DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk


DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 09 | September 2021 | Erscheint monatlich | 41. Jhg.

EDITORIAL
„Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?“ 1. Mose 18,14
Liebe Spenderin, lieber Spender

Vertrauensvoll legt das Kind die Scherben eines heruntergefallenen Glases in die Hände seines Vaters. „Du kannst es wieder zusammenkleben!“, sagt es ihm in einer solchen Überzeugung, dass der Vater im ersten Moment auch glaubt, es schaffen zu können. Doch leider muss er seinem Kind eingestehen, dass es ihm trotz aller Mühe nicht gelingt. Es sind zu viele Scherben. Enttäuscht sagt der Sprössling zu seinem Vater: „Die Grossen können eben doch nicht alles!“

Der kindliche Glaube, dass Väter alles können, konfrontiert alle Kinder eines Tages mit der Realität, dass diese doch nicht alles können. In der Annahme, dass man sich auf Väter zu 100 Prozent verlassen kann, folgt naturgemäss eine Enttäuschung. Sie sind nicht perfekt und müssen es auch nicht sein. Schade nur, dass dieses Bild zu oft auch auf unseren himmlischen Vater übertragen wird. Wenn es nicht so läuft, wie wir es uns gerade vorstellen, oder eine Lebenssituation nach der anderen aus den Fugen gerät, schliessen wir dieselbe Schlussfolgerung daraus: „Gott kann eben doch nicht alles.“

Im Juni dieses Jahres hatte ich nach langer Zeit wieder einmal die Möglichkeit, unsere beiden Einsatzländer Rumänien und Armenien zu besuchen. In meinen zahlreichen Begegnungen in den Ghettos erlebte ich viele Menschen, die in ihren Bemühungen, das Leben in den Griff zu bekommen, eine Reihe von Pech und Torheit wegen Unwissenheit und Unvermögen erlebten, sodass sie schlussendlich vor einem Scherbenhaufen standen. Sie wurden enttäuscht, sind müde und haben oft ihren letzten Glauben und die Hoffnung in die Zukunft verloren. Beim Besuch dieser enttäuschten Menschen habe ich das Gefühl, ihre bittenden Augen sagen mir: „Klebe meine Scherben wieder zusammen!“ Wohlwissend, dass ich dies nicht zu tun vermag, liebe ich trotzdem diese Augenkontakte, diese kurzen Momente, in denen ich Menschen mit Gottes Liebe begegnen darf. Ich weiss zutiefst in meinem Herzen, es gibt einen Gott, der alles kann. ER ist keine Täuschung, darum kann Er mich nicht enttäuschen. Gott vermag es, Menschen zu helfen, sie zu trösten, sie zu versorgen und ihre zerbrochenen Gefässe wiederherzustellen.

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Psalm 34.19

Im Wissen, dass wir uns bei all unseren Hilfstätigkeiten auf die Barmherzigkeit Gottes verlassen können, dürfen wir gemeinsam mutig neue Schritte wagen.

Herzlichen Dank für Ihre treue Unterstützung.

Stephan Schneider
Geschäftsführer
Diaconia Internationale Hilfe

Wenn der Regen zum Problem wird
Gemeinsam sorgen wir für trockene und hygienische Wohnbedingungen
Armenien – Vor ein paar Tagen hat sich Haykanush Kerobyan (65) bei uns vorgestellt und um Hilfe gebeten.

Die Witwe lebt mit ihrem Stiefsohn, Karen Margaryan (34), im Dorf Aygevan in Armenien – ihr Mann ist vor Jahren gestorben. Dennoch kümmert sie sich um Karen, als wäre es ihr eigener Sohn.

Vor zwei Jahren hatte der junge Mann einen schweren Unfall und überlebte wie durch ein Wunder. Seine Beine mussten amputiert werden und die gebrochenen Arme wurden notdürftig mit selbstgefertigten Metallschienen fixiert. Trotz Behinderung versucht Karen, seiner Stiefmutter beim Geldverdienen zu helfen. Die beiden leben in einer kargen Hütte in einem einzigen Raum ohne Küche und Bad. Das Dach ist undicht und wenn es regnet, ist es in der Wohnung überall nass. Dies führt zu ganzjährlichen feuchten und unhygienischen Bedingungen und zu gesundheitlichen Beschwerden.

Die Witwe Haykanush liebt Karen, als wäre es ihr eigener Sohn.
Haykanush kämpft seit 10 Jahren unter seelischen und körperlichen Problemen. Bei unserem Besuch war sie gerade in einem sehr schlechten Zustand, sodass sie Karen, der im Rollstuhl sitzt, weinend bitten musste, ihre Arbeit auf dem Feld zu übernehmen – denn auf den Tageslohn von 6 Franken können die zwei nicht verzichten.

Die familiäre Notsituation bewog uns dazu, zuerst die wichtigsten zwei Probleme zu lösen – und zwar die Sanierung des Dachs und der Anbau eines kleinen Badezimmers. Haykanush und ihr Stiefsohn sollen in einem trockenen, hygienischen Zuhause leben können. Ein rollstuhlgängiges Badezimmer wird für Karen eine grosse Erleichterung sein. Wir denken, dass mit diesen Vorkehrungen den beiden sehr geholfen wird und ihnen Lebensglück in ihren Alltag bringt. Um dieses Projekt realisieren zu können, benötigen wir 3 500 Franken. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 4089 – "Lebensglück für Kerobyans "


Trauernde Mutter kämpft selbstlos für Ihre Kinder
Gerne unterstützen wir Mariana in ihrer Not
Rumänien – Mariana Moise (44) hat letzten November ihren ältesten Sohn Luliu verloren. Dieser ist im Alter von 21 Jahren aufgrund seiner schweren geistigen und körperlichen Behinderung gestorben. Trotz regelmässiger Arztbesuche konnte ihm nicht mehr geholfen werden. Die ganze Familie trauert immer noch über seinen Tod.

Mit einigen Renovierungen kann es hier gemütlich werden.
Mariana hat noch 6 weitere Kinder: Alexandru (20), der im Ausland arbeitet und für sich selbst sorgt, Marian (17), der nach acht Schuljahren an die Berufsschule wechseln möchte, Estera (15), die bereits ein kleines Baby hat und beim Vater des Kindes und dessen Eltern lebt und die drei Mädchen Antonia (12), Samira (9) und Nesthäkchen Tabiana (5). Für die schulpflichtigen Kinder fehlt das nötige Geld für Schulmaterial, Transportkosten und die nötigen Kleider. Samira möchte gerne einmal Polizistin werden. Wir hoffen für sie, dass ihr Wunsch in Erfüllung geht.

Mariana musste schon als Kind hart mitanpacken.
Mutter Mariana war die Älteste von 14 Kindern und musste sich während ihrer ganzen Kindheit um die jüngeren Geschwister kümmern. Dann hat sie Christian, den Vater ihrer Kinder, kennengelernt. Dieser war ihr gegenüber oft gewalttätig, sodass sie heute noch eine entzündete Narbe von ihm hat, die am ganzen Bein eine Infektion auslöste. Das Geld für eine Behandlung fehlt ihr jedoch. Christian ist vor einiger Zeit nach England ausgewandert, um Arbeit zu suchen. Dort hat er eine Beziehung zu einer jungen Frau angefangen und seine Familie zu Hause in Rumänien im Stich gelassen.

Hoffnungsvolle Blicke.
Die Familie lebt in einem alten renovierungsbedürftigen Holzhäuschen mit lediglich einer Küche und einem Raum. Das einzige Einkommen besteht aus dem Kindergeld. Da Mariana Analphabetin ist, ist es für sie sehr schwierig, eine Arbeit in ihrem abgelegenen Dorf zu bekommen.

Nesthäckchen Tabiana.
Mariana bat uns um Lebensmittel, Kleider und Schuhe für ihre Kinder. Gerne möchten wir auch die dringend notwendigen Renovierungsarbeiten am Haus realisieren und das nötige Brennholz für den Winter sowie die medizinischen Untersuchungen ihres Beines bezahlen. Ein Betrag von 3 700 Franken würde dies alles ermöglichen. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihr finanzielles Mittragen.

Auf das Wohl jedes ihrer Kinder bedacht.
„Ich möchte einmal Polizistin werden.“
Projekt Nr. 4090 – "Familienhilfe Mariana Moise"


Unfall verändert junges Leben
Hier wollen wir eingreifen
Armenien – Familie Khachatryan lebt in Charentsavan, in der Region Kotayk. Grossmutter Larisa (70), wandte sich hilfesuchend an Diaconia. Sie lebt im gleichen Haushalt von Sohn Arthur (43), Schwiegertochter Lilit (38) und den Enkelkindern, Erik (21) und Ellada (18).

Die Familie ist aufgrund ihrer Freundlichkeit überall beliebt. Arthur, der Vater, ist Invalide. Er hat im ersten Krieg um Bergkarabach mehrere Kinder vor einer Granatexplosion gerettet, dabei aber sein Augenlicht und seine Finger verloren. Seine Tochter Ellada studiert an einer kostenpflichtigen Hochschule – sie will Anwältin werden. Der 21-jährige Erik hatte bis vor Kurzem zwei Arbeitgeber gleichzeitig, um die Familie finanziell zu unterstützen.

Doch am 7. April 2021 ereignete sich eine Tragödie. Erik war auf dem Rückweg von seiner Arbeit und hielt an, um sein Auto zu tanken, als ihn ein Betrunkener mit dem Auto anfuhr. Gott sei Dank überlebte er! Seine beiden Beine mussten jedoch amputiert werden.

Erik umgeben von Larisa, Lilit und Ellada.
Nach diesem Vorfall änderte sich das Leben der Familie komplett. Sie musste ihr Auto und all ihren Besitz verkaufen, um Eriks Operationen zu finanzieren. Zurzeit besteht der Lebensunterhalt der Familie nur noch aus Larisas Altersrente von 90 Franken und Eriks Invalidenrente von 53 Franken. Ellada musste das College sowie den Traum einer Ausbildung aufgeben. Erik fährt jeden Tag zur Physiotherapie nach Jerewan. Dafür benötigt er monatlich 20 Franken.

Zu den finanziellen Problemen kommt noch hinzu, dass er seit zwei Monaten wegen starker Schmerzen nachts nicht mehr schlafen kann. Aber es fehlt ihm das nötige Geld für Medikamente. Die ganze Familie ist von dieser Situation betroffen und leidet mit. Lilit weinte und sagte, dass sie ihre Wohnung verkaufen musste, sie aber lieber obdachlos sei, als ihren Sohn sterben zu lassen.

Familie Khachatryan bittet um Mithilfe für die Kosten der Medikamente und Eriks Physiotherapie. Dafür benötigen wir 3 100 Franken.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft!

Projekt Nr. 4091 – "Hilfe für Erik"


Gläubige in den Dschungel verbannt
Gerne unterstützen wir diese Menschen, die sich zu ihrem Glauben bekennen
Indien – Im Jahr 2010 konnten Pfr. Biren und Balaram die Dorfbewohner von Sikapai mit der Guten Nachricht von Jesus Christus erreichen.

Nachdem sie zwei jungen Männern vom Evangelium erzählten, übergaben diese ihr Leben Jesus. Die beiden Brüder Jagarao und Bhaskarao Kanjaka nahmen IHN als ihren persönlichen Erlöser an.

Es kam der Wunsch auf, Jesus besser kennenzulernen und mehr von Gottes Wort zu erfahren. Deshalb verhalf Pfr. Biren ihnen an einem Jüngerschaftstrainingsprogramm teilzunehmen. Dieses Programm wird von unserer Partnerorganisation Uppahar in Kallata durchgeführt und dauert zwei Jahre. Als Jagarao und Bhaskarao mit der Ausbildung begannen, bekamen sie weder von ihren Eltern und Geschwistern noch von den anderen Familienangehörigen Unterstützung. Nicht einmal für die Fahrtkosten setzten sie sich ein. Die Ausbildung war also mit vielen Herausforderungen verbunden – sie konnten diese aber im Jahr 2013 erfolgreich abschliessen. Als die beiden nach Hause zurückkehrten, wurde ihnen verboten, an Gebetstreffen und Gottesdiensten teilzunehmen oder jemandem von Jesus zu erzählen. Sie konnten ihren Glauben im Haus nicht praktizieren, weil sie unter Beobachtung der Dorfbewohner standen. Diese veranlassten schlussendlich, dass die Brüder und auch ihre Eltern das Dorf verlassen mussten. Trotz aller Widrigkeiten konnten durch ihr Zeugnis einige Menschen ihr Leben Jesus anvertrauen!

Die gegenwärtige Situation für Christen und ihre Aktivitäten ist immer noch schwierig, da aus verschiedenen Richtungen grosser Druck ausgeübt wird. Während der letzten drei Monate fand im Dorf die Puja statt (ein religiöses Hindu-Ritual, das für verschiedene Gottheiten, bestimmte Personen oder besondere Gäste vollzogen wird).

Dorfbewohner baten jeden, daran teilzunehmen und dafür zu spenden. Die gläubigen Christen waren nicht bereit dazu und widersetzten sich. Die Angelegenheit konnte auch nicht von den Dorfvorstehern geregelt werden. Die Gläubigen wurden geschlagen und gezwungen, die Konsequenzen dafür zu tragen, weil sie einen fremden Gott anstelle ihrer Gottheiten verehren. Am nächsten Tag wurden die Christen aus dem Dorf verbannt. Sie leben nun im Dschungel unter einfachen Plastikdächern und Verhältnissen. Es leben dort auch viele weitere Glaubensbrüder und -schwestern aus anderen Dörfern, die von derselben Situation betroffen sind.

Aktuell sind dort 95 verbannte Menschen, davon 36 Kinder unter 15 Jahren. Die 20 betroffenen Familien stammen aus den Dörfern Sikapai, Kotlango, Chichimi, Konogan und Tangopai. Ihre grössten Bedürfnisse sind derzeit Hilfsgüter wie Öllampen, Liegematten, Ziegelsteine für Hauswände, Lebensmittel und die Versorgung mit Wasser. Kürzlich wurde ein 13-jähriges Mädchen nachts von einer Schlange gebissen, weil in der Gemeinschaft fast keine Lichtquellen vorhanden sind. Dies ist eines der Hauptprobleme, unter dem die Gläubigen dort leiden. Durch Gottes Gnade geht es dem Mädchen nun wieder besser.

Mit Gebeten und finanziellen Gaben ermöglichen wir diesen standhaften Christen in ihrer bedrohlichen Situation die nötige Unterstützung. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Projekt Nr. 4092 – "Gläubige in Indien"


Schwanger und mit ihren Kindern alleingelassen
Verzweifelte Mutter braucht für sich und ihre Kinder ein Zuhause, um niemandem zur Last zu fallen
Rumänien – Cecilia Lingurar ist alleinerziehende Mutter von 5 Kindern: Emanuel (7), Vasilica (5), Anais (4), Filip (1,5) und Elias (2 Monate). Vor knapp einem Jahr verliess der Vater der Kinder die Familie. Cecilia war zu diesem Zeitpunkt gerade schwanger mit Elias.

Jetzt lebt die Familie bei Cecilias Grossmutter in deren alten Holzhaus. Strom bezogen sie bis vor Kurzem über ein Kabel von ihrem Nachbarn. Dieser verlangte jedoch von Cecilia Geld dafür, das sie nicht hat. Nun hat er das Kabel einfach gekappt und seither leben alle im Dunkeln, ohne Strom. Auch einen Wasseranschluss gibt es nicht. Sie beziehen das fürs Kochen, Waschen und Trinken benötigte Wasser von einer Leitung einige Meter vom Haus entfernt. Sie wissen allerdings nicht, wem diese Wasserleitung gehört.

Diese untragbare Lebenssituation wird der Grossmutter zu viel. Sie braucht viel Ruhe und forderte deshalb Cecilia schon mehrmals dazu auf, mit ihren Kindern das Haus zu verlassen.

Die Familie bekommt monatlich Kinder- und Sozialgeld von insgesamt 140 Franken. Oft muss Cecilia Lebensmittel auf Kredit kaufen, weil das Geld einfach nicht reicht. Es ist ihr nicht möglich, die angehäuften Schulden abzuzahlen.

Cecilia bat uns, sie und ihre Kinder mit Lebensmitteln, Schuhen, Kleidung, Windeln, und Milchpulver für Filip und Elias zu versorgen. Während unseres Gesprächs bat sie schüchtern um eine Unterkunft mit Herd, Waschmaschine und einem zusätzlichen Bett, um der Grossmutter nicht länger zur Last zu fallen. Die besorgte Familienmutter erweckte unser Mitgefühl, sodass wir ihr und ihren Kindern mit einem kleinen Haus helfen möchten. Dafür benötigen wir einen Betrag von 6 600 Franken. Wir danken Ihnen herzlich für Ihren Beitrag.

Projekt Nr. 4093 – "Neue Unterkunft für Familie Lingurar"


Zu wenig Essen und Gott trotzdem dankbar
Gerne unterstützen wir eine Familie, die sich aufgrund ihrer Gesundheit kein Essen mehr leisten kann
Armenien – Familie Hayrapetyan lebt in der Stadt Charentsavan, Armenien. Sona (38), die Mutter, wandte sich an Diaconia und bat um Lebensmittel. Sie erzählte uns von den gesundheitlichen Problemen ihrer Familie. Nach diesem ersten Gespräch besuchten wir die Familie in ihrer Wohnung. Sona lebt mit ihrem Mann Manuk (48) und drei Kindern, Tatev (17), Sargis (14) und Arayik (12) zusammen.

Vater Manuk und die zwei Kinder Tatev und Arayik leiden unter psychischen Problemen – der Vater findet deshalb auch keine Arbeitsstelle. Die beiden Kinder besuchen fast täglich den Psychologen oder den Logopäden. Arayik hat auch eine Fehlstellung des Beines. Bei der ganzheitlichen ärztlichen Untersuchung stellte sich dann heraus, dass der Junge auch noch eine Zyste im Gehirn hat. Sona und ihr Sohn Sargis leiden unter Sehproblemen.

Zu wenig Essen und Gott trotzdem dankbar.
Das Geld für die vielen Untersuchungen hat Manuk von seinen Verwandten ausgeliehen, da er selbst nicht in der Lage ist, dafür zu bezahlen. Das Einkommen der Familie besteht aus Manuks Invalidenrente von 60 Franken und der staatlichen Unterstützung für die Kinder von 53 Franken. Da dieses Geld nicht ausreicht, um die ganze Familie zu ernähren, versucht Manuk täglich eine Gelegenheitsarbeit zu finden und Essen aufzutreiben.

Bei unserem Besuch sagte Manuk unter Tränen, die schwierigste Situation sei, wenn die hungrigen Kinder abends auf ihn warten und er mit leeren Händen heimkehrt. Trotz der vielen Probleme ist Familie Hayrapetyan Gott dankbar für alles, was sie hat.

Wir möchten die Familie längerfristig hauptsächlich mit Lebensmitteln versorgen und zusätzlich medizinische Hilfe anbieten. Dazu brauchen wir 3 000 Franken. Vielen Dank!

Projekt Nr. 4094 – "Lebensmittel fürFamilie Hayrapetyan"


Ausgenutzt und im Stich gelassen
Trotz ihres guten Herzens wurde ihre Naivität missbraucht
Rumänien – Als wir den an Diaconia Braşov gerichteten schriftlichen Hilfsantrag von Andreea Grosu (21) erhielten, fiel uns sogleich die schöne Handschrift ins Auge. Sofort dachten wir, sie hätte an der High School oder sogar an der Universität studiert. Aber das war leider überhaupt nicht der Fall.

Im Alter von 6 Jahren verliess Andreeas gewalttätiger Vater die Familie - somit wurde die Mutter zur Alleinerziehenden. Mit 15 Jahren musste Andreea ein Schuljahr wiederholen, weil sie schwach in Mathematik war.

Dann lernte sie Constantin (24) kennen, der versprach, gut für sie zu sorgen. Ein gutes Jahr später wurde sie von ihm schwanger. Sie war überfordert, weil sie keinerlei Unterstützung oder Beratung erhielt, und schämte sich für ihre Schwangerschaft.

Constantin verschwand, als er von ihrem Zustand erfuhr. Es stellte sich heraus, dass er Andreeas Naivität ausnutzte und es nie seine Absicht war, mit ihr eine Familie zu gründen. Andreea erstattete gegen ihn Anzeige, damit er seinen Pflichten als leiblicher Vater nachkommt – jedoch ohne Erfolg. Sie musste die Schule abbrechen und somit allein für das Kind sorgen.

Ausgenutzt und im Stich gelassen.
Nach einiger Zeit lernte Andreea einen neuen Mann (Radu 21) kennen. Sie schöpfte neue Hoffnung und wurde von ihm schwanger. Maya ist inzwischen 3 Jahre alt und freut sich auf das Geschwisterchen, das in drei Monaten zur Welt kommen soll. Leider zeigt sich die Beziehung zu Radu inzwischen als eher schwierig. Er droht häufig, die Familie zu verlassen. Radu arbeitet ohne Arbeitsvertrag, nimmt zwar Gelegenheitsjobs an, bringt aber oft kein Geld nach Hause.

Momentan lebt die Familie bei Andreeas Mutter in einem kleinen Haus ihres Onkels, das verkauft werden soll. Andreea hat Angst, auf der Strasse zu landen. Sie macht sich täglich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder.

Es liegt uns am Herzen, Andreea und ihren Kindern Sicherheit zu schenken. Mit Lebensmitteln, Kleidung, Windeln, Schuhen, Brennholz für den Winter und einem Kinderbett für das kommende Baby wäre ein grosser Schritt bereits getan. Des Weiteren möchten wir Andreea auf der Suche nach einer kleinen Wohnung behilflich sein. Um dies zu realisieren, sind wir auf einen Betrag von 3 700 Franken angewiesen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Projekt Nr. 4095 – "Familienhilfe Andreea Grosu"


Wenn Kinder Kinder kriegen
Wir unterstützen eine junge Familie in ihrem neuen Lebensabschnitt
RUMÄNIEN – Im Alter von 16 Jahren brachte Andreea Munteanu ihre kleine Tochter Maria zur Welt. Während ihrer Schwangerschaft litt sie unter grossen Schmerzen, weshalb sie einen Arzt aufsuchte.

Da sie noch minderjährig war, hätte die ärztliche Konsultation eigentlich unentgeltlich sein sollen. Der Arzt verlangte jedoch im Voraus trotzdem eine Gebühr, die Andreea nicht bezahlen konnte. Deshalb ging sie ohne Untersuchung und unter Schmerzen wieder nach Hause. Nach einer langen und unter Qualen leidender Geburt kam schlussendlich die heute knapp 2 Jahre alte Maria zur Welt. Vasile, der Vater des Kindes, stand Andreea in den schmerzhaften Stunden bei.

Andreea selbst ist mit 6 Brüdern aufgewachsen. Da ihre Eltern alkoholkrank sind, musste sie bereits mit 14 Jahren die Schule abbrechen und Geld verdienen, um die Familie zu unterstützen. Auf der Hühnerfarm, wo sie arbeitete, lernte sie Vasile kennen. Kurz darauf verliess sie ihre Familie und zog bei ihm ein.

Die beiden wohnen auf dem Hof von Vasiles Eltern, in einem Zimmer neben dem Pferdestall. Der Geruch ist daher sehr intensiv. Die Hütte hat keinen befestigten Fussboden und das Dach ist undicht. Wenn es regnet, durchnässt es ihr ganzes Hab und Gut. Zugang zu Trinkwasser haben sie nur durch einen Brunnen. Trotzdem ist Andreea Gott sehr dankbar für alles, was sie hat.

Zu Beginn stand Andreea Kindergeld von 30 Franken zu, weil sie noch minderjährig war. Das Geld unterschlug ihr jedoch die Mutter jedes Mal. Jetzt bekommt sie aber keine staatliche Unterstützung mehr. Vasile arbeitet immer noch auf der Hühnerfarm, doch sein Gehalt reicht nicht aus, um die Bedürfnisse der kleinen Familie zu decken.

Die Eltern benötigen dringend Lebensmittel, Kleidung, ein Bett, eine Waschmaschine und für Maria Windeln. Da sie in Kürze den Hof verlassen müssen, wollen wir Familie Munteanu auch auf der Suche nach einer neuen Unterkunft behilflich sein.

Für dieses Unterfangen benötigen wir 3 300 Franken. Dürfen wir mit Ihrer Hilfe rechnen? Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 4096 – "Junge Familie in Not"


Auf sich selbst gestellte Mutter mit grossen Träumen
Wenn das Geld der Sozialhilfe nicht einmal für die Miete einer Einzimmerwohnung reicht
ARMENIEN – Narine Aleksanyan (32) lebt mit ihren beiden Töchtern, Zvart (9) und Elen (8), in Armavir. Sie ist seit sieben Jahren geschieden und erhält keinen Unterhalt von ihrem Ex-Mann.

Dieser ist im Ausland und interessiert sich nicht für seine Kinder. Narine versucht, mit Saisonarbeiten ihre Kinder zu versorgen. Oft kommt sie abends mit schmerzenden Gliedern nach Hause, wo sie von den beiden empfangen wird. Ihre Eltern sind tot und Verwandte hat sie keine – so sind die zwei Mädchen, während sie arbeitet, alleine. Die junge Mutter ist oft übermüdet und mit der Situation überfordert.

Nach der Scheidung wurden sie und ihre Kinder obdachlos. Sie lebten danach monatelang auf der Strasse, jeden Tag nach einer Unterkunft suchend. Jetzt haben sie sich in Armavir niedergelassen. Ihr aktuelles Zuhause ist eine sehr kleine Einzimmerwohnung, die 80 Franken pro Monat kostet. Von der Sozialhilfe bekommt Narine lediglich 62 Franken, die sie dem Vermieter gibt. Mit ihrem Lohn muss sie sehr sparsam umgehen und oft gehen die Kinder hungrig zu Bett.

Auf sich selbst gestellte Mutter mit grossen Träumen.
Narine sagt, dass ihre Mädchen sehr gut in der Schule sind und grosse Träume haben. Aber es kommt oft vor, dass sie nicht zum Unterricht gehen können, weil es an Kleidung oder Schreibwaren fehlt. Manchmal bitten die Kinder Narine darum, die Miete nicht zu bezahlen, damit sie Schulkleider und Lebensmittel kaufen kann.

Diese Worte schmerzen Narine von Mal zu Mal mehr und bereiten ihr zusehends mehr psychische Probleme. Sie träumt davon, die zwei glücklich und satt zu sehen, und wünscht sich, dass die beiden wie andere Kinder auch unbeschwert den Schulunterricht besuchen können.

Um dieser kleinen Familie, die unsere Hilfe wirklich braucht, helfen zu können, benötigen wir 2 200 Franken. Damit ermöglichen wir, dass die Kinder gut gekleidet und ausgerüstet den Schulunterricht besuchen können. Dazu wollen wir die Familie eine zeitlang mit Lebensmitteln eindecken.

Projekt Nr. 4097 – "Hilfe für Narine und ihre Töchter"


Wir halten Träume lebendig
Im KiBiZ bieten wir den Kindern nachhaltige Hilfe
RUMÄNIEN – Für Kinder ist es wichtig, dass sie schon in frühem Alter gefördert werden und so eine Grundlage für ihre Zukunft aufbauen können.

Im Kindergarten zum Beispiel haben sie die Möglichkeit, sich sozial zu integrieren und sich in Geschicklichkeit und Kreativität zu üben. Erwiesenermassen ist es für solche ohne frühkindliche Bildung schwieriger, sich später in den Schul- oder Berufsalltag einzuleben. Kinder sollen frühzeitig lernen, sich mit Hindernissen auseinanderzusetzen, um später Alltagsprobleme besser bewältigen zu können. Es ist auch von Vorteil, dass sie sich an eine Tagesstruktur sowie an das Arbeiten in einer Gruppe gewöhnen.

Manuel hat das grosse Glück, das KiBiZ besuchen zu dürfen.
Manuel (11) hörte, wie sein Bruder und andere Kinder von unserem Kinderbildungszentrum schwärmten. Erstaunt erfuhr er, dass diese Kinder Lieder und Gedichte lernten und verschiedene Spiele kannten, von denen er nichts wusste. Auch von gemeinsamen Ausflügen war die Rede. Dies erweckte seine Neugierde. Im Alter von 8 Jahren konnte Manuel dann zum ersten Mal unser KiBiZ besuchen. Erst war er völlig überfordert und wusste zum Beispiel nicht einmal, wie man einen Bleistift in der Hand hält. Inzwischen kommt er jedoch mit den Herausforderungen sehr gut zurecht.

Im KiBiZ arbeiten wir täglich mit solchen Kindern. Wir helfen ihnen, sich in der Schule zu integrieren, sodass sie ihre eigene Zukunft aufbauen können. Durch diese Art von Hilfeleistung ermöglichen wir diesen Kindern, ihre Armut zu vergessen und ihre Träume zu realisieren. Gemeinsam helfen wir Kindern wie Manuel, das zu ermöglichen, was ihnen ohne Integration und frühe Bildung verwehrt bleiben würde.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 3750 – "Kinderbildungszentrum KiBiZ"



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