DIACONIA Internationale Hilfe – Christliches Hilfswerk



Leben verändern – Hoffnung schenken: Die grosse Chance
Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen noch an das schmale Gesicht mit den grossen Augen und dem riesigen Lachen, welches Sie aus dem Diaconia-Report im Oktober 2017 anstrahlte.

Der kleine Knirps, der zu den ersten Jahrgängen in der Kindertagesstätte Hrudai gehörte, ist gross geworden. Gibbs hatte einen schweren Start sowohl ins Leben als auch in die Schule. Neben einer schwachen Gesundheit und häufigen Krankheiten kämpfte er auch mit der desolaten familiären Situation. Er war weder regelmässig in der Schule noch konnte er wirklich am Leben teilnehmen. Es fehlte buchstäblich an allem. Heute geht Gibbs in die 5. Klasse. Er besucht die Schule begeistert und geniesst sowohl das warme Essen als auch den Stützunterricht und das „After School Program“ in Hrudai.

Ich schrieb damals: „Wir können nicht die ganze Welt retten, das ist leider eine Tatsache. Ein Kind jedoch schon!“

Ich darf Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, mitteilen, dass wir im Falle von Gibbs die entscheidende Hilfe leisten durften, damit sein Leben eine Wende zum Guten nahm. Seine Situation hat sich enorm verändert und er kann zuversichtlich in die Zukunft schreiten.

Wie wir Kindern in Indien helfen:
Wir ermutigen und begleiten die Kinder durch ihre Schul- und Ausbildungszeit.
Wir helfen bei den Hausaufgaben und bei Problemen in der Schule.
Wir geben den Kindern ein warmes Mittagessen, oft die einzige richtige Mahlzeit am Tag.
Wir helfen mit Kleidern und Schuhen, mit Waschgelegenheiten und Sanitäranlagen.
Wir sorgen uns um die Gesundheit der Kinder und deren Familien.
Wir stellen den Kindern nach Möglichkeit Schuluniform, Lern- und Bastelmaterialien zur Verfügung.
Wir geben ihnen Unterweisung und Licht mit auf den Weg.


Ohne die Hrudai-Tagesstätte könnten 220 Kinder die Schule nicht oder nur beschränkt besuchen. Einige Kinder würden die Schule gar nicht starten, viele würden die Schule abbrechen.

Viele Kinder würden, wie ihre Eltern, nie lesen und schreiben lernen.

Ihre Zukunft wäre geprägt von Arbeitslosigkeit und Armut, ohne Hoffnung für die neue Generation.

Mädchen wären weiterhin stark benachteiligt, viele davon chancenlos.

Viele der Kinder würden nicht erfahren, was Nächstenliebe ist und woher diese Lehre kommt.

220 Familien mit noch mehr Geschwistern würden die einzige Hilfe, die sie bekommen, verlieren.


Gibbs hat in unserer Tagesstätte Hrudai 219 Kolleginnen und Kollegen.

Wir beschäftigen eine Lehrperson, einen Koch, einen Pastor und einige Mithelfer. Viele engagieren sich und packen mit an, auch Eltern der Kinder. Es ist erfreulich zu sehen, dass unser Unternehmen in Indien Herzen bewegt.

Bis jetzt sind die Kinder auf drei Standorte verteilt. Die gemieteten Gebäude sind jedoch teuer und für Kinder ungeeignet.

Nach den Überschwemmungen Ende 2019 entschieden wir, nach einer Lösung zu suchen. Den An-stoss zum Bau einer Tagesstätte erhielten wir durch die Schenkung von Uppahar, einer befreundeten Organisation aus Indien, die uns 4150 Quadratmeter Bauland zur Verfügung stellte. Rajat Pani, unser Verantwortlicher vor Ort und die Verbindungsperson zu Uppahar, sagte: „Dieses Gebäude wird ein Segen für viele Kinder sein. Kinder, die weitab von der Stadt und weit entfernt von Chancen und Möglichkeiten aufwachsen. Hier werden sie Liebe und Geborgenheit, Bildung, Förderung und Unterstützung erhalten. Die Dorfbevölkerung freut sich sehr über unsere Arbeit, von der die ganze Region profitiert. Sogar die Presse aus der Stadt berichtete bereits über die Tagesstätte.“

Die Meinung unter den Bewohnern von Gumma ist: „Wenn Menschen aus der weit entfernten Schweiz etwas für unsere Kinder tun, wenn ihnen unsere Kinder so sehr am Herzen liegen, dann ermutigt uns dies, auch unser Bestes zu geben, damit unsere Kinder alle Hilfe bekommen, die sie brauchen.“

Mahatma Gandhi sagte einmal: „Ich liebe Christus, verachte aber die Christen, weil sie nicht wie Christus leben.“ Ein Herz für Inder zu haben, Hoffnung für Indien zu hegen, ist der liebevolle Weg, den suchenden Menschen zu begegnen und unzähligen benachteiligten Kindern in Indien zu helfen. Es wird auch berichtet, dass der oben genannte, weise Mann einmal die Bibel, die er immer bei sich hatte, hervorholte, die Seligpreisungen daraus vorlas und sagte: „Mehr habe ich euch nicht zu sagen“. Dieser Inder liebte Jesus und wollte mehr über Liebe, Wahrheit und den richtigen Lebensweg wissen. Menschen wie ihn gibt es noch viele in Indien. Sie leben in Armut und Verachtung. Sie sehnen sich nach Frieden, Liebe und Gerechtigkeit. Durch unsere Taten der Liebe können wir ihnen unsere Annahme zeigen und ihnen den Weg weisen.

Hrudai heisst übersetzt „Herz“. Darum geht es bei unseren Bemühungen in Indien: Herzen zu erreichen und Herzen zu bewegen.


Grundriss der Hoffnung

600 Quadratmeter zum Lernen, Spielen, Freude erleben
Das Gebäude wird aus zwei grossen Sälen, einer Küche, einem Lagerraum sowie weiteren Räumlichkeiten bestehen. Die Toiletten werden ausserhalb des Gebäudes gebaut werden.

Durch die bereits erhaltene Hilfe einiger Spender konnte man bereits das Fundament und die Tragwände bauen.

Um das Gebäude fertigzustellen und den Kindern tagsüber ein Zuhause anbieten zu können, brauchen wir noch ungefähr 40 000 Franken.



Bausteine fürs Leben
Jede Spende und jede kleine Zuwendung ist wertvoll und dient dazu, das Tageszentrum zu bauen. Die Menschen vor Ort beteiligen sich mit grossem Arbeitseinsatz, damit der Bau überhaupt realisiert werden kann. Die Entscheidung, bereits 2019 mit dem Bauen anzufangen, wurde getroffen, damit man so der Teuerung anfangs 2020 entgehen kann.

Wir bitten Sie, liebe Spenderinnen und Spender, von ganzem Herzen um Ihre Mithilfe. Wir freuen uns auch über kleine Spenden. Zusammen können wir viel erreichen und das Tageszentrum Hrudai anfangs Sommer 2020 den Kindern als Zuhause zur Verfügung stellen.

7 500 Franken konnten bereits geschickt und verwendet werden. Bitte helfen Sie uns, damit auch der Restbetrag zusammenkommen darf!

Mit grosser Vorfreude, die Arbeit von Diaconia in Indien wachsen zu sehen, grüsse ich Sie ganz herzlich und bedanke mich im Namen des ganzen Diaconia-Teams für das treue Mittragen und Ihre Unterstützung.

Mihai Hunziker
Geschäftsführer Diaconia Internationale Hilfe

Eva (Mitte) ist gleich alt wie Asha, die Tochter von Anne und Rajat Pani (links). Eva wurde als Säugling zum Sterben ausgesetzt, konnte aber von der Familie von Bapi Pani gerettet werden. Das tapfere Mädchen kämpft gesundheitlich mit grossen Schwierigkeiten, aber ihm wurde buchstäblich ein zweites Leben geschenkt.

Projekt. Nr. 7005 – Leben verändern – Hoffnung schenken


Ja! Ich will helfen!
Wenn Sie uns bei unserem Projekt LEBEN VERÄNDERN - HOFFNUNG SCHENKEN 2020 unterstützen möchten, senden wir Ihnen gerne weitere Informationen und dementsprechende Zahlscheine zu. Für Ihre E-Mail mit Angaben Ihres Namens und Ihrer Adresse seien Sie herzlich bedankt.


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