DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk
Ausgabe Nr. 12 | Dezember 2019 | Erscheint monatlich | 39. Jhg.
EDITORIAL
Quantensprung in der Einöde
Ich treffe in unseren Einsatzländern oft Veränderungen an, die so schnell geschehen sind, dass man nicht weiss, ob sie für die Menschen positiv oder negativ sind. Kinder unterhalten sich über videofähige Mobiltelefone, wohingegen ihre Eltern im selben Alter nicht einmal einen Festnetzanschluss besassen und die Grosseltern noch nie ein Telefon gesehen hatten. Heute hüten diese Grosseltern ihre Enkel, da die Eltern infolge der Arbeitsmigration im Ausland sind. Wir können uns vorstellen, wie schwierig die Aufgabe dieser Grosseltern ist. Ihre Schützlinge tummeln sich in der digitalen Welt, welche ihnen selbst ein grosses, unbekanntes Rätsel ist. Wie sollen sie die Kinder warnen vor den Gefahren, die im Netz lauern?

Dank Solarstrom können die Kinder nun auch abends lernen.
Kürzlich konnte in einem vergessenen, verlassenen, winzigen Dorf in den Bergen Rumäniens eine grosse Veränderung bewirkt werden durch Solarzellen auf dem Hausdach einer Familie, die dringend Hilfe brauchte.

Bei der Stromerzeugung mit Solarpanels findet der im Titel genannte Prozess statt. So kommt Licht und Strom in dieses wackelige Haus. Damit ist unsere Aufgabe jedoch noch nicht vollendet. Entscheidend ist es jetzt, wie die gewonnene Energie genutzt wird.

Strom, Licht, Computer, Smartphones können eine Hilfe sein beim Lesen, Lernen, Studieren, Kontakte knüpfen und pflegen. Diese Hilfsmittel können aber auch bedeuten, dass sich eine Spielsucht oder andere Süchte entwickeln, dass man keine Zeit mehr hat für Gespräche in der Familie. Sie fördern oft Entfremdung von der realen Umgebung und gefährden vor allem Teenager und Kinder.

Darum darf die Hilfe, die wir anbieten, nicht nur punktuell sein. Mindestens ebenso wichtig ist auch die weiterführende Betreuung der Menschen, die Hilfe erhalten haben. Auch unsere biblischen Vorbilder haben sich so verhalten, sie haben sowohl gesät als auch das Saatgut begossen und gepflegt.

Schauen wir doch einige Jahrhunderte zurück! War denn der Buchdruck eine schlechte Erfindung? Hat sich Gutenberg etwa getäuscht? Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts müssen Bücher nicht mehr mühsam von Hand, Buchstabe für Buchstabe, abgeschrieben werden, sondern sie können rasch und günstiger vervielfältigt werden. Nach diesem Paradigmenwechsel wurde auf der Welt alles viel schneller verbreitet, sowohl Gutes als auch Böses. Darum könnte man argumentieren, dass die Erfindung Gutenbergs schlecht war. Der Buchdruck war jedoch eine Chance für das Wort Gottes, zu jeder Gemeinde und mit der Zeit sogar zu jedem Haus Zugang zu haben. So wie das Licht für diese Familie, die weitab vom Stromnetz in den Bergen lebt, ein Quantensprung ist, so sind die aktuellen elektronischen Medien ein Quantensprung in der Verbreitung der Informationen. Sie bieten uns die Chance, die Bibel bis ans Ende der Welt zu verbreiten. Wir dürfen das höchste Gut auf Erden bewahren und verbreiten.

Wir müssen uns nicht fürchten vor Veränderungen, wir dürfen sie weise nutzen und fürs Gute gebrauchen.

Ich wünsche mir für dieses eine Haus in Rumänien und für viele andere Häuser in den verschiedensten Ländern, dass darin das Licht der Welt erstrahlen darf, bis in die Herzen der Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Freunde und Gönner von Diaconia: „Frohe Weihnachten und Gottes Segen!

Herzlich Ihr



Mihai Hunziker
Geschäftsführer
Hoffnungslose Kinderaugen
Ana Maria, Stefan, Luca und Alexia brauchen unsere Hilfe
RUMÄNIEN – Gemeinsam können wir die Angst aus den Köpfen der vier Geschwister vertreiben. Die Angst, nicht zu genügen, nicht klug genug und nicht wertvoll genug zu sein. Gemeinsam können wir sie ermutigen und ihnen zeigen, dass auch sie eine Schulbildung verdient haben und abschliessen können.

Ohne Bildung und Arbeit kommt die Familie Campean nicht aus der Armut heraus.
Der Vater Aron (33) ist Analphabet. Tag für Tag versucht er, Arbeit zu finden, um ein paar Lei nach Hause zu bringen. Die 28-jährige Mutter Raluca ist mit der Erziehung der vier Kinder überfordert und hat keine Möglichkeit, etwas zum Einkommen der Familie beizutragen.

Saubere Kleider von Diaconia und die liebevolle Umgebung im Diaconia-Zentrum lassen neue Hoffnung wachsen.
Die Familie wohnt in einem alten, zerfallenen Haus, welches sie von einem Verwandten geerbt hat. Leider hatte sie nie die finanziellen Mittel, um es zu renovieren. Durch die fehlende Schulbildung ist Familie Campean in extremer Armut gefangen.

Ana Maria ist mit zwölf Jahren das älteste Kind in der Familie und möchte unbedingt zur Schule gehen. Sie ist ein fragiles und scheues Kind voller Minderwertigkeitsgefühle aufgrund der familiären Situation. Sie lernt unermüdlich für die Schule und lebt in der ständigen Angst, nicht zu genügen. Sie hat eine einzige Schuluniform, die sie praktisch nie ablegt, denn andere Kleider besitzt sie fast keine. Ihre jüngeren Geschwister Stefan (7), Luca (5) und Alexia (4) sind ebenso schüchtern. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass in ihren Augen bereits jeglicher Hoffnungsschimmer erloschen ist.

Auch das Haus muss zwingend renoviert und kindergerecht beheizt werden.
Ganz dringend wäre es, die Unterkunft der Familie in einen akzeptablen Zustand zu bringen.

Zudem wollen wir die Kinder mit Kleidung, Schuhen und Nahrungsmitteln versorgen. Wenn Sie uns helfen, liebe Freunde, dürfen wir Hoffnung bringen. Mit 4 000 Franken können wir das Leben von Familie Campean grundlegend verändern. Wir bedanken uns von Herzen!

Projekt Nr. 3813 – "Hoffnungslose Kinderaugen"

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„Mama, ich habe Hunger! Gibst du mir etwas zu essen?“
Die Not ist allgegenwärtig im Haus der Familie Gacia
RUMÄNIEN – „Jeden Tag hoffe ich, dass ich meine Kinder heute nicht mit knurrendem Magen ins Bett schicken muss. Oft genug geschieht genau dies jedoch trotzdem“, erzählt Nicoleta Gacia.

Die Not ist allgegenwärtig im Haus der Familie Gacia.
Nicoleta und Florin haben vier Kinder: Ana Maria (8), Florin (6), David (5) und Marian (3). Die Familie lebt im Dorf Teliu, ungefähr 14 Kilometer von Brașov entfernt.

Für die Schule bräuchten die Kinder saubere Kleider und Schuhe – ein unüberwindbares Hindernis für Familie Gacia.
Sie wohnt in einem kleinen, verlotterten Häuschen, das Nicoleta von ihren Grosseltern geerbt hat. Obwohl das Häuschen am Dorfrand liegt, haben Florin und seine Frau es geschafft, Stromanschluss zu erhalten. Sie konnten sich sogar einen Holzofen kaufen für die kalte Jahreszeit.

Nicoleta hat aber noch immer ein grosses Problem. Vier Kinder bedeuten viele dreckige Kleider. Die junge Mutter wäscht die Schmutzwäsche von Hand in kaltem Wasser. Im Winter ist das Wasser, das sie dazu benutzt, eisig und das Waschen wird zu einer enormen Herausforderung.

Die Mutter ist am Ende ihrer Kräfte, der Vater sieht keinen Ausweg.
Florin arbeitet als Tagelöhner. Er arbeitet, wann immer er die Gelegenheit erhält, verdient dabei aber nur sehr wenig. Sein Einkommen ist bei Weitem nicht genug, um eine Familie zu ernähren. Nicoleta selbst konnte nie zur Schule gehen, sie wuchs in sehr armen Verhältnissen bei den Grosseltern auf. Darum wünscht sie sich von Herzen, dass sie bald ihre älteste Tochter, Ana Maria, zur Schule schicken kann. Noch fehlen dazu aber angemessene Kleider und Schuhe.

Da die Familie eng zusammengepfercht lebt, möchten wir Florin Baumaterial liefern. So kann er einen zweiten Raum anbauen und für seine Familie bessere Lebensbedingungen schaffen.

Wir möchten Nicoleta und Florin in ihrem Vorhaben unterstützen, für eine bessere Zukunft für ihre Kinder zu kämpfen.

Florin hingegen spürt die Sorgen der Eltern und ist bedrückt.
Mit 4 400 Franken können wir die Familie mit Kleidern, Schuhen, einer Waschmaschine, Nahrungsmitteln und Baumaterial reich beschenken. Wir bedanken uns von Herzen!

Projekt Nr. 3814 – "Am Ende der Kräfte"

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Im Stich gelassen und aus dem Haus geworfen
Verlassene Mutter und ihre zwei Kinder brauchen dringend unsere Hilfe
ARMENIEN – „Die Erkenntnis, dass mein Mann und der Vater unserer Kinder nicht vorhatte, jemals wieder zu uns zurückzukehren, tat schrecklich weh. Lange Zeit weigerte ich mich, den Tatsachen ins Auge zu blicken. Ich hoffte weiter. Aber schlussendlich konnte ich weder mich selbst noch meine Umwelt weiterhin belügen. Ich hatte meinen Mann verloren, die Kinder ihren Papa.“

Armenuhi Hambardzumyan (34) lebte in Fantan, einem kleinen Dorf in der Provinz Kotayk. 2009 heiratete sie Armen Avetsyan (34) aus Karasham. Das junge Ehepaar wohnte fortan zusammen mit Armens Eltern in deren Haus und arbeitete in der Landwirtschaft.

2011 kam Hasmik (8) zur Welt und das kleine Mädchen brachte viel Freude ins Haus. Wie jede armenische Familie wünschten sie sich jedoch sehnlichst auch noch einen Jungen. Mit der Geburt von Hrachyan (6) schien das Glück perfekt.

Aber das Unerwartete geschah. Armen entschloss sich, aufgrund der finanziellen Not der Familie, in Russland eine Arbeitsstelle zu suchen. Seine Frau Armenuhi bat ihn zwar, nicht wegzugehen, solange die Kinder noch so klein waren, doch Armen liess sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Er sagte seiner Familie auf Wiedersehen und reiste nach Russland.

Im Stich gelassen und aus dem Haus geworfen.
Armenuhi wartete von nun an auf die Rückkehr ihres Mannes, aber entgegen aller Hoffnungen kam Armen nicht mehr zurück. Er brach den Kontakt zu seiner Familie ganz ab. Seine Eltern änderten darauf ihre Einstellung gegenüber ihrer Schwiegertochter und den Enkelkindern. Sie erschwerten Armenuhi und den Kindern das Leben von Tag zu Tag mehr. Schlussendlich musste Armenuhi, enttäuscht und gedemütigt, mit Hasmik und Hrachyan das Haus verlassen. Sie mietete in Charentsavan eine kleine Wohnung.

Da Armenuhi niemanden hat, der auf die Kinder aufpasst, kann sie keine Arbeit suchen. Für die Miete muss sie jeden Monat 25 Franken bezahlen. Da sie ihre Kinder weder richtig kleiden noch gesund ernähren kann, bat sie uns um Hilfe.

Wir möchten Armenuhi zeigen, dass Gott sie nicht vergessen hat und dass es Menschen gibt, die sie nicht im Stich lassen. Mit 2 700 Franken können wir die kleine Familie ein Jahr lang mit allem Nötigen versorgen und ihr gesunde Lebensmittel und warme Kleider und Schuhe kaufen.

Vielen herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3815 – "Opfer der Arbeitsmigration"

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Wenn Träume wahr werden
Helfen wir Gayane, den Traum von einem bescheidenen Familienleben wahr werden zu lassen!
ARMENIEN – Fünf Jahre lang träumte Naira Nacht für Nacht vom Leben zu Hause. Von ganzem Herzen wünschte sie sich, das Kinderheim verlassen zu können und endlich wieder bei ihrer Mutter und ihrer Schwester leben zu dürfen.

Die kleine Familie Hamlajyan lebt im Dorf Paracar, in einer Baracke in der Nähe des Friedhofs. Die Familie besteht aus drei Personen, Gayane (47), Naira (16) und Anna (10).

Gayane wünschte sich immer ein glückliches Zuhause, mit einem liebevollen Mann und fröhlichen Kindern, denen es an nichts fehlt. Leider verlief ihr Leben ganz anders als geplant. Sie heiratete jung und voller Hoffnung und freute sich sehr über die Geburt ihres Sohnes Narek. Leider verstarb jedoch ihr Mann, Gayane blieb allein. Narek ist unterdessen verheiratet und wohnt an einem anderen Ort.

Später heiratete Gayane zum zweiten Mal. Sie gebar zwei Töchter, Naira und Anna. Die 16-jährige Naira leidet an Epilepsie. 2012 verliess der Ehemann und Vater seine Frau und die beiden kleinen Mädchen. Weil die Lebensbedingungen katastrophal waren, sah Gayane keine andere Möglichkeit, als Naira in ein Kinderheim zu bringen, wo sie fünf Jahre ausharren musste.

Gayane hatte keine Unterkunft und stand praktisch auf der Strasse. Sie ist sehr dankbar, dass ihr Bruder ihr auf seinem Grundstück Land zur Verfügung stellte, um darauf ein Häuschen zu bauen. Leider reichten die knappen Mittel nur für eine notdürftig ausgebaute Baracke.

Die Mutter braucht dringend Hilfe, um ihre Familie durchzubringen.
Naira ist ein kluges Mädchen. Sie machte ihrer Mutter keine Vorwürfe darüber, dass sie in einem Kinderheim leben musste, sondern verlor nie den Glauben daran, dass Gayane sie so bald als möglich heimholen würde. Ihre Hoffnung bewahrheitete sich.

Endlich darf die kleine Familie wieder vereint sein. Die Schwestern verbringen den ganzen Tag zusammen. Von den anderen Kindern im Dorf werden die beiden gemieden, niemand spricht mit ihnen.

Gayane arbeitet für einen Monatslohn von 50 Franken als Wächterin in einem Steinbruch. Der Arbeitsplatz befindet sich nahe beim armseligen Zuhause der Familie, so können die drei sich dort waschen und manchmal sogar ein Bad nehmen. In ihrer Baracke gibt es kein fliessendes Wasser.

Die Familie erhält 50 Franken Sozialgeld im Monat.

Am härtesten sind die Winter, da Familie Hamlajyan nicht genügend Holz sammeln kann, um ihr Zuhause zu beheizen.

Diese wunderbare, tapfere Familie glaubt an Wunder und träumt von einem kleinen Haus, gefüllt mit Liebe und Wärme. Um diesen Traum wahr werden zu lassen, bräuchten wir ungefähr 7 000 Franken.

Herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3816 – "Hilfe für alleinstehende Mutter"

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Massive Überschwemmungen in Indien
Die Angst vor der Kälte raubt den Eltern den Schlaf
INDIEN – Ende Oktober kam es zu verheerenden Überschwemmungen in Gumma, im Bundesstaat Odisha. Dort befindet sich unsere Kindertagesstätte Hrudai. Gott sei Dank wurde keines der 220 Kinder verletzt, das Ausmass der Zerstörung ist aber dramatisch.

Auch die gemieteten Räumlichkeiten, in denen die Kinder betreut werden, sind durch die Wassermassen in Mitleidenschaft gezogen.

Die Überschwemmungsopfer, die Familien unserer betreuten Kinder und die Tagesstätte brauchen in dieser schweren Zeit unsere Gebete und unsere Unterstützung.

Bitte helfen Sie mit, die Not zu lindern!




Projekt Nr. 3817 – "Dringende Hilfe nach Überschwemmungen"

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Wahrhaftige Nächstenliebe
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die grösste unter ihnen. 1. Korinther 13, 13
RUMÄNIEN – Rumänien – Gabriela entschied sich, trotz des grausamen Verrats ihres Mannes, das Richtige zu tun. Ihre Geschichte ist erschütternd, aber auch beeindruckend.

Gabriela Boldijar hätte allen Grund, wütend, verletzt und nachtragend zu sein. Vor ungefähr einem Jahr verliess ihr Mann sie und die gemeinsamen Kinder Gabriel (12) und Andreea (4) und ging ins Ausland. Seither kämpft die tapfere Frau für das Überleben ihrer Familie.

Mutter und Sohn kämpfen Seite an Seite für das Überleben der Familie.
Aber es kam noch schlimmer: Vor einigen Monaten standen plötzlich zwei Kinder vor ihrer Haustüre, die mit einem kurzen Briefchen dort abgesetzt worden waren. Gabriela erfuhr auf schmerzliche Weise, dass ihr Mann sie betrogen hatte. Jahrelang hatte er ein Doppelleben geführt, er hatte mit einer anderen Frau zwei Kinder. Als sich der Mann ins Ausland absetzte, verliess er damit auch die Geliebte. Diese wollte die 11-jährige Cosmina und den 9-jährigen Adrian loswerden und setzte sie kurzerhand bei Gabriela ab.

Verlassen und aufgenommen! Wir sehen alle eine Spur der Liebe Gottes in dieser Geschichte.
Was sollte die betrogene, überrumpelte Ehefrau jetzt tun? Sie meldete den Vorfall bei der Polizei. Die leibliche Mutter von Cosmina und Adrian erhielt daraufhin eine Geldstrafe auferlegt und ihre Rechte als Mutter wurden ihr entzogen.

Gabriela ihrerseits konnte den Gedanken nicht ertragen, dass die zwei unschuldigen Kinder ihres Mannes den Rest ihrer Kindheit in einem trostlosen Heim verbringen müssten. Sie nahm Cosmina und Adrian zu sich und umsorgt sie seither wie ihre eigenen Kinder. Wie gross ihre Liebe für die beiden ist, erkennt man an der Tatsache, dass Cosmina und Adrian weiterhin die Schule besuchen dürfen. Der 12-jährige Gabriel hingegen hat die Schule verlassen, um gemeinsam mit seiner Mutter Geld zu verdienen und die Familie zu ernähren. Er opfert seine Zukunft, um seinen Halbgeschwistern eine zu ermöglichen.

Tag für Tag beginnt er morgens zeitig seine Arbeit in einem Schafstall. Feierabend hat er erst abends zwischen 20 und 21 Uhr.

Gabriela und die vier Kinder wohnen in einem Nebengebäude eines verlassenen Hofes. Die zwei Zimmerchen sind in einem erbärmlich schlechten Zustand. Die Decke ist schwarz und zum Teil heruntergekommen. Türe und Fenster sind uralt, der Zementboden wird nur ungenügend von einem alten Teppich abgedeckt. Die Kleider muss Gabriela von Hand waschen.

Die Liebe von Gabriela kann nur von oben empfangen sein!
Aber es gibt auch Lichtblicke: Adrian hat bereits begonnen, Gabriela „Mama“ zu nennen. Wie schön, dass Liebe Verletzungen und Wunden zu heilen vermag!

Wir möchten Gabriela und ihren vier Kindern unbedingt beistehen. Mit 3 800 Franken können wir dafür sorgen, dass die Decke und die Wände renoviert, sowie dichte Türen und Fenster eingesetzt werden und ein Holzboden verlegt werden kann. Zudem wollen wir Familie Boldijar über einen längeren Zeitraum mit Nahrungsmitteln und Kleidern versorgen. Wir bedanken uns von Herzen für jede Spende.

Projekt Nr. 3818 – "Wahrhaftige Nächstenliebe"

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Eine Küche für Avagyans
6-köpfige Familie haust in einem kalten und feuchten Untergeschoss.
ARMENIEN – „Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich unser Traum eines Tages erfüllen wird. Wie schön wäre es, eine gemütliche Küche für gemeinsame Mahlzeiten sowie ein Badezimmer zu haben. Momentan ist unser Alltag eine grosse Herausforderung und kostet sehr viel Kraft.“

Die Familie Avagyan braucht dringend Hilfe.
Familie Avagyan lebt in Baghramyan, einem kleinen Dorf mit knapp 2000 Einwohnern, in der Region Armavir in Armenien. Sechs Personen gehören zur Familie: der Vater Adam (34), die Mutter Marina (35), Arshak (10), Edgar (8), Mary (6) und Samvel (1).

Avagyans wohnen im Untergeschoss eines halbfertigen Hauses. Es ist kalt und feucht, der Boden aus Beton. Weil sie die Räume nicht beheizen können, sind die Kinder oft krank. Das Haus gehört zwar ihnen, aber es hat keinen Gasanschluss, keine Toilette und keine Küche. Die Familie geht zu Adams Vater, um zu baden.

Einen warmen Boden und die Möglichkeit zu kochen – ein wahrer Traum für Familie Avagyan.
Arshak, Edgar und Mary besuchen die Schule. Marina kann sich keine Einkommensmöglichkeit suchen, da sie mit dem Haushalt und der Betreuung der Kinder voll ausgelastet ist. Sie hofft ganz fest, dass sich ihre Situation bald verbessert.

Der Vater arbeitet als Saisonarbeiter auf den Feldern. Den ganzen Sommer durch arbeitet er hart und hofft, mit dem verdienten Geld die Familie im Winter ernähren zu können. Das einzige regelmässige Einkommen ist das Familiengeld von 100 Franken monatlich.

Bei einem so kleinen Budget bleiben die Fertigstellung des Hauses und der Bau einer Küche und eines Badezimmers nur ein Traum. Deshalb haust die Familie noch immer im kalten Untergeschoss.

Adam arbeitet hart, aber das Geld reicht nicht, um die Familiensituation zu ändern.
Avagyans brauchen unsere Hilfe, um einen ihrer Träume wahr werden zu lassen. Mit 3 200 Franken können wir ihnen zu einer Küche verhelfen, in der die Mutter die Mahlzeiten zubereiten kann.

Danke, liebe Spenderinnen und Spender, für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3819 – "Familie Avagyan braucht Unterstützung"

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Tapferer Familienvater
Dieses Weihnachtsfest könnte das letzte gemeinsame Weihnachtsfest sein
RUMÄNIEN – Der Hirntumor von Dragos ist lebensgefährlich. Leider fehlt das Geld für die nötige Operation, nicht aber das Vertrauen und Hoffen auf Gottes Hilfe.

Heute möchten wir über eine Familie berichten, deren Leben durch den Einzug in eines der Sozialhäuser, die Diaconia in Zusammenarbeit mit Vodafone bauen konnte, grundlegend verändert wurde.

Die Familie Tieran besteht aus Dragos (39), Marian (38) und ihren drei Kindern Sarah (13), Andrei (12) und Emanuel (8).

Als wir die Familie im Jahr 2014 kennenlernten, lebte sie unter sehr schlechten Bedingungen in einem improvisierten Zimmerchen auf dem Gelände einer Autowerkstatt. Es war ein grosser Segen für die Familie, dass sie in eines der Sozialhäuser einziehen durfte.

In den folgenden Jahren ging es der Familie gut.

Im vergangenen Winter verbrachten Dragos und seine Familie eine grossartige Zeit mit Schlittschuhlaufen auf der Eisbahn von Cristian. Dragos rutschte jedoch aus, als er einen Neffen auf die Arme nahm. Er fiel auf den Rücken und knallte mit dem Kopf auf das harte Eis. Er war kurze Zeit bewusstlos. Als er wieder zu sich kam, stand er auf, fiel aber gleich darauf zum zweiten Mal in Ohnmacht. Er erwachte im Krankenwagen wieder und verlor erneut das Bewusstsein. Die Ärzte untersuchten seinen Kopf gründlich und entdeckten einen Hirntumor. So gesehen war es sogar gut, dass Dragos auf dem Eis verunfallte, sonst hätte man den Tumor noch lange nicht bemerkt.

Dieses Weihnachtsfest könnte das letzte gemeinsame Weihnachtsfest sein.
Der Hirntumor ist gutartig mit einer Grösse von 12 auf 8 Millimeter. Da er jedoch schnell wächst und das Gehirn immer mehr beeinträchtigen wird, ist er sehr gefährlich und muss schnellstmöglich operiert werden, um bleibende Schäden und schlussendlich den Tod von Dragos zu verhindern.

Dragos arbeitet weiterhin auf dem Bau, um seine Familie zu ernähren. Von Zeit zu Zeit wird er bewusstlos, was natürlich vor allem auf der Baustelle, aber auch unterwegs, sehr gefährlich ist.

Der besorgte Familienvater rief uns an und bat um Hilfe. Die Kosten für die Operation belaufen sich auf 7 600 Franken. Die Ersparnisse der Familie reichen gerade mal für das benötigte MRI, welches 400 Franken kostet.

Wir wollen Familie Tieran erneut beistehen.

Dragos ist sehr tapfer: „Ich vertraue Gott. Er wird auch weiterhin für uns sorgen. Ich will meiner Familie nicht zur Last fallen. Ich möchte auch in Zukunft für meine Familie, für meine Kinder da sein. Ich bin so stolz auf sie!“

Gott sei Dank verstehen die Kinder den Ernst der Lage nicht wirklich. Dragos ist bemüht, sich seine Krankheit und Sorgen nicht anmerken zu lassen und treibt weiterhin Spässe mit den Kindern.

Wir können mithelfen, dass Marian, Sarah, Andrei und Emanuel noch viele Jahre mit ihrem geliebten Ehemann und Vater geniessen können. Mit 7 600 Franken können wir Dragos die lebensrettende Operation bezahlen. Vielen herzlichen Dank für jede Spende!

Projekt Nr. 3820 – "Dringende Operation für Dragos"

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Ein harter Überlebenskampf
Mutter und Sohn wurden allein gelassen
INDIEN – Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose bei euch auf, und wenn ihr einem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider! Helft, wo ihr könnt, und verschliesst eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen! Dann wird mein Licht eure Dunkelheit vertreiben wie die Morgensonne, und in kurzer Zeit sind eure Wunden geheilt. Eure barmherzigen Taten gehen vor euch her, meine Macht und Herrlichkeit beschliesst euren Zug.

Tarun Urimiti wurde 2010 geboren. Sein Vater arbeitete als Tagelöhner und Uma, die Mutter, machte den Haushalt. Als Tarun noch klein war, verliess der Vater die Familie und heiratete eine andere Frau. So kehrte Uma mit ihrem Sohn in ihr Elternhaus zurück. Umas Mutter war schon früher gestorben, aber ihr Vater, Taruns Grossvater, nahm die beiden auf und sorgte für sie.

Als Tarun zwei Jahre alt war, verstarb leider auch sein Grossvater. Auf einen Schlag war die Familiensituation total anders. Uma arbeitete von nun an als Küchenhilfe in einem Hotel, um für sich und ihren Sohn Geld zu verdienen. Die vergangenen Jahre und die erlittenen Schicksalsschläge forderten jedoch schon bald ihren Tribut. Uma wurde ernsthaft krank.

Die Hoteldirektion erlaubte ihr nicht länger, für sie zu arbeiten. Sie verlor ihre Stelle. Seither kämpfen Mutter und Sohn Tag für Tag ums Überleben. Umas jüngere Schwester sowie Nachbarn versorgen sie und Tarun manchmal mit Essen.

Mutter und Sohn wurden allein gelassen.
In Anbetracht dieser grossen Not haben wir Tarun im Mai 2019 in unser Projekt aufgenommen. Er besucht die vierte Klasse an der Govt-Schule. Nun ist die Familie abhängig von einer monatlichen Unterstützung, die an Arme abgegeben wird. Dieser Betrag muss für den ganzen Monat reichen. Die Kinder bekommen in der Schule ein Mittagessen und beim Unterstützungsprojekt zudem ein Abendessen. Manchmal spart Tarun einen Teil seines Essens und bringt es seiner Mutter nach Hause.

Obwohl Tarun und seine Mutter von Geburt an Hinduisten sind, besuchen sie nun eine christliche Gemeinde. Ein Pastor aus der Nachbarschaft begleitet die Familie und versorgt sie mit Medikamenten.

Auch wir unterstützen Tarun mit Schulgeld, Büchern, Uniform, Kleidern und vielem mehr, was für ihn eine grosse Hilfe ist.

Es ist uns ein grosses Anliegen, dass Sie für Tarun und seine Mutter beten, dass Gott sie segnet und ihre täglichen Bedürfnisse stillt.

Falls jemand von Ihnen, liebe Diaconia-Freunde, Tarun als Patin oder Pate unterstützen könnte, wäre das für ihn und seine Mutter eine grosse Hilfe.

Von Herzen bedanken wir uns für alle Gebete und für jede Unterstützung für Uma und Tarun!

Projekt Nr. 3822 – "Hilfe für Tarun"

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Kinderdiabetes
Ohne Geld keine Behandlung
ARMENIEN – Bereits im Alter von zwei Jahren erkrankte die heute 13-jährige Ilena Melkonyan an Diabetes. Ihr Gesundheitszustand ist besorgniserregend, das Geld für die medizinische Betreuung sowie die nötigen Medikamente fehlt.

Ilena lebt zusammen mit ihrer Mutter Mariam (32), ihrer Grossmutter und ihrer Schwester Irina (14) in Charentsavan, in der Provinz Kotajk im Zentrum Armeniens.

Als Mariam und ihr Mann im Jahr 2004 heirateten, wurden ihnen innerhalb kurzer Zeit ihre zwei Töchter, Irina und Ilena, geschenkt. Bloss zwei Jahre nach der Hochzeit verliess der Ehemann seine junge Frau und die beiden kleinen Mädchen und ging nach Russland. Er brach den Kontakt zur Familie ganz ab und Mariam, die Grossmutter, Ilena und ihre Schwester Irina waren von da an auf sich gestellt.

Damit sie nicht hungern mussten, blieb Mariam keine andere Wahl, als ihre zwei Kleinkinder in der Obhut der betagten, geschwächten Grossmutter zu lassen und zu arbeiten, um Geld zu verdienen.

Die Familie hat kein eigenes Häuschen, sondern wohnt zur Miete und musste schon einige Male umziehen.

2008 kam der nächste Schock. Mariam ging mit der damals 2-jährigen Ilena, der es von Tag zu Tag schlechter ging, zu einem Arzt. Er diagnostizierte Diabetes.

Die tapfere Ilena verabreicht sich selber die Insulinspritzen.
Mariam musste ihre Arbeitsstelle aufgeben, um bei ihrem kleinen, kranken Kind zu sein.

In der folgenden Zeit musste die Familie immer wieder Schulden machen. Ilena benötigte wiederholt Spitalaufenthalte sowie verschiedene Medikamente. Dies alles kostete sehr viel Geld. Als der Zustand des kleinen Mädchens ein bisschen stabiler war, suchte Mariam erneut eine Arbeitsstelle und versuchte nach Kräften, den Schuldenberg abzutragen.

Ilena wuchs heran, startete die Schule und hatte es gut mit ihren Kameradinnen. Aber ihr gesundheitlicher Zustand verschlimmerte sich erneut, als zur Diabetes andere Krankheiten dazukamen. Ilena hat zurzeit Probleme mit der Gallenblase und der Schilddrüse. Regelmässige Untersuchungen und Behandlungen sind notwendig. Die Ärzte haben einen Diätplan zusammengestellt, doch diesen einzuhalten ist für Familie Melkonyan unmöglich. Die finanziellen Mittel reichen dank dem Sozialgeld und Mariams Lohn knapp zum Überleben, aber das Geld für spezielle Lebensmittel fehlt. Ilena konnte in den letzten zwei Jahren auch keinen einzigen Spitaltermin wahrnehmen.

Ilena bekommt täglich fünf bis sechs Dosen Insulin. Diese reichen aber nicht aus. Während unseres Besuches war Ilenas Zuckerwert doppelt so hoch wie normal und Ilena fühlte sich sehr schwach.

Damit sich Ilenas Zustand nicht verschlimmert, braucht sie unbedingt regelmässige Untersuchungen in der Klinik, die nötigen Medikamente und eine angepasste Diät.

Mit 1400 Franken können wir Ilenas Gesundheit unterstützen. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3823 – "Diabeteskranke Ilena"

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Der taubstumme Nicolae bittet um Hilfe
Fortschritte durch Logopädie-Unterricht
RUMÄNIEN – Irina muss ihre drei Kinder allein grossziehen. Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Therapiestunden für ihren kranken Sohn Nicolae kann sie sich nicht leisten, obwohl es ihm helfen würde.

Mit Tränen in den Augen lässt uns Nicolaes Mutter an ihrer Not und ihren Sorgen teilhaben: „Als Nicolae Logopädieunterricht erhielt, war er ein anderer Junge. Er arbeitete fleissig für die Schule und tat, was ich ihm auftrug. Er half seinem Onkel beim Holzen und spielte freundlich mit den anderen Kindern. Ihm ging es durch die professionelle Betreuung viel besser, er war glücklich und zufrieden. Als die Schule im letzten Jahr entschied, die Kosten für die logopädische Unterstützung nicht mehr zu tragen, brach für uns eine Welt zusammen.“

Nicolae (12) ist der älteste Sohn von Irina (29). Er hat noch zwei Schwestern, Rosalia (6) und Anais (10 Monate). Der 12-jährige Junge wurde taubstumm geboren, zusätzlich leidet er auch unter häufigen epileptischen Anfällen. Von den Kindern des Dorfes wird er ausgeschlossen, von den Schulkameraden gemieden. Gott sei Dank fühlt er sich in der Familie wohl und kann mit seinen Schwestern und seinen Cousins und Cousinen spielen. Seit der Vater die Familie nach der Geburt von Anais verlassen hat, spielt auch der Onkel eine sehr wichtige Rolle im Leben von Nicolae, ersetzt er ihm doch ein bisschen die fehlende Vaterfigur.

Fortschritte durch Logopädie-Unterricht.

Nicolae ist ein fröhliches Kind, er steckt voller Energie und Lebensfreude. Umso frustrierender ist es für ihn, von der Umwelt abgeschnitten zu sein, sowohl durch seine Behinderung als auch durch das fehlende Mitgefühl der anderen Kinder. Der Logopädielehrer, der extra für Nicolae aus einem Nachbarort nach Teliu kam, konnte in den Unterrichtsstunden grosse Fortschritte bewirken. Durch die Lektionen lernte Nicolae, sich anders zu verhalten, auch in einer Frustsituation ruhig zu bleiben und in der Schule aufmerksam zu sein.

Wir möchten dem taubstummen Zwölfjährigen die Logopädiestunden bezahlen. Mit einer Waschmaschine erleichtern wir Irinas Leben. Weil das Geld in der Familie Cales sehr knapp ist, kann es sich die Mutter nicht leisten, ihre Kinder ausgewogen zu ernähren. Wir wollen die Familie mit gesunden Lebensmitteln unterstützen. Zudem möchten wir noch zwei kaputte Fenster ersetzen. Für dieses Projekt benötigen wir 3 100 Franken. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Projekt Nr. 3824 – "Wirkungsvolle Therapien ermöglichen"

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