DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 10 | Oktober 2020 | Erscheint monatlich | 40. Jhg.
EDITORIAL
Die Behörden haben beim bisherigen Gebäude aus Sicherheitsgründen die Benützung einiger Zimmer für Kinder untersagt. Das neue KiBiZ (Kinderbildungszentrum) ist bereits im Bau und soll in spätestens fünf Jahren fertiggestellt sein. Dürfen wir dabei um Ihre Hilfe bitten?
Liebe Spenderin, lieber Spender

Seit Jahrzehnten empfangen Tausende notleidender Kinder und Jugendlicher durch DIACONIA-Patenschaften (beachten Sie bitte die Rückseite des „Diaconia-Reports“) Unterstützung und Förderung verschiedener Art: Betreuung, Nahrung, Kleidung, Nachhilfe-Unterricht, Schulung in handwerklichen Fähigkeiten u.v.a. In Einzelfällen werden Patenkinder mit Hilfe der Paten bei der Berufsausbildung unterstützt und – eher selten – beim Studium. Dies wirkt sich auf ihr ganzes Leben positiv aus. Nicht selten haben nämlich Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, worunter sie während ihres ganzen Lebens leiden.

Normalerweise dauert eine Patenschaft bis zur Vollendung der obligatorischen Schulzeit. Es sei denn, die Patin oder der Pate müsste die Patenschaft wegen eigener Not vorzeitig beenden.

Der grosse Vorteil einer Patenschaft besteht darin, dass die Hilfe garantiert rechtzeitig beim Patenkind eintrifft. Dieses muss sich nicht darum sorgen, ob es nicht etwa versehentlich in einem Monat vergessen wird. Unsere ausländischen Mitarbeiter arbeiten sehr gewissenhaft.

Die Patenschaften bewähren sich so gut, dass wir beschlossen haben, für wichtige Aufgaben etwas Ähnliches als Langzeit-Hilfsprojekte einzuführen.

Begonnen haben wir mit dem Langzeitprojekt KiBiZ (Nr. 3750 Kinderbildungszentrum), in dem 130 Kinder Zuflucht finden.

Die Behörden haben bereits begonnen, die Benützung einzelner Räume aus Sicherheitsgründen zu untersagen. Wir sind mit allen Kräften dabei, ein neues Gebäude zu errichten. Die Kosten werden 550 000 Franken betragen. Diese werden auf eine Bauzeit von voraussichtlich fünf Jahren verteilt. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns bei der Finanzierung wie folgt unterstützen:

– Durch einen einmaligen Beitrag in beliebiger Höhe
– Langzeitunterstützung durch einen von Ihnen festgesetzten Betrag in einer durch Sie bestimmten Zeit


Für Ihre Treue und selbstlose Hilfe danken wir Ihnen herzlich und grüssen Sie freundlich.
Hans-Rudolf Hintermann
Präsident
Diaconia Internationale Hilfe
Jung und verzweifelt …
Sie haben nichts, aber sie geben nicht auf
Rumänien – Petru und Ana-Maria haben 3 Kinder: Marius (4), Sofia (2) und Mario (1). Petru hat die Schule nur 3 Jahre lang besucht.

Marius spielt mit dem, was er hat.
Seine Familie konnte ihm keine weitere Schulausbildung finanzieren, sodass er bereits als kleiner Junge zusammen mit seinen Eltern und seinen 3 ältesten Brüdern arbeiten gehen musste. Sie verbrachten jeweils einige Wochen in unterschiedlichen Städten, um Waldfrüchte zu sammeln oder andere Saisonarbeiten zu verrichten. Auch Ana-Maria stammt aus einer mittellosen Familie. Sie hat 7 Geschwister und ist nur ein Jahr länger als Petru zur Schule gegangen.

Die Familie Lingurar hat die Hoffnung schon fast aufgegeben.
Ana-Maria und Petru leben gemeinsam mit Petrus Eltern auf dem gleichen Grundstück. Dort haben sie mit Holz und Lehm einen kleinen Raum für sich gebaut. Im Inneren befindet sich lediglich ein grosses Bett, in dem sie alle zusammen schlafen, und ein Schrank ohne Türen, in dem Ana-Maria die wenigen Kleidungsstücke, die sie besitzen sorgsam unterbringt.

Petru geht mit seinen älteren Brüdern manchmal Gelegenheitsarbeiten nach. Ein festes Einkommen haben die Lingurars somit nicht.

Die kleine Sofia hatte ihnen nach der Geburt Sorgen bereitet: Da sie nicht an Gewicht zulegte, musste sie mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen. Es war eine schwere Zeit, ganz ohne Geld. Petru musste zu Hause bleiben und sich um Marius kümmern, während sich Ana-Maria mit dem kleinen Mädchen im Krankenhaus befand.

Wir möchten diese junge Familie mit Lebensmitteln, Kleidung und Schuhen, Windeln für die Kleinen und auch einigen Materialien unterstützen, um ihr Zimmer zu renovieren. Auch einige Hühner und ein Schwein wären ihnen eine riesige Hilfe. Mit einer Summe von 2 900 Franken könnten wir ihnen den Start in ein neues Leben erleichtern.

Wir freuen uns über Ihre Spende!

Projekt Nr. 3957 – "Starthilfe für Lingurars"

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Kinder müssen Verantwortung tragen
Durch die Pandemie wurde Schlimmes noch schlimmer …
Rumänien – Die Auswirkungen von COVID-19 hat zu einer schweren Krise, insbesondere für arme Familien mit kleinen Kindern geführt.

Letztere trifft es besonders hart: Zu Hause erhalten sie keine ordentliche Unterstützung und Ernährung, die sie dringend für ihre gesunde Entwicklung benötigen würden.

Eltern, die keine Ausbildung besitzen, insbesondere diejenigen, die in Grossstädten wohnen, suchen verzweifelt Arbeit, um ihren Kindern wenigstens das tägliche Brot sichern zu können.

Viele Arbeitsstellen wurden abgeschafft, die Industrie auf der ganzen Welt hat gelitten. Diejenigen, die es schon vor der Pandemie schwer hatten, Arbeit zu finden, sind jetzt ganz besonders von der gegenwärtigen Lage betroffen.

Hoffnungsvolle Kindergesichter.
Früher blieb wenigstens die Mutter mit den Kindern zu Hause und der Vater konnte ein bisschen Geld verdienen, jetzt müssen beide Elternteile täglich nach Arbeit suchen, um ihren Kindern mit dem Tageslohn eine Mahlzeit zu ermöglichen. Die älteren Kinder ziehen ihre jüngeren Geschwister auf, doch sie leiden allesamt an Vernachlässigung, Mangel an Zuwendung und Hunger. Kinderbetreuungseinrichtungen sind unerlässlich, wenn es darum geht, den Kindern Dienstleistungen, Zuneigung, Schutz, Stimulation und Ernährung zukommen zu lassen und ihnen dabei zu helfen, ihre sozialen, emotionalen und kognitiven Kompetenzen auszubilden. Unglücklicherweise sind diese Einrichtungen derzeit auch schwer betroffen, viele von ihnen mussten vorübergehend schliessen.

Trotz grosser Belastung das Lachen nicht verloren.
Corina (13 Jahre) und Alisa (12 Jahre) sind ein Beispiel für ältere Kinder, die ihre Eltern ersetzen, während diese die ganze Woche über fortbleiben.

Ihre Eltern haben Arbeit auf einem Bauernhof in einem anderen Ort gefunden, jedoch sind sie zu weit weg und können nur am Wochenende heimkommen. Die beiden Schwestern kümmern sich grossartig um ihre kleinen Geschwister, doch auf ihnen lastet eine grosse Verantwortung.

Sie würden gerne wie vor der Pandemie das KiBiZ besuchen, doch sie können nicht. Sie kochen, waschen und putzen, wie sie es sich bei ihrer Mutter abgeschaut haben, doch leider ist es schwer, alles unter einen Hut zu bekommen, und die beiden hübschen Mädchen leiden sehr. Sie brauchen Spielzeug, Hilfe, Trost und Unterstützung, aber auch eine Mutter, die zu Hause bleibt, und die Chance, weiter zur Schule zu gehen.

Die Kinder können diese Krisensituation nur mit Hilfe von aussen erfolgreich bewältigen. Die Familien benötigen dringend Unterstützung in Form von Lebensmitteln und Hygieneartikeln, um diesen schweren Sturm zu überstehen und das Lernen sowie die Entwicklung ihrer Kinder weiter zu fördern.

Mit einer einmaligen Spende von 6 000 Franken könnten die Kinder vieler Familien entlastet werden, weil die Mütter zu Hause bleiben könnten. Die Ausgaben für Lebensmittel sind gerade in der jetzigen Zeit ziemlich hoch und können nicht von den Familien aufgebracht werden. Wir möchten die Familien diesbezüglich unterstützen.

Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Projekt Nr. 3958 – "Familienunterstützung"

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Ein Haufen Müll verwandelt sich in einen Haufen Glück
Indien – Die 11-köpfige Familie Patro lebte bis vor Kurzem über 20 Jahre in diesem sogenannten Müllhaus, als die lokale Gemeindeverwaltung der Familie das gesamte Hab und Gut wegnahm.

Die Familie leidet bittere Not. Sie braucht dringend eine Unterkunft mit einem dichten Dach und vier Wände, wo sie im Sommer vor der unerträglichen Hitze mit Temperaturen von bis zu 48 Grad geschützt ist.

Der Familienvater Nageswar ist zu 70 Prozent erblindet. Er sieht kaum etwas und ist bis auf die Knochen abgemagert und sehr schwach. Er kann kaum das Haus verlassen, geschweige denn, schwere Arbeiten verrichten. Also sorgt seine Frau Santoshi gemeinsam mit ihren Kindern dafür, dass wenigstens eine Mahlzeit auf den Tisch kommt. Sie sammeln brauchbare Abfälle, die sie auf dem Markt verkaufen können. Das gesammelte Papier und Plastik können sie auch verkaufen, damit diese Stoffe recycelt werden können. Mit diesen Einnahmen kaufen sie Lebensmittel um zu überleben. Die Kinder gehen alle nicht zur Schule. Man kann sich ausmalen, was die Kinder für eine Zukunft erwartet - ohne Schulausbildung kann und wird sich nichts ändern.

Ein Haufen Müll verwandelt sich in einen Haufen Glück.
Als Sofortmassnahme versorgten wir die Familie mit Trockenreis und Kleidern für die Kinder und die Eltern.

Ihre Gebete und Unterstützung sind für die Familie Patro der einzige Hoffnungsschimmer, der ihr Leben verändern könnte. Gerne möchten wir der Familie mit 5 000 Franken helfen, auf ihrem Grundstück ein Haus zu bauen, wo alle Platz haben und geschützt vor jeder Witterung sind.

Bitte schliessen Sie diese 11 Menschen in Ihre Gebete ein und helfen Sie, dass schnellstmöglich aus einem Haufen Müll ein Haufen Glück werden kann.

Projekt Nr. 3959 – "Glück für Familie Patro"

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Wir brauchen Ihre Hilfe …
Nach dem Tod Ihres Mannes muss Narine nun alleine für ihre Kinder sorgen
Armenien – Familie Shahnazaryan lebt in Tscharenzawan. Narine (33) und ihr Ehemann Nikolai waren einst imstande, Geld zu verdienen und sich um ihre Kinder Agnesa (9) und Edik (6) zu kümmern.

Tod des Vaters hinterlässt Hilflosigkeit.
Alles lief gut, bis Nikolai ernsthafte gesundheitliche Probleme bekam. Um sein Leben zu retten, verkaufte die Familie ihr gesamtes Hab und Gut. Nikolai litt an Leukämie, und die Ärzte waren im Hinblick auf seine Krankheit machtlos. Nikolai starb im Februar 2020 und hinterliess Narine in grosser Trauer und finanzieller Not. Als sie merkte, dass sie nicht alleine mit diesen schwierigen Umständen fertigwerden würde, zog Narine zu ihrer alleinstehenden Mutter Victoria (57).

Trotz Rückenschmerzen versucht Victoria ihr Bestes, um Geld zu verdienen. Narine hat Probleme mit der Gallenblase und dem Magen. Die Ärzte haben ihr verboten zu arbeiten. Sie benötigt jeden Monat Medikamente, kann sie sich jedoch nicht leisten. Wenn sie das Geld hätte, würde sie es verwenden, um Agnesas Augen behandeln zu lassen, sagte uns Narine. Agnesa möchte seit dem Tod ihres Vaters mit niemandem befreundet sein. Sie verbringt ihre Zeit im Haus und malt den ganzen Tag über.

Stolz zeigt Agnesa ihre gemalten Bilder.
Mit ihren Bildern versucht sie, die tristen Wände zu verschönern. Edik liess es sich nicht nehmen, uns seinen besten Freund, die kleine Schildkröte, vorzustellen, mit der er sich tagsüber beschäftigt. Narine erzählte uns, dass Edik dieses Jahr eingeschult werden sollte, sie jedoch das Geld für die Schulutensilien nicht aufbringen kann. Während unseres Besuchs brachte der Nachbar zwei Teller mit warmen Speisen für die Kinder und sorgte damit für überglückliche Gesichter. Der einzige Lebensunterhalt der Familie ist eine Beihilfe von 56 Franken und eine Waisenrente von 50 Franken. Victoria bat uns, ihnen nach Möglichkeit mit Lebensmitteln und Kleidung für die Kinder auszuhelfen. Wir möchten dieser Familie einige Sorgen abnehmen und für etwas zu Essen und zum Anziehen sorgen.

Um diese Familie zu unterstützen, benötigen wir 1 800 Franken. Wir danken Ihnen recht herzlich für Ihre Spende!

Projekt Nr. 3960 – "Hoffnungsschimmer für Narine"

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Die Hoffnung stirbt zuletzt …
Keine Zukunftsperspektiven
RUMÄNIEN – Man sagt, wenn man jung ist, stehen einem alle Türen offen. Doch für Mădălin und Gabriela sieht es ganz anders aus: Ihre Zukunftsperspektiven und -pläne gehen nicht weiter als bis zum nächsten Tag oder den bevorstehenden Winter.

Keine Zukunftsperspektiven.
Mădălin und Gabriela lernten sich vor fast 2 Jahren kennen und haben ein Kind, den kleinen, 5 Monate alten Nicolas. Mădălin hat die Schule gerade einmal bis zur 8. Klasse besucht. Er stammt aus einer mittellosen Familie und hat weitere 5 Geschwister. Seine Kindheit war sehr schwierig, denn seine Mutter litt an einer psychischen Erkrankung und war zeitweise gewalttätig.

Mădălin verrichtet Gelegenheitsarbeiten für verschiedene Leute aus seinem Dorf und Umgebung, allerdings hat er nicht täglich eine Beschäftigung. Das Geld, das er verdient, reicht kaum für Lebensmittel, und er weiss nicht, ob er am nächsten Tag wieder etwas einnehmen wird.

Die junge Familie vor ihrer Holzhütte.
Gabriela stammt aus einer Grossfamilie. Sie hat 9 Geschwister. Als Kind wurde sie sehr vernachlässigt und sie hat keine Schule besucht, sodass sie weder schreiben noch lesen kann. Alles, was sie weiss, ist, dass sie ihren kleinen Nicolas sehr liebt.

Die junge Familie lebt in einer Holzhütte mit improvisierten Fenstern und einer Decke, die ihnen im wahrsten Sinne des Wortes bald auf den Kopf fällt. Gabriela kocht auf einem alten Ofen, der jetzt im Garten steht, da er den kleinen Raum viel zu sehr aufheizt. Wenn es regnet, dringt Wasser in das Zimmer ein, denn die Dachkammer ist ein offener Raum.

Trostlose Aussichten für Floreas.
Die Hütte ist gemietet, und die Floreas leben auf demselben Grundstück wie ihr Vermieter, der ebenfalls eine Hütte besitzt. Manchmal können Mădălin und Gabriela die Miete von 50 Franken nicht bezahlen und fürchten, dass sie auf die Strasse gesetzt werden. Zudem müssen sie dort eh bis November wegziehen, da die Immobilie zum Verkauf steht und geplant ist, die improvisierten Bauten abzureissen.

Mădălin schämt sich dafür, dass es Tage gibt, an denen er für seinen Sohn keine Windeln besorgen oder der Familie etwas zu Essen bieten kann.

Gabriela reinigt die Wäsche von Hand, da sie keine Waschmaschine zur Verfügung hat.

Familie Florea in ihrem Wohnzimmer.
Wir möchten die junge Familie mit Lebensmitteln, Kleidung und Windeln unterstützen. Auch möchten wir für sie eine Unterkunft mieten, in der sie über einen längeren Zeitraum wohnen kann. Ausserdem würden wir für Mădălin und Gabriela gerne eine Waschmaschine anschaffen und für Brennholz für den Winter sorgen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, die Summe von 3 200 Franken zusammenzutragen, um Familie Florea die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben.

Projekt Nr. 3961 – "Bessere Wohnbedingungen"

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ISOLIERT, ABER NICHT ALLEIN
Ein bisschen Glück und Zuwendung für ältere Menschen.
RUMÄNIEN – Die Herausforderung der immer älter werdenden Menschen ist ein wachsendes Phänomen in ganz Europa.

Nach Angaben des Nationalen Instituts für Statistik sind in Rumänien 3,7 Millionen Menschen über 65 Jahre alt. Eine weitere Problematik ist die Abwanderung der jungen Menschen. Fehlende fachliche und finanzielle Ressourcen zur Unterstützung der älteren Menschen, sowie das Fehlen eines stabilen Sozialsystems wird zu einem ernst zu nehmenden Problem.

All dies trägt dazu bei, dass in Rumänien ein bedeutender Prozentsatz älterer Menschen allein, isoliert und ohne soziale Kontakte leben. Während der Corona-Pandemie spüren die älteren Menschen mehr denn je diese erbarmungslose Einsamkeit, welche ihnen durch die soziale Distanzierung auferlegt wird. Der fehlende Zugang zu Esswaren und Medikamenten, sowie die verlorenen sozialen Kontakte führen oft zu einer Beeinträchtigung des seelischen Gleichgewichts.

Ein bisschen Glück und Zuwendung für ältere Menschen.
Diaconia Braşov hat dieses Problem erkannt und steht vor allem älteren Menschen tatkräftig zur Seite. Die Mitarbeiter wirken diesen grossen Bedürfnissen entgegen, indem sie die Not leidenden Menschen beim Kauf von lebensnotwendigen Gütern und Hygieneprodukten helfen.

Zudem bieten sie seelische und psychologische Beratung an, informieren aber auch die sozialen Dienste in ihrer Gemeinde. Die verschiedenen praktischen Dienstleistungen wie Reparaturen und Reinigungen oder Haushaltshilfen kommen ebenfalls sehr gut an.

Damit wir diese wertvolle Arbeit auch in Zukunft wahrnehmen können, benötigen wir etwa 2 500 Franken. Lassen wir diese vergessenen Menschen nicht allein!

Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 3962 – "Isolierte Menschen"

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Irina kämpft alleine
Als ihre Eltern starben, liess ihr Bruder sie einfach im Stich …
ARMENIEN – Irina Farmanyan (32) lebt mutterseelenallein im Dorf Kasakh, in der Region Kotayk. Ihre Kindheit verlief weitestgehend positiv: Sie hatte eine warmherzige Familie, und ihre Eltern zogen sie und ihren Bruder Karen (33) mit Liebe gross.

Alles lief bestens: Irina und ihre Familie lebten in einer Wohnung, die Eltern waren berufstätig und hatten viele Träume und Pläne für ihre Kinder. Im Jahr 1994 wendete sich das Blatt, denn Irinas Vater starb an einer Nierenerkrankung. Irina war damals 6, ihr Bruder 7 Jahre alt. Das Leben der Farmanyans stand plötzlich kopf: Wer sollte nun für die Familie sorgen? Die Probleme wurden nicht weniger, im Gegenteil. Irinas Mutter musste ihre Kinder irgendwie alleine durchbringen. Während andere Mädchen in Irinas Alter über eine Ausbildung und die Verwirklichung ihrer Träume nachdachten, musste sie mit 17 arbeiten gehen, um ihrer depressiven Mutter unter die Arme zu greifen. Irina schreckte auch vor schweren Arbeiten nicht zurück. Sie schuftete in einer Bäckerei und auch in einer Flaschenfabrik, doch das Schicksal beschloss, erneut zuzuschlagen: Im Jahr 2015 starb Irinas Mutter im Alter von 48 Jahren an einem Herzinfarkt – sie konnte das Elend, das die Familie plagte, einfach nicht länger ertragen.

Dringende Renovierung ist in diesem Zimmer nötig.
Irinas Bruder Karen sah in Armenien keine Perspektive und wanderte aus. Seine Schwester blieb alleine zurück, während er sich in Russland ein neues Leben aufbaute: Karen hat mittlerweile geheiratet und eine eigene Familie gegründet. Die jahrelange schwere körperliche Arbeit ist nicht spurlos an Irina vorübergegangen. Ihre Füsse sind mit Krampfadern durchsetzt, die Feuchtigkeit im Haus tat ihr Übriges: So kommt es, dass Irina nun auch an Rheuma leidet. Aufgrund ihrer Erkrankung ist Irina arbeitsunfähig. In die Wohnung, in der sie lebt, dringt Regenwasser durch das undichte Dach ein. An regnerischen Tagen bleibt sie sogar nachts wach, um die vollgelaufenen Eimer zu leeren. Irina hat keine Einkommensquelle und bittet uns um Hilfe, um das Dach zu reparieren.

Wir freuen uns, wenn auch Sie uns dabei unterstützen, die benötigten 2 700 Franken für Irina zu sammeln!

Projekt Nr. 3963 – "Dachreparatur"

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Leben im Stall
Ausgelacht und gedemütigt – wann bekommen wir ein richtiges Zuhause?
RUMÄNIEN – Familie Asaftei ist in ihrem Dorf als die Familie bekannt, die in einem Stall lebt. Dieser gehört ihnen nicht einmal, und Familienvater Ovidiu bezahlt seine Miete ab, indem er für den Eigentümer arbeitet.

Man findet dort zwei Räume: In einem davon ist das Pferd des Eigentümers untergebracht und der andere Raum wurde von Ovidiu zu einer Unterkunft für seine Familie umgebaut. Beim Betreten dieses Raums schlägt einem ein beissender Geruch entgegen, überall wimmelt es von Moskitos.

Ovidiu arbeitet sehr hart und betet zu Gott, dass er gesund bleiben möge, um arbeiten und etwas zu Essen auf den Tisch bringen zu können. Er nimmt alle möglichen Gelegenheitsarbeiten an, um die Familie zu ernähren. Die Platzverhältnisse innerhalb des Raums, in dem die Asafteis leben, sind äusserst begrenzt.

Ovidiu und Ramona berichten, dass es im Winter am schlimmsten ist, denn sie müssen die Zeit gezwungenermassen drinnen verbringen und die prekären Bedingungen ertragen.

Die Kinder, Cristina (11) und Radu (12), besuchen beide die 4. Klasse. Cristina ist ein freundliches Mädchen. Sie hat Freunde, doch sie schämt sich, Besuch zu sich nach Hause einzuladen. Manchmal wird sie wegen ihrer Armut von anderen Kindern gehänselt. Einer ihrer grössten Wünsche ist es, ein Badezimmer zu besitzen und ein Bad zu nehmen, das Erste in ihrem Leben. Derzeit verwendet die Familie einige Plastikschüsseln, um sich zu waschen.

Cristinas Wünsche sind bescheiden.
Ovidiu wünscht sich nichts Sehnlicheres, als seine Familie aus dieser Misere zu befreien, aber er fühlt sich machtlos. Er hat sich häufig an die Behörden gewandt, um ein kleines Grundstück irgendwo am Stadtrand zu beantragen, doch er wird seit Jahren vertröstet.

Ovidiu hat die Hoffnung jedoch nie aufgegeben und Diaconia gegenüber erklärt, wie hart er zu arbeiten bereit ist, um ein kleines Haus für seine Familie zu bauen, wenn er ein kleines Grundstück von der Stadtverwaltung zugewiesen bekommt.

Die Familie kann momentan jedoch nicht fortziehen, da sie die Miete für ein ordentliches Zuhause nicht aufbringen kann.

Wir möchten dieser Familie einige Bedürfnisse erfüllen und dafür sorgen, dass sie aus dem Stall ausziehen kann. Ausserdem möchten wir die Asafteis dabei unterstützen, bei der Stadtverwaltung ein kleines Grundstück zu erwirken. Danach möchten wir Baumaterialien für ein kleines Haus mit einem Badezimmer anschaffen, das sich Cristina so sehr wünscht.

Familie Asaftei hofft auf bessere Lebensumstände.
Auch Lebensmittel, Kleidung und Schulbedarf wären der Familie eine grosse Hilfe. Mit einem Betrag von 5 000 Franken könnten wir der Familie helfen, den Stall zu verlassen und in ein neues, glücklicheres Leben zu starten.

Wir freuen uns auf Ihre Spende!

Projekt Nr. 3964 – "Bessere Wohnverhältnisse"

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Wir haben einen Traum...
Hilfe für Muradyans in Form von Kuh und Fenster.
ARMENIEN – Und plötzlich blieb die Welt stehen: Der Kampf einer Familie nach dem Tod des geliebten Grossvaters.

Ruzanna Mkrtchyan (30) lebt im Dorf Dasht in der Region Armavir. Mit ihr unter einem Dach wohnen ihr Ehemann Gevorg Muradyan (31), ihre Schwiegermutter Hasmik Muradyan (54) und die beiden Kinder Hasmik (8) und Harutyun (2). Das Haus, in dem die Familie jetzt wohnt, ist ein Erbstück von Gevorgs Vater, der vor einem Jahr verstarb. Seit dem Tod Ihres Mannes leidet die Grossmutter an einer akuten Neurose und Schlaflosigkeit, gelegentlich verliert sie sogar das Bewusstsein. Innerhalb der Familie herrscht grosse Trauer und die Stimmung ist gedrückt. Niemand hatte erwartet, dass der Grossvater so plötzlich stirbt. Jetzt ist Gevorg der Einzige aus der Familie, der einer geregelten Arbeit nachgeht. Er ist Arbeiter in einer Papierfabrik. Da die Muradyans eine recht junge Familie sind, erhalten sie keinerlei staatliche Unterstützung. Gevorgs Lohn in Höhe von 120 Franken pro Monat ist das einzige Einkommen und wird für die Medikamente seiner Ehefrau und seiner Mutter benötigt.

Hilfe für Muradyans in Form von Kuh und Fenster.
Ruzanna leidet an einer Nierenerkrankung. Das Haus, das die Familie bewohnt, ist heruntergekommen. Die Fenster sind alt und kaputt, sodass es im Winter schwerfällt die Räumlichkeiten zu beheizen und für eine gemütliche Zimmertemperatur zu sorgen. Die Muradyans besitzen eine kleine Gartenfläche, auf der sie Hühner halten. Sie waren ein Geschenk von Ruzannas Verwandtschaft und als kleine Hilfe gedacht. Die Familie hätte gerne Kühe, um ihren Kindern etwas Gesundes und Nahrhaftes zu bieten. Früher hatten sie eine Rinderfarm, doch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten konnten sie sich die Anschaffung einer Kuh nicht leisten. Wir möchten dieser Familie helfen, indem wir ihre alten Fenster ersetzen und ihnen eine Kuh schenken.

Um dieser Familie zu helfen, benötigen wir 2 500 Franken. Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe.

Projekt Nr. 3965 – "Hilfe für Muradyans"

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Einfach zur Ruhe kommen …
Die Patchwork-Familie Minasyan/Karapetyan sucht ein festes Zuhause
ARMENIEN – Geghetsik Minasyan (32) hat sich vor einigen Tagen an Diaconia gewandt. Sie bat uns, ihrer Familie in Not zu helfen.

Ihre Familie, das sind 7 Personen: Minasyan Geghetsik, ihr Ehemann Arsen Karapetyan (37) und 5 Kinder: Lusine (11), Lilit (10), Elen (5), Gayane (1) und Hripsime (3 Monate). Drei dieser hübschen Kinder stammen aus ihrer ersten Ehe. Ihr ehemaliger Ehemann verliess vor fünf Jahren einfach die Familie, sodass sich Geghestik mit ihren Kindern auf der Strasse wiederfand: ohne ein Dach über dem Kopf, hungrig und durstig. Geghetsik hat keine Verwandten oder Freunde. Hilfe hat sie nie bekommen. Draussen lebte sie lange Zeit mit ihren kleinen Kindern in einer kalten Garage. Wie das Leben so spielt, lernte sie ihren jetzigen zweiten Ehemann kennen, den sie 2015 heiratete. Mit ihm und ihren Kindern lebt sie jetzt zur Miete in einem Haus in Armavir, das monatlich 50 Franken kostet. Das Haus ist alles andere als gemütlich. Die 7-köpfige Familie teilt sich zwei Schlafzimmer, ein Bad gibt es nicht, die Küche ist klein und heruntergekommen. Geghetsiks Ehemann, Arsen, ist schwerbehindert und leidet seit seiner Geburt an einer schweren Sehstörung. Er hat keine feste Arbeit und betätigt sich lediglich 3 bis 4 Mal im Monat in der Landwirtschaft. Die Stimmung ist derzeit bei allen Familienmitgliedern sehr gedrückt. Sie sind erschöpft, denn der nächste Schicksalsschlag hat bereits an die Tür geklopft: Das Haus, in dem sie leben, steht zum Verkauf, was bedeutet, dass sie jederzeit plötzlich obdachlos sein könnten. Geghetsik fürchtet sich, denn sie weiss, was auf sie zukommt: Zurück zu dem Leben, das sie geführt hat, bevor ihr zweiter Ehemann ihren Weg kreuzte.

Voller Sorgen und oft von Hunger geplagt.
Der Gedanke an Hunger und Obdachlosigkeit ist einfach unerträglich. Lusine und Lilit leiden ebenfalls an einer Sehschwäche. Sie tragen eine Brille und haben oftmals mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Wer selbst Kinder hat, weiss, wie schmerzhaft es ist, wenn man als Eltern machtlos dasteht und nichts für sie tun kann. Das einzige Einkommen der Familie ist die Familienbeihilfe in Höhe von 110 Franken und die Schwerbehindertenrente des Ehemannes von 53 Franken. Hiermit kann sie gerade einmal die Miete, die Energiekosten und einige Medikamente finanzieren. Für Nahrungsmittel bleibt nichts mehr übrig. So quälen sich Eltern und Kinder hungrig durch schlaflose Nächte. So schnell geben die sieben allerdings nicht auf. Der Glaube gibt ihnen Kraft: Sie beten und hoffen jeden Tag, dass sich alles zum Guten wendet. Mit einem Beitrag zur Miete und für Lebensmittel wäre der Familie bereits sehr geholfen.

Helfen Sie mit, Familie Minasyan/Karapetyan von ihren Sorgen zu befreien und die dringend benötigten 2 200 Franken zusammenzubekommen.

Projekt Nr. 3966 – "Sorgenfreies Leben"

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Kein Platz für Träume
Alltag einer Familie in Armenien: Armut, Hunger und beengte Wohnverhältnisse
ARMENIEN – Die Poghosyans sind eine Grossfamilie und leben in Armawir, einer Stadt in Armenien. Insgesamt leben 8 Personen unter einem Dach: die Grosseltern Grigor (73) und Vardush (67), die Eltern Armen Poghosyan (44) und Kristine (38), die Kinder Grigor (18), Anna (15), Arman (11) und das Nesthäkchen, Astghik (8). Die Familie ist mit vier Kindern gesegnet, jedoch hat jedes Familienmitglied seine eigenen Probleme und Schwierigkeiten.

Jeder kämpft mit gesundheitlichen Pro-blemen. Niemand lächelt, keiner von ihnen erinnert sich überhaupt daran, wann er das letzte Mal glücklich war. Familie Poghosyan lebt seit vielen Jahren in einem nur zur Hälfte fertigerstellten Haus, das dem Oberhaupt, dem Grossvater gehört. Ein Badezimmer mit einer Badewanne und eine Küche sind ein lang gehegter Traum, denn beides fehlt im Haus. Die Küchenutensilien werden auf dem Boden abgestellt, denn ein Schrank ist nicht vorhanden. Acht Personen teilen sich ein Zimmer.

Eine kleine abgetrennte Nische dient den Grosseltern als Schlafzimmer. Die anderen Familienmitglieder schlafen entweder auf dem Fussboden oder auf dem Sofa, das sie auf Kredit gekauft und aufgrund der prekären Lage noch immer nicht abbezahlt haben. „Luxusartikel“, wie beispielsweise einen Fernseher, können sie sich nicht leisten. Mit grosser Mühe haben sich die Poghosyans einen Kühlschrank angeschafft. Auch hierfür mussten sie ein Darlehen aufnehmen, das sie noch nicht zurückbezahlt haben. Nun sitzt ihnen deswegen die Bank im Nacken. Betten und Bettwäsche, kurzum Dinge, die für uns alltäglich sind, fehlen hier. Keines der Familienmitglieder geht einer geregelten Arbeit nach.

Trostlose Lebensumstände.
Der Grossvater ist alt und krank, ebenso der Familienvater. Armen leidet an Wirbelsäulenproblemen und kann keiner körperlichen Arbeit nachgehen. Um seiner Familie irgendwie zu helfen, geht er jedoch nachts durch die Strassen und sammelt Flaschen aus den Abfalleimern. Armens Tochter Anna hat schwerwiegende gesundheitliche Probleme. Ihre Nieren und ihr Magen funktionieren nicht so, wie sie eigentlich sollten.

Eigentlich bräuchte sie vernünftige Therapien und zahlreiche Medikamente, jedoch bekommt sie keinerlei Hilfe. Es ist einfach kein Geld da. Armens Frau Kristine hat ebenso seit Längerem Nierenprobleme sowie Schwierigkeiten mit den Beinen und der Sehkraft. Wie auch ihre Tochter, erhält sie keine Behandlung. Die Lage der Familie ist bitterernst. Hunger ist an der Tagesordnung. Und die Nächte sind unendlich lang, wenn der Magen knurrt und die Sorgen einem den Schlaf rauben. Die Kinder sehnen sich danach, eines Tages ohne Sorgen und Krankheit mit ihrer Familie glücklich sein zu können, doch sie haben die Hoffnung schon längst aufgegeben.

Wir möchten der Familie bei ihren gesundheitlichen Problemen helfen, sowie für bessere Lebensumstände sorgen. Sie braucht dringend unsere Hilfe.

Um diese Familie zu unterstützen, benötigen wir 3 200 Franken. Danke für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3967 – "Familienhilfe Poghosyan"

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