Kinder-Hilfszentrum Moldawien

Ion und Alesia Rotaru 

Leiter unserer Arbeit in Moldawien.


Wir sind in der Republik Moldau tätig, um die grosse Not zu bekämpfen und Kindern und Familien aus dem Elend zu befreien. Die bittere Armut in der noch immer sehr russisch geprägten Republik Moldau ist allgegenwärtig. Arbeitslosigkeit, mangelnde Schulbildung, die erhöhten Lebenskosten und der Krieg in der Ukraine, treiben die Menschen in Existenzängste, Alkoholkonsum und Hoffnungslosigkeit. Dieser Zustand schmerzt uns und bewegt uns zum Handeln. Wir wollen das Potenzial, welches Gott in diese Menschen hineingelegt hat entdecken und weiterentwickeln. Gottes Liebe ist unsere Grundlage und Motivation. Diese Liebe schenken wir weiter.
 
Die Schwerpunkte von Diaconia Internationale Hilfe – Nothilfe – Bildung – und Aufbauhilfe, bilden eine solide Grundlage für unsere Arbeit.
 
Es ist uns eine Ehre und Freude diesen Auftrag wahrnehmen zu dürfen. 
 
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Einblick in unsere Arbeit.

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Schwerpunkte unserer Arbeit in Moldawien

Humanitäre Hilfe

Diaconia leistet einen wesentlichen Beitrag zur Linderung der Armut.


Notleidende Familien erhalten regelmässig  und nach Bedarf Nahrungsmittel- oder Kleider- Gutscheine, welche zweckbestimmt und kontrolliert eingelöst werden können. Neben dieser  monatlichen Lebensmittelunterstützung erhalten Familien auch Vorräte an Kartoffeln, Zwiebeln und anderem Gemüse für den Winter. Zudem beschenken wir Familien mit Waschmaschinen, Holzofen oder Brennholz.

Renovierungen alter Häuser

Viele Häuser in Moldawien befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Die Finanzen armer Familien reichen oft nicht einmal für den täglichen Lebensbedarf. So verwahrlosen zahlreiche Behausungen. Wir liefern unter anderem Baumaterial für Dächer, Fenster, Türen und Küchen. In Notsituationen wird vorübergehend die Miete für Wohnungen bezahlt. Diese Angebote werden mittels spezifischer Projekte finanziert.

Nachhaltige Hilfe dank Tierspenden

Wir fördern durch Tierspenden die Selbstständigkeit.
Eine Tierspende beinhaltet ein für die Familie geeignetes Tier, z.B. Kühe, Schweine, Schafe oder andere Nutztiere sowie das Futter für ein Jahr. Die Familien verpflichten sich, für die Tiere zu sorgen, sie zu pflegen und das erste weibliche Jungtier weiter zu schenken. Durch diese Aktion können Familien ihr eigenes kleines Unternehmen entwickeln, sich selber versorgen und haben darüber hinaus mit dem Überschuss ihrer Produkte die Möglichkeit, Tauschgeschäfte abzuwickeln. Dazu bietet die Tierhaltung auch den Kindern eine sinnvolle Beschäftigung.

Strassenkinder-  Hoffnungsvolle Zukunft schenken

Im Frühjahr 2023 durften wir in der Hauptstadt Chișinău ein Kinder-Hilfszentrum eröffnen. Hier verbringen die geschulten und einfühlsamen Leiter viel Zeit mit Strassenkindern, denen es an Zuneigung, Liebe und Lebenszielen fehlt. Sie bieten ihnen Alternativen an, um aus dieser Trostlosigkeit zu entfliehen. Im Zentrum finden viele dieser notleidenden Kinder einen Ort der Orientierung und der Zuflucht.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Aufbauarbeit in Moldawien.

Die Geschichte von Ion Rotaru, Leiter unserer Diaconia- Arbeit in Moldawien



Liebe Leserinnen und Leser.

Mein Name ist Ion. Aber die meisten Leute nennen mich John.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Chişinău in Moldawien. Moldawien ist ein sehr schönes Land. Es wird in der ganzen Welt für den fruchtbaren Boden, die malerischen Landschaften und die sehr freundlichen Menschen geschätzt.

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die sich kaum auf den Beinen halten konnte. Nach meiner Geburt arbeitete meine Mutter nicht mehr, sondern widmete sich ganz meiner Erziehung und der Haushaltsführung. Sie liebte mich sehr. Es war schwierig für sie, schwanger zu werden. Die Ärzte sagten ihr unzählige Male, dass sie niemals Kinder bekommen könne. Als sie dann mit mir schwanger wurde, sah sie dies als ein Wunder Gottes an, als eine Antwort auf ihre Gebete.

Meine Mutter wuchs mit fünf Geschwistern auf. Sie hatte eine schreckliche Kindheit mit einem alkoholkranken Vater, der sein ganzes Geld für sich selbst ausgab. Zusammen mit ihren Brüdern mussten sie jedes Mal von zu Hause weglaufen, wenn der Vater betrunken war, weil sie sonst von ihm geschlagen wurden. Im Winter mussten sie die Kleider und Schuhe teilen, um die Schule besuchen zu können. Meine Mutter war eine sehr fleissige Schülerin und hatte einen guten Schulabschluss, konnte aber nicht studieren, weil sie nicht genug Geld für die Fahrt in die Hauptstadt hatte. Damit hatte sie die Hoffnung, in ihrem Leben beruflich noch etwas zu erreichen, aufgegeben. Trotz aller Schwierigkeiten investierte sie ihre ganze Aufmerksamkeit in meine Erziehung und wollte mir eine Chance im Leben geben.

Mein Vater hatte acht Geschwister. Auch er hatte keine Möglichkeit, zu studieren. Als ich bereits auf der Welt war, entschied er sich, im Ausland zu arbeiten, weil der Lohn in der Republik Moldau viel zu klein war. Aber auch bei diesem Arbeitgeber erhielt er sein Gehalt zu spät oder sogar gar nicht. So gab es Monate, in denen mein Vater nicht einmal 100 Franken an uns überweisen konnte, mit denen wir überle- ben mussten. Ich erinnere mich, dass wir uns ein 20 m2 grosses Zimmer mit zwei anderen Familien teilten, mehr konnten wir uns nicht leisten.

Als ich klein war, verstand ich nicht, warum meine Mutter mir kein Spielzeug kaufen konnte, während andere Kinder ganze Zimmer voll davon hatten. Ich verstand nicht, warum ich immer die abgetragenen Kleider von meinen älteren Cousins tragen musste.

Die Antwort war einfach: Wir waren arm. Oft hatten wir nur Geld für Brot.

Ich musste schon früh anfangen, in den Schulferien zu arbeiten. Im Alter von 13 Jahren begann ich, in einem verlassenen Obstgarten Kirschen zu pflücken. Und das morgens bis abends. Im Alter von 14 Jahren habe ich dann angefangen, Brennholz für die Nachbarn zu hacken. Und mit 15 Jahren arbeitete ich die ganzen Sommerferien über in einer Gardinenfabrik. Danach habe ich fast 3 Jahre lang als Kellner bei festlichen Anlässen gearbeitet. Ich arbeitete jeden Tag nach der Schule manchmal bis 3 Uhr morgens und an den Wochenenden bis zu 18 Stunden lang. Es war eine sehr intensive Zeit für mich, denn meine Eltern liessen sich scheiden und meine Mutter war krank. Sie wurde erfolglos operiert. Aufgrund eines Arztfehlers stand sie kurz vor dem Tod und brauchte zwei weitere Operationen, um noch eine Überlebenschance zu haben. Glücklicherweise war ich zu dieser Zeit nicht allein auf mich gestellt, sondern erhielt finanzielle Unterstützung von meiner Tante. Damals habe ich gespürt, wie schwer die Last der Verantwortung sein kann. Es war nicht leicht, mit 17 Jahren Schule, Arbeit, Krankenhaus und Hausarbeit unter einen Hut zu bringen.

Aber die ganze Zeit über hatte Gott einen grösseren Plan mit mir. Obwohl ich damals noch nicht gläubig war, bin ich jetzt, wenn ich zurückblicke, erstaunt, wie zielgerichtet er mich geführt und mich auf das Leben vorbereitet hat.

Ich hatte keine ideale Kindheit, aber ich hat- te immer jemanden um mich herum, der mir geholfen hat: Mutter, Vater, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen, manchmal Nachbarn, Freunde und auch Fremde, die mir die Hand gereicht haben. Jetzt weiss ich, dass hinter jedem Menschen Gott stand. Gott, der mich liebt und durch Menschen wirkt!

Jetzt habe ich die Chance, eine helfende Hand für diejenigen zu sein, die meine Hilfe benötigen. Ich möchte den Segen Gottes in meinem Leben nutzen, um anderen ein Segen zu sein. Danke an alle, die sich der Vision anschliessen, um Moldawien zu helfen!