DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
Ausgabe Nr. 09 | September 2018 | Erscheint monatlich | 38. Jhg.
Bessere Lebensumstände für Codruta, Virgil und ihre Kinder
Familie kämpft ständig gegen Dreck, Feuchtigkeit und Geldnot
RUMÄNIEN – Codruta (34) kämpft gegen den Schmutz und die Feuchtigkeit, aber ihr Kampf ist unter den gegebenen Umständen aussichtslos. Ihr Mann Virgil (35) hat begonnen, nebenan einen neuen Raum für die Familie zu bauen. Doch leider geht es aus Geldmangel nicht voran.

Familie kämpft ständig gegen Dreck, Feuchtigkeit und Geldnot.
Virgil ist im Sommer fast nie zu Hause. Nur sonntags besucht er seine Frau und die sechs Kinder Sabian (14), Tania (12), Denis (10), Adina (8), Andrei (6) und Sonia (5). Die Woche über arbeitet er als Schafhirte für einen Farmer. Die Kinder warten sehnsüchtig auf die Besuche des Vaters, denn er bringt Lebensmittel mit – und manchmal sogar etwas Süsses. Im Winter findet der Vater kaum Arbeit. Dann ist er zu Hause und die Familie hat noch weniger Geld, um zu überleben.

Der alte Wohnraum droht zusammenzubrechen.
Virgil und Codruta wohnen mit ihren Kindern in einem baufälligen Raum. Die Wände sind rissig und der Übergang zum klapprigen Dach ist voller breiter Spalten. Nach ein paar Tagen Regen ist alles im Haus nass. Die wenigen alten Möbel der Familie Lingurar sind kaputt und ebenfalls feucht. „Ich versuche, so viel wie möglich zu retten, wasche die Kleider der Kinder täglich von Hand, aber manchmal fühle ich mich, als kämpfte ich gegen Windmühlen“, sagt Codruta erschöpft.

Die sechs Kinder der Familie leiden unter den schlechten Lebensumständen.
Die 34-Jährige weiss, wie wichtig eine gute Schulbildung ist. Sie selbst ist nur drei Jahre zur Schule gegangen, kann kaum lesen und schreiben. Doch trotzdem hat Sabian, ihr ältester Sohn, die Schule verlassen. Er übernimmt die Aufgaben seines Vaters während dessen Abwesenheit. Und er sammelt Holzabfälle, damit die Familie ein Feuer machen kann.

Der Ofen muss dringend ersetzt werden.
Wir möchten die Familie auf vielfältige Weise mit Lebensmitteln, Schuhen und Kleidung unterstützen. Dringend benötigt werden zudem ein neuer Ofen, zwei Betten und eine Waschmaschine. Eine Investition in die Zukunft der Kinder wäre zum einen Baumaterial für Virgil, damit der neue Raum so schnell wie möglich fertig wird, zum anderen Schulsachen für die Kinder, damit sie weiter lernen können. Bitte helfen Sie mit Ihren Gaben mit, dass die Kinder sauber und sicher aufwachsen können. Wir benötigen 3 100 Franken.
Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3550 – "Hilfe für Codruta, Virgil und ihre Kinder"

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Tapfere Mutter braucht Unterstützung
Sie wünscht sich, ihren Kindern eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen
ARMENIEN – Stella erzählt: „ Stundenlang sass ich im Kinderheim am Fenster. Ich träumte von einer Kindheit voller Liebe und Wärme, von einem richtigen Zuhause. Jetzt ist es mein grösster Wunsch, meinen Kindern ein solches Zuhause zu ermöglichen.“

Die drei Geschwister halten zusammen.

Stella Gyozalyan ist eine junge Mutter, die Hilfe braucht. Sie hat 3 Kinder, Angelina (7), Narek (6) und Anahit (3). Nach Jahren voller Leid und Misshandlungen entschied sich die junge Mutter schlussendlich dafür, ihren alkoholabhängigen Mann zu verlassen und die Kinder alleine grosszuziehen.

Stella selbst wuchs ab dem 7. Lebensjahr in einem Kinderheim auf. Sie kannte das Familienleben kaum. Sie erinnert sich noch gut an die Stunden im Heim, in denen sie aus dem Fenster schaute und die anderen Kinder beobachtete. Wie sehnte sie sich danach, auch liebevolle Eltern zu haben, wie beneidete sie die anderen Kinder um ihre Freude und die Geborgenheit, die sie erleben durften!

Deshalb will die junge Mutter jetzt für ihre Kinder kämpfen, damit sie nicht Einsamkeit und Leid erleben müssen wie sie selbst in ihrer eigenen Kindheit. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sie ihren Kindern ein warmes Zuhause geben kann.

Wir möchten der Familie gerne ein richtiges Badezimmer ermöglichen.

Angelina fängt bald die zweite Klasse an, Narek die erste. Für die kleine Anahit bleibt der Kindergartenbesuch nur ein Traum. Das Geld reicht nicht, um ihr den Besuch zu ermöglichen. Das einzige Einkommen der Familie ist die staatliche Unterstützung für arme Familien, 70 Franken monatlich. Für eine alleinerziehende Mutter ohne Job ist es sehr schwierig, ihre Kinder zu ernähren.

Die Familie bekam bis vor Kurzem jeden Tag eine warme Mahlzeit in einer Armenküche. Leider ist diese Mahlzeit seit 2 Monaten ausgefallen, es gibt momentan keine Essensausgabe.

Die Kleider und das Schulmaterial für die beiden grösseren Kinder bereiten Stella auch Sorgen. Mit 70 Franken im Monat kann man kaum das Nötigste kaufen.

Stella wohnt mit ihren 3 Kindern in einer desolaten Einzimmerwohnung, welche der Staat der Familie zur Verfügung stellt. Es gibt kein fliessendes Wasser, die Mutter muss das kostbare Nass eimerweise in die Wohnung tragen.

Die Wohnung braucht dringend eine Totalrenovation. Stella und die Kinder wünschen sich von Herzen, das Badezimmer renovieren zu können und fliessendes Wasser zu haben. Angelina sinniert: „Wenn nur der Traum von der eigenen Badewanne wahr werden könnte...“

Stella kämpft dafür, Angelina, Narek und Anahit ein liebevolles Zuhause zu bieten.

Es wäre eine grosse Erleichterung für die Mutter, das Wasser für das Bad der Kinder sowie für die Handwäsche nicht mehr im Hof holen zu müssen.

Mit 3500 Franken könnten wir dieser tapferen Mutter dabei helfen, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Mit diesem Geld kann sie das Badezimmer renovieren lassen und die Hygiene im Haus verbessern, dazu auch das nötige Schulmaterial kaufen und so den drei Kindern einen Hoffnungsschimmer auf eine bessere Zukunft geben.

Und vielleicht wird Anahit bald nicht mehr durch das Fenster hindurch beobachten müssen, wie andere Kinder fröhlich in den Kindergarten hüpfen, sondern kann selbst ihre Kindergartentasche packen.

Projekt Nr. 3551 – "Badezimmer für Stella und ihre drei Kinder"

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Mit einem Kinderzimmer Glück und Freude schenken
4-köpfige Familie träumt von einem zweiten Zimmer
ARMENIEN – Die Bedingungen, unter denen Familie Khachatryan lebt, sind unbeschreiblich schwierig. Umso unglaublicher ist es, zu sehen, wie freundlich und fröhlich die Kinder sind und wie tapfer sie ihre Lebensumstände ertragen.

Die Familie Khachatryan wohnt, wie viele andere mittellose Familien in Armenien, in einer kleinen Einzimmerwohnung. George ist 34 Jahre alt, seine Frau Christine 33. Obwohl die beiden sich sehr viel Mühe geben, haben sie es nicht geschafft, die schlechten Lebensbedingungen für ihre Kinder zu verbessern. Die Tochter Elen ist 8 Jahre alt und besucht die 3. Klasse. Der vierjährige Narek ist noch bei der Mutter zuhause.

Die Familie leidet unter der Platznot.

Der Familienvater leidet an sehr starken, ja unerträglichen Kopfschmerzen. Er hatte jedoch nie die finanziellen Mittel, die Ursache abklären zu lassen, er kann sich einen Arztbesuch schlicht nicht leisten. Nichtsdestotrotz setzt George sich von früh bis spät für seine Familie ein. Er arbeitet bei der Müllentsorgung. Es ist eine harte und anstrengende Arbeit, für die er monatlich 120 Franken Lohn bekommt. Christine erledigt in einem kleinen Büro Reinigungsarbeiten und kann dadurch mit 12 Franken zum Einkommen der Familie beitragen. Zusätzlich erhält die Familie vom Staat 60 Franken Armenrente. Die Familie hat monatlich also insgesamt knapp 200 Franken zur Verfügung. Davon muss sie die Miete, Nebenkosten und andere Fixkosten bezahlen sowie natürlich Nahrungsmittel und alles weitere für den täglichen Bedarf. Die Familie lebt sehr sparsam, die Kinder tragen gebrauchte Kleider, die sie von Nachbarn und Bekannten erhalten. Leider reicht das Geld trotzdem oft nicht für alles, was die Familie benötigt. Immer öfter müssen die Kinder ins Bett gehen, ohne wirklich satt zu sein, manchmal sogar mit schmerzhaft knurrendem Magen. Das tut den liebevollen Eltern in der Seele weh und die Sorgen wachsen, wenn sie an die Zukunft denken - an die Zeit, wenn Narek auch zur Schule gehen sollte und die Kosten nicht mehr tragbar sein werden.

Die Familie wohnt unter sehr schlechten Bedingungen. Die Kinder haben kaum Platz, sich zu bewegen, geschweige denn zu spielen. Es fehlt an Möbeln, einer Waschmaschine und einem Gasboiler. Ohne Kühlschrank ist auch das Aufbewahren von Lebensmitteln eine grosse Herausforderung.

Es ist schön zu sehen, dass Elen und Narek trotz Hunger und miserablen Lebensbedingungen immer noch lächeln können und ihre Umgebung erfreuen.

Der geheime Traum der Familie Khachatryan ist es, eine grössere Wohnung zu mieten, eine Wohnung mit einem zweiten Zimmer für die Kinder, welches auch Platz für ein paar Spielsachen und einen Schreibtisch für die Hausaufgaben hätte.

Die Miete für ihre „Traumwohnung“ würde jährlich 800 Franken betragen. Schenken wir doch den aufgestellten, tapferen Kindern die Chance auf eine glückliche Kindheit. Mit 4000 Franken könnten wir der Familie 5 Jahre lang eine Wohnung mit einem Kinderzimmer sowie besseren Lebensbedingungen bezahlen.

Eine nachhaltige Hilfe wäre auch eine Patenschaft für die Kinder. Melden Sie sich bitte bei uns, wenn Sie daran Interesse haben.
Vielen herzlichen Dank für Ihr Mittragen!

Projekt Nr. 3552 – "Ein Kinderzimmer für Elen und Narek"

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Mutter liess ihre fünf Kinder einfach im Stich
Vater Nicolae bemüht sich, die Familie zusammenzuhalten und das Leben der Kinder zu verbessern
RUMÄNIEN – „Ich weiss nicht, was ich falsch gemacht habe. Meine Frau ist einfach gegangen. Seitdem ist das Leben viel schwieriger geworden. Die Kinder vermissen sie. Was soll ich antworten, wenn sie nach ihrer Mama fragen? Sie habe etwas Besseres gefunden? Das will ich ihnen nicht antun.“

Nicolae Lingurar (41) tut alles, um seinen fünf Kindern ein liebevolles Zuhause zu geben. Aber die Mutter fehlt. Vor zwei Jahren ging sie mit einem anderen Mann fort. „Freunde, Verwandte und Nachbarn sagen mir, ich solle die Kinder der staatlichen Fürsorge überlassen, aber das will ich nicht. Und die Kinder wollen das auch nicht. Wir gehören zusammen“, sagt der Gelegenheitsarbeiter. Im Sommer findet er öfter einen Job, aber im Winter hat die Familie kaum Einkünfte.

Nicolae liebt seine Kinder und tut alles, damit es ihnen gut geht.

Nicolae kann seine Kinder nicht zur Schule schicken, denn es fehlt das Geld für Schuhe, Kleidung und die Schulmaterialien. Das, was er hat, benötigt er für das Essen. „Im Laden bekomme ich auch mal Lebensmittel, wenn ich sie erst am nächsten Tag bezahle. Doch manchmal finde ich am darauffolgenden Tag keine Arbeit und kann meine Schulden nicht bezahlen. Das ist mir sehr peinlich und ich bitte dann um Aufschub.“ Die Schulden wachsen.

Seit dem Weggang der Mutter sorgt die zehnjährige Alexandra für ihre Geschwister Raluca (8), Adrian (7), Cristina (6) und Mihaela (5), während der Vater Arbeit sucht. Sie wäscht, kocht und führt den Haushalt. Die Familie wohnt in einem Raum. Vater Nicolae möchte gerne einen zweiten Raum für die Privatsphäre seiner älteren Töchter bauen. „Momentan gehen wir alle vor die Türe, wenn sich die Mädchen mit Wasser aus der Plastikschüssel waschen, auch im Winter“, erzählt er.

Alexandra (Mitte) kümmert sich um ihre Geschwister und führt den Haushalt.

Wir wollen den Vater unterstützen – mit Baumaterial für den zweiten Raum und einem Zaun. Denn, wäre das Grundstück komplett eingezäunt – der Nachbar hat bereits einen Zaun errichtet – , könnte die Familie Hühner und Schweine halten. Ausserdem wollen wir Lebensmittel, Schuhe, Kleidung, Schulmaterialien, einen Ofen und eine Waschmaschine kaufen. Das würde die Situation der Familie nachhaltig verbessern. Für 5 000 Franken kann all dies angeschafft werden.

Vielen Dank für Ihre Gaben!

Projekt Nr. 3553 – "Unterstützung für mutterlose Kinder"

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Eine Fahrrad-Rikscha und ein Bügeleisen für Anjis Familie
Schenken wir einem schwer kranken Vater die Möglichkeit, für seine Kinder zu sorgen
INDIEN Pastor Rajat Pani sagt: „Unsere Unterstützung kann den Kindern nicht die Liebe und Fürsorge der verstorbenen Mutter ersetzen. Wir versuchen trotzdem unser Bestes, um zu helfen. Die zwei Kinder haben nur noch ihren Vater. Helfen wir ihm dabei, für seine Söhne zu sorgen.“

Sorgen wir doch gemeinsam dafür, dass Anji weiterhin lächeln kann.

Familie Yendamuri musste schon viel Schweres durchmachen. Sie gehört zur Kaste der Waschleute, also offiziell zu den Ärmsten der Armen. Aufgrund Geldmangels hatte die Familie Schulden bei Nachbarn und Freunden. Deswegen entschieden sich die Eltern Appalanarasayya und Sri Devi im Jahr 2011, in die Stadt Hyderabad zu ziehen, um dort mehr Geld verdienen zu können. Sie arbeiteten als Tagelöhner und schafften es wirklich, einen Teil ihrer Schulden abzubezahlen. Nach zwei Jahren kehrten sie zurück in ihr Dorf Lolugu und liessen sich dort nieder. Appalanarasayya wurde jedoch kurz darauf krank und die Familie durchlebte harte Zeiten, weil nur noch Sri Devi arbeiten und Geld verdienen konnte. Oft reichte das Essen nur knapp für eine Mahlzeit am Tag. Die Söhne Rajesh (10) und Anji (9) gingen zur Schule, doch das Geld für die Schulmaterialien fehlte. Uppahar, unsere Partnerorganisation in Indien, übernahm deshalb die Kosten für die Schuluniformen, damit die beiden Knaben die Schule weiterhin besuchen konnten. Neben der Schuluniform hatten Anji und sein Bruder je nur ein einziges T-Shirt und eine einzige Hose, beides musste ein halbes Jahr halten.

Der Vater von Rajesh und Anji ist HIV-positiv.

Im April 2013 bekam Appalanarasayya die niederschmetternde Diagnose HIV. Er begann, Medikamente einzunehmen, arbeiten konnte er nicht mehr. So lastete die ganze Verantwortung für die Familie und die Zukunft der Söhne auf den Schultern der Mutter.

Im Jahr 2014 konnte Anji in das Projekt von Uppahar aufgenommen werden. Dadurch erhielt er täglich eine warme Mahlzeit, Unterstützung bei den Hausaufgaben sowie das benötigte Schulmaterial.

Leider erhielt die Familie im selben Jahr die schreckliche Nachricht, dass auch die Mutter Sri Devi an HIV erkrankt war. Uppahar begann daraufhin, der verzweifelten Familie Lebensmittel und Hygieneprodukte zu liefern, um ihr die Situation ein bisschen zu erleichtern. Leider verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Eltern trotzdem. Vor Kurzem starb Sri Devi. Der Schmerz über den Verlust der Ehefrau und Mutter ist riesig. Sie hinterlässt nicht nur in den Herzen ihrer Familie eine grosse Lücke, sondern auch im Geldbeutel. Sri Devi war es, welche in den letzten Jahren mit ihrem Einkommen das Überleben der Familie sicherte.

Wir möchten Appalanarasayya dabei helfen, für seine Söhne Geld zu verdienen. Der geschwächte, kranke Mann hat nicht die Kraft, ausser Haus eine Arbeitsstelle anzunehmen. Wenn wir ihm jedoch eine Fahrrad-Rikscha und ein Bügeleisen kaufen, könnte er für die Leute aus seinem Dorf Kleider bügeln und somit für das Überleben seiner Familie sorgen.

Die Rikscha und das Bügeleisen kosten zusammen 350 Franken. Wir möchten Rajesh und Anji gerne auch Kleider und Schuhe kaufen sowie der Familie einen Vorrat an gesunden Lebensmitteln liefern.

Mit 500 Franken könnten wir der Familie durch eine sehr schwierige Zeit hindurch helfen. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3554 – "Rikscha und Bügeleisen für Anjis Familie"

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Werkstatt der Träume
Aus Tränen wird ein Traum, aus einem Traum ein Berufsweg
RUMÄNIEN – Was diese Werkstatt der Träume im Leben vieler armer Kinder rund um Braşov bewirkt hat, können wir nur als Wunder Gottes ansehen.

Jedes Kind hat Träume. Es malt sich aus, wie sein Leben aussehen soll, was es einmal machen und erreichen möchte.


Wir arbeiten in Braşov mit Kindern, denen diese wertvolle Zeit zum Träumen genommen wird durch Vernachlässigung, Gewalt oder durch Unsicherheit. Ein geschlagenes Kind oder ein Kind, das täglich Zeuge von Gewalt gegenüber seiner Mutter oder seinen Geschwistern wird, dessen Flügel zum Träumen sind gebrochen. Wenn wir solche Kinder fragen, wie sie die Zukunft sehen, verdunkeln schwarze Wolken ihren Blick und ihre Augen füllen sich mit Tränen. Doch wir haben uns entschieden, bei möglichst vielen Kindern Träume statt Tränen zu bewirken, bei Kindern, die mit der Arbeit des KIBIZ Braşov in Berührung kommen.

Wir organisieren verschiedene handwerkliche Ateliers, ein Angebot für Kinder und Teenager, die einige Wochen in eine andere Welt eintauchen wollen - in die Arbeitswelt, die Welt, die sie erwartet und für die sie vorbereitet sein müssen.

Teodora war 10 Jahre alt, als sie zum ersten Mal unsere Werkstatt besuchte. Sie durfte in einem Coiffeur- und Maniküre-Atelier zuschauen und vor allem auch selber ausprobieren und üben. Heute ist sie 19, arbeitet in einem renommierten Coiffeursalon in der Stadt und hat einen guten Lohn. Wir haben sie in ihren Träumen unterstützt, ihr die Tränen abgewischt und jetzt sehen wir eine junge Frau, die gut gerüstet ist fürs Leben.

Rareș hatte nicht gerade optimale Bedingungen, um die Schule und die Ausbildung zu durchlaufen. Verlassen vom Vater, war die Familie in einem ständigen Kampf ums Überleben. Mit 11 Jahren nahmen wir ihn mit in die komplexe Welt der Installationen. Zwischen Rohren und Verbindungen lernte Rareș, dass man aus den Bruchstücken des eigenen Lebens etwas Nützliches und Schönes machen kann, für sich selber und für seine Familie. Heute weiss er schon, in welcher Firma er arbeiten wird, wenn er mit der Ausbildung fertig ist.

Isabela liebt Kuchen und Torten. Ihre Familie lebt jedoch in einem kleinen Zimmer und muss sich das Bad und die Gemeinschaftsküche mit vielen anderen Parteien teilen. Niemals zuvor hatte Isabela mitgeholfen, eine Torte zu backen. Mit grossen Augen verfolgte sie in unserem Confiserie-Atelier den spannenden Prozess vom Abwägen des Mehls bis hin zur wunderschönen Torte. So geschah es dann auch in ihrem Leben. Sie hat Schritt für Schritt auf ihr Traumziel hin gearbeitet und besucht momentan die Confiserie- und Patisserie-Schule. Sie weiss, was sie in ihrem Leben tun will und ist zuversichtlich, dass sie einen Job finden und auch eine eigene Küche haben wird, die sie nicht mehr mit vielen anderen teilen muss.

Das alles kann man in der normalen Schule nicht erlernen. Man hört zwar beispielsweise 10 Jahre lang viel über Musik, sieht jedoch nie ein Musikinstrument von nahem.

Unsere Ateliers durften schon viele Kinder positiv verändern und fürs ganze Leben prägen. Wir sind dankbar für alles, was gelingen durfte.
Um diese Ateliers erneut durchführen zu können, benötigen wir 5000 Franken. Vielen herzlichen Dank für Ihr Mittragen.

Projekt Nr. 3555 – "Werkstatt der Träume"

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Teenager kämpft ums Überleben
Chance auf Zukunft für Raju Tamang und seine ganze Familie
NEPAL – Rajus Eltern sind verzweifelt: „Die Ärzte in unserem Land haben unseren Sohn aufgegeben. Falls kein Wunder geschieht, werden sie Rajus Bein amputieren. Der einzige Ausweg wäre ärztliche Behandlung in Indien. Dies können wir jedoch niemals bezahlen.“

In Rajus Blick lesen wir seinen Schmerz und grosse Angst vor der Zukunft.

Raju Tamang ist ein 17-jähriger Junge in Nepal. Er lebt im abgelegenen Dorf Sertung im Dhading Distrikt. Er hat eine 10-jährige und eine 14-jährige Schwester und stammt aus einer sehr armen Familie. Dadurch hatte er bereits schwierige Voraussetzungen für einen guten Start ins Leben. In Nepal haben es Kinder aus armen Familien nicht leicht, Schule und Ausbildung zu durchlaufen und Berufspläne in die Tat umzusetzen.

Sein Bein befindet sich in einem
furchtbaren Zustand.

Leider kam es vor 3 Jahren zu einem schrecklichen Unfall, der sein Leben und alle seine Pläne komplett durcheinander brachte. Sein Bein musste operiert werden. Dies geschah in der Zeit der grossen Erdbeben. Die Spitäler waren überfüllt und die Ärzte vollkommen überfordert. Infolge einer „Routineoperation“ entstanden derart schwere Komplikationen, dass die Ärzte unterdessen davon reden, das Bein amputieren zu müssen. Sie sehen keine andere Möglichkeit, um dem jungen Mann zu helfen. Die Ärzte erklärten ihm, die einzige Chance, um sein Bein retten zu können, liege darin, nach Indien zu gehen und sich dort behandeln zu lassen. Für die Familie ist dies leider ein Ding der Unmöglichkeit, denn die Kosten für die Reise sowie die Operation kämen auf etwa 25 000 Franken zu stehen. Nach 3 Jahren ärztlicher Behandlung in einem staatlichen Spital sind die finanziellen Ressourcen der Familie erschöpft. Die Situation des verletzten Jungen hat sich in dieser Zeit aber leider nicht verbessert, sondern verschlechtert. Beim Anblick der Fotos ist man dankbar, dass der Junge überhaupt noch am Leben ist. Ohne die richtige Behandlung wird Raju sein Bein verlieren. Die Chancen, dass er seine Schulbildung vervollständigen und später studieren oder eine Lehre abschliessen kann, werden zusehends kleiner. Er wird immer auf die Unterstützung der Familie angewiesen sein. Somit fehlt die traditionelle „Versicherung“ der Familie: Der junge Erwachsene beginnt normalerweise für die älter werdenden Eltern zu sorgen, sobald er auf eigenen Füssen steht und Geld verdient. Fehlt die Unterstützung der jüngeren Generation, leiden Eltern und Grossfamilien. Die Armut wird immer grösser. Solche Familien befinden sich in einer unaufhaltsamen Abwärtsspirale, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht befreien können. Es kann so weit gehen, dass die Familie Land und Haus verliert und quasi als Bettler von Almosen leben muss.

Bitte helfen Sie mit, liebe Spender, dass es nicht so weit kommen muss und Raju Tamang neue Hoffnung schöpfen kann.

Projekt Nr. 3556 – "Drohende Bein-Amputation"

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Ein sicheres Dach und eine warme Hütte
Junge Eltern haben ein schwerkrankes Kind und fürchten sich vor dem Winter
RUMÄNIEN – Es ist dunkel in der kleinen Holzhütte. Elisabeta (17) sitzt mit ihren Kindern Codrut (19 Monate) und Vlad (7 Monate) auf dem Bett. Während Vlad zufrieden an seinem Schnuller nuckelt, ist Codrut unruhig und weint. Der kleine Junge ist schwer krank und benötigt ständige medizinische Betreuung.

Codrut leidet an zystischer Fibrose.

Familie Cristea ist sehr arm. Andrei (19) hat eine kleine Holzhütte mit einem improvisierten Fenster und einem instabilen Dach für Frau und Kinder errichtet. Im Bett – Holzlatten mit einer dünnen Schaumstoffschicht – schlafen sie zu viert. Den jungen Eltern geht es wie vielen auf dem Land in Rumänien: Beide gingen nur kurz zur Schule und finden keine Arbeit, denn es gibt kaum Jobs. Hinzu kommt, dass Andrei jung ist und potentielle Arbeitgeber lieber Ältere mit mehr Erfahrung beschäftigen.

Elisabeta sitzt auf dem Bett in der kleinen Hütte. Codrut sitzt auf ihrem Schoss, Vlad liegt auf dem Bett.

Das Einkommen der Familie ist klein, aber die Bedürfnisse sind gross. Codrut ist schwer krank. Er leidet an zystischer Fibrose, die Lungen und Darmtrakt beeinträchtigt. Er muss regelmässig zum Doktor im 50 Kilometer entfernten Braşov – den Bus kann sich die Familie aber nicht immer leisten. Und das Geld für Windeln und Milchpulver fehlt ohnehin. Elisabeta ist selber zu schlecht ernährt, um beide Kinder ausreichend stillen zu können.

Andreis grösste Sorge aber ist der kommende Winter. Es gibt keinen Ofen in der kleinen Hütte und so fürchtet er, dass seine Kinder der Kälte schutzlos ausgesetzt sein werden. „Im schlimmsten Fall könnte die dünne Dachkonstruktion sogar unter dem Schnee zusammenbrechen“, sagt er.

Wir möchten die Not der jungen Familie lindern: Dazu gehören zum einen ein Ofen, Brennholz und Baumaterial, um das Dach zu verstärken. Zum anderen wollen wir die Busfahrten zum Arzt und Codruts Medizin auf lange Sicht finanzieren. Zusätzlich möchten wir regelmässig Windeln und Essen für die Kinder liefern. Um dies zu verwirklichen, benötigen wir 3 600 Franken. Bitte unterstützen Sie Familie Cristea mit Ihren Gebeten und Gaben. Vergelt´s Gott.

Projekt Nr. 3557 – "Unterstützung für Familie Christea"

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Hilfe für die verzweifelten Flutopfer
Betroffene stehen vor dem Nichts und der Winter naht
RUMÄNIEN – Erst kam das Wasser mit grosser Wucht und dann blieben der Schlamm und die Zerstörung. Die letzte Flut vor 40 Jahren war schon heftig, doch die Flut im Jahre 2018 war noch zerstörerischer. Besonders hart hat es die Distrikte Braşov und Covasna getroffen.

Die Menschen wissen nicht, wie sie den Winter überstehen sollen.

Zehn Tage hatte es kontinuierlich geregnet. Dann brach der Damm. Die Wassermassen überschwemmten beispielsweise das Dorf Bacel, 25 Kilometer von Braşov entfernt und in einer schwer erreichbaren Region gelegen. 50 Zentimeter hoch stand hier das Wasser in den Häusern.

Zäune wurden eingedrückt, Gärten verwüstet und die Strassen waren unpassierbar. Viele Menschen starben. Ein paar Kilometer weiter brach eine Eisenbahnbrücke zusammen – 15 Minuten nachdem der Zug darübergefahren war.

Wertvolle Vorräte fielen den Fluten zum Opfer.

Die Flut hat viele Menschen hart getroffen, wie die 70 Jahre alte Eugenia, die kaum gehen kann und auf Krücken angewiesen ist. Alles, was in ihrem Haus war, ist zerstört – inklusive Teppiche, Bett und andere Möbel. Als das Wasser in ihr Haus eindrang, brachte sie zuallererst ihre Hühner an eine höhere Stelle. Dann hörte sie ihren Hund bellen, der noch angebunden war. Sie humpelte durch das Wasser und band ihn los. Die neun frisch geschlüpften Küken konnte sie allerdings nicht mehr retten, die hat das Wasser davongetragen. Inzwischen stehen Eugenias Sachen vor dem Haus. Sie bat ihre Nachbarn, diese zu flicken. Aber da kann man nichts mehr reparieren.

Die 77-jährige Viorica treffen wir, als sie den Schlamm aus ihrem Haus schaufelt. Das Schlimmste für sie: Ihr Garten wurde zerstört. Das Gemüse sollte ihr durch die Winterzeit helfen. Die 100 Franken Rente im Monat benötigt sie für das Feuerholz. Auch bei Viorica stehen all ihre nassen und verschlammten Habseligkeiten vor der Tür. Auch hier gibt es kaum etwas zu retten. „Ich hoffe, dass der Damm bald repariert wird“, sagt die alte Frau, die fürchtet, dass noch mehr Regen kommt.

Diaconia möchte den am meisten betroffenen Familien helfen. Es gibt viele Bedürfnisse: Schotter, der auf den schlammigen Grundstücken verteilt werden kann, um Zugang zu den Häusern zu gewährleisten, Möbel, Betten, Teppiche, Stühle, Schränke und Tische, aber auch Feuerholz, Lebensmittel und Gemüse für die Winterzeit. Um Zäune und Häuser zu reparieren werden Nägel, Schrauben, Holz, Zement, Farbe und andere Baumaterialien benötigt. Die Liste ist lang und so freuen wir uns über jede Spende von Ihnen, denn sie ist ein Segen für die Betroffenen. Der Winter naht und die verzweifelten Menschen wissen nicht, wie sie ihn überstehen sollen. Herzlichen Dank für alle Gaben und Gebete.

Projekt Nr. 3558 – "Hilfe für Flutopfer"

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Ein neues Dach für Familie Aghabekyan
Vom Schicksal geprüfte Familie braucht dringend ein trockenes, sicheres Zuhause
ARMENIEN – Manushak erzählt traurig: „Wenn der Regen kommt, sind wir ihm schutzlos ausgeliefert. Dann regnet es im Haus nicht weniger als draussen. Da mein Mann blind ist, fehlt uns das Geld, das Dach ersetzen zu lassen. Die ständige Feuchtigkeit jedoch macht uns krank. Wir wissen einfach nicht mehr weiter.“

Familie Aghabekyan wohnt im Dorf Yervandashat in der Region Armawir. Das Ehepaar hat 3 bereits erwachsene Kinder, Abraham (22), Mariam (21) und Joseph (18) sowie eine kleine Tochter, Lusine. Zusammen mit der Mutter von Vardan lebt die Familie in einem alten Haus mit zwei Zimmern.

1995 heirateten Vardan (43) und Manushak (41) und lebten fortan bescheiden, aber glücklich, vom Ertrag ihres Landes und dem Lohn von Vardan. Sie freuten sich, als ihre Familie wuchs und ihnen drei Kinder geschenkt wurden.

Vardan ist blind und kann deshalb nicht mehr arbeiten.

Im Jahr 2000 jedoch, nur 5 Jahre nach der Hochzeit, wurde Vardan unheilbar krank. Er sah immer weniger und erblindete schlussendlich, trotz mehrerer Operationen, auf einem Auge komplett.

Jetzt brachen schwere Zeiten für die Familie an. Der Familienvater hatte als Einziger ein Einkommen gehabt. Dieser Lohn fiel jetzt weg. Ganz unerwartet lastete die ganze Verantwortung für die Kinder und den kranken Ehemann auf den Schultern der jungen Mutter. Schlussendlich verlor Vardan im Jahr 2010 auch die Sehkraft auf dem anderen Auge.

Unglücklicherweise begann Manushak kurz darauf, an Krampfadern zu leiden. Sie verursachen ihr tagtäglich grosse Schmerzen.

Das einzige Einkommen der Familie setzt sich aus der Krankenrente von Vardan und einer staatlichen Unterstützung für arme Familien zusammen. Umgerechnet erhält die Familie ca. 79 Franken im Monat.

Abraham und Joseph versuchen nach Kräften, die Familie durch Gelegenheitsarbeiten finanziell zu unterstützen. Leider finden sie nicht immer Arbeit und der Lohn für Aushilfsjobs ist generell sehr bescheiden.

Es ist traurig, eine Familie zu sehen, in der jeder mitanpacken und arbeiten möchte, dies aber aus verschiedenen Gründen nicht wirklich klappt.

Vardan ist blind, Manushak leidet an schmerzhaften Krampfadern und den zwei jungen Männern fehlt eine Ausbildung, die es ihnen ermöglichen würde, eine feste Stelle mit besserer Bezahlung zu finden.

Das Nesthäkchen Lusine bringt Freude in den tristen Alltag.

Das Haus der Familie mit Baujahr 1940 wurde bis jetzt noch nie renoviert und ist sehr baufällig. Das Dach ist kaputt. Wenn es regnet, rinnt das Wasser an unzähligen Stellen auch ins Haus und durchnässt alles. Alle Familienmitglieder leiden unter der Feuchtigkeit und dem Schimmelpilz. Oft werden sie deswegen krank.

Strom gibt es nur in einem Zimmer, im anderen sind die elektrischen Kabel kaputt. Bei jedem Regen wird die Situation deshalb lebensgefährlich.
Die Familie braucht dringend ein neues Dach. Auch möchten wir die elektrische Installation reparieren lassen, so dass die Familie in einem trockenen, sicheren Zuhause leben kann. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 4000 Franken.

Die Aghabekyans sind am Ende ihrer Kraft. Wenn sie an den Herbst und den Winter denken, an das viele Wasser und den Schnee, wissen sie nicht mehr weiter.

Bitte helfen Sie, liebe Spender, dieser Familie Hoffnung zu geben.

Projekt Nr. 3560 – "Ein Dach für Familie Aghabekyan"

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Essen und Möbel für Ana und ihre Enkel
54-Jährige sorgt für zwei Jungen und will ihnen eine bessere Zukunft sichern
RUMÄNIEN – Ana sorgt für ihre beiden Enkel Luca (13) und Avram (12), deren Mutter sie im Krankenhaus zurückgelassen hat. Die Witwe (54) hatte selbst ein schweres Leben und versucht, den Jungen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Ana versucht, Luca (13) und Avram (12) trotz der widrigen Lebensumstände eine bessere Zukunft zu sichern.

„Schule ist wichtig“, sagt die Grossmutter. Sie selbst ist gerne zur Schule gegangen. „Ich war Klassenbeste“, erzählt sie. „Ich träumte davon, eine gebildete Frau zu sein.“ Doch als eines von acht Geschwistern nahmen ihre Eltern sie von der Schule und verheirateten sie später mit einem Mann, der ihre Werte nicht teilte. Sechs Töchter bekam Ana, doch keine besuchte lange die Schule. Die Armut war stärker und ihr Mann hielt es nicht für nötig, den letzten Rappen in die Bildung seiner Kinder zu investieren.

Die Jungen wurden von ihrer Mutter zurückgelassen.

Ana Borzos ist anders. Zwar konnte sie ihre Enkel ein Jahr lang nicht zur Schule schicken, doch jetzt gehen die Jungen wieder regelmässig hin. Besonders stolz ist sie auf die ältere, taube Schwester der beiden. Im Alter von fünf Jahren nahm eine Schweizerin sie in ihr Kinderheim auf und förderte sie. Später kam das Mädchen in eine rumänische Familie. „Sie geht auf die Höhere Schule“, erzählt Ana glücklich.

Ana und ihre Enkel leben von 42 Franken Kindergeld im Monat. Nur im Herbst findet die 54-Jährige Arbeit auf den Feldern. Sie wird mit Kartoffeln bezahlt, die ihr über den Winter helfen. Die Familie lebt in einem Raum: Es gibt alte Teppiche auf dem blanken Boden, die kaputten Fenster sind mit Plastikplanen notdürftig verklebt, der Tisch besteht aus aufeinander gestapelten Steinen und einem Brett, die Betten und den Schrank stützen ebenfalls Steine. Der alte Ofen ist kaputt.

Wir möchten Ana und ihre Enkel für lange Zeit mit Essen und Schulmaterial unterstützen. Besonders nötig sind zudem eine starke Tür, ein Fenster und ein Ofen. Ein paar vernünftige Möbel wären ein Segen für Ana, genauso wie die Isolierung der Wände. Jede zusätzliche Hilfe, die wir dank Ihrer Gaben leisten können, wäre für Ana und ihre Enkel eine grosse Hilfe. Für die erforderlichsten Dinge benötigen wir 3 000 Franken. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3561 – "Unterstützug für Ana und ihre Enkel"

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Ernst Heinimann 92-jährig heimgegangen
Vor bald zwei Jahren durften wir unserem Freund und freiwilligen Mitarbeiter Ernst Heinimann im Diaconia-Report zum 90. Geburtstag gratulieren und ihm für die langjährige treue Unterstützung von Diaconia in den Jahren 1991 bis 2003 als Chauffeur und beim Beladen von Bahn- und Lastwagen mit Hilfsgütern danken. Selbst als Ernst das Autofahren vor einiger Zeit aufgeben musste, besuchte er uns hin und wieder und wir tauschten Erinnerungen an vergangene Zeiten aus. Erst kürzlich war dies wieder der Fall. Damals begleitete ihn eine Pflegerin. Und kurz darauf ist Ernst nun von seinem Schöpfer heimgerufen worden. Wir werden Ernst in dankbarer Erinnerung behalten.

Hans-Rudolf Hintermann
und das Diaconia-Team

Das bewegte und bewegende Leben von Ernst Heinimann

Am 2. August 1926 wurde Ernst in Bennwil (Bännbu) geboren. 20 Jahre lang war dieses schöne Bauerndorf im Baselbiet seine Heimat. Die Jugendzeit war geprägt durch die Härten der Vorkriegs- und der Kriegszeit.

Mit 20 Franken in der Tasche machte er sich auf, um den „Ernst des Lebens“ kennen zu lernen. Auf verschiedensten Baustellen machte er viele Erfahrungen – auch die des übermässigen Alkoholkonsums. Auf den Baustellen wurde ausschliesslich Bier verlangt. Mineralwasser oder Süssgetränke taugten nicht für starke Männer.

1954 verheiratete er sich mit Elsbeth Schmid. Sie stellte zur Bedingung, dass ihr Mann frei werden solle vom Alkohol. Elsbeth und andere Wegbegleiter brachten dieses Anliegen betend vor Gott. Ernst unterschrieb beim Blauen Kreuz und wurde Aktivmitglied. In jener Zeit verfilmte man das Büchlein des Blaukreuzseelsorgers Arthur Schöntal „Das zerbrochene Bild“. Ernst übernahm dabei die Rolle des Verführers Heini Zunder.
Ernst war fähig, ganz frei über seine Vergangenheit zu sprechen. Durch seine Offenheit konnte er später anderen Menschen weiterhelfen und war vor allem den Patienten der Klinik für Suchtkranke „Im Hasel“ ein geschätzter Ratgeber, manchmal gar Lebensretter.

In den Jahren 1994 bis 2004 war er ein prägendes Mitglied der Kirchenpflege Rued. Seine Gottesbeziehung war ihm sehr wichtig. Er las täglich in der Bibel, oftmals auch, wenn er nicht schlafen konnte.

Die folgende Liste von Wohnorten und Arbeitsstellen machen deutlich, wo Ernst seine vielfältigen Begabungen einsetzte: In Andelfingen in einer Grossmetzgerei, in Kloten beim Flughafenbau, in Basel beim Bau des Flughafens Basel-Mühlhausen, in Münchenstein auf verschiedenen Baustellen, in Kaisten beim Führen eines Betonwerkes und als Helfer in Elsbeths Volg-Laden, in Aeschiried wo er mit Elsbeth das Blaukreuzheim leitete, in Reinach AG und Schmiedrued-Walde als Mitarbeiter in der Klinik Hasel.

Er meinte, er habe oft versagt, aber das Lebensmotto: „Nicht aufgeben und immer weiterarbeiten“ habe ihm stets wieder über die Klippen des Lebens hinweggeholfen. Stolz war er zudem, dass er nie finanzielle Hilfe annehmen musste.

Nach dem Tod seiner Elsbeth schätzte Ernst die Ruhe seiner hübschen Alterswohnung in Schöftland. Ganz besonders genoss er die Ausfahrten mit seinem VW-Passat. Er war sehr dankbar, dass ihm Aufgaben des Alltags abgenommen wurden. Die Steuererklärung, das Einzahlen der Rechnungen und das Waschen und Glätten seiner Wäsche durch andere führten zudem auch zu vielen Kontakten, denn Ernst war ein geselliger Mensch.

In den letzten Wochen war Ernst in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Ein Sturz, der eine Gehirnblutung zur Folge hatte, machte die Ueberweisung ins Kantonsspital in Aarau nötig. Am 30. Juni durfte er, zurück in seinem Zimmer des Alterszentrums Schöftland, friedlich einschlafen. Für die liebevolle Betreuung hat er sich bis zu seinem Tod bedankt. Die Kraft dazu hat Ernst wohl aus seinem Lieblingspsalm 103;2 geschöpft: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“

WB
Unbeschwerte Tage für Beniamin und seine Freunde
Sommercamp ermöglicht Kindern eine Auszeit von ihrem schweren Leben
RUMÄNIEN – Blauer Himmel und frische Luft, Bäume, Felder und Weite – wir möchten 400 Kindern aus schwierigen Familien eine unbeschwerte Zeit jenseits von Armut und stickigen Städten ermöglichen. Die Sommercamps von Diaconia wirken sich nachhaltig auf die psychische und physische Gesundheit der Kinder aus.

Sommercamp ermöglicht Kindern eine Auszeit von ihrem schweren Leben.
Die Acht- bis Neunjährigen sollen Kind sein dürfen und zudem ihre eigenen Fähigkeiten ausprobieren und ausbauen können, z. B. Angeln oder Bogenschiessen und einfach Spass haben. Mit anderen Kindern unbeschwert spielen, das kennt der neunjährige Beniamin nicht. Er war noch nie in einem Feriencamp und er kennt auch niemanden, der einmal dort war. Beniamins Vater starb vor einiger Zeit und nun trägt er die Verantwortung für seine Mutter und seinen kleinen Bruder.

Die Kinder geniessen die Spiele in vollen Zügen.
„Ich schaffe das, ich bin doch schon gross“, sagt er fest entschlossen. Man traut es dem quirligen Jungen auch zu – und doch spürt man die tiefe Trauer um den Verlust seines Vaters.

Beniamin besucht die zweite Klasse, lernt gerne und liebt Bücher und Geschichten. Im Winter las er eine Geschichte über Berge, einen Fluss und ein Kind, das friedlich bei den Tieren schlief.

„Manchmal wünschte ich, ich wäre dieses Kind“, sagt er leise. Er kann sich gar nicht vorstellen, was es heisst, eine unbeschwerte Zeit in der Natur zu verbringen.

Die Wassermelonen erfrischen und stärken.
Seine Mutter würde ihn gerne ins Camp schicken. „Er hat sich so bemüht, war extra-brav, hat Holz gespalten und gute Noten geschrieben“, erzählt sie. Für Beniamin wäre die Teilnahme eine Auszeit von seinem schweren Leben. Und für viele andere Kinder auch.

Die Kosten betragen 130 Franken pro Kind. 150 Franken würde es kosten, damit jedes Kind täglich ein Eis essen könnte. Insgesamt 5 000 Franken kostet das Camp für alle Kinder. Bitte helfen Sie mit, den Kindern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und ihnen eine unbeschwerte Zeit zu gewähren.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3562 – "Sommercamp"

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