DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 06 | Juni 2021 | Erscheint monatlich | 41. Jhg.

EDITORIAL
VERTRAUEN IN GOTT
Liebe Spenderin, lieber Spender

Diaconia Internationale Hilfe begegnet seit 40 Jahren mit grosser Leidenschaft der Not vieler an Hunger und Elend leidender Menschen. Dieser Aufwand hat sich über all diese Jahre hinweg gelohnt. Was wir für diese Menschen getan haben, hat jedes ihrer Leben in irgendeiner Form positiv verändert. Sei es durch finanzielle Unterstützung, durch die Abgabe von Nahrungsmitteln, Kleidung oder Brennholz, oder durch die direkte Betreuung ganzer Familien mittels einer Patenschaft – dank Ihrer Hilfe durfte Grosses geschehen.

Oft komme ich in Versuchung zu sagen: Es war ja nur ein Tropfen auf den heissen Stein, was nützt das schon? Müsste ich nicht noch mehr und noch fleissiger arbeiten, spenden und beten? Flammt in einem dieser Länder zu allem Übel noch ein Krieg auf oder die Pandemie ist nicht in den Griff zu bekommen, komme ich zugegebenerweise auch schon Mal auf den Gedanken, aufzugeben.

Die Geschichte aus der Bibel von der Speisung der grossen Menschenmenge mit «nur» fünf Broten und zwei Fischen, lehrt mich jedoch, meine Einstellung zu überprüfen. Der Junge gibt alles, was er hat, und das genügt Jesus, um ein Wunder zu vollbringen. Nicht, was er auch noch mehr hätte geben können und wieviel sonst noch zusammengetragen hätte werden können, zählt für Jesus, sondern die Herzenseinstellung des Jungen.

Er gibt, was er hat im Vertrauen darauf, dass Gott das tut, was er kann, nämlich mit scheinbar wenig etwas Grosses tun. Die Einstellung erfüllt mich mit grosser Zuversicht. Ich weiss, mehr kann ich nicht geben, aber mehr muss ich auch nicht geben. Ich vertraue Jesus meine fünf Brote und zwei Fische an, die ich zur Verfügung habe, in dem Glauben, dass Er den wesentlichen Unterschied ausmacht. Dass Menschen dadurch gesegnet werden, liegt in Seiner Verantwortung.

Dankbar und zuversichtlich blicke ich in die Zukunft und freue mich, mit diesem Auftrag gemeinsam mit Ihnen unterwegs sein zu dürfen.

Herzlichen Dank für Ihre Treue.

Stephan Schneider
Stv. Geschäftsführer
Diaconia Internationale Hilfe

Die Schmerzgrenze ist erreicht
Eine Familie zählt auf die Hilfe von Diaconia
Armenien – Die alleinerziehende Mutter Knarik (33) hat schon viel durchgemacht, doch als sie an Epilepsie erkrankte, wandte sie sich verzweifelt an Diaconia.

Familie Avetisyan lebt in Charentsavan in der Region Kotayk. Knarik ist seit 6 Jahren von ihrem Mann Vahagn geschieden und musste mit den Kindern Sofia (9) und Roman (8) das Haus verlassen. Nun kümmert sie sich alleine um die beiden. Eine Zeit lang unternahm Vater Vahagn noch etwas mit den Kindern, doch inzwischen weigert er sich, sie zu unterstützen, und hat alle Kontakte abgebrochen.

Knarik fand zuerst bei ihrem Vater Unterschlupf, danach hat sie in der Stadt eine billige Mietwohnung für 40 Franken monatlich gefunden. Diese Wohnung ist jedoch in einem sehr schlechten Zustand. Die Wände sind feucht und rissig, die Kälte dringt durch die Fenster herein. Knarik erzählte uns, dass sie in den Wintermonaten abends dicht bei ihren Kindern im Bett liegt, um sie zu wärmen.

Hoffnungsvolle Blicke...
Leider findet sie keine Arbeitsstelle, da sie nach epileptischen Anfällen oft in Ohnmacht fällt. Die Familienhilfe von 58 Franken ist das einzige feste Einkommen, das ihr für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht. Manchmal erhält sie von ihren Eltern Lebensmittel, aber auch sie leben in einfachsten Verhältnissen und sind längerfristig nicht in der Lage, ihr und den Kindern zu helfen. Sofia und Roman gehen regelmässig in die Schule. Trotz Mangel an notwendigen Schulutensilien sind sie bemüht, den Unterricht nicht zu versäumen.

Verständlicherweise ist die Schmerzgrenze der Familie erreicht. Knarik sagte uns unter Tränen, dass sie keine Kraft mehr hat, all die Schwierigkeiten zu bewältigen. Sie hofft auf die Hilfe von Diaconia.

Wir wollen Knarik nicht im Stich lassen und ermöglichen ihr deshalb als erstes die medizinischen Untersuchungen sowie die notwendigen Medikamente. Zusätzlich entlasten wir die Familie in Form von Lebensmitteln, Schulmaterial und falls nötig, beim Bezahlen der Miete. Wir freuen uns, dieser Familie mit 2 300 Franken aus ihrer Not helfen zu dürfen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 4063 – "Familienunterstützung Avetisyan"

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Es war ein Wunder Gottes
Ștefan kämpft mit den Folgekosten einer Operation
Rumänien – Wir erhielten diesen Brief von Ștefan Nitu (37) und seiner Frau Cornelia. Die beiden haben zwei Kinder Mathias (4) und Alex (2). Wie der folgende Bericht erzählt, benötigen Ștefan und seine Familie unsere volle Aufmerksamkeit.

"Liebe Diaconia-Mitarbeiter,

am 9. November 2020, während einer Autofahrt mit einem Freund, fühlte ich auf einmal einen sehr starken Schmerz in der Brust. Dieser wurde zunehmend stärker, sodass wir anhalten und den Krankenwagen um Hilfe rufen mussten. Ich erinnere mich, dass ich aus dem Auto ausstieg und mich auf den Bürgersteig legte. Viele Leute hatten sich um uns versammelt.

Ich weiss nicht, wie lange es dauerte, bis der Krankenwagen schliesslich kam, aber ich erinnere mich noch bruchstückhaft an die Fahrt ins Krankenhaus. Dort brachten sie mich auf die Notfallstation, wo ich von vielen Ärzten und Krankenschwestern umgeben war. Die ersten Tests und Untersuchungen ergaben die Diagnose „akute Pankreatitis“ (Bauchspeicheldrüsenentzündung). Ich bekam sofort Morphium und andere Schmerzmittel, die jeweils nur ein paar Stunden wirkten.

Drei ganze Tage lang wand ich mich in starken Schmerzen, ohne merkbare Verbesserung. Die Ärzte warteten eine Operation vorerst ab, in der Hoffnung, die Medikamente würden anschlagen. So wurde ich nach 11 Tagen ohne wesentliche Besserung aus dem Krankenhaus entlassen. Ich fühlte mich immer noch sehr schlecht.

Ich blieb eine Woche lang zu Hause, kämpfte nachts mit grossen Schmerzen und ernährte mich nur noch von Gemüsesäften und Joghurt. So kam es, wie es kommen musste; nach einer Woche wurde ich ein zweites Mal ins Krankenhaus eingeliefert. Dieses Mal für einen Monat.

Die Ärzte fanden eine 6 cm grosse Pseudozyste – eine mit Flüssigkeit gefüllte Kammer im Bereich der Bauchspeicheldrüse, die auf meine Aorta drückte. Die Behandlung mit injiziertem Sandostatin brachte dann einen kleinen Erfolg. Die Zyste wuchs nicht mehr so stark. Am Heiligabend 2020 verliess ich das Krankenhaus jedoch ohne Hoffnung auf Heilung. Ich verlor stetig an Gewicht, bis ich schliesslich noch 58 kg wog. Ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte, denn die Ärzte gaben mir keine grosse Chance.

Wie durch ein Wunder Gottes erfuhr ich von einer Spezialklinik in Bukarest, wo ich aufgenommen wurde. Die inzwischen 10 cm grosse Zyste konnte dort operativ entfernt werden. Obwohl mir die Ärzte eine nur 10%ige Heilungschance voraussagten, erholte ich mich relativ gut. Bei einer CT-Untersuchung (Computertomografie) wurde zwar noch eine weitere, 2 cm grosse Zyste entdeckt, die ich weiterhin mit Sandostatin-Injektionen behandeln muss, ansonsten ist die Entzündung aber unter Kontrolle.

Die Kosten für meine Behandlungen übersteigen meine finanziellen Möglichkeiten. Ich benötige täglich 3 Injektionen à je 36.- Franken. Dies ist für eine Zeit von 6 Monaten vorgesehen. Die Gesamtkosten werden somit auf insgesamt 6 500 Franken zu stehen kommen. Ich bitte Euch inständig, mir in dieser ausweglosen Situation zu helfen. Ich weiss nicht mehr weiter."

Ștefan


Gerne würden wir dem Familienvater helfen, den Schuldenberg zu tilgen und für seine Medikamente aufkommen. Jeder Betrag ist willkommen. Herzlichen Dank dafür.

Projekt Nr. 4064 – "Schuldenberg Ștefan"

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Neue Hoffnung durch Ausbildung
Zwei Teenager wollen sich für Obdachlose starkmachen
Armenien – Der vergangene Karabach-Krieg war für die armenischen Bewohner der betroffenen Region eine grosse Katastrophe. Viele Tausende Menschen flohen ins Landesinnere an einen sicheren Ort.

So mussten auch die Mutter Meline Sargsyan (33) und ihre drei Kinder Salome (17), Rudik (15) und Anna (13) ihr Allernötigstes zusammenpacken und von Zuhause fliehen, denn Kelbadschar war eine der ersten Städte, die bei Kriegsbeginn bombardiert wurde. Der 15-jährige Rudik meldete sich freiwillig bei der Armee, um zusammen mit anderen Männern die Grenze zu verteidigen. Der Rest der Familie fand am 29. September 2020 zwischenzeitlich in Charentsavan ein Zuhause. Die Hoffnung, dass der Krieg in wenigen Tagen zu Ende sein würde und sie bald nach Hause zurückkehren könnten, schwand schnell wieder. Der Krieg dauerte ganze 44 Tage, aber ihre alte Heimat Kelbadschar blieb bis heute in festen Händen Aserbaidschans. Am 9. November kehrte auch Rudik zur Familie zurück. Gemeinsam zogen sie von Wohnung zu Wohnung, bis sie etwas Bezahlbares gefunden hatten. Die jetzige Mietwohnung ist in einem dürftigen und feuchten Zustand, was sich negativ auf die Gesundheit der Kinder auswirkt.

Salome möchte sich zur Coiffeuse ausbilden lassen. Anna besucht noch die Schule.
Meline ist seit 7 Jahren geschieden und hat bis heute keine Unterstützung von ihrem ehemaligen Mann erhalten. Damals, in Berg-Karabach, arbeitete sie auf der Gemeindeverwaltung und konnte mit ihrem Gehalt selbstständig für die Kinder sorgen. Momentan erhält sie eine Flüchtlingshilfe von 130 Franken. Diese muss ihr für Miete, Nebenkosten und Lebensunterhalt genügen. Doch dies reicht bei Weitem nicht aus, deshalb muss der 15-jährige Rudik hart arbeiten, um für die Lebensmittel aufzukommen.

Salome und Rudik streben beide eine Ausbildung an. Salome will Nagelpflegerin lernen und Rudik Coiffeur. Es fehlt ihnen jedoch am nötigen Geld für ihr Vorhaben. Beide möchten nach der Lehre nebst ihrer Familie auch obdachlose Flüchtlinge unterstützen und zu einem späteren Zeitpunkt für bessere Wohnverhältnisse sorgen. Diese Einstellung finden wir grossartig. Dürfen wir Sie bitten, die Ausbildungskosten der beiden Jugendlichen mitzutragen? Mit einem Beitrag von 2 500 Franken helfen wir nicht nur Familie Sargsyan, sondern setzen ein Zeichen für die Zukunft.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Projekt Nr. 4065 – "Ausbildung für Rudik und Salome"

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Hoffnung im Glauben an Jesus
Nach einem Tumorbefund und einer Krebsdiagnose bangen 3 Kinder um das Leben ihrer Mutter.
Armenien – Anna Baghdasaryan (35) lebt mit ihrer Familie in der Stadt Charentsavan, die 30 km von der Hauptstadt Jerewan entfernt liegt. Sie ist seit 2006 mit Sevak (38) verheiratet, gemeinsam haben sie die drei Kinder: Susanna (11), Nare (4) und das Nesthäkchen Norayr (2,5).

Sevak und Anna sind ein vorbildliches Ehepaar, die Nachbarn sprechen mit Respekt über ihre Liebe und die gesunde Familienatmosphäre. Sevak hatte eine feste Arbeitsstelle und Anna ist Hausfrau. Nebst dem Haushalt kümmert sie sich auch um Sevaks Eltern. Ursprünglich hat sie studiert und ist qualifizierte Pädagogin.

Vor etwa zehn Jahren wurde bei Anna ein Tumor am Bein entdeckt. Nach einer genauen medizinischen Untersuchung entschieden die Ärzte, den Tumor zu entfernen.

Die damals noch jungen Eltern waren voller Hoffnung, dass das gesundheitliche Problem mit der Operation beseitigt ist, und schenkten der kleinen Susanna im Laufe der Jahre noch weitere 2 Geschwister.

Ein Jahr nach der Geburt von Norayr wurde bei Anna jedoch Krebs diagnostiziert.

Dieser Befund wurde für die Eltern zu einer erneuten Herausforderung. Gerade in der Zeit, wo die Kinder ihre Mutter am meisten brauchten, wurde Anna zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte rieten zu einer sofortigen Chemotherapie. Da sie keine andere Wahl hatte, stimmte sie zu. Bereits nach der ersten Behandlung fielen ihr die Haare komplett aus, was sie psychisch sehr belastete. In dieser schwierigen Situation fand Anna neue Hoffnung im Glauben. Sie beschloss, ihr Leben ihrem einzigen Retter, Jesus, zu übergeben.

Nach einem Tumorbefund und einer Krebsdiagnose bangen 3 Kinder um das Leben ihrer Mutter.
Sie ging in die Kirche und bestätigte ihre Entscheidung. Seither nimmt sie jeden Sonntag am Gottesdienst teil und findet dort den nötigen Halt, die Ruhe und die Kraft für ihre Situation. Anna hat bereits drei Chemotherapien hinter sich, die letzte mit der höchsten Dosis. Für diese drei Therapien musste das Ehepaar 2 700 Franken aufbringen.

Die finanziellen Reserven sind komplett aufgebraucht und die beiden stehen vor dem Nichts. Da Sevak sehr viel Zeit bei seiner Frau im Krankenhaus verbrachte und er für seine Kinder da sein musste, verlor er auch noch seine Arbeitsstelle.

Annas Familie befindet sich in einer schwierigen finanziellen Situation. Sie hat bereits ihr Auto zum Verkauf ausgeschrieben, obwohl es für die Fahrten ins Spital dringend benötigt wird.

Gerne würden wir Familie Baghdasaryan unterstützen, indem wir für Annas Behandlungen und Norayrs Kindernahrung aufkommen. Die Familie müsste dann auch ihr Auto nicht verkaufen. Dafür benötigen wir 3 200 Franken. Wir sind überzeugt, dass wir dieses Geld gemeinsam zusammenbringen, und zählen auf Ihre Unterstützung.

Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 4066 – "Ärztliche Behandlung für Anna"

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Kinderbildungszentrum KiBiZ – Ein offenes Haus auch in schwierigen Zeiten
Gemeinsam ermöglichen wir vielen Kindern den Schulunterricht – das trotz Pandemie
Rumänien – Unser Kinderbildungszentrum KiBiZ in Braşov bleibt auch während der Pandemie geöffnet. Dies aus gutem Grund. Denn Kinder wie z.B. Ionut finden in diesen herausfordernden Monaten ein Zuhause, in dem sie betreut werden, ihren Schulaufgaben nachgehen können und etwas zu essen bekommen.

Genau für solche Kinder wie Ionut lohnt es sich, die Türen des Zentrums auch mitten in der Krise offen zu halten. Die Situation vieler Kinder in Braşov und Umgebung ist sehr heikel und ohne die Arbeit von Diaconia wäre ihr Leben hoffnungslos. Eigentlich sollten diese Kinder zu Hause am Online-Unterricht teilnehmen. Da jedoch viele keinen Strom haben oder keinen Laptop besitzen, ist es für sie unmöglich, dem Schulunterricht beizuwohnen. Zudem hat ihr Zuhause oft keinen Raum, in dem sie ungestört lernen können. Im KiBiZ bieten wir Unterricht und Aufgabenhilfe unter sicheren Bedingungen an. Die Kinder können am Online-Unterricht teilnehmen und werden durch unsere Mitarbeiter betreut. Zur Stärkung erhält jedes Kind eine warme Mahlzeit und kann seine Freizeit mit anderen Kindern in einem geschützten Rahmen verbringen.

Kinder wie Ionut finden im KiBiZ die Möglichkeit dem Schulunterricht beizuwohnen.
Ionut ist ein intelligentes Kind und eines von vielen, welches gerne auch weiterhin in die Schule gehen möchte. Er ist ein Einzelkind und hat Eltern, die mit ernsten gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. Der Vater ist gesundheitsbedingt nicht in der Lage, einer geregelten Arbeit nachzugehen, die Mutter ist diejenige, die versucht, mit Gelegenheitsarbeiten das Familieneinkommen zu sichern. In ihrem Haus am Rande der Grossstadt gibt es weder Strom- noch Wasseranschluss. Es steht in einem Ghetto und hat nur einen kleinen Raum. Irgendwie schafft es die Familie, das Haus mit Feuerholz warm zu halten. Die Möglichkeit, am Online-Unterricht teilzunehmen, ist für Ionut jedoch schlicht unmöglich.

Der Junge strebt danach, die dritte Klasse weiter zu besuchen, deshalb steht er jeden Tag pünktlich um 7.30 Uhr vor unserem Zentrum. Er freut sich auf den Unterricht und besonders auf die Essenszeit, denn dann erhält er eine grosse Portion gesundes Essen – seine einzige richtige Mahlzeit des Tages. Damit die Türen des KiBiZ auch in Zukunft offenbleiben können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Denn für Kinder wie Ionut macht dies einen grossen Unterschied aus.

Wir freuen uns auf Ihre Hilfsbereitschaft.

Herzlichen Dank.


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Alt, aber nicht wertlos
Zwei Schwestern gehen gemeinsam durchs Leben
Armenien – Emma Hunanyan (82) hat sich an Diaconia Armenien gewandt und um Hilfe gebeten. Sie lebt zusammen mit ihrer Schwester Rosa Hunanyan (80) in Armavir und ist am Ende ihrer Kräfte.

Emma strahlt eine grosse Freundlichkeit aus.
Die beiden älteren Frauen haben viele gesundheitliche Probleme, was in ihrem hohen Alter nichts Aussergewöhnliches ist. Das für die beiden grössere Übel jedoch ist ihre Einsamkeit. Seit ein paar Jahren leben sie zwar gemeinsam, aber sehr isoliert. Sie haben keine Verwandten, somit auch keine Hilfe, die sie so dringend benötigen. Emma ist schon mehrmals mit ihren Anliegen bei ihrer regionalen Verwaltung vorstellig geworden, jedoch stets ohne Erfolg. Sie hat eine Behinderung zweiten Grades, beide Knie sind nach einem Bruch noch nicht ausgeheilt und sie hat Hörprobleme.

Trotz allem kümmert sie sich so gut es geht um ihre Schwester Rosa, die krank im Bett liegt, sich fast nicht mehr bewegen kann und kaum noch spricht.

Rosa muss meistens das Bett hüten.
Als wir das Haus der beiden Schwestern betraten, begrüssten sie uns unter Freudentränen und erklärten, dass es für sie ein grosses Glück sei, dass Fremde ihnen helfen wollten. Während unseres Besuchs erzählte uns Emma von den Strapazen, die sie in ihrem Leben schon durchmachen musste und wie schwer es für sie ist, ihre Schwester in dieser schwierigen Situation ganz ohne fremde Hilfe zu pflegen. Ihre Geschichte und die Lebensumstände haben uns sehr berührt.

Die beiden leben in einem sehr kalten Haus, das mit einem kleinen elektrischen Heizkörper erwärmt wird. Das Bett, auf dem sie schlafen, ist kaputt und mit Backsteinen unterlegt. Ihre Altersrenten werden für Lebensmittel, Strom und Medikamente ausgegeben. Für mehr reicht es nicht.

Gerne wollen wir handeln und den beiden eine Waschmaschine schenken. Davon träumen sie schon lange, denn es würde sie stark entlasten. Zudem möchten wir den Schwestern mit Lebensmitteln und Kleidung helfen und auch die Betten wieder in Stand stellen.

Für diese Aufwendungen benötigen wir 2 500 Franken.

Herzlichen Dank, wenn Sie diese beiden ins Alter gekommenen Frauen unterstützen.

Projekt Nr. 4067 – "Waschmaschine für die Hunanyans"

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Finanziell am Limit
Ein älteres Ehepaar hofft auf unsere Unterstützung
Rumänien – Gheorghe (68) und Elena (71) Lingurar haben finanziell mehr denn je zu kämpfen. Die beiden haben 6 Kinder grossgezogen, welche allesamt ausgezogen und selbstständig sind.

Anstatt den wohlverdienten Ruhestand geniessen zu können, plagen Lingurars grosse finanzielle Schwierigkeiten. Alles begann im Jahr 2010, als Gheorghe mit seinem Pferd und Wagen im Wald Brennholz holte. Auf dem Heimweg scheute das Pferd wegen eines Autos, das am Strassenrand parkiert war.

Das aufbäumende Pferd zerstörte eine der Türscheiben des Autos. Der Besitzer des Fahrzeuges beteuerte am Unfallort, dass der Schaden von seiner Versicherung übernommen würde. So liess er es reparieren. Später stellte sich heraus, dass die Versicherungsgesellschaft nicht bereit war, die Kosten der Reparatur zu übernehmen.

Sie verklagte Gheorghe vor Gericht und forderte von ihm, den Schaden aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Leider hatte Gheorghe niemanden, der ihn beraten oder gar vertreten konnte, so ignorierte er sämtliche Zahlungsaufforderungen, die ohnehin überhöht waren. Die Versicherungsgesellschaft gewann schlussendlich den Prozess, sodass der Schuldenberg inklusiv den Gerichtskosten auf 14 900 Franken anwuchs.

Von Sorgen geplagt – wir können helfen.
Gheorghe erhält keine Rente, weil er weniger als 10 Jahre am selben Ort tätig war. Elena bekommt eine monatliche Altersrente von 150 Franken, wovon sie mehr als die Hälfte für die Rückzahlung der Schulden abzweigen muss.

Für das ältere Ehepaar ist diese Belastung enorm gross, darum möchten wir an dieser Stelle eingreifen und die Kosten für Lebensmittel, Medikamente, Brennholz und einen neuen Ofen zum Kochen übernehmen. Dazu planen wir für ein Jahr, uns an den Rückzahlungen der angehäuften Schulden zu beteiligen.

Für dieses Unterfangen benötigen wir den Betrag von 3 800 Franken. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit diesem Projekt den Lingurars ihren wohlverdienten Ruhestand ermöglichen können.

Danke für Ihre Unterstützung

Projekt Nr. 4068 – "Finanziell am Limit"

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Eine Familie mit vielen Bedürfnissen
Gemeinsam wollen wir Familie Terean durch ihre Not tragen
RUMÄNIEN – Irina Terean (40) lebt zusammen mit ihren beiden Kindern Vasi (16) und Daiana (12) in einer improvisierten Hütte aus Holz und Sperrholz.

Die beiden sind auf Vasis Gelegenheitsarbeiten angewiesen.
Das heruntergekommene Häuschen gehört einem Verwandten und befindet sich in dessen Hinterhof. Es herrschen dort unzumutbare Wohnbedingungen. Die Toilette befindet sich im Aussenbereich und die Küche ist lediglich ein Provisorium. Der löchrige Fussboden ist mit einem alten Teppich bedeckt und die Wände sind marode.

Vasile (39), der Ehemann von Irina, hat sich von ihr getrennt und ist zu seinen Eltern gezogen. Von Zeit zu Zeit kommt er seine Kinder besuchen, aber das sehr selten.

Alles ist provisorisch, aber sauber gehalten.
Irina ist Analphabetin, sie hatte nie eine Arbeit oder ein Einkommen. Sie leidet an Asthma und benutzt einen Spray, der ihr beim Atmen hilft. Auch mit den Nieren scheint etwas nicht in Ordnung zu sein, denn sie bereiten ihr Schmerzen.

Hier ist dringend eine Renovierung fällig.
Die 12-jährige Daiana ist ein eher schüchternes Mädchen. Sie geht in die 4. Klasse. Vasi konnte die Schule nur 4 Jahre lang besuchen und übernimmt jetzt mit seinen 16 Jahren bereits die Verantwortung für die Familie. Er nimmt Gelegenheitsjobs an und versucht so, für seine Mutter und Schwester zu sorgen. Beide Kinder leiden an Rückenproblemen, welche nie von einem Arzt untersucht worden sind. Für Arztkonsultationen, Kleidung wie auch richtige Mahlzeiten fehlt das Geld. Die Bedürfnisse der Familie Terean sind wirklich vielfältig.

Irina versucht eine gute Mutter zu sein.
Wir können und wir wollen helfen! Als Erstes möchten wir die drei mit gesunden Lebensmitteln und warmer Kleidung eindecken. Eine Waschmaschine wäre ein Segen für Irina. Des Weiteren benötigen wir Baumaterial, um den Fussboden reparieren zu können, Verputzmaterial und Farbe für die Wände. Wir sehen es auch als eine Notwendigkeit an, für die Untersuchungskosten aufzukommen, um Daianas und Vasis Rückenschmerzen sowie die Nierenprobleme der Mutter bei einem Arzt abzuklären.

Dies alles kostet um die 3 600 Franken. Mit dieser finanziellen Unterstützung würden wir Familie Terean in vieler Hinsicht wieder neuen Mut und Hoffnung schenken.

Dürfen wir Sie um Ihre Mithilfe bitten?

Herzlichen Dank dafür.

Projekt Nr. 4069 – "Familienhilfe Terean"

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Diaconia Langzeitprojekte
Liebe Spenderin, lieber Spender

Mit den meisten Projekten aus dem Diaconia-Report unterstützen Sie Menschen während einer befristeten Zeit. Diese Projekte enden dann jeweils nach Erfüllung des vorgesehenen Spendenzwecks, es sei denn, weitere Hilfe werde benötigt.

Anders verhält es sich bei unseren Langzeitprojekten. Mit diesen, auf unbestimmte Zeit ausgerichteten Zuwendungen helfen Sie, unseren Auftrag längerfristig zu erfüllen. Ein solches Engagement zieht immer Folgekosten nach sich. Nach dem Start eines Langzeitprojektes benötigen wir folglich laufend neue finanzielle Mittel, um eine Weiterführung zu gewährleisten. Die immer gleichen Projektnummern sind jeweils auf unseren Einzahlungsscheinen vermerkt.

Es ist stets unser Ziel, die uns anvertrauten Spendengelder so einzusetzen, dass sie vielen Menschen in Not zukunftsorientiert helfen.

Nachfolgend finden Sie unsere derzeitigen Langzeitprojekte:

Kindertagesstätte Charentsavan –
Armenien – Nr. 3721
Kinderbildungszentrum KiBiZ –
Rumänien – Nr. 3750
Stopp dem Menschenhandel –
Rumänien – Nr. 3779
Leuchtturm, das Hilfszentrum –
Armenien – Nr. 3865
Bauernhof der Hoffnung –
Rumänien – Nr. 3890
Kindertagesstätte Hrudai –
Indien – Nr. 7005
NEU: Esel-Therapie –
Rumänien – Nr. 4056

Wünschen Sie zu einem unserer Langzeitprojekte nähere Informationen?

Auf unserer Webseite www.diaconia.org finden Sie alle Angaben dazu.

Gerne dürfen Sie sich auch telefonisch an uns wenden, damit wir Ihnen den entsprechenden Flyer zukommen lassen können.

Wir sind überzeugt, dass Langzeitprojekte auch Ihrem Sinn entsprechen und empfehlen Ihnen diese ganz herzlich.

Vielen Dank für Ihre treue Unterstützung

Das Diaconia-Team
Ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit
Familie Ziroyan kann dank unserer Hilfe bald auf eigenen Füssen stehen
ARMENIEN – Vor einigen Tagen hat sich Araksya Ziroyan (37) an Diaconia Armenien gewandt. Die trauernde Frau lebt mit ihrem Mann Gegham (42), der Schwiegermutter Pari (83), und ihren Kindern Artyom (15) und Ani (9) im Dorf Zartonk.

Gegham arbeitete bis vor einigen Jahren in Russland, doch 2013 erlitt er auf dem Weg zu seiner Arbeit einen schweren Autounfall. Nach zahlreichen Operationen kann er keine schweren Arbeiten mehr leisten, keine schweren Gegenstände anheben oder Feldarbeiten verrichten. Geghams Mutter Pari ist bettlägerig. Ihr Zustand ist sehr ernst, sie spricht nicht, kann sich nicht mehr bewegen und laut dem Arzt hat sie nur noch wenige Tage zu leben. Die Familie kümmert sich gut um sie, aber die Behandlungskosten übersteigen ihre finanziellen Möglichkeiten. Das einzige feste Einkommen von Ziroyans ist die Familienhilfe von 58 Franken und die Altersrente der Grossmutter von 86 Franken.

Araksya hat ernste Probleme mit ihren Nieren, sie ist auf der Suche nach einer bezahlbaren Behandlungsmöglichkeit. Die meiste Zeit trauert sie um ihr verstorbenes jüngstes Kind. Es war krank und konnte nicht behandelt werden. Ihr Schmerz darüber ist immer noch zu gross, um darüber zu sprechen.

Hier könnte eine Werkstatt entstehen.
Das Gespräch mit Araksya und Gegham hat uns dazu bewogen, in sie zu investieren, denn sie brauchen wirklich unsere Hilfe. Gegham hat die Möglichkeit, seinen erlernten Beruf als Automechaniker wieder aufzunehmen. Er ist Fachmann auf diesem Gebiet und hat immer davon geträumt, seine eigene kleine Werkstatt zu betreiben. Vor allem im elektrischen Bereich kennt er sich gut aus. In seinem Dorf hätte er gute Chancen, einen gut laufenden Betrieb aufzubauen. Bedarf gibt es in der Gegend genug. Diese Arbeit würde auch seine körperliche Verfassung zulassen. Gegham hat die Möglichkeit, vor dem Haus eine Werkstatt anzubauen. Dazu benötigen wir entsprechendes Baumaterial.

Mit einer finanziellen Unterstützung von 3 800 Franken möchten wir für die Familie Ziroyan eine kleine Werkstatt auf ihrem Grundstück aufstellen. Damit helfen wir dem Familienvater, für seine Kinder, Frau und Mutter zu sorgen.

Herzlichen Dank, wenn Sie uns dabei unterstützen.

Projekt Nr. 4070 – "Eine Werkstatt für Ziroyans"

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