LEUCHTTURM ARMENIEN

EIN BESONDERER ORT FÜR MENSCHEN IN NOT

Die Hauptaufgabe der Mitarbeitenden unseres Leuchtturm-Zentrums in Charentsavan ist es, eine existenzielle Veränderung im Alltag Notleidender zu bewirken. Sie begegnen Menschen auf Augenhöhe, stärken ihr Verantwortungsbewusstsein und eröffnen neue, lebensverändernde Perspektiven. Menschen, meist ohne Hoffnung, arm, krank, hungrig, frierend, aber wissbegierig, lern-und arbeitswillig, erhalten an diesem besonderen Ort unsere besondere Aufmerksamkeit.

DIE KINDER

Die meisten Kinder in Armenien haben das Privileg, in der Schule sehr früh viele Sprachen zu erlernen. Die armenischen, russischen und englischen Buchstaben sind grundverschieden. Lesen und Schreiben in allen dreien wird ab der ersten Schulklasse zusammen mit allen anderen Pflichtfächern unterrichtet. Obwohl der Besuch der Grundschule in diesem Land kostenlos ist, bleibt vielen Kindern der Weg zur Bildung verwehrt. Oft sind mangelnde hygienische Bedingungen, Krankheit, zerrüttete Familienverhältnisse oder fehlende Kleidung Schuld daran. Ohne Schulbildung haben die Kinder jedoch keine Chance auf ein Leben mit Perspektive und der Kreislauf der Armut setzt sich über Generationen fort.

FÖRDERUNG UND BILDUNG

Mit der Bildung und Förderung von Kindern bewirken wir langfristig die effektivste Veränderung. Daher bleibt es unser Ziel, fachliche und pädagogische Betreuung in einer unbeschwerten Umgebung anzubieten. Nachhilfeunterricht, Malkurse, Gesangsstunden, Logopädie und psychologische Unterstützung gehören zu unserem Grundangebot für die Mädchen und Buben. Damit die Kinder gut für ihren Schulalltag gerüstet sind, schenken wir ihnen alle nötigen Unterrichtsutensilien, wie Schultaschen, Schreibzeug und Hefte.

NEUE PERSPEKTIVEN DANK BILDUNG

DIACONIA reagiert auf diese Missstände mit gezielten Schulergänzungs- und Freizeitangeboten sowie mit Aufgabenhilfe für die sozial benachteiligten Kinder. Auch um die Versorgung mit Schulmaterial kümmern wir uns. Dadurch fördern wir einen fairen Zugang zu Schul- und Berufsbildung.

Neben dem Bildungsprogramm profitieren die Jugendlichen in den Sommermonaten von Sportangeboten und verschiedenen spielerischen Aktivitäten. Auch Kochen und das gemeinsame Essen sind Teil des Programms. Die beliebten Ausflüge und Exkursionen ermöglichen vielen Kindern das erste Mal, das eigene Dorf verlassen und neue Orte erkunden zu können.

DIE AUSWIRKUNGEN UNSERER ARBEIT

Kamo 

Kamo hat eine Autismus-Spektrum-Störung. Er lebt mit seiner Mutter und seiner Grossmutter im Dorf Arzakan in einem bescheidenen, aber liebevollen und fürsorglichen Umfeld. Kamos Mutter hatte von unserem Logopädie Angebot gehört und sich in der Hoffnung, Unterstützung für ihr Kind zu erhalten, an das Leuchtturm Zentrum gewandt.


Frunze

Ich heisse Frunze und lebe mit meiner Mutter und meiner Schwester in einer alten Wohnung in Charentsavan. Mein Vater starb vor fünf Jahren an Krebs. Nach seinem Tod waren wir lange Zeit sehr traurig und hatten es schwer. Wir litten unter Hunger und Kälte. Gemeinsam sammelten wir Äste, um unser Haus in den kalten Wintermonaten zu heizen.

Familie Melkumyan

Ich heisse Emma Melkumyan und lebte mit meiner Familie lange unter sehr schlechten sozialen und hygienischen Bedingungen. Im Sommer erwärmte ich das Badewasser für unsere beiden Kinder, indem ich Plastikbehälter in die Sonne stellte, und im Winter erhitzte ich es in einem grossen Kochtopf über dem Feuer. 

Lyuba


Dies ist Lyuba, eine alte Frau, die allein in einem der verlassenen Wohnblocks in Charentsavan lebt. Als junge Frau half sie vielen notleidenden Menschen, doch jetzt, wo sie selbst Hilfe benötigt, geriet sie beinahe in Vergessenheit. 

Der Leuchtturm in Charentsavan ist ein ganz besonderer Ort. Er dient als Zufluchtsort, an dem Hilfesuchende mit ihren Sorgen, Belastungen und Problemen Wertschätzung und Annahme erhalten. Dies ist ein Segen für Menschen, die nicht mehr wissen, wohin sie gehen und an wen sie sich wenden sollen.


Wir freuen uns auf Ihre Spende. Herzlichen Dank!