DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
Ausgabe Nr. 09 | September 2019 | Erscheint monatlich | 39. Jhg.
EDITORIAL
Die Ärmsten im Fokus
Sprache, Schrift und Buchdruck dienen den Armen

Die Geschichte der Menschheit kann man, im Hinblick auf das Handeln Gottes, in drei grosse Epochen einteilen:
- Gott hat zu den Menschen gesprochen und dieses Reden wurde niedergeschrieben.
- Das Wort Gottes kam uns in der Person unseres Erlösers Jesus Christus greifbar nah.
- Mit dem Druck der Bibel durch Gutenberg wurde das Wort Gottes als Samen der Erlösung auf der ganzen Erde gestreut.

Man könnte annehmen, dass Gott mit diesen einzelnen Schritten die Könige und alle einflussreichen Würden- und Titelträger auf der Erde als Empfänger erreichen wollte. Dass Gott jedoch ganz im Gegenteil die Armen gesucht hat, dass Gott sein Herz für den sozial Schwächsten zerrissen hat, für die Vergessenen und Vernachlässigten, bleibt auf ewige Zeiten ein Paradoxon. Es waren und sind die Armen, an die er seine Botschaft adressiert hat. Es sind die Bedürftigen, die er sucht. Er hat über und zugunsten der Armen geschrieben und er hat uns den Auftrag gegeben, die Armen nicht zu vergessen.

Wenn ich, liebe Freunde von Diaconia, über arme Menschen in Rumänien schreibe, ist es nicht mein soziales Herz, das schreibt; nicht mein Job, der mich dazu animiert. Es ist das Echo des Wortes in meinem Herzen, geschrieben durch Gottes Hand.

Armut in Rumänien – kein Einzelfall!
Wenn die Armen für Gott das Wichtigste sind, stellt sich uns die Frage: Wie wichtig sind die Armen für uns?

Jesus sagt in Nazareth: „Er (Gott) hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe...“ (Lk. 4,18)

Somit ist für uns als christlicher Verein das Ziel klar vorgegeben, nämlich mit vereinten Kräften uns für Menschen einzusetzen, die in Armut leben. Die Menschheit hat die Sprache, die Schrift und den Buchdruck als Geschenk bekommen, dank der Liebe Gottes für die armen Menschen.

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Joh. 1,14)

In Jesus Christus hat Gott uns das grösste Geschenk gemacht – das ewige Leben. Diese Botschaft dürfen wir den Armen verkünden.

Das Wirken Gottes auf Erden hat die Armen im Fokus. Es ist eine grosse Verantwortung und zugleich ein grosser Segen, für arme Menschen zu arbeiten.

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe und Ihre Mitarbeit.

Ihr

Mihai Hunziker
Stv. Geschäftsführer
In den Fängen der Armut
Junges Ehepaar kämpft für die Zukunft seiner Kinder – doch der Kampf scheint aussichtslos
RUMÄNIEN – „Lieber gehe ich morgens ohne Frühstück zur Arbeit, als dass ich meine Kinder ohne ein Stückchen Brot im Haus zurücklasse!“, seufzt der junge, erschöpfte Vater. „Doch trotz all unseren Anstrengungen kommen wir einfach nicht vom Fleck. Es ist zum Verzweifeln!“

Der kleine Moise in seiner Unbeschwertheit...
Wenn man Alexandru (4), Nicoleta (2 1/2) und den Säugling Moise begrüsst, fällt einem als erstes der durchdringende Geruch nach Waschmittel auf, der den Kleidern der Kinder entströmt. Die junge Mutter setzt alles daran, die Wäsche der Familie sauber zu halten. Das ist ohne Waschmaschine und fliessendes Wasser kein einfaches Unterfangen.

Alexandra (26) erzählt: „Mein Mann und ich sind beide in schrecklicher Armut aufgewachsen. Hunger, Schmerz und Not prägten unseren Alltag. Wir kennen die abschätzigen Blicke auf unsere schmutzige, zerrissene Kleidung und fühlen heute noch die stechende Scham. Wir wünschen uns so sehr, dass es unsere Kinder besser haben dürfen. Für sie strengen wir uns Tag für Tag an. Aber es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen. Ich will nicht resignieren, aber es ist unendlich schwer, die Hoffnung nicht zu verlieren.“

Alexandra mit ihren drei Kindern, Moise, Nicoleta und Alexandru.
Bis vor Kurzem lebte die junge Familie bei Sorins Eltern, gemeinsam mit sechs unverheirateten Geschwistern. Durch die grosse Armut und die erdrückende Platznot war das Zusammenleben schon immer schwierig gewesen, nach der Geburt von Moise wurde es unmöglich. Die kleine Familie war gezwungen, auszuziehen. Sie fand in einer verlassenen Behausung auf dem Feld Unterschlupf. Dies ist jedoch keine dauerhafte Lösung. Es gibt weder Fenster noch Türen.

Sorin plant, ein eigenes kleines Häuschen zu bauen. Den geeigneten Bauplatz hat er bereits ausfindig gemacht. Da er bereits viele Jahre auf dem Bau arbeitet, könnte er das Haus selber bauen. Sein karger Lohn reicht jedoch nicht einmal für genügend Nahrungsmittel geschweige denn für Baumaterialien.

Das Grundstück ist ideal gelegen, Strom, Wasser und Gas könnten angeschlossen werden. Die Familie Otvos hat keine grossen Ansprüche. Sie träumt von einem anständigen kleinen Häuschen mit einem Zimmer und einem kleinen Badezimmer. „Unser Traum ist es, unsere Kinder in einer sauberen, sicheren Umgebung zu erziehen und es ihnen zu ermöglichen, die Schule zu besuchen. Mein Mann und ich sind Analphabeten. Wie schön wäre es, wenn unsere Kinder uns eines Tages aus der Zeitung vorlesen könnten!“

Liebe Freunde von Diaconia, wir brauchen Ihre Unterstützung, um dieser Familie zu helfen. Die Materialkosten für ein kleines Häuschen betragen 6 500 Franken. Wir bitten Sie ganz herzlich, Sorin, Alexandra, Alexandru, Nicoleta und Moise ein Zuhause zu ermöglichen!

Projekt Nr. 3737 – "Ein Häuschen für Familie Otovos"

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Eine Familie kämpft für ihre Kinder
Kranke Brüder brauchen unsere Hilfe
RUMÄNIEN – Der Vater lässt uns an seiner Geschichte teilhaben: „Meine Eltern liessen mich im Alter von drei Monaten im Spital zurück. Dank der Güte meiner Grossmutter, die mich bei sich aufnahm, musste ich nicht ins Heim. Umso mehr will ich für meine Kinder da sein. Ich werde sie nie im Stich lassen!“

Ioan und Darius dürfen nicht in den Kindergarten.
Gabriel und Ana haben drei Kinder: Octavian (15), Ioan (5) und Darius (4). Alle drei leiden an Hämophilie Typ A (starke Blutgerinnungsstörung) sowie an sehr schwachen Knochen. Octavian befindet sich gerade im Spital, weil er sich das Bein gebrochen hat.

Alle drei Kinder müssen sich im Alltag sehr sorgfältig bewegen. Stürze und Verletzungen sollten möglichst verhindert werden. Zu schnell wäre wieder ein Knochen gebrochen oder eine lebensgefährliche Blutung verursacht. Für die lebhaften, quirligen Jungs ein schweres Los! Wie gern würden sie rennen, hüpfen und ihre Kräfte mit den Nachbarskindern messen!

Die Verzweiflung steht Familie Zamacau ins Gesicht geschrieben.
Die Krankheit verwehrt den drei Knaben auch den Zugang zur Bildung. Der älteste Sohn konnte die Schule immerhin bis zur 5. Klasse besuchen. Da er wegen eines Beinbruchs viele Lektionen verpasste, musste er die Schule verlassen. Nachdem Ioan sich im Kindergarten den Arm brach, als er über einen Ball stolperte, dürfen er und sein jüngerer Bruder nicht mehr in den Kindergarten.

Die Gerinnungsstörung verlangt eine dauerhafte Therapie. Zweimal wöchentlich bringen Gabriel und Ana ihre Kinder nach Brașov ins Spital. Ihr Dorf ist 60 Kilometer vom Krankenhaus entfernt. Das Benzin kostet 15 Franken pro Behandlungstag, viel Geld für die bitterarme Familie. Dank der Grossherzigkeit eines Nachbarn dürfen sie jeweils sein Auto benutzen.

Jeder der Jungs benötigt jährlich ungefähr 100 Infusionen! Es ist verständlich, dass Gabriel und Ana immer wieder ihre ganze Überzeugungskraft aufwenden müssen, um ihre Söhne dazu zu bringen, den Arm hinzuhalten für den schmerzhaften Einstich und die langwierige Prozedur. Jede Infusion dauert stundenlang. Man sieht den Kindern an, dass sie schon viel Schmerzen und Leid erleben mussten.

Das Einkommen der Familie beträgt 110 Franken, das Kindergeld 105 Franken. Gabriel hat leider keine feste Arbeitsstelle und erledigt Gelegenheitsarbeiten. Er erzählt: „Wenn ich ein paar Franken verdienen kann, können wir uns Brot kaufen – ein Grund zur Freude.“

Die Familie hält sich nur knapp über Wasser. Das Haus, in dem sie wohnen, ist uralt. Gabriel muss fortwährend vieles ausbessern. Familie Zamacau hat zwar Wasser im Hof, aber keinen Anschluss an die Kanalisation. Deshalb gibt es nur ein Plumpsklo im Garten. Eine Waschmaschine wäre eine unbeschreiblich grosse Hilfe für Ana.

Mit 5 000 Franken können wir zwei Jahre lang die Benzinkosten für die Fahrten ins Krankenhaus übernehmen, die Familie mit gesunden Nahrungsmitteln versorgen und Ana eine Waschmaschine kaufen.

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 3738 – "Hilfe für Familie Zamacau"

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Erschreckender Befund
Lusine kämpfte jahrelang tapfer für das Wohl ihrer Kinder − jetzt braucht sie selber Hilfe!
ARMENIEN – „Ich hoffte, unser Leben würde einfacher werden und das Geld wäre nicht mehr ganz so knapp. Natürlich wusste ich, dass die Kinder und ich ihn schmerzlich vermissen würden. Trotzdem unterstützte ich meinen Mann in seinem Entscheid, nach Russland zu gehen und sich dort eine Arbeitsstelle zu suchen. Leider fand er nicht nur eine Stelle, sondern auch eine andere Frau. “

Lusine Alahverdyan (42) lebt in Charentsavan. Im Jahr 2007 ging ihr Ehemann nach Russland, um Arbeit zu suchen. Er kehrte nie mehr zurück, liess seine Frau und seine beiden Kinder im Stich und gründete im Ausland eine neue Familie.

Lusine meisterte beherzt alle Schwierigkeiten und zog ihre beiden Kinder allein gross. Die Tochter Armine ist nun 22 Jahre alt und bereits verheiratet. Armen, der Sohn, ist 24 Jahre alt und lebt bei seiner Mutter im Haus, das ihnen der Vater hinterlassen hat.

Armen leidet unter angeborenen Rückenproblemen, weshalb er auch aus dem obligatorischen Militärdienst entlassen wurde. Es ist ihm nicht möglich, eine körperliche Arbeit zu verrichten.

Lusine setzte sich sehr dafür ein, ihrem Sohn zu helfen und seine gesundheitlichen Probleme zu verringern. Unter schwierigen Bedingungen hat sie für ihre beiden Kinder gesorgt und versucht, ihnen trotz allem zu einem möglichst guten Start ins Leben zu verhelfen.

Lusine ist von ihrer Krankheit gezeichnet.
Plötzlich ist über Lusines Leben, neben allen finanziellen und psychischen Belastungen, eine neue Not hereingebrochen. 2014 wurde bei ihr ein Tumor diagnostiziert. Ihr Zustand war sehr kritisch. Nach vier Chemotherapien wurde Lusine operiert und erhielt anschliessend Bestrahlungen. Sechs Monate später wurde sie als geheilt entlassen.

Einige Zeit darauf ging es Lusine immer häufiger schlecht. Bei gründlichen Untersuchungen wurden im ganzen Körper Metastasen gefunden. Lebenslängliche Medikamente und Chemotherapien wurden verordnet. Um der Mutter die nötige Hilfe zu finanzieren, sucht auch Armen trotz seiner eigenen gesundheitlichen Probleme immer wieder nach Verdienstmöglichkeiten. Trotz aller Anstrengungen schafft er es nicht, das nötige Geld zu beschaffen. Da er keine feste Arbeitsstelle hat, verdient er sehr wenig, zusätzlich erhält die Familie die staatliche Unterstützung von 90 Franken im Monat.
Ohne Hilfe können Lusine und Armen sich nicht über Wasser halten. Wir wollen diese beiden tapferen Menschen in ihrer grossen Not nicht allein lassen, sondern ihnen zeigen, dass es Freunde gibt, die an sie denken. Mit 2 400 Franken können wir ein Jahr lang für Lusines nötige Medikamente und Chemotherapien aufkommen.

Projekt Nr. 3739 – "Behandlung Lusine"

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Mutlos und verzagt
Familie Aslanyan wartet vergeblich auf den verdienten Lohn
ARMENIEN Eine Zwiebel und eine Handvoll Gemüse, das sind die Lebensmittelvorräte der Familie Aslanyan. Wie soll Melina so ihre zwei Kinder ernähren können?

Mutlos und verzagt.
Familie Aslanyan wohnt in Charentsavan in der Region Kotayk.

Pavel (49) und Melina (31) haben zwei liebevolle Kinder, Armine ist zehn und Edgar vier Jahre alt.

Weil Aslanyans keine eigene Wohnung haben, leben sie noch immer bei Pavels Tante.

Nach der Geburt ihrer Kinder wurde die Situation schwieriger. Die Familie, die in ärmsten Verhältnissen lebt, muss täglich neue Herausforderungen meistern. Pavels kleines Einkommen reicht kaum fürs tägliche Brot, die Kinder brauchen aber auch Kleider und Bildung.

Die Tochter Armine besucht die Schule. Es beschämt sie, dass sie nicht so gekleidet ist wie ihre Mitschülerinnen. Aufgrund der Mangelernährung ist sie oft krank. Zudem leidet sie unter einer chronischen Mandelentzündung. Die Ärzte empfehlen eine Operation, aber dafür fehlt der Familie das Geld.

Alle hoffen, dass Armine (Mitte) bald schmerzfrei sein darf.
Die Eltern leiden sehr unter der Situation. Sie sehen die Not der Kinder, die Schmerzen der Tochter aufgrund der wiederkehrenden Halsentzündungen und wünschen sich, ihr die erlösende Entfernung der Mandeln zu ermöglichen. Pavel sah keinen anderen Ausweg und entschied sich, für vier Monate nach Russland zu gehen, um das nötige Geld für die Operation und die Bedürfnisse der Familie zu verdienen.

Melina hoffte so sehr, dass sich nun alles zum Guten wenden würde, aber bis jetzt bekam ihr Mann noch keinen Lohn für seine Arbeit und er weiss auch nicht, ob er je welchen erhalten wird.

Melina, Edgar und Armine hoffen so sehr auf Unterstützung.
Melina und ihre Kinder haben den Mut und die Hoffnung verloren, sie wissen sich nicht mehr zu helfen. Die Kinder leiden oft Hunger. Den Kühlschrank, der von der Sowjetunion zurückblieb, benutzen sie mehrheitlich als Aufbewahrungsort, Esswaren haben sie praktisch keine.

Schon mit der kleinsten Unterstützung würden wir Familie Aslanyan neuen Mut und neue Hoffnung schenken! Mit 1 700 Franken könnten wir die Operation bezahlen und die Familie mit gesunder Nahrung unterstützen. Vielen Dank!

Projekt Nr. 3740 – "Operation Armine"

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Selbstlose Liebe
Uneigennützig kümmerte sich Aurica um ihren kranken Mann und verdrängte die Sorge um ihre eigene Gesundheit.
RUMÄNIEN Das Geld reichte nur knapp für die medizinische Versorgung einer Person. Aurica entschied sich für die Behandlung ihres Mannes und somit gegen die Operation, die sie selber dringend benötigen würde. Eine unglaublich tapfere Frau!

Im Jahr 2017 ging es Aurica sehr schlecht. Für die 51-jährige Frau war der Grund jedoch klar: Die Sorgen um ihren krebskranken Mann waren sicher schuld an ihrem Schwächegefühl und ihrem schlechten Zustand. Ihr Mann Gheorghe kämpfte gerade tapfer gegen den Krebs.

Wie gerne würde Gheorghe wieder in seiner Werkstatt arbeiten.
Aurica fiel aus allen Wolken, als die Ärzte ihr mitteilten, dass sie einen Tumor im Bauchbereich habe, der dringend operiert werden müsse. Seit dieser Nachricht sind zwei Jahre vergangen, aber Aurica war nicht mehr beim Arzt. Sie hat keine Krankenversicherung. Ihr Mann Gheorghe war damals gerade operiert worden, er litt an Dünndarmkrebs, der bereits die Leber angegriffen hatte. Aurica brachte es nicht übers Herz, sich operieren zu lassen und das Geld, das Gheorghe damals so dringend für seine Genesung benötigte, für sich zu verbrauchen. Sie verdrängte den Gedanken an den Tumor in ihrem Körper und konzentrierte sich ganz auf die Pflege ihres Mannes.

Aurica beim Zubereiten der kargen Mahlzeit.
Das Einkommen der Familie ist Gheorghes Rente von 234 Franken und die IV-Rente von 57 Franken. Davon bezahlen die beiden die Medikamente von Gheorghe (150 Franken) und diejenigen von Aurica (35 Franken). Aurica leidet auch an Osteoporose, hohem Blutdruck und krankhaften Veränderungen der Lendenwirbelsäule. Trotz all dieser körperlichen Beschwerden wurde Auricas Antrag auf eine IV-Rente abgelehnt. Für Lebensmittel und andere Ausgaben bleibt somit nicht mehr viel übrig.

Die Empfehlungen des Arztes, dass Gheorghe sich regelmässig untersuchen lassen sollte, stehen zwar fein säuberlich notiert auf dem Papier, konnten bis jetzt aber nie umgesetzt werden, weil das Geld dazu fehlt.

Gheorghe hat Tage, an denen er sich sehr schlecht fühlt und den ganzen Tag im Bett liegen muss. Er ist nicht mehr in der Lage, irgendetwas in Haus oder Hof zu reparieren. Seine Werkstatt ist verlassen.

Aurica kocht hauptsächlich Kartoffeln, das einzige Lebensmittel, das sie sich leisten kann. Der Herd ist alt und verrostet, die Türe von Mäusen angeknabbert. Die Medikamente sind teuer, die Schulden der Familie werden immer grösser.

Sie wohnen in Gheorghes Elternhaus, welches klein und bescheiden ist. Obwohl es nicht viel Wert hat, wollen Gheorghes Brüder es verkaufen. Aurica und Gheorghe fürchten, dass sie bald auf der Strasse stehen werden, krank und ohne ein Dach über dem Kopf.

Es ist dringend notwenig, dass Auricas Tumor operativ entfernt wird. Wenn wir zudem die Kosten für die Medikamente übernehmen und den beiden mit einem neuen Ofen und einer stabilen Türe, Brennholz und Lebensmitteln helfen, können wir ein grosser Segen sein und Licht in die Dunkelheit bringen.

Dafür benötigen wir 4 300 Franken. Wir bedanken uns herzlich.

Projekt Nr. 3741 – "OP und Hilfe Aurica"

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Anomalie der Vena Cava
Iulian hatte so grosse Zukunftspläne geschmiedet, jetzt war von einem Tag auf den andern alles anders.
RUMÄNIEN – Die vierköpfige Familie Rusan lebt in Persani, 45 Kilometer von Brașov entfernt. Iulian (31) und Mariana (31) lieben ihre Kinder von Herzen und möchten ihnen eine sorgenfreie, schöne Kindheit ermöglichen. Stefan ist sechs Jahre alt, Patricia zwei.

Iulian hofft sehr, dass seine Krankheit nicht vererbbar ist.
Leider hat der Vater grosse gesundheitliche Probleme. Am 30. Dezember 2008 nahm sein Leben eine drastische Wendung. Nicht ahnend, ich welcher Gefahr er sich befand, begab sich der damals 20-jährige Mann ins Bett. In der Nacht wachte er mit starken Schmerzen und einem unerträglichen Druckgefühl im Bein auf. Als er am Morgen nicht aufstehen konnte, rief er die Ambulanz. Die Diagnose „Anomalie der Hohlvene“ (Vena cava) in beiden Beinen erschreckte den jungen Patienten. Auch heute noch hat Iulian, trotz Medikamenten und Kompressionsstrümpfen, Tage, an denen ihm das Gehen schwer fällt, weil sich Blutgerinnsel bilden. Seine Beine werden dunkel, die Schmerzen fast unerträglich. Sogar am Bauch bilden sich Gerinnsel, man sieht sie deutlich unter der Haut.

Sein Bein verursacht starke Schmerzen.
Iulian braucht viele Medikamente. Auch wenn die Familie nur einen Teil der Kosten dafür selber übernehmen muss, belastet dies das Familienbudget doch sehr stark.

Ein Arzt erklärte der Familie, dass die Möglichkeit bestände, zwei Stents einzusetzen. Diese komplizierte Operation müsste jedoch in Wien durchgeführt werden. Deshalb informierte sich der zweifache Vater nicht weiter. Ihm ist klar, dass dieser Eingriff für ihn unbezahlbar ist.

Iulian muss Kompressionsstrümpfe tragen. Leider reissen diese nach einer gewissen Tragedauer und müssen ersetzt werden, was sehr kostspielig ist. Eigentlich sollten regelmässig die Blutwerte kontrolliert sowie Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. So könnte man die Krankheit unter Kontrolle behalten und gegebenenfalls die Medikamente anpassen. Für diese Untersuchungen fehlt der Familie jedoch das Geld.

Die finanzielle Lage ist sehr angespannt, im Winter fehlt sogar das Geld für das Brennholz. Um überleben zu können, musste die Familie Geld ausleihen. Jetzt belasten die Schulden die verzweifelten Eltern zusätzlich. Sie machen sich grosse Sorgen, dass Iulians Krankheit vererbbar ist. Sie wünschen sich, ihre Kinder ärztlich untersuchen zu lassen, um gegebenenfalls früher handeln zu können.

Die Last, die auf den Schultern von Mariana und Iulian lastet, ist gross. Mit 4 800 Franken möchten wir helfen. Mit diesem Betrag könnten wir Medikamente, Strümpfe sowie die medizinischen Kontrolluntersuchungen, die Iulian benötigt, bezahlen. Den Kindern würden wir gern eine gründliche ärztliche Untersuchung ermöglichen. Die ganze Familie soll im nächsten Winter weder frieren noch hungern, deshalb wollen wir ihr Holz, Nahrungsmittel und Kleider schenken.

Vielen Dank für Ihr Mittragen!

Projekt Nr. 3742 – "Familienhilfe Rusan"

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Verzweifelte Mutter braucht Unterstützung
Gemeinsam können wir Goharik den Schulbesuch ermöglichen
ARMENIEN – Wie jedes Kind sieht Goharik dem ersten Schultag mit Aufregung und Spannung entgegen. In ihrer Mutter hingegen weckt er eher Angst und Sorge. Gayane weiss nicht, woher sie das Geld für Kleidung und Schulmaterial nehmen soll.

Gayane Safaryan ist 30 Jahre alt. Sie wurde mit einem Rückenschaden geboren, deshalb hat sie den Behinderten-Status. Gott sei Dank gibt es in ihrem Leben einen Lichtblick: ihre wunderbare Tochter Goharik. Sie schenkt ihrer Mutter Freude und die Kraft zum Kämpfen. Gayane zieht ihre sechsjährige Tochter allein gross.

Die von Sorgen geplagte Gayane möchte nur das Beste für ihre Tochter.
Sie musste schon früh lernen, den Herausforderungen, die sie in ihrem Leben zu bewältigen hat, ins Auge zu schauen. Die Schwierigkeiten und Nöte haben die zerbrechlich wirkende Mutter innerlich erstarken lassen. Unerschrocken kämpft sie für das Wohl ihrer Tochter. Aber das Geld fehlt an allen Ecken und Enden.

In den vergangenen sechs Jahren haben Gayane und Goharik in verschiedenen Mietwohnungen gelebt, immer wieder mussten sie umziehen.

Goharik ist sehr lern- und wissbegierig.
Momentan beträgt die monatliche Miete 27 Franken, eigentlich ein sehr günstiger Preis, für Gayane jedoch eine Herausforderung.

Sie hat keine feste Arbeitsstelle. Als Goharik einen Kindergarten besuchte, versuchte die Mutter mit Putzen etwas Geld zu verdienen. Leider war der Verdienst nur gering und reichte nicht aus für die täglichen Bedürfnisse. Jetzt ist auch diese Arbeit nicht mehr möglich, da Gayane niemanden hat, der auf ihr Kind aufpasst.

In ihrer extremen Situation ist die niedergeschlagene Mutter sehr dankbar, dass es in Charentsavan eine Suppenküche gibt, wo sie für sich und ihre Tochter kostenlose Mahlzeiten abholen kann. Das ist eine grosse Hilfe.

Die aktive und wissbegierige Goharik wird schon bald in die Schule kommen. Ihre Mutter macht sich grosse Sorgen, ob sie ihre Tochter wohl mit dem erforderlichen Schulmaterial und anständiger Kleidung versorgen kann, wo sie doch nicht einmal genügend Geld für das Allernötigste hat.

Ihr einziges Einkommen ist die Invalidenrente von 100 Franken monatlich. Gayane hat gelernt, alle Schwierigkeiten allein zu tragen, aber jetzt brauchen sie und ihre Tochter wirklich unsere Hilfe.

Um Gayane und Goharik mit Nahrung und Kleidern zu versorgen, brauchen wir 1 900 Franken.

Vielen herzlichen Dank, wenn Sie uns dabei helfen!

Projekt Nr. 3743 – "Entlastung für Gayane"

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Unsichere Zukunft
Die Zukunft der Familie Badi hängt am seidenen Faden
RUMÄNIEN – Die Sorgen um ihre grosse Familie rauben Eniko und Iosca den Schlaf. Sie fürchten, eines Tages auf der Strasse zu landen, ohne Dach über dem Kopf und ohne Arbeitsstelle.

Ciobi, Robert und Botond sind dem Vater eine grosse Hilfe beim Betreuen der Kühe.
Die mehrfache Mutter erzählt: „Jeden Tag bete ich, vor allem für die Gesundheit meines Mannes. Wenn er ernsthaft krank würde, wäre dies das Ende unserer Unterkunft hier. Wir dürfen in dieser Wohnung leben, weil mein Mann auf dem Hof arbeitet. Der Besitzer würde uns, ohne mit der Wimper zu zucken, auf die Strasse stellen und eine andere Familie suchen, welche die Arbeit erledigen könnte. Dies wäre für uns eine Katastrophe.“

Eniko (42) und Iosca (52) führen seit jeher ein ärmliches Leben. Sie schafften es zwar mit vereinten Kräften, die Familie durchzubringen, konnten aber nie Geld für ein eigenes kleines Häuschen oder mindestens ein Stückchen Land sparen. So leben sie in grosser Unsicherheit und wissen nie, was der nächste Tag bringt.

Die Söhne Robert (17), Ciobi (15) und Botond (13) helfen dem Vater bei der Arbeit mit den Kühen. Gabriela (16) hat die acht Schuljahre der Dorfschule beendet und möchte sehr gerne das Gymnasium besuchen. Da die Familie kein Geld hat, ist dies aber wahrscheinlich nicht möglich. Zudem muss das 16-jährige Mädchen nachmittags die kleineren Geschwister hüten, damit die Mutter beim Melken der Kühe helfen kann. Ciobi, Botond und Clio (12) gehen zur Schule, Otilo (5) beginnt bald den Kindergarten und Istvan (1 1/2) ist noch bei seiner Mutter.

Die Familie kann jederzeit ihr Zuhause verlieren.
Die Familie wohnt in einer kleinen Wohnung mit zwei Zimmern, ohne Wasser oder Toilette. Die Mutter holt das Wasser jeden Tag mit Plastikeimern von weit her. Die zwei Zimmer sind im Winter sehr kalt, der Zementboden trotz Teppich in den kalten Monaten eisig. Das Brennholz ist für die Familie fast unerschwinglich.

Auch der Lebensmitteleinkauf stellt Eniko vor eine grosse Herausforderung. Sie stellt sogar die Nudeln selber her, im Laden sind sie viel zu teuer.

Grosse Armut prägt diese Familie.
Familie Badi braucht dringend unsere Hilfe. Wir möchten ihr mit Brennholz und Lebensmitteln durch den Winter helfen. Eine Waschmaschine wäre eine enorme Hilfe.

Sehr wichtig ist es auch, dass die Familie nicht mehr in dieser grossen Angst leben muss, auf der Strasse zu landen. Wir haben uns überlegt, ihr ein kleines Stückchen Land zu kaufen. Sie könnte darauf Gemüse anbauen und hätte so gesündere Lebensmittel. Und falls Iosca die Stelle auf dem Bauernhof verlieren sollte, könnte sich die Familie auf diesem eigenen Landstück eine Notunterkunft bauen. Helfen wir dem fleissigen, bescheidenen Ehepaar doch, wieder ruhig und sorgenfrei schlafen zu können! Mit 4 100 Franken schenken wir der ganzen Familie Sicherheit.

Projekt Nr. 3744 – "Land für Familie Badi"

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Eine Oase des Lernens
Was Bewegung für den Körper bedeutet, ist das Lesen für den Verstand
ARMENIEN – „Wir wünschen uns, dass unsere Bibliothek Wärme und Behaglichkeit ausstrahlen darf. Dass der Raum ein Treffpunkt werden darf für die Studierenden unserer Stadt. Unsere Bibliothek soll eine Oase des Lernens sein. “

Das College in Charentsavan wurde 1964 gegründet. Es war die einzige professionelle Bildungsstätte, die von Fachleuten grosser Industriebetriebe ausgestattet wurde.

Nach der Unabhängigkeitserklärung Armeniens wurden alle Firmen geschlossen und der Bedarf an beruflicher Ausbildung hatte ein Ende. Einige spezialisierte Ausbildungszentren wurden privatisiert, andere wurden zweckentfremdet und für andere Bedürfnisse eingesetzt.

Die Hochschule von Charentsavan hat die Schwierigkeiten jener Zeit nicht schadlos überstanden. Als die Wirtschaft zusammenfiel, konnte vom Staat keine Unterstützung mehr erwartet werden für Hochschul-Aktivitäten.

Über die vergangenen Jahrzehnte versuchte die Leitung trotz der fehlenden finanziellen Unterstützung, trotz dem schlechten Zustand der Gebäude und deren Umgebung, die Jugendlichen der Stadt professionell zu unterrichten. Die vergangenen Jahre waren für diese Schule mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Um zu überleben mussten immer wieder neue Wege gesucht werden.

Die Bibliothek wird von allen Studenten überaus geschätzt.
Der Schulleiter Artak Gregorian berichtet:
Das College ist mir ans Herz gewachsen, es ist meine zweite Familie. Unsere Studenten sind meistens Jugendliche hilfsbedürftiger Familien, die keine andere Möglichkeit haben. In unserem Land ist Bildung kostenlos. Ich wage nicht, mir vorzustellen, was die Kinder unserer Stadt erwarten würde ohne unser College. Mein Wunsch ist es, Freunde zu finden, die uns helfen, die alten Gebäude zu renovieren und einige wichtige Anschaffungen zu machen. Während der vergangenen 55 Jahre wurde nichts erneuert, weder Türen noch Fenster oder Toiletten.

Unsere Bedingungen in den Klassenzimmern sind weit unter jedem geforderten sanitären und hygienischen Standard. 267 junge Leute studieren an unserer Schule.

Der meist besuchte Platz ist die Bibliothek, wo die Studenten den grössten Teil ihrer freien Zeit verbringen, um zu lernen und ihr Wissen zu festigen.
Daher ist es schade, dass gerade dieser Raum in einem ganz schlechten Zustand ist und auch nicht wirklich als Bibliothek genutzt werden kann. Es befinden sich dort zwar viele Bücherregale, aber der Raum ist nass, kalt, ohne Leseecke, Heizung und gute Beleuchtung.

Gerne würden wir diesen wichtigen, gut besuchten Raum für 5 400 Franken renovieren, mit gutem Licht ausrüsten, Türen und Fenster ersetzen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die einzige professionelle Bildungsstätte in Charentsavan, wo Generationen unterrichtet wurden und unterrichten werden, um ihnen damit eine Chance fürs Leben zu geben.

Diaconia hat zu diesem College ein besonderes Verhältnis. Bereits in diesem Frühjahr durften wir die Kochschule sanieren und einweihen (Projekt 3532, siehe Erfolgsbericht). Wir empfehlen Ihnen dieses Projekt wärmstens. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3746 – "Bibliothek in Chrentsavan"

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