DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk


DIACONIA-REPORTs ARCHIV 
Ausgabe Nr. 11 | November 2021 | Erscheint monatlich | 41. Jhg.

EDITORIAL
Wie Gott praktisch hilft
Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25,40
Liebe Spenderin, lieber Spender

Jesus spricht in der Bibel davon, wie wichtig es ist, den Bedürfnissen der Menschen zu begegnen. Im Matthäusevangelium erklärte er, wenn wir den Hungrigen zu essen oder den Durstigen zu trinken geben, den Armen Kleider schenken und die Kranken pflegen, dann sei das, als täten wir es für ihn. Er hat uns gezeigt, wie wir die gute Nachricht ganz praktisch und einzigartig weitergeben können. Sobald die Menschen Gottes Liebe in Wirklichkeit erfahren, fällt es ihnen leichter, der Botschaft seiner Liebe zu glauben. Es kann mit einer Kleinigkeit anfangen, wie zum Beispiel jemanden zu umarmen, der sich ungeliebt fühlt.

Diaconia zu unterstützen bedeutet, den Kranken, Durstigen und Hungrigen zu begegnen, sie zu trösten, ihnen Hoffnung zuzusprechen und ein Stück Weg mit ihnen zu gehen. Als Spenderin und Spender ist Ihnen dies wegen der grossen Distanz nicht direkt möglich. Durch Ihre treue Unterstützung, Ihre Fürbitten und Ihre Verbundenheit zu unserem Werk helfen Sie Bedürftigen jedoch sehr wirkungsvoll, ein Leben mit Zukunft und Hoffnung zu führen. Die ermutigenden Berichte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ländern bezeugen dies eindrücklich. Dürfen wir Sie auch in dieser Ausgabe wieder auf unsere nachhaltigen Hilfsprojekte aufmerksam machen?

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen Gottes praktische Hilfe in die Länder hinauszutragen.

Mit herzlichen Segenswünschen

Stephan Schneider
Geschäftsführer
Diaconia Internationale Hilfe


JETZT SPENDEN

Unsere Hilfe kann Grosses bewirken
Der 9 Monate alte Răzvan hat Lungenprobleme und Flüssigkeit im Gehirn
Rumänien – Der kleine Junge wurde schon in der 27. Schwangerschaftswoche als Frühchen geboren. Bereits im Krankenhaus stellten die Ärzte Probleme mit seiner Lunge, verbunden mit Atemnot, fest.

Răzvans Mutter Anca (42) besuchte nur sechs Jahre lang die Schule und hatte nie eine Arbeit mit Vertrag. Ihr erster Mann war gewalttätig und die Ehe wurde deshalb geschieden.

Anca lernte später den heute 53-jährigen Radu kennen, mit dem sie Răzvan und zwei weitere Kinder bekommen hat. Er hat vor ein paar Jahren einen Herzinfarkt überlebt und gegenwärtig plagen ihn Schmerzen in den Beinen. Weil er Analphabet ist und gesundheitliche Probleme hat, findet er keine feste Arbeitsstelle. Er geht aber oft in den Wald, um Brennholz zu suchen. In der kleinen Hütte, in der die Familie jetzt wohnt, existiert weder eine Wasserzuleitung, noch gibt es Stromanschluss.

Als Răzvan 3 Monate alt war, stellten die Ärzte die Diagnose „Wasserkopf“ (Flüssigkeitsansammlung in Kammern des Gehirns). Das war ein Schock für Anca und Radu, denn sie hatten nicht mit einem weiteren Gesundheitsproblem gerechnet.

Răzvan... Neugierige Augen erkunden die Umgebung.
Die Eltern kamen erneut an ihre finanziellen Grenzen. Sie haben kein Geld, um die regelmässigen Fahrten von ihrem Dorf ins Krankenhaus zu bezahlen. Auch für Windeln und Milchpulver für den kleinen Răzvan fehlen die finanziellen Mittel. Anca holt sich Lebensmittel auf Kredit in einem nahegelegenen Laden.

Sie bezahlt, wann immer sie etwas Geld hat, einen Teil der Schulden ab, hat aber keine Chance je einmal schuldenfrei zu werden.

Anca kam weinend zu Diaconia und bat um Hilfe für ihren kleinen Jungen. Nebst Trost und Anteilnahme benötigt die Familie unbedingt diverse Hilfsgüter und Medikamente.

Wir wollen für die vom Arzt verschriebenen Arzneimittel und für die Krankenhausfahrten nach Braşov aufkommen sowie auch für Windeln und Milchpulver. Die Familie braucht dringend einen guten Ofen, Brennholz und eine handbetriebene Waschmaschine. Ein Betrag von 3 500 Franken würde der Familie aus ihren gröbsten Schwierigkeiten heraushelfen. Sollten mehr Spenden eingehen, könnte das Häuschen auch an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen werden. Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe.

Projekt Nr. 4127 – "Nothilfe für den kleinen Răzvan"


Ein Hochspannungsmast direkt an der Gartenmauer
Wir möchten die Familie vor gesundheitlichen Schäden bewahren
Moldawien – Silvia Florea lebt zusammen mit ihrem Mann, ihrem pensionierten Vater und ihren vier Kindern in einem Haus am Stadtrand.

Ein Hochspannungsmast direkt an der Gartenmauer.
Da Silvias Mann keine Arbeit in Moldawien findet, geht er jeweils für ein halbes Jahr nach Russland. Dort arbeitet er für sehr wenig Geld bei einem Autoservice. Aber sein Pflichtbewusstsein, seine Familie versorgen zu können, ist so gross, dass er all die Strapazen auf sich nimmt und sich jährlich für mehrere Monate von seinen Liebsten verabschiedet. Silvia hat eine Stelle als Kindergärtnerin, bei der sie monatlich nur gerade 150 Franken verdient. Mit diesem Lohn kann sie ihren Kindern, wenn sie hungrig von der Schule kommen, nicht regelmässig eine warme Mahlzeit zubereiten.

Florea setzt sich für ihre Kinder ein.
Silvias Vater ist ihr eine Hilfe, indem er laufend kleine Reparaturen und Renovierungsarbeiten am Haus vornimmt, denn es ist sehr alt. Das Badezimmer müsste saniert und die Fenster ersetzt werden, damit der Wind und die Kälte nicht mehr ins Innere dringen. Eine grosse Gefahr birgt ein Hochspannungsmast, der sich direkt an der Mauer des Grundstückes befindet.

Die Kinder warten sehnlichst auf ihren Vater.
Er ist einsturzgefährdet und könnte die schützende alte Mauer mit Leichtigkeit zerstören und sehr gefährlich für die spielenden Kinder werden. Ausserdem haben die Starkstromleitungen negative Auswirkungen für Mensch und Tier. Für die Versetzung des Mastes verlangt die Gemeinde von Familie Florea 300 Franken. Doch sie hat kaum genug, um sich Lebensmittel zu kaufen und die Nebenkosten zu decken und das, obwohl sie alle arbeiten.

Es gibt für den Grossvater noch viel zu tun.
Silvia erzählte uns verzweifelt, dass sie nicht wisse, wie sie den nächsten Winter überstehen können. Am meisten sorgt sie sich um das Wohl ihrer Kinder. Ihre Worte haben uns berührt und so wollen wir dieser Familie gemeinsam helfen. Die Mauer soll neu gebaut und der viel zu nahestehende Mast versetzt werden, damit niemand mehr in Gefahr ist. Ausserdem sollen neue Fenster eingebaut werden, um die Familie vor Wind und Kälte zu schützen. Für den kalten Winter decken wir die Kinder mit warmen Kleidern und Schuhen ein. Um dieses Projekt zu realisieren, sind wir auf 4 000 Franken angewiesen. Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen etwas zu bewirken. Schon mit wenig können wir viel für Familie Florea tun und ihr eine Chance auf bessere Lebensumstände geben. Vielen Dank.

Projekt Nr. 4128 – "Bessere Lebensumstände für Familie Florea"


Das Leben ist ein Kampf
Und wir wollen Menschen bei diesem Kampf helfen
Armenien – Geghetsik Avagyan (36) lebt mit ihren vier Kindern in der Stadt Abovyan im Gebiet Kotayk. Sie hatte eine unglückliche Kindheit.

Als sie 6 Jahre alt war, brachten ihre Eltern sie in ein Waisenhaus. Sie fühlte sich verlassen und konnte sich nur schwer an die neue Umgebung anpassen. Als Teenager begann sie, ihre Eltern, die ihr keine Liebe schenkten, zu hassen. Die Zeit im Kinderheim war schwer und sie hatte keine Zukunftsaussichten.

Geghetsik beschützt ihre Kinder vor Leid.
Geghetsik wünschte sich schon immer eine eigene Familie. Im Jahr 2007 lernte sie dann einen jungen Mann kennen, den sie heiratete und mit dem sie eine Familie gründete. Sie hat vier Kinder zur Welt gebracht: Kima (13), Nver (12) und die Zwillinge Narek und Nerses (6). Die Mutter erzieht ihre Kinder mit Liebe und lässt es nicht zu, dass ihnen ein Leid wie das ihre geschieht.

Nver und Nerses sind glücklich ...
Die Familie lebte gemeinsam in einer Unterkunft, die Geghetsik als Waisenhauskind vom Staat zur Verfügung gestellt wurde. Doch im Jahre 2016 verliess ihr Ehemann die Familie, ohne sich je wieder einmal gemeldet zu haben.

... über ihre neuen Turnschuhe.
Eine schwierige Zeit begann für Geghetsik. Denn nebst ihren gesundheitlichen Problemen (Venenleiden und sich wiederholende Halsinfekte) musste sie nun auch noch ihre vier Kinder alleine aufziehen. Während dieser Zeit hatte ihre Tochter einen Nervenzusammenbruch und muss jetzt Medikamente einnehmen. Obwohl ihre Wohnung mit einer Gasheizung ausgestattet ist, kann die Familie diese nicht nutzen, da sie die Gaskosten nicht bezahlen kann. Nver sucht deshalb in den Wintermonaten in Mülltonnen nach Brennbarem, um damit in einem Metallbehälter den Wohnraum etwas zu erwärmen.

Um ihren Kindern das gleiche Schicksal zu ersparen, das ihr widerfahren ist, hat uns Geghetsik um Unterstützung gebeten. Diese wollen wir ihr auch bieten. Wir möchten im Winter die Heizkosten übernehmen und die Familie mit Lebensmitteln und warmer Kleidung ausstatten. Dafür benötigen wir 2 100 Franken.

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Mithilfe.

Projekt Nr. 4129 – "Das Leben ist ein Kampf"


Etwas Privatsphäre für Robert und Ana-Maria Ion
Liebevoll kümmert sich die Familie um den kranken Grossvater.
Rumänien – Robert (35) und Ana-Maria (32) sind seit 8 Jahren miteinander verheiratet. Gemeinsam erfreuen sie sich an ihren beiden Kindern: Lucas (6) und Caroline (1).

Robert kommt aus dem Landkreis Buzău und stammt aus schwierigen Familienverhältnissen. Seine Eltern konnten dem Alkohol nur schwer widerstehen, was sich negativ auf seine Kindheit auswirkte.

So lernte der Junge nicht, angemessen mit seinen Misserfolgen und Unzulänglichkeiten umzugehen. Als sich seine Eltern aufgrund endloser Streitigkeiten und Konflikten scheiden liessen, musste er mit 19 Jahren sein Leben selbst in die Hand nehmen und für seinen Lebensunterhalt aufkommen.

Ana-Maria stammt hingegen aus einer wohlbehüteten Familie. Doch auch sie bekam zusammen mit ihrer Schwester die Armut zu spüren. Die Eltern arbeiteten hart, um das Überleben ihrer Familie zu gewährleisten, hatten aber immer einen freundlichen Umgang zueinander.

Liebevoll kümmert sich die Familie um den kranken Grossvater.
Nach ihrer Heirat zogen sie in eine Mietwohnung, wo sie 8 Jahre lang wohnten. Vor einiger Zeit verstarb Ana-Marias Mutter und die junge Familie sah sich mit der Betreuung des verbliebenen kranken und pflegebedürftigen Vaters konfrontiert.

So zog die Familie in die Wohnung von Ana-Marias Vater ein und übernahm diese grosse Herausforderung. Doch für die Familie bedeutet dies, dass sie keine Privatsphäre mehr hat.

Gerne möchten wir ihr ein Haus oder eine Wohnung in Aussicht stellen, in der sowohl die Betreuung des Vaters möglich wäre als auch genügend Raum für ein familiäres Zusammenleben.

Dafür benötigen wir mindestens 5 000 Franken, um dieses Bauvorhaben zu realisieren, damit beiden Parteien ein unkompliziertes Zusammenleben ermöglicht werden kann.

Gerne laden wir Sie ein, für diese Familie zu spenden.

Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 4130 – "Ein Haus für Familie Ion"


Wir helfen Kindern beim Wiedereinstieg in die Schule
40 % aller Schüler haben keine Möglichkeit, am Onlineunterricht teilzunehmen
Rumänien – Für die Kinder beginnt jetzt ein neues Schuljahr, das für viele grosse Herausforderungen mit sich bringt.

Während der Covid-19-Pandemie gab es in Rumänien Onlineunterricht.

Jedoch konnten 40 % der Schüler nicht daran teilnehmen, weil sie in benachteiligten Verhältnissen leben. Die meisten von ihnen haben den Kontakt zur Schule in diesem Jahr komplett verloren.

Die Erfahrung zeigt, dass jedes verlorene Schuljahr die Chance auf einen Wiedereintritt verringert. Dabei ist Bildung die einzige Aussicht für diese Kinder, aus dem Kreislauf der Hilflosigkeit und der extremen Armut herauszukommen.

Im Kinderbildungszentrum wollen wir jedem Kind die Chance auf eine Ausbildung geben. Durch unsere Programme ermöglichen wir in jedem Jahr 70 Kindern den Schulbesuch, damit sie eine solide Grundlage für die Zukunft haben.

Der Bedarf ist gross und durch die Pandemie noch grösser geworden. Doch gemeinsam mit Ihnen können wir helfen. Um den Kindern die notwendige pädagogische, finanzielle und materielle Unterstützung zukommen zu lassen, brauchen wir Ihr Engagement!

Mit je 150 Franken monatlich können wir weitere Kinder in unser Programm aufnehmen und sie auf ihre eigene Zukunft vorbereiten.

Geanina wird zur Schule gehen können – ein Wunsch, den sie schon immer hatte. Corina wird jeden Tag eine warme Mahlzeit essen können – das wäre ein grosses Geschenk für sie. Mihai wird mit anderen Kindern im KiBiZ Fussball spielen können – und alle zusammen werden bessere Zukunftsaussichten haben, weil sich jemand um sie kümmert.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 3750 – "Kinderbildungszentrum KiBiZ"


Wenn Feuer alles zerstört
Wir ermöglichen den Wiederaufbau und einen Neubeginn für die Familie
Moldawien – Familie Leonti erlebte eine grosse Tragödie. Ihr Haus fing Feuer und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Zusammen mit ihrem Zuhause verbrannten auch all ihre materiellen Güter, ihre Dokumente und ihr Geld.

Alesia zeigt uns ihre verbliebenen Habseligkeiten.
Unterdessen haben die Nachbarn der Familie ein Zimmer in ihrer baufälligen Hütte zur Verfügung gestellt. Nun leben die Eltern mit ihren drei Kindern in diesem 25 m2 grossen Raum, mit nur zwei Betten. Als wir sie eines Abends besuchten, war nur Mutter Alesia zu Hause – der Vater Dimitri war noch auf der Arbeit. Die drei Kinder durften für einige Wochen zu ihren Grosseltern, um unbeschwerte Ferien geniessen zu können. Auch Alesia ist berufstätig. Sie arbeitet als Köchin und verdient monatlich 300 Franken.

Hier wütete der Brand.
Obwohl beide Elternteile erwerbstätig sind, ist der Verlust, der durch den Brand entstanden ist, für die beiden unmöglich zu bewältigen. Sie leiden stark unter den Folgen und es fehlt ihnen an Geld, Lebensmitteln und Kleidung. Auch die aktuelle Abwesenheit der Kinder bedrückt die Eltern schmerzlich. „Ich vermisse sie und möchte sie bei mir haben, aber ich weiss nicht, wie wir unsere Kinder unter solch unmenschlichen Bedingungen grossziehen können“, erzählte Alesia uns.

Als wir Alesia gefragt haben, wie wir am besten helfen können, hat sie gewünscht, dass wir uns nur um das Wohl der Kinder kümmern. Diese aufopferungsvolle Bitte wollen wir erfüllen und ihnen Winterkleider, Schulsachen und Vorräte für den Winter geben. Wir haben aber auch beschlossen, dass wir in den Wiederaufbau des Hauses investieren, damit alle so bald als möglich wieder vereint sein können.

Mit einer Summe von 6 000 Franken wollen wir Familie Leonti bei diesem Bauvorhaben behilflich sein und ihr einen Neuanfang ermöglichen.

Vielen Dank, dass auch Sie mithelfen.

Projekt Nr. 4131 – "Wiederaufbau"


„Hast du etwas zu essen mitgebracht?“
Beschenken wir Familie Chakhoyan mit Nahrung und Betten
Armenien – Die Familie, über die wir hier berichten, war die letzten Jahre auf der Suche nach einer Unterkunft.

Sie fand Notunterschlupf in Kellerräumen, Garagen und Baracken. Nun hat Familie Chakhoyan endlich eine feste Bleibe in Jerewan gefunden. Die alleinerziehende Naira (43) lebt jetzt mit ihren zwei Kindern, Sirvard (8) und Robert (5), für 100 Franken in einem Wohnheim zur Miete.

Beschenken wir Familie Chakhoyan mit Nahrung und Betten.
In dem Haus leben noch weitere Familien, mit denen sie das Bad teilen. In ihrer Wohnung gibt es einen Gasherd, einen Tisch und ein Sofa, auf dem die Kinder schlafen. Die Mutter muss auf dem Fussboden übernachten. Naira hatte nie die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen, und findet deshalb auch keinen festen Job. Da ihr erster Ehemann verstorben ist und ihr zweiter sie verlassen hat, muss sie selbst für die Kinder aufkommen. Die Mutter verdient etwas Geld mit Reinigungsarbeiten – damit kann sie Sirvard und Robert mit dem Nötigsten versorgen.

Diese Waschgelegenheit teilen sie mit ihren Mitbewohnern.
Als wir Naira und ihre Kinder besuchten, kam der schmale Junge angerannt, umarmte einen unserer Mitarbeiter und fragte: „Hast du etwas zu essen mitgebracht?“ Es war schmerzhaft mitanzusehen, wie der kleine Robert um Essen bitten musste, weil der Hunger ihn plagte. Er realisiert mit seinen 5 Jahren bereits, was Armut bedeutet.

Hier wollen wir eingreifen und diese Familie unterstützen. Aktuell ist es vor allem wichtig, sie mit Betten auszustatten und längerfristig mit Lebensmitteln einzudecken. Um diese ersten Schritte in Angriff zu nehmen, benötigen wir 2 400 Franken. Herzlichen Dank für Ihre Spenden.

Projekt Nr. 4132 – "Grundbedürfnisse für Chakhoyans"


Narines Hilferuf hat uns erreicht
Mit vereinten Kräften finden wir eine Lösung
Armenien – Narine Petrosyan (33) lebt seit 12 Jahren mit ihrer Mutter Anahit (58) und ihren beiden Söhnen Hayk (16) und Yura (12) zusammen. Sie hat sich hilfesuchend an Diaconia gewandt und uns aus ihrem Leben erzählt.

Vor zwölf Jahren, als Yura zwei Monate alt war, warf Narines Ehemann sie aus dem Haus und ging ins Ausland. Seit seiner Abreise hat er seiner Familie in keiner Weise mehr geholfen. Narine verbrachte die ersten Nächte mit ihren kleinen Söhnen im Freien, bevor sie gemeinsam mit ihrer Mutter eine Mietwohnung fand.

Die vier sind sehr verbunden miteinander.
Hayk hat eine Augenkrankheit (Glaukom). Mit dem einen Auge sieht er sehr schlecht und auf dem anderen ist er völlig erblindet. All das hindert den Jungen jedoch nicht daran zu arbeiten. Zurzeit ist er bei der örtlichen Müllabfuhr tätig und verdient dabei etwas Geld. Wegen seiner Krankheit erhält die Familie eine Rente von 54 Franken monatlich.

Yura hat die Schule wegen den Spätfolgen eines Unfalls abgebrochen. Er stürzte im Alter von 2 Jahren beim Spielen von einer hohen Mauer, während sich Narine auf der Arbeit befand und sein Bruder ihn für einen Moment aus den Augen liess. Die Ärzte diagnostizierten ein Hirnhämatom.

Für ihre beiden Knaben will Narine immer da sein.
Nach einer komplizierten Operation gelang es ihnen, Yuras Leben zu retten. Seither leidet der Junge jedoch an einer Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit. Narine verdient bei einem Bauer in der Nachbarschaft ein wenig Geld mit Saisonarbeiten. Sie pflückt Himbeeren und hilft bei den Feldarbeiten mit. Während unseres Besuchs vernahmen wir von ihr, dass sie herzkrank sei. Sie werde jedoch bis zum letzten Atemzug weiterarbeiten und sich so gut wie möglich um die Kinder kümmern. Sie bat Diaconia um finanzielle Hilfe bei der Wohnungsmiete und um Lebensmittel, damit sie für ihre beiden Söhne das so ersparte Geld für Medikamente und Abklärungen einsetzen kann.

Sehr gerne gehen wir auf diese Bitte ein und übernehmen für mindestens ein Jahr ihre Mietkosten. Zusätzlich schenken wir der Familie Kleider und Lebensmittel.

Um auf Narines Wunsch einzugehen, benötigen wir 1 700 Franken.

Projekt Nr. 4133 – "Narines Hilferuf"


Auszug aus dem Hühnerstall
Helfen wir dem Ehepaar, ihre schwierige Vergangenheit hinter sich zu lassen
RUMÄNIEN – Helfen wir dem Ehepaar, seine schwierige Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Alexandru (38) und Oana Dăneț (36) sind seit 18 Jahren verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder, die 13-jährige Iasmin und den 9-jährigen Sebastian. Alexandru stammt aus einer Problemfamilie. Als er 12 Jahre alt war, begann sein Vater Alkohol zu trinken und sein ganzes Geld zu verspielen. Er verlor die Kontrolle über seine Sucht und wurde schlussendlich aus der Wohnung geworfen. Dies führte zu einem gewaltvollen Streit, bei dem die Mutter ums Leben kam. Der Vater kam danach für lange Zeit ins Gefängnis.

Dieses Heim könnte ihr Eigen werden.
Durch dieses schwerwiegende Ereignis erlitt Alexandru einen grossen Schock und bekam eine Kommunikationsblockade. Er konnte die zwei darauffolgenden Jahre nicht sprechen und musste deshalb auch zwei Mal dasselbe Schuljahr wiederholen. Danach wurde er in einer Hilfsschule untergebracht. Dort hatte Alexandru einen verständnisvollen Lehrer, der ihn aufbaute und dazu brachte, einen Beruf zu erlernen.

In dieser Zeit fand Alexandru in einer Kirche Anschluss. Der mitfühlende Pastor erkannte seine Situation und begann, in ihn zu investieren. Mit Gottes Hilfe und einem unterstützenden Umfeld schaffte er es, all seine Blockaden zu überwinden und zu verarbeiten.

Hoffnungsvolle Blicke...
In dieser Kirche lernte Alexandru auch seine zukünftige Frau Oana kennen. Sie stammt aus einer 9-köpfigen armen, aber harmonischen Familie. Ihre Kindheit wurde stark geprägt von Mangel an Nahrung und Kleidung. Alexandru und Oana heirateten im Alter von 20 und 18 Jahren. Sie waren zwei junge Menschen, die trotz ihrer schwierigen Vergangenheit beschlossen, ein gemeinsames Leben aufzubauen. Sie zogen für zwei Jahre in eine Mietwohnung. Die Miete war aber zu hoch für sie, so mussten sie bald wieder ausziehen. Bei ihren Grosseltern fingen sie an, den Hühnerstall umzubauen. Dort richteten sie auf einer Fläche von nur 30 m2 zwei Zimmer, ein Bad und eine Küche ein, wo sie 16 Jahre lang lebten.

Auf der Suche nach etwas Geeignetem sind wir auf ein Haus gestossen, das Diaconia für 5 000 Franken erwerben könnte. Dieses Eigenheim, in dem die Familie bereits in Miete wohnt, wäre eine unglaubliche Gebetserhörung und würde ihre Lebensumstände erheblich verbessern.

Wir bedanken uns für Ihre finanzielle Unterstützung.

Projekt Nr. 4134 – "Eigenheim statt Hühnerstall"


Drei Generationen teilen sich denselben Wohnraum
Dies möchten wir gemeinsam verändern
Armenien – Vor einigen Tagen besuchten wir eine Familie in der Stadt Armawir. Sie lebte seit 2001 in Bergkarabach und ist nach dem Tod des Grossvaters im Jahr 2006 nach Armawir in ein kleines Haus umgezogen.

Seither leben 6 Personen aus drei Generationen auf engstem Raum: die Grossmutter Larisa Sargsyan (60), die Söhne Ashot (39) und Aram (37) mit seiner Frau Mariam (36) und den zwei minderjährigen Kindern, Samson (14) und Larisa (10). Das kleine Haus, in dem diese Familie lebt, gehört ihnen nicht. Sie haben es gemietet und wissen nicht, wann sie wieder ausziehen müssen.

Für die drei Generationen steht nur ein Zimmer mit einem Bett sowie ein kleines Wohnzimmer, welches sie sich abwechselnd teilen, zur Verfügung. Meist dürfen die Kinder im Bett schlafen, während die Erwachsenen auf dem Fussboden die Nacht verbringen.

Drei Generationen teilen sich denselben Wohnraum.
Im Jahr 2016 versuchte Aram mit seiner Familie sein Glück in Russland, um die kranke Mutter finanziell besser unterstützen zu können. Als er jedoch von ihrem schweren Krankheitsverlauf vernahm, kehrte er nach Armenien zurück. Die engen Wohnverhältnisse und nicht zu wissen, wann ihnen gekündigt wird, belastet die Familienmitglieder sehr.

Aram, der gerade erst aus Russland zurückgekehrt ist, ist auf Arbeitssuche. Bis er eine feste Anstellung hat, wollen wir diese Familie unterstützen. Unser Ziel ist es ausserdem, der Familie eigene vier Wände mit Bad und Toilette sowie genügend Platz für alle sechs Mitglieder zu kaufen. Jeder soll im eigenen Bett schlafen können. Für dieses Unterfangen sammeln wir 4 000 Franken.

Herzlichen Dank für Ihre tatkräftige Unterstützung.

Projekt Nr. 4135 – "Ein Haus für Sargsyans"


Neuer zuständiger Mitarbeiter für Moldawien
Liebe Leser,
Mein Name ist Ion. Aber die meisten Leute nennen mich John.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Chişinău in Moldawien. Moldawien ist ein sehr schönes Land. Es wird in der ganzen Welt für den fruchtbaren Boden, die malerischen Landschaften und die sehr freundlichen Menschen geschätzt.

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die sich kaum auf den Beinen halten konnte. Nach meiner Geburt arbeitete meine Mutter nicht mehr, sondern widmete sich ganz meiner Erziehung und der Haushaltsführung. Sie liebte mich sehr. Es war schwierig für sie, schwanger zu werden. Die Ärzte sagten ihr unzählige Male, dass sie niemals Kinder bekommen könne. Als sie dann mit mir schwanger wurde, sah sie dies als ein Wunder Gottes an, als eine Antwort auf ihre Gebete.

Meine Mutter wuchs mit fünf Geschwistern auf. Sie hatte eine schreckliche Kindheit mit einem alkoholkranken Vater, der sein ganzes Geld für sich selbst ausgab. Zusammen mit ihren Brüdern mussten sie jedes Mal von zu Hause weglaufen, wenn der Vater betrunken war, weil sie sonst von ihm geschlagen wurden. Im Winter mussten sie die Kleider und Schuhe teilen, um die Schule besuchen zu können. Meine Mutter war eine sehr fleissige Schülerin und hatte einen guten Schulabschluss, konnte aber nicht studieren, weil sie nicht genug Geld für die Fahrt in die Hauptstadt hatte. Damit hatte sie die Hoffnung, in ihrem Leben beruflich noch etwas zu erreichen, aufgegeben. Trotz aller Schwierigkeiten investierte sie ihre ganze Aufmerksamkeit in meine Erziehung und wollte mir eine Chance im Leben geben.

Mein Vater hatte acht Geschwister. Auch er hatte keine Möglichkeit, zu studieren. Als ich bereits auf der Welt war, entschied er sich, im Ausland zu arbeiten, weil der Lohn in der Republik Moldau viel zu klein war. Aber auch bei diesem Arbeitgeber erhielt er sein Gehalt zu spät oder sogar gar nicht. So gab es Monate, in denen mein Vater nicht einmal 100 Franken an uns überweisen konnte, mit denen wir überleben mussten. Ich erinnere mich, dass wir uns ein 20 m2 grosses Zimmer mit zwei anderen Familien teilten, mehr konnten wir uns nicht leisten.

Als ich klein war, verstand ich nicht, warum meine Mutter mir kein Spielzeug kaufen konnte, während andere Kinder ganze Zimmer voll davon hatten. Ich verstand nicht, warum ich immer die abgetragenen Kleider von meinen älteren Cousins tragen musste.

Die Antwort war einfach: Wir waren arm. Oft hatten wir nur Geld für Brot.

Ich musste schon früh anfangen, in den Schulferien zu arbeiten. Im Alter von 13 Jahren begann ich, in einem verlassenen Obstgarten Kirschen zu pflücken. Und das morgens bis abends. Im Alter von 14 Jahren habe ich dann angefangen, Brennholz für die Nachbarn zu hacken. Und mit 15 Jahren arbeitete ich die ganzen Sommerferien über in einer Gardinenfabrik. Danach habe ich fast 3 Jahre lang als Kellner bei festlichen Anlässen gearbeitet. Ich arbeitete jeden Tag nach der Schule manchmal bis 3 Uhr morgens und an den Wochenenden bis zu 18 Stunden lang. Es war eine sehr intensive Zeit für mich, denn meine Eltern liessen sich scheiden und meine Mutter war krank. Sie wurde erfolglos operiert. Aufgrund eines Arztfehlers stand sie kurz vor dem Tod und brauchte zwei weitere Operationen, um noch eine Überlebenschance zu haben. Glücklicherweise war ich zu dieser Zeit nicht allein auf mich gestellt, sondern erhielt finanzielle Unterstützung von meiner Tante. Damals habe ich gespürt, wie schwer die Last der Verantwortung sein kann. Es war nicht leicht, mit 17 Jahren Schule, Arbeit, Krankenhaus und Hausarbeit unter einen Hut zu bringen.

Aber die ganze Zeit über hatte Gott einen grösseren Plan mit mir. Obwohl ich damals noch nicht gläubig war, bin ich jetzt, wenn ich zurückblicke, erstaunt, wie zielgerichtet er mich geführt und mich auf das Leben vorbereitet hat.

Ich hatte keine ideale Kindheit, aber ich hatte immer jemanden um mich herum, der mir geholfen hat: Mutter, Vater, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen, manchmal Nachbarn, Freunde und auch Fremde, die mir die Hand gereicht haben. Jetzt weiss ich, dass hinter jedem Menschen Gott stand. Gott, der mich liebt und durch Menschen wirkt!

Jetzt habe ich die Chance, eine helfende Hand für diejenigen zu sein, die meine Hilfe benötigen. Ich möchte den Segen Gottes in meinem Leben nutzen, um anderen ein Segen zu sein. Danke an alle, die sich der Vision anschliessen, um Moldawien zu helfen!


PDF dieser Ausgabe hier öffnen