DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
Ausgabe Nr. 07 | Juli 2019 | Erscheint monatlich | 39. Jhg.
EDITORIAL
Alte Kleider, neue Kleider
Das Sprichwort „Kleider machen Leute“ kann man in der Geschichte von „Diaconia Internationale Hilfe“ von einem besonderen Blickwinkel aus betrachten. Stellen wir uns folgende Szene vor: Ein Kind, das in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, bekommt eines Tages von einem Diaconia-Mitarbeiter einen unscheinbaren schwarzen Sack, gefüllt mit getragenen Kleidern und Schuhen. Jetzt kann dieses Kind die Schule besuchen, sogar im Winter.

Es kann sich auf den Schulstoff konzentrieren und muss sich nicht mehr sorgen, was es morgen anziehen soll. Das Essen, welches die Eltern dank der Unterstützung durch Diaconia kaufen können, tut auch gut.

Dank Diaconia darf Ema heute Liebe und Freude ausstrahlen.
Dieses Kind heisst Ema Pinzaru. Heute ist Ema kein hungriges Kind mehr, das nicht genügend Kleider besitzt für den Schulbesuch. Heute ist sie Lehrerin.

Sie hat zum Glauben an Jesus Christus gefunden, arbeitet für Diaconia Brașov und ihr grösster Wunsch ist es, anderen Menschen zu helfen. Sie setzt sich mit viel Engagement und Enthusiasmus für arme Kinder ein. Ihr Einfühlungsvermögen ist aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen aussergewöhnlich gross. *

Alles begann mit einem unscheinbaren Sack voll „alter Kleider“. Durch diese Gaben hat das Leben eines Menschen in Rumänien „neue Kleider“ bekommen: Glauben, Mut, Liebe, ein Herz für die Mitmenschen. Die Gedanken der Diakonie ganz praktisch.

Im September 1991 hat „Diaconia Internationale Hilfe“ unter der Leitung von Hans-Rudolf Hintermann den ersten Hilfsgütertransport nach Rumänien organisiert und begleitet. Es sollten Hunderte folgen mit tausend kleinen Geschichten. Geschichten darüber, wie Menschen in Rumänien einen Neuanfang wagten oder den Anstoss erhielten, in ihrem Leben etwas zu ändern.

Wie in der Novelle von Gottfried Keller „Kleider machen Leute“, kann man mit einem Sack Kleider die Menschen, sowohl Geber als auch Empfänger, an ihre wahre Identität erinnern: Wir haben das Privileg, Kinder Gottes zu sein, durch den Glauben an Jesus Christus. Wir dürfen die alten Kleider des Scheins ablegen und die neuen Kleider des Seins anziehen. In diesem Sinne mögen die Gedanken der Diakonie, ob in einen Sack Kleider oder in eine finanzielle Spende verpackt, uns dazu animieren, in unserer wahren Identität als Christen zu leben.

Von der Idee zur tatkräftigen Umsetzung: Hans-Rudolf Hintermann und Team sammeln im Jahr 1991 Kleider für Rumänien.
„Jetzt habt ihr neue Kleider an, denn ihr seid neue Menschen geworden. Gott ist beständig in euch am Werk, damit ihr immer mehr seinem Ebenbild entsprecht, nach dem er euch geschaffen hat.“ Kolosser 3,10

Herzlich Ihr

Mihai Hunziker
Stv. Geschäftsführer

* Ema wird bald die Leitung eines neuen Diaconia-Projekts in Viscri übernehmen.

Unsichere Zukunft
Anna wäre auch mit einer ganz bescheidenen Unterkunft überglücklich
ARMENIEN – „Ich bin bereit, alle Strapazen des Lebens auszuhalten, wenn ich nur nicht mit meinen Kindern auf der Strasse lande“, sagt die verzweifelte Mutter.

Es schmerzt die junge Mutter noch immer, darüber zu reden: „Dies war der schlimmste Tag meines Lebens. Ich ahnte nichts Böses, vermisste meinen Mann und freute mich über seinen Anruf, wie jedesmal, wenn ich von ihm hörte. Es zog mir den Boden unter den Füssen weg, als er mir mitteilte, dass er fortan nichts mehr mit mir zu tun haben wolle.“

Anna ist sehr dankbar, dass sie und ihre Töchter ein Dach über dem Kopf haben.
Anna Aloyan ist 30 Jahre alt und lebt in Baghramyan, einem Dorf in der Provinz Armavir.

2015 heiratete sie Gagik (46). Weil er keine feste Anstellung fand, war es für ihn sehr schwierig, für seine Familie zu sorgen. Nachdem er über längere Zeit arbeitslos gewesen war, entschloss er sich 2018, ins Ausland zu gehen. Seine Frau und die beiden Mädchen, Maryam (3) und Narine (9 Monate), liess er zurück.

Gagik fand Arbeit in Russland. Anfänglich telefonierte er regelmässig mit seiner Familie. Wie aus heiterem Himmel informierte er seine Frau einige Zeit später, dass er nicht länger gewillt sei, für sie und die gemeinsamen Kinder zu sorgen.

Da der Besitzer das Haus verkaufen will, muss Anna wahrscheinlich schon bald ausziehen.
Da Anna fortan weder von ihrem Mann noch von ihren Schwiegereltern Hilfe erwarten durfte, beschloss sie, mit ihren Kindern nach Baghramyan, ins Dorf ihrer Eltern, zu ziehen.

Ein Freund, der zur Zeit auch in Russland lebt, stellte Anna und ihren Kindern die armseligste Hütte des Dorfes kostenlos zur Verfügung.

Das Haus hat weder Gasanschluss noch fliessendes Wasser, weder Badezimmer noch Küche.

Das Wasser zum Abwaschen wird Anna von Nachbarn zur Verfügung gestellt. Die Kinder badet sie in Eimern auf dem Hof. Da die Küche fehlt, kocht sie in einem zwei Quadratmeter grossen Abstellraum.

Annas einziges Einkommen ist die staatliche Armen-Unterstützung. Obwohl sie gern hart arbeiten würde, um den Kindern ein normales Leben bieten zu können, muss sie doch zu Hause bleiben, um für die beiden zu sorgen.

Anna macht sich grosse Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder. Die Unsicherheit belastet sie. Wo wird sie ein Obdach für sich und die Kinder finden?

Kürzlich hat ihr der Hausbesitzer nämlich mitgeteilt, dass er das Häuschen gern verkaufen möchte. Er hat sich entschieden, nicht mehr nach Armenien zurückzukehren.

Wie froh wäre die verzweifelte Mutter, wenn sie das Häuschen selbst kaufen könnte, aber dazu fehlt ihr das Geld.
Der Kaufpreis beträgt rund 3 000 Franken. Anna hat keine Möglichkeit, diesen Betrag aufzubringen und befürchtet, dass sich ein anderer Käufer findet. Dann würde sie mit den zwei kleinen Mädchen auf der Strasse stehen.

Wie gern würden wir dieser armen Frau und ihren Kindern zeigen, dass sie nicht von allen Menschen vergessen sind!

Wir bitten Sie herzlich um Unterstützung für Anna, Maryam und Narine. Mit 3 000 Franken können wir der verlassenen Familie das bescheidene Häuschen kaufen. So hätten die drei endlich ein eigenes Zuhause, das ihnen niemand mehr wegnehmen könnte.

Projekt Nr. 3712 – "Unsichere Zukunft"

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Belogen, ausgenutzt und im Stich gelassen
„Wahrscheinlich habe ich bald keine Tränen mehr, so viel weine ich.“
RUMÄNIEN – Brindusa war zu vertrauensselig. Sie glaubte dem Vater ihrer Kinder, dass er sie liebt. Wie hätte sie ahnen können, dass er bereits eine Familie hatte?

Brindusa Mondoc ist 31 Jahre alt. Sie wuchs in einer ärmlichen, verwahrlosten Familie auf. Sie war nie in der Schule und kann weder lesen noch schreiben.

„Wahrscheinlich habe ich bald keine Tränen mehr, so viel weine ich.“
Von klein auf war sie harte Arbeit gewohnt. So kam es, dass sie als junge Frau gelegentlich bei einem reichen Mann arbeiten konnte. Dieser hatte vor der Pension in der Armee gedient. Er war 65 Jahre alt und lebte in Bukarest. Er kam regelmässig in Brindusas Dorf und wohnte dann jeweils im leerstehenden Haus seines Vaters. Dann stellte er Leute an, die für ihn arbeiteten, unter ihnen war Brindusa.

Der ältere Mann beteuerte, Brindusa zu lieben. Sie begannen eine Beziehung und lebten gemeinsam in seinem Elternhaus. Die junge Frau gebar drei Kinder, die unterdessen achtjährigen Zwillinge Carla und George sowie Paul, der nun fünf Jahre alt ist.

Belogen, ausgenutzt und im Stich gelassen.
Brindusa wusste nicht, dass der Vater ihrer Kinder bereits verheiratet war und eine Familie hatte. Sie war naiv und ahnungslos. Sie merkte zwar, dass er sie nie mitnahm, wenn er nach Bukarest ging, nahm jedoch an, dass er einfach ungestört seiner Arbeit nachgehen wollte. Sie war dankbar für die bescheidene Unterstützung, die sie von ihm erhielt.

Eines Tages kamen Fremde ins Dorf. Brindusa erschrak, als sie vor ihrer Türe standen. Es dauerte lange, bis ihr dämmerte, was geschehen war. Der Vater ihrer Kinder war in Bukarest an einem Herzinfarkt gestorben. Vor der Türe standen seine Ehefrau und seine Kinder. Die zutiefst gedemütigte Brindusa musste das Haus verlassen und lebt seither in einem uralten Häuschen ohne Strom und Wasser. Carla und George besuchen die erste Klasse, Paul ist im Kindergarten. Das einzige Einkommen der Familie ist das Kindergeld.

Die Situation, in der sich Brindusa und die drei Kinder befinden, ist so verzweifelt, dass die tapfere Mutter begonnen hat, Alteisen zu sammeln und zu verkaufen. Für ein Kilo erhält sie gerade mal 30 Bani, also ungefähr sieben Rappen.

Wir wollen so schnell als möglich helfen und der Familie Lebensmittel, Kleidung, Schuhe und Schulmaterial kaufen.

Die Familie lebt unter schrecklichen Bedingungen.
Um die hygienischen Bedingungen zu verbessern, wollen wir ein Bett, einen Schrank und einen guten Teppich besorgen. Es braucht Baumaterial, um die hintere Wand des Hauses zu reparieren. Mit 3 100 Franken können wir die erdrückende Not der Familie Mondoc lindern. Wir wollen der betrogenen Brindusa durch tatkräftige Hilfe zeigen, dass Gott ihre Not sieht. Wir dürfen ein Zeugnis sein für eine Hoffnung, die über das irdische Leben hinausreicht und verletzte Herzen zu heilen vermag.

Vielen herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3713 – "Im Stich gelassen"

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Eröffnung Tagesstätte Charentsavan
ARMENIEN

Es ist kalt und trüb an diesem 26. März 2019, auch der Schnee ist noch nicht ganz weg. Nichtsdestotrotz versammeln sich nach und nach ganze Familien, aber auch alleinstehende Menschen aus dem ärmlichen Ortsrand von Charentsavan. Was ist der Grund für diesen Menschenauflauf? Die Eröffnung der neuen Kindertagesstätte! Obwohl die Eröffnung erst um 13.00 Uhr beginnt, sitzen die Leute bereits eine Stunde früher gespannt und voller Erwartung auf ihren Stühlen. Das Entree ist mit Ballons und Blumengestecken liebevoll dekoriert, der Saal ist angenehm warm und beim Betrachten des üppig und kunstvoll angerichteten Esstisches läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Hmmm, schmeckt das fein!
Wir staunen über die braven Kinder, welche sich weder auf diesen Esstisch noch auf den Kinderspielturm in der hinteren Ecke des Raumes stürzen. Wir lassen uns sagen, dass die meisten dieser Kinder weder das eine noch das andere je gesehen haben, darum die Zurückhaltung. Fünf Minuten vor der Zeremonie hört man von draussen noch einen lauten Bohrhammerlärm– ja richtig, das Hausschild vor dem Eingang musste ja noch angebracht werden.

Pünktlich um 13.00 Uhr beginnen dann aber die Festlichkeiten. Sargis Svaryan, der Direktor von „Diaconia International Relief Charity Fundation“ begrüsst seine Gäste und vermittelt mit seiner ruhigen und herzlichen Art den geladenen Menschen die Ziele und die Vision der neuen Kindertagesstätte. Sargis, der schon sein ganzes Leben hier an diesem Ort verbracht hat, kennt die Nöte und Herausforderungen der Not leidenden Bevölkerung bestens. Als Pastor der nahegelegenen christlichen Kirche verfügt er zudem über ein grosses Potential an freiwilligen Mitarbeitern. Dies wirkt sich vertrauensvoll auf die Ambiance aus. Auch meine Frau und ich werden herzlich begrüsst und willkommen geheissen. Als Verantwortlicher für das Einsatzland Armenien werde ich aufgerufen, ein paar Worte an die Zuhörerschaft zu richten, was ich sehr gern tue.

Ob ich wohl diesen Spielturm auch besteigen darf?
Für unsere zukünftige Ausrichtung und Arbeit in Armenien ist diese Tagesstätte ein Ort, an dem Menschen Wärme, Geborgenheit und ein offenes Ohr erhalten, aber zugleich auch der Sitz unserer Tätigkeiten in Armenien, in dem sich das Büro und die Verwaltung unserer Arbeit befinden. Im Anschluss an meine Rede erhalten die Gäste das Wort. Einige Eltern äussern sich begeistert über die Tagesstätte, denn diese vermittelt ihnen Hoffnung in einer vertrauensvollen Umgebung. Wir sind berührt von diesen Aussagen, denn sie bestätigen uns in unserem Vorhaben. Was wäre eine Eröffnungsfeier ohne Musik! Meiner Frau wird spontan eine Gitarre in die Hand gedrückt und so tun wir beide, was wir schon immer gerne taten: Lieder mit den Kindern singen – in Schweizerdeutsch, wohlverstanden!

Das Lied „Min Gott isch so gross, so starch und so mächtig, gar nüt isch unmöglich mim Gott“ kommt uns als erstes in den Sinn, weil die dazu passenden Bewegungen auch in der armenischen Sprache tadellos funktionieren. Dieses Lied soll zum Ausdruck bringen, dass wir für die Arbeit in der Tagesstätte auf unseren grossen, starken und mächtigen Gott angewiesen sind − auf einen Gott, dem nichts unmöglich ist. Letztendlich ist er der wahre Grund für das, was wir tun. Nun gibt es aber kein Halten mehr. Sargis Svaryan übergibt das Haus seinem Bestimmungszweck und das Buffet wird eröffnet.

Das macht Spass!
Fröhliche Musik und Gesang von vielen freiwilligen Mitarbeitern der christlichen Gemeinde erklingen, die Kinder tasten sich nach und nach an das reichhaltige Essen heran und erkunden die Spielanlage. Als Gäste dürfen wir zum Abschluss für unzählige Fotos und Selfies herhalten, was wir ausnahmsweise gern über uns ergehen lassen. Diese Eröffnungsfeier wird uns noch sehr lange in guter Erinnerung bleiben.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Sargis Svaryan und seiner Mitarbeiterin Paytsar Nazarbekyan für die tadellose Organisation und Durchführung des Festes. Einen grossen Dank richten wir auch allen freiwilligen Mitarbeitern aus, sie haben sich aufopfernd und liebevoll für das Gelingen eingesetzt.

Stephan und Marianne Schneider

Die Kindertagesstätte ist nun ein fester Bestandteil unserer Diaconia-Arbeit. Wir werden in Zukunft immer wieder über diese Arbeit, die Fortschritte und die Herausforderungen informieren.

Klicken Sie bitte auch zum Spezial-Flyer, in dem Sie alle Informationen zur Tagesstätte, wie Ziele, Vision und Zweck, aufgelistet finden.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Ein Geschenk des Himmels
Der Anblick ihres kleinen Sohnes lässt die dankbaren Eltern alle Not vergessen
RUMÄNIEN Ancuta schaut ihren Jungen strahlend an: „Ianis ist ein Geschenk des Himmels. Er tröstet mich und lindert die Trauer über die schwere Vergangenheit und den Verlust meiner anderen Kinder.“

Ancuta (39) ist endlich angekommen. Nach einem Leben voller Leid darf sie mit Radu (50) und ihrem kleinen Ianis ein liebevolles Familienleben geniessen.

Der Anblick ihres kleinen Sohnes lässt die dankbaren Eltern alle Not vergessen.
Die Trauer hat sich tief in die Gesichtszüge der zierlichen Frau eingegraben. Ihre Lebensgeschichte, die sie in kurzen Sätzen erzählt, ist herzzerreissend. Schon mit 15 Jahren wurde sie zum ersten Mal schwanger, mit 30 hatte sie bereits 6 Kinder. Ihr Mann schlug sie und die Kinder und zwang sie, betteln zu gehen. Es kam der Moment, an dem Ancuta dieses Leben nicht mehr ertrug und für sich und die Kinder die Notbremse zog. Sie ging zur Kinderschutzbehörde und erklärte ihre familiäre Situation. Die Kinder wurden in einem staatlichen Heim untergebracht, Ancuta konnte sich scheiden lassen. Es schmerzte die verzweifelte Mutter zutiefst, ihre Kinder nicht mehr bei sich zu haben und doch ist sie überzeugt: „Wenn ich heute zurückschaue, weiss ich, dass ich vor neun Jahren die richtige Entscheidung getroffen habe. Anca (24) und Raluca (19), meine ältesten Kinder, konnten die Schule abschliessen und haben eine Arbeitsstelle gefunden. Die Jüngeren besuchen noch die Schule. Ich bin so froh, dass es ihnen gut geht.“

„Ich wünsche mir, dass Ianis gesund und sicher aufwachsen darf.“
Trotzdem litt Ancuta schwer unter dem Verlust ihrer Familie. Bei Radu fand sie ein neues Zuhause. Vor 6 Monaten wurde Ianis geboren. Ihr kleiner Sohn erfüllt das harte Leben seiner Eltern mit Freude und Glück.

Familie Jigas Leben ist nicht einfach. Ihr Holzhäuschen ist notdürftig mit Erde verputzt, das Fenster ist kaputt. Fliessendes Wasser oder Strom haben sie nicht. Ancuta hat selten Milchpulver für Ianis, meistens bekommt er nur Tee. Seine Tränen tun den liebenden Eltern in der Seele weh.

Liebevoll kümmert sich Ancuta um ihren kleinen Sohn.
Radu hat aus Holz einen kleinen Schuppen angebaut und innen mit Stofffetzen abgedichtet. Er träumt davon, daraus eine solide Küche zu bauen, die auch im Winter benutzt werden kann. Leider fehlt das Geld, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Wir möchten Familie Jiga unterstützen und für Windeln und Milchpulver aufkommen. Wir wollen Baumaterial kaufen, damit Radu den Schuppen in eine Küche verwandeln kann. Dadurch hätte die kleine Familie mehr Wohnraum zur Verfügung. Auch würden wir gern das kaputte Fenster ersetzen. Für diese Familienhilfe benötigen wir 2 900 Franken.

Bitte helfen Sie mit, dass Ianis gesund aufwachsen darf! Vielen Dank.

Projekt Nr. 3714 – "Ein Geschenk des Himmels"

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Gheorghe benötigt dringend Hilfe
Der 38-jährige Mann ist schwer krank
RUMÄNIEN – Aufgrund der finanziellen Not kann er sich weder die Fahrt zum Arzt noch die nötigen Medikamente leisten. Sein Einkommen fällt weg, die Lage ist hoffnungslos.

Gheorghe Florea (38) und Alina (40) kennen sich seit frühester Kindheit. Sie gingen nie zur Schule und sind sich ein ärmliches, einfaches Leben gewohnt. Ihre Wege führten sie in verschiedene Richtungen, beide heirateten und sie verloren sich aus den Augen. Vor drei Jahren begegneten sie sich wieder.

Der 38-jährige Mann ist schwer krank.
Ihre Ehen waren gescheitert. Sie beschlossen einander zu unterstützen und beizustehen.

Aus Holz und Erde bauten sie sich ein Häuschen, ohne Wasser und Strom.

Ihr bescheidenes Glück währte leider nicht lange. Gheorghe wurde schwer krank, er bekam Hepatitis und seine Nieren sind angeschlagen. Er musste ein halbes Jahr im Spital bleiben, anschliessend durfte er nach Hause zu Alina. Sein Gesundheitszustand ist jedoch sehr schlecht.

Gheorghe hatte mit Pferd und Wagen für ein Einkommen gesorgt.

Jetzt musste Alina schweren Herzens das Pferd zu einem Spottpreis verkaufen, um die Medikamente und andere Ausgaben bezahlen zu können. Das Geld aus dem Erlös reichte jedoch nicht lange.

Ohne Zugpferd steht der Wagen nutzlos auf dem Hof.
Heute steht der Wagen verlassen im Hof und erinnert die beiden täglich an ihre grosse Not. Gheorghe versucht, Alina zu ermutigen. Er freut sich auf die Zeit, in der er wieder gesund und kräftig ist. Er will besonders fleissig und hart arbeiten, damit es ihnen finanziell bald wieder besser geht.

Alina bringt es einfach nicht übers Herz, ihm diese Hoffnung zu nehmen: „Die Ärzte befürchten, dass Gheorghe Dialyse benötigen wird. Vielleicht wird er nie mehr arbeiten können.“

Der kranke Mann kann kaum stehen oder gehen. Er ist sehr schwach und liegt meistens im Bett. Alina kümmert sich liebevoll um ihn. Die Medikamente sind aber schon bald aufgebraucht, neue werden sie sich nicht leisten können. Auch die Kontrolltermine beim Arzt kann Gheorghe nicht wahrnehmen, weil das Geld fehlt, um ins Spital zu fahren.

Gheorghe friert praktisch immer. Die zerbrechliche Frau verbringt Stunden damit, am Waldrand kleine Holzstücke zu sammeln und den Ofen zu beheizen. Dieses Holz verbrennt aber sehr schnell und gibt nicht viel Wärme ab. Massives, gutes Brennholz ist jedoch unerschwinglich.

Das Dach des Häuschens ist aus alten Brettern gebaut, Kälte und Feuchtigkeit dringen ungehindert durch die Ritzen. Gheorghes Bett befindet sich genau unter dem kalten Luftzug.

Wir wollen Gheorghe und Alina durch diese schwere Krankheitszeit hindurchhelfen. Wir möchten die Fahrtkosten zum Arzt und die nötigen Medikamente bezahlen. Alina und Gheorghe sollen nicht länger frieren und hungern. Wir würden ihnen gern Brennholz und gesunde Nahrungsmittel kaufen sowie Baumaterial zum Reparieren des Daches.

Mit 3 000 Franken schenken wir ihnen medizinische Hilfe sowie Wärme und Hoffnung.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3716 – "Schwerkranker Gheorghe"

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Überlebenschance für 5-jähriges Mädchen
Damit ihr Körper den Kampf gegen den Krebs gewinnen kann, ist Dana auf unsere Hilfe angewiesen
RUMÄNIEN – Durch die Chemotherapie ist das Immunsystem der kleinen Patientin geschwächt. Jede Infektionskrankheit kann für sie lebensgefährlich sein. Sie braucht dringend ein eigenes, möglichst keimfreies Zimmer.

Dana ist gezeichnet von ihrer Krankheit.
In der Vorweihnachtszeit entdeckte Juli (30) am Hals ihrer Tochter einen kleinen Knoten und einen Bluterguss. Die niederschmetternde Diagnose „Krebs“ zog der ganzen Familie den Boden unter den Füssen weg.

Juli und Dana verbrachten seither viel Zeit im Spital. Unzählige Infusionen und Chemotherapie-Sitzungen folgten. Die Familie ist glücklich, dass Danas Körper gut auf die Behandlung reagiert. Jedoch stellen die Anweisungen der Ärzte die Eltern vor neue, unlösbare Probleme.

In den Zeiten, in denen sich Dana daheim von den Strapazen der Spitalaufenthalte erholen darf, braucht sie eine möglichst saubere Umgebung. Ihr Zuhause sollte frei sein von Schimmelpilz, Staub, Schmutz und Krankheitserregern. Zudem braucht sie eine spezielle Ernährung mit ausgewählten Lebensmitteln.

Familie Marin ist sehr arm. Zu viert leben sie in einem kleinen Zimmerchen, einen Wasseranschluss haben sie nicht.

Der Vater, Dan (43), verdient sein Geld als Tagelöhner. Mit seinem knappen Lohn schaffte er es mehr schlecht als recht, die Familie über Wasser zu halten. Danas Krankheit veränderte jedoch alles. Nicht nur, dass die Kosten gestiegen sind, sondern gleichzeitig ist auch das Einkommen gesunken. Dana hat einen älteren Bruder, Marian. Er ist sieben Jahre alt. Wenn sich Juli mit Dana im Spital befindet, passt Dan auf Marian auf und kann deshalb in dieser Zeit nicht arbeiten gehen. Die Familie hat keine Verwandten oder Freunde in der Nähe, die ihr bei der Betreuung des Sohnes helfen könnten.

Die ganze Familie kämpft für Dana. Der besorgte Vater hat bereits die Wände für ein zweites Zimmer gebaut. Das soll Danas keimfreies, sauberes und gemütliches „Genesungszimmer“ werden. Leider fehlt das Geld für die Fertigstellung des Raumes.

Wir möchten Familie Marin durch diese schwere Zeit hindurch helfen. Mit 3 400 Franken könnten wir Dana möglichst gute Heilungschancen ermöglichen.

Das Mädchen benötigt gutes Essen und viel Ruhe. Wir möchten Dana auch die Medikamente Stoptoxin, Sumetrolim und Epitrim besorgen. Sie unterstützen die Heilung, die Eltern können sich die Medikamente jedoch nicht leisten. Auch wollen wir Dan helfen, das zweite Zimmer fertigzubauen.

Bitte helfen Sie mit, Dana ein sauberes Zuhause, gesunde Ernährung und die nötigen Medikamente zu ermöglichen! Wir bedanken uns von Herzen für Ihr Mittragen.

Projekt Nr. 3717 – "Danas Überlebenskampf"

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Glück und Unglück am gleichen Tag
Familie Avetisyan musste viel Schweres durchmachen
Das Dorf Yervandashat liegt in der Provinz Armavir, an der Grenze zur Türkei. Es ist 90 Kilometer von Jerewan entfernt und von anderen Dörfern und Städten abgeschnitten. In Yervandashat ist das Leben sehr hart. Es gibt keine Arbeitsplätze, die Menschen leben hauptsächlich von Gartenbau und Viehzucht.

Wir berichten heute über zwei Familien, die in diesem verarmten Dorf ums Überleben kämpfen. Sie haben in einem alten, baufälligen Schulhaus Unterschlupf gefunden.


ARMENIEN – Das Leben der Familie Avetisyan ist mühevoll und entbehrungsreich. Mehrere Schicksalsschläge erschwerten das harte Los zusätzlich und erschütterten die Familienmitglieder.

Schon seit 30 Jahren lebt Vahram Avetisyan (58) mit seiner Familie im Grenzdorf Yervandashat. Vahram ist verheiratet mit Qibar (57). Sie leidet an einem Bandscheibenvorfall, hat schreckliche Schmerzen und kann kaum gehen.

Vahram und Qibar hatten zwei Söhne. Einer der Söhne starb im Alter von 16 Jahren an einem Nierenversagen.

Der andere Sohn, Artem (37), wurde als Soldat eingezogen, um im Artsakh-Krieg zu kämpfen.

Qibars Gesicht erzählt von Leid und Entbehrungen.
Er musste seine schwangere Frau Susanne (33) zurücklassen und in den Kampf ziehen. Genau an dem Tag, als der kleine Sohn zur Welt kam, wurde Artem auf dem Kriegsschauplatz durch Schüsse verwundet. Gott sei Dank überlebte er, aber seine Wunde konnte nur ungenügend behandelt werden, weil das nötige Geld fehlte. Da er aufgrund seiner Verletzung nicht mehr als Soldat geeigntet war, wurde er aus dem Militär entlassen.

Artems Familie lebt mit Vahram und Qibar zusammen in Yervandashat. Artem selbst kann nicht bei ihnen sein. Er arbeitet in einem Restaurant in der Provinz Kotayk, etwa 100 Kilometer von Yervandashat entfernt.

Er kann höchstens einmal im Monat nach Hause gehen. Artem ist der einzige in der Grossfamilie Avetisyan, der eine Arbeitsstelle hat und Geld verdient. Eine andere Einnahmequelle hat die Familie nicht.

Avetisyans wohnen in einem ehemaligen Schulhaus unter unmenschlichen Bedingungen und brauchen dringend unsere Hilfe. Es ist erschreckend, die Familie in ihrem Zuhause zu besuchen. Man befürchtet, dass die Decke jeden Moment einstürzt, so baufällig sieht alles aus.

Mit 1 900 Franken können wir diesen verzweifelten Menschen, die schon so viel Leid erfahren haben, helfen, ihre Küche und ihr Badezimmer zu renovieren.

Herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3718 – "Familienhilfe Avetisyan"

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Eine harte Lebensschule
Dem verantwortungsbewussten Sohn wachsen die Sorgen über den Kopf
ARMENIEN – Die Lektionen, die Samvel und Gayane im Schulgebäude lernen, sind hart. Mutter und Sohn haben ohne Hilfe von aussen keine Chance, ihre Umstände zu verbessern.

Gayane Abgaryan (52) lebt zusammen mit ihrem Sohn Samvel in Yervandashat. Die Tochter ist verheiratet und mit ihrem Mann weggezogen.

Gayane und Samvel besitzen kein eigenes Haus. Sie erhielten die Erlaubnis, in einem Klassenzimmer eines ehemaligen Schulhauses unterzukommen. Das Gebäude ist jedoch in einem erbärmlichen Zustand. Das Dach ist undicht, einzelne Fenster sind kaputt und die Aussentüre ist verrottet.

Samvel ist 19 Jahre alt und arbeitet als Hirte. Damit verdient er gerade mal so viel, dass er für sich und seine Mutter Brot kaufen kann. Leider dauert diese Verdienstmöglichkeit immer nur sechs Monate im Jahr.

Während seine gleichaltrigen Kollegen an Universitäten studieren oder ihre technischen Fertigkeiten ausprobieren und weiter entwickeln, trägt er die volle Verantwortung fürs tägliche Überleben.

Gayane bemüht sich, ihre spärlichen Utensilien in Ordnung zu halten.
Wenn Samvel von der Arbeit nach Hause kommt, kann er sich nicht entspannen. Er leidet sehr unter dem schlechten Zustand ihrer Unterkunft. Da überhaupt kein Geld zur Verfügung steht, um Baumaterial zu kaufen, ist eine Verbesserung der Umstände praktisch unmöglich. Samvel sieht keinen Ausweg.

Familie Abgaryan hat keine andere Einnahmequelle. So bleibt die Renovation ihres bescheidenen Obdachs, das ihnen die Gemeinde zur Verfügung stellt, ein Traum.

In diesem ehemaligen Schulhausgebäude, wo viele Kinder einst wichtige Lektionen fürs Leben lernen durften, bleiben für Gayane und Samvel nur Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Gerne würden wir Samvel und seine Mutter unterstützen und ihnen ihren bescheidenen Traum erfüllen.

Mit 2 300 Franken könnten wir ihnen die Renovation des Zimmers ermöglichen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3719 – "Harte Lebensschule"

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Mama, wach auf!
Mutterlose Kinder brauchen Hilfe
RUMÄNIEN – Es war ein furchtbarer Morgen! Lorena und Robert fanden ihre Mutter leblos im Bett.

Lorena und Robert Ferar sind 10-jährige, liebenswerte Zwillinge. Sie wurden in grosse Armut hinein geboren. Gemeinsam mit ihrer Mutter und zeitweise mit ihrem Vater lebten sie in einem armen Dorf in der Region Braşov. Der Vater ist meistens unterwegs. Da er ungebildet ist, muss er jede sich bietende Gelegenheit, Geld zu verdienen, annehmen. Oft arbeitet er weit entfernt von zuhause, manchmal auch im Ausland.

Robert und Lorena versuchen, sich gegenseitig Halt zu geben.
Lucia, die Mutter, war eine feine Frau. Liebevoll setzte sie sich für ihre Kinder ein. Es war ihr sehr wichtig, den Zwillingen eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Sie war sehr sanft und hatte immer ein freundliches Wort für die Kinder.

Lucia war seit Jahren krank. Um die Kinder nicht zu ängstigen, versuchte sie ihre Schmerzen und ihre Schwäche zu verstecken.

Mit 58 Jahren verlor ihr Körper jedoch den Kampf gegen Armut, Krankheit und Leid. Lucia wachte morgens einfach nicht mehr auf. Unglücklicherweise befand sich der Vater in Spanien, die Kinder waren mit ihrer Mutter allein. Die Trauer über den plötzlichen, unerwarteten Verlust und der Schock über das Vorfinden der leblosen Mutter haben sich tief in die Herzen der Kinder eingebrannt.

Der Schock sitzt tief.
Der Vater kam für einige Wochen nach Hause. Aber jetzt muss er wieder abreisen, um zu arbeiten.

Lorena und Robert haben eine ältere Schwester, Cristina (33). Sie ist bereit, die beiden bei sich aufzunehmen. Sie und ihr Mann haben jedoch selber fünf Kinder. Cristina ist eine herzensgute Frau und eine hingebungsvolle Mutter. Trotzdem ist es eine grosse Herausforderung, noch zwei weitere Kinder grosszuziehen. Cristina wird finanzielle und emotionale Unterstützung brauchen, um für die grosse Kinderschar zu sorgen und um die Zwillinge trösten und ihnen helfen zu können, den Verlust ihrer Mutter zu verarbeiten.

Wir möchten Lorena und Robert zur Seite stehen und ihnen Zuneigung und Liebe schenken. Die beiden brauchen tägliche Unterstützung und Förderung. Die können wir ihnen am besten zukommen lassen, wenn wir sie ins Tageszentrum in Vulcan aufnehmen. Dort erhalten sie saubere Kleidung und Schuhe.

Die Trauer ist riesig.
Sie werden bei den Hausaufgaben und beim Lernen unterstützt und mit Schulmaterial ausgerüstet. Zudem können sie sich gemeinsam mit ihren Schulkameraden so richtig satt essen.

Unser grösster Wunsch ist es, dass durch die liebevolle und wertschätzende Atmosphäre und vor allem durch die frohe Botschaft der Liebe und Fürsorge Gottes ihre verletzten Herzen langsam heilen dürfen.

Mit 3 600 Franken können Sie Lorena und Robert ein Jahr lang tägliche Unterstützung sichern. Wir bedanken uns von Herzen für jede Spende!

Projekt Nr. 3720 – "Mutterlose Kinder"

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