und zwei weitere Herzleiden entdeckt. Das Mädchen benötigt somit unbedingt eine langfristige medikamentöse Behandlung und regelmässige ärztliche Kontrollen.

Genau die gleichen Herzprobleme hat auch eine Kameradin von Doinita aus dem Heim. Sie heisst Dumitrita. Sie wurde ins Kinderheim eingewiesen, weil ihr Vater gestorben und die Mutter chronische Alkoholikerin war. Auch Dumitrita ist auf Medikamente und ärztliche Behandlung angewiesen.

Mit 4 000 Franken könnten wir die Behandlung für diese zwei Mädchen für die nächsten 3 Jahre sichern und zudem für eine ausgewogene Ernährung sorgen.

Bitte greifen Sie diesen zwei armen Mädchen, die unter schwierigen Bedingungen leben und traumatische Erinnerungen mit sich tragen, unter die Arme. Helfen Sie mit, ihr Schicksal zu erleichtern und zu verbessern.

Projekt Nr. 3517 – "Medizinische Hilfe für Doinita und Dumitrita"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Ein Zuhause für Nosipho
Hilfe für Kinder ohne Zukunft
SÜDAFRIKA – Das Thandihouse in Südafrika nimmt Kinder auf, die sonst chancenlos sind. Kinder, die ohne die Unterstützung von Rene und Mark Morcom verhungern und zugrunde gehen würden. Kinder wie Nosipho.

Nosipho ist 12 Jahre alt. Sie ist seit ihrer Geburt schwer behindert.

Nosipho sehnt sich nach Liebe und
Geborgenheit.
Vor einem halben Jahr wurde das kleine Mädchen ins Thandihouse gebracht, unterernährt, viel zu klein und in einem katastrophalen Zustand.

Bereits im Alter von 9 Jahren wurde Nosipho von ihren Eltern als unerwünschtes Kind verstossen. Die Urgrossmutter hatte Erbarmen. Sie nahm Nosipho zu sich und sorgte für sie, so gut sie konnte. Leider ist dies der Urgrossmutter unterdessen, aufgrund ihres Alters und eigener Krankheit, nicht mehr möglich.

Nosipho und das Mädchen links sind beide 12 Jahre alt.
So kam das Mädchen ins Kinderheim Thandihouse, welches vom Ehepaar Morcom geleitet wird. Bis zu dem Tag hatte es weder Kontakt mit anderen Kindern noch mit der Aussenwelt, es kannte weder Auto noch Fernseher.

Nosiphos Entwicklung entspricht höchstens der eines 6-jährigen Mädchens. Sie hat grosse motorische Schwierigkeiten.

Sie kann nicht sprechen, nimmt jedoch ihre Umgebung wahr und wünscht sich sehr, kommunizieren und interagieren zu können. Sie leidet an einer schweren, genetisch bedingten Wachstumsstörung sowie an Zerebralparese, einer durch Hirnschäden ausgelösten Lähmung. Auch leidet sie an den Folgen der jahrelangen Unterernährung.

Nosipho konnte nie einen Kindergarten oder eine Schule besuchen.

Die Mitarbeiter vom Thandihouse brachten Nosipho zu einem Doktor. Durch die ärztliche Untersuchung kam ans Licht, dass das Mädchen, kurz bevor sie ins Kinderheim gebracht wurde, Opfer von sexuellem Missbrauch war. Natürlich bezahlten die Mitarbeiter des Heims die Arztkosten selbst, hat doch Nosipho weder eine Krankenversicherung noch war sie jemals zuvor im Spital oder bei einem Arzt.

Das Thandihouse suchte einen Lehrer für Zeichensprache. Mit diesem arbeitet Nosipho hart an den Grund-elementen der Verständigung. Es ist eine anstrengende und intensive Arbeit, aber die Fortschritte lassen sich langsam sehen. Es ist wunderschön, zu erleben, wie sich dem behinderten Mädchen Möglichkeiten erschliessen, sich mitzuteilen. Eine ganz neue Welt für sie!

Damit Nosipho richtig laufen lernen kann, braucht sie dringend Physiotherapie. „Durch die Zeichensprache, die Physiotherapie und vor allem durch viel Liebe und emotionale Unterstützung wollen wir Nosipho helfen, ein möglichst normales Leben zu führen.“

Dies alles bedeutet eine sehr intensive Betreuung. Dazu kommen die Kosten für die verschiedenen Therapien und medizinische sowie rechtliche Abklärungen. Letztere sind nötig, um zu klären, was mit dem kleinen Mädchen passieren wird, wenn die Urgrossmutter stirbt.

Sowohl Nosipho als auch die Mitarbeiter des Thandihouses haben noch einen langen Weg vor sich, um ihr Ziel zu erreichen: Nosipho soll die Schule besuchen können!

Diaconia möchte dieses Werk in Afrika weiterhin unterstützen, damit möglichst vielen Kindern, die misshandelt, missbraucht und vernachlässigt werden, geholfen wird. Wir können mit unseren Spenden etwas zur bitter nötigen finanziellen Unterstützung beitragen.

Wenn die Geldsorgen kleiner sind, kann das Thandihouse-Team umso mehr Kraft und Zeit in die Kinder investieren.

Projekt Nr. 3518 – "Ein Zuhause für Nosipho"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Projekt Kinder ohne Paten – REISEBERICHT STEPHAN SCHNEIDER
ARMENIEN – Während meiner Armenienreise begegnete mir unsäglich grosse Armut und sehr viel Leid. Die leuchtenden Augen der Kinder und die hoffnungsvollen Gesichter der Eltern gaben mir persönlich Kraft, um den eigenen Mut angesichts dieser Not nicht zu verlieren.

In der Zeit vom 8.-13. April durfte ich zum zweiten Mal in unser Einsatzland Armenien reisen. Im Jahr 2016 nahm ich an einer Patenschaftsreise teil. Da ich bei Diaconia für Armenien verantwortlich bin, ging es bei der jetzigen Reise um die Besichtigung unserer laufenden Projekte und den Besuch von gänzlich verarmten Familien in den Bergregionen des Landes. Zusammen mit unserer Leiterin vor Ort, Nara Sahakyan, welche auch Reiseleiterin in Armenien ist, fuhren wir in diesen Tagen mit vielen Hilfsgütern und Esswaren in die Region Kotayk ins Dorf Garni, in das im Norden in der Region Tavush gelegene Dorf Gosh, nach Saritap und Sedea, die beiden Dörfer im Süden des Landes und schliesslich ins Dorf Arutsch, welches westlich von Jerewan liegt. In all diesen Dörfern bietet Diaconia Internationale Hilfe Patenschaften an oder unterstützt Familien, welchen es an allem fehlt. Unsere Hilfe wurde überall mit viel Freude und Wertschätzung entgegengenommen. Die Herzlichkeit und die Ausstrahlung der Menschen hat mich tief beeindruckt. Eine Bauernfamilie wollte uns unbedingt Käse und Joghurt anbieten, beides stammte von der Milch einer durch uns gespendeten Kuh. An anderen Orten pflückten Kinder für uns Blumen, wir bekamen Kuchen mit auf den Weg oder wurden zu Kaffee eingeladen. Mit einer inneren Zurückhaltung nahmen wir all diese liebenswürdigen Zeichen entgegen, im Wissen, dass sich dies die Menschen hier im Grunde gar nicht leisten können. Ich musste mir die Frage stellen: „Wer wird hier eigentlich von wem beschenkt?“

Ein Kind ohne Paten lebt verwahrlost auf einer Müllhalde.
Küche einer Familie in den Bergen von
Gosh.
Diese Kinder haben soeben Kleider von
Diaconia erhalten.
Die Räume sind dunkel und von Russ und Rauch geschwärzt.
Mütter mit ihren Kindern im Dorf Arutsch. Diese Familien werden bereits von Diaconia unterstützt.
Am allermeisten hat mich die Familie berührt, welche in einem Haus aus Karton lebt. (Wir berichteten in der März-Ausgabe unseres Reports.) Weit abgelegen, in einer rauen Landschaft, lebt diese Familie komplett verwahrlost, ohne Strom und Wasser in einem Konstrukt aus Pappe, Karton und Holzresten. Als wir vorbeikamen, stiegen die Kinder gerade aus einem Autowrack, die Mutter wühlte in einem Müllberg nach etwas Essbarem. Unweit dieser Stelle schlich eine giftige Schlange vor uns über den Weg. Eine Situation, die am Abend vor dem Einschlafen immer wieder wie ein Film vor meinen Augen ablief.

In den meisten Häusern, die wir sahen, zeigte sich uns derselbe Anblick: Dunkle Wände, vom Russ und Rauch der kleinen Holzöfen geschwärzt (in welchen dem Gestank nach teilweise auch mit getrocknetem Kuhmist gefeuert wird), feuchte und kleine Räume mit weniger Betten als Bewohner, Risse, die mit Stoffresten abgedichtet wurden, Stromkabel, welche behelfsmässig verlegt wurden sowie Schimmelgeruch.

Badezimmer und Toiletten gab es nirgends.

Mich tröstete die Hoffnung auf den Gesichtern, wenn wir kamen. Es ist tatsächlich so, dass unsere Hilfe für diese Menschen einen wesentlichen Unterschied ausmacht. Familien, welche bereits in unserem Patenschaftsprogramm sind, erhalten monatliche Hilfe und stehen in ständigem Kontakt mit Nara Sahakyan, welche sich fürsorglich und mit vollem Engagement um diese Menschen kümmert. Was mir jedoch Sorgen bereitet, sind die Kinder, welche ohne diese Unterstützung aufwachsen müssen. Und davon gibt es noch sehr viele.

Es ist mir darum ein Herzensanliegen, dass wir uns gemeinsam für diese Kinder stark machen. Mit einer Spende für „unsere Kinder ohne Paten“ können wir uns in Zukunft auch um diese Kinder kümmern und ihnen Hilfsgüter zukommen lassen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 3520 – "Kinder ohne Paten in Armenien"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Christian und Silke Hintermann stellen sich vor
Ich (Christian) bin 51 Jahre alt und in Beinwil am See aufgewachsen. Schon als Kind habe ich gerne gelesen, dieses Hobby habe ich beibehalten. Als Kinder hielten wir uns gerne mit anderen Kindern im nahe gelegenen Wald auf und spielten dort. Im Winter fuhren wir liebend gern Ski oder sausten mit den Schlitten Hänge herunter. Ich nahm an verschiedenen Ferienlagern teil und besuchte andere Länder und Kulturen. So kam ich schon viel herum.

Ich bin immer noch gerne in Bewegung. In meiner Freizeit bin ich schon oft um den Hallwilersee gewandert. Bewegung ist für mich eine gute Abwechslung von der Computerarbeit.

Christian Hintermann
Seit 1985 arbeite ich bei Diaconia Internationale Hilfe, anfangs noch im Verlag H.-R. Hintermann. Schon damals arbeitete ich hauptsächlich im Büro, wir hatten bereits erste Computer, natürlich nicht zu vergleichen mit den heutigen Modellen.

Als der Eiserne Vorhang fiel, half ich tatkräftig mit, die Bahn- und Lastwagen mit Hilfsgütern zu beladen. In der Anfangsphase kamen Hunderte von Menschen nach Beinwil am See und brachten Hilfsgüter. Ich fuhr auch einige Male nach Rumänien und konnte mir so unser Einsatzgebiet anschauen. Später kamen weitere Einsatzländer dazu.

Heute mache ich verschiedene administrative Arbeiten bei Diaconia.

Es freut mich sehr, dass ich in einem christlichen Hilfswerk tätig sein kann. Wir haben ein gutes Team und die Arbeit ist abwechslungsreich.

Wir konnten mit unserer Arbeit schon vielen Menschen helfen und die Empfänger der Hilfe sind immer sehr dankbar.

Im Herbst 1997 lernte ich in Zürich Silke kennen. Ein Jahr später heirateten wir in Densbüren AG in einer kleinen, wunderschönen Kirche.

Dadurch stiess auch Silke zu unserem Team!

1998 kam ich (Silke) von Meilen am Zürichsee nach Beinwil am See.

1999 begann ich für Diaconia zu arbeiten. Zuerst arbeitete ich nur stundenweise, später wurde mein Pensum grösser und ich half auch im Verlag mit. Momentan bin ich hauptsächlich für Diaconia tätig. Ich habe mit den Folgeberichten von den Patenschaften zu tun und verschicke die Briefe der Patenkinder an die Paten. Für den monatlichen Report mache ich die Selektionen für den Versand. Dazu kommen noch andere Arbeiten. 2010 flogen Christian und ich zusammen nach Armenien und machten uns ein Bild von diesem Einsatzgebiet. Die Not in diesem sehr schönen Land hat uns sehr beschäftigt.

Wenn man in einem christlichen Hilfswerk arbeitet, macht man sich natürlich Gedanken über die grosse Armut in unseren Einsatzländern. Auch aus den Folgeberichten sehen wir täglich, unter welch schwierigen Bedingungen die Menschen leben müssen. Es ist erstaunlich, mit wie wenig sie auskommen müssen. Hier in der Schweiz können wir uns das kaum vorstellen, da wir uns viel leisten können. Hier klappt vieles, wovon man in anderen Ländern nur träumen kann. Wenn wir krank sind, haben wir Medikamente und gute Spitäler.

Silke Hintermann
Seit 2001 wohnen wir in Birrwil, nicht weit entfernt vom schönen Hallwilersee, mit Blick direkt auf den See und in die Berge. Die verschiedenen Stimmungen und immer wieder anders aussehenden Sonnenaufgänge wurden schon oftmals fotografiert. Da wir beide sportlich sind, gehen wir oft zusammen am See spazieren. Die Natur und die Tiere, vor allem die Vögel, interessieren uns sehr. Der Hallwilersee ist der ideale Platz, um Vögel zu beobachten. Wir finden unseren Ausgleich in Gottes herrlicher, vielfältiger Schöpfung, die wir auch gerne fotografieren und so diese Schönheit festhalten. Zudem geniessen wir es, Ausflüge in der ganzen Schweiz zu unternehmen, dabei fehlen auch die verschiedenen Zoos nicht. Im Sommer sind wir viel im See und geniessen die Abkühlung.

Zum Schluss wünschen wir allen Leser/Innen Gottes reichen Segen.

Recht und Unrecht in der grössten Demokratie der Welt
…und was das für die Christen in Indien bedeutet
INDIEN – Indien ist die grösste Demokratie der Erde. Laut indischer Verfassung ist die Religionsfreiheit ein Grundrecht eines jeden Bürgers.

Dieses Recht ist jedoch für den normalen Bürger kaum von Bedeutung. Bestimmend ist das alte religiöse Kasten- und Rechtssystem des Hinduismus. Die ruralen Gegenden Indiens werden heute noch nach diesem uralten System geführt. Religionsfreiheit bedeutet deshalb in der Praxis eigentlich, dass man innerhalb vom Hinduismus eine Gottheit oder eine Ritus-Form wählen darf. Christ zu werden ist hingegen, wie schon oft in der Geschichte, ein Verfolgungsgrund. Von Drohungen, Schlägen, öffentlichen Demütigungen, wirtschaftlicher Erpressung bis zum Mord schrecken die Hindus vor nichts zurück. Doch wird, sowohl in Indien selbst als auch im Westen, selten bis nie darüber gesprochen und geschrieben.

Im März dieses Jahres aber musste sich das Höchste Gericht Indiens mit einem Fall befassen, bei dem es um die Religionsfreiheit im Falle einer Eheschliessung mit einer Person einer anderen Religionsgruppe ging.

Das Höchste Gericht hat das Grundrecht bestätigt: Jede Person hat das Recht und die Freiheit, die Religion zu wählen und auch zu wechseln. Somit hat das Höchste Gericht Indiens gegen das allmächtige patriarchale und religiöse Kasten- und Familienrecht entschieden und sich eindeutig zur Religionsfreiheit in Indien bekannt.

Eine Zeitung in Indien schreibt über diesen Entscheid: Das funktionierende und angewandte Rechtssystem in Indien ist unzertrennlich mit dem Glauben gekoppelt. Es ist fast ein Wunder, dass sich eine indische Zeitung so neutral zu dem Thema äussert wie in dem Titel dieses indischen Zeitungsartikels.

Die Christen in Indien können dank diesem Gerichtsurteil noch lange nicht aufatmen, aber immerhin können sie diesen Entscheid bei Gerichtsverfahren gegen sie als Präzedenzfall gebrauchen und so für ihre Rechte kämpfen. Wichtig ist auch, dass die Christen im Westen ihre Geschwister in Indien unterstützen und ihnen eine Stimme geben, wenn die Zustände und das Unrecht in Indien ihnen diese rauben.

Bei der riesigen Bevölkerungsgrösse in Indien gibt es wirklich viele Probleme zu lösen. Oft denkt man hier im Westen, man sollte zuerst die dringenden Probleme des Landes lösen. Anschliessend könnte man dann auch die Details regeln, wie zum Beispiel die Religionszugehörigkeit.

Bei diesem Gedankengang vergisst man jedoch, dass in Indien die Armut eine direkte Folge der Religionsanwendung ist, wie das Beispiel der Dhobis anschaulich zeigt. Wenn man arm geboren wird, hat man nicht das Recht, seine Lebensumstände zu ändern. Den Gedanken an eine Verbesserung des Lebens hier auf Erden gibt es im Hinduismus nicht. Man muss in dem Schicksal bleiben, in welches man hineingeboren wurde. Und wenn Babys zum Sterben ausgesetzt werden, nur weil sie Mädchen sind, oder wenn junge Witwen im Beerdigungsfeuer ihrer verstorbenen Ehemänner sterben müssen, ist die Religion nicht einfach ein Detail, dessen Lösung man für spätere Zeiten auf die Agenda schreiben kann. Es hat heute konkrete, unheilbringende, oft sogar tödliche Auswirkungen.

Den Christen in Indien wäre sehr geholfen, wenn wir im Westen mutiger und offener über diese Probleme berichten würden.

Mihai Hunziker


HRUDAI-TAGESSTÄTTE – Unsere Hrudai-Arbeit in Indien versorgt 100 Kinder und deren Familien. Im Rahmen einer Tagesstätte erhalten die Kinder Nahrung und medizinische Versorgung. Zudem bringen wir ihnen auch die Bibel und den christlichen Glauben näher.

Projekt Nr. 3521 – "Hrudai Tagesstätte"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


Ein ruhiger Lebensabend für Maria
73-Jährige lebt unter sehr schlechten Bedingungen
RUMÄNIEN – Den frühen Verlust des Ehemanns und Ernährers, den Tod der Tochter, harte Arbeit, Krankheit, ein zerstörerisches Feuer und Obdachlosigkeit – Maria hat viel erlebt und ertragen in ihrem Leben. Jetzt ist sie 73 und lebt in bitterer Armut.

Maria ist zu alt, um noch hart zu arbeiten oder Wasser zu schleppen.
Wenn gutherzige Nachbarn ihr nicht eine kleine Holzhütte auf ihrem Grundstück errichtet hätten, wäre sie wohl noch immer obdachlos. Ihr Zuhause verlor sie, weil einer ihrer Söhne – schwer depressiv – eines Tages das Haus anzündete. „Ich hatte kein Geld, ihn ärztlich behandeln zu lassen“, sagt sie traurig. Nur eines ihrer drei Kinder hat eine eigene Familie. Der depressive Sohn ist verschwunden und ihre Tochter verlor sie an Leukämie. Das Mädchen erkrankte im Teenager-Alter. „So viel Tod und Verzweiflung“, seufzt die alte Frau, die schon früh Witwe wurde und ihre Kinder alleine durchbringen musste.

Marias Haus haben barmherzige Nachbarn auf ihrem Grund errichtet, nachdem Marias Sohn sein Elternhaus angezündet hatte.
Ihren Job als Putzfrau in einer 25 Kilometer entfernten Fabrik musste sie als junge Witwe schon nach einem Jahr wieder aufgeben – Maria war an Tuberkulose erkrankt und wurde wegen der Ansteckungsgefahr entlassen. Seither versuchte sie durch Gelegenheitsjobs wenigstens etwas Geld zu verdienen. „Ich konnte aus Geldmangel meine Kinder nur ein paar Jahre zur Schule schicken. Das hat mir in der Seele weh getan, denn ich bin selber kaum zur Schule gegangen und weiss nur zu gut, dass man ohne Bildung aus dem Elend nicht herauskommt.“

Maria ist jetzt alt und ihr fehlt die Kraft zu arbeiten. Eine Rente bekommt sie nicht, denn dafür hat sie nicht lange genug gearbeitet. Wir möchten sie entlasten, indem wir ihr einen kleinen, sauberen Wohncontainer aufstellen, der auch eine Toilette und ein Waschbecken hat. Sie benötigt auch einen grossen Wasserbehälter mit rund 60 Litern Fassungsvermögen. Ihre umliegenden Nachbarn wollen Wasser zur Verfügung stellen, das sie dort sammeln kann, denn Maria ist zu alt, um immer zur Wasserstelle zu gehen. Jede Hilfe, die ihr das Leben auch auf längere Sicht erleichtert, ist willkommen. Sie braucht Lebensmittel, Kleidung und Decken. Zunächst wollen wir mit 5 500 Franken starten. Helfen Sie uns, Marias Lebensabend zu erleichtern. Herzlichen Dank für Ihre Gaben.

Projekt Nr. 3522 – "Arm, alt und krank"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.


PDF dieser Ausgabe hier öffnen